Alles Schläger... irgendwie

Dirty Harry
Nachdem es dieses mal sehr lange gedauert hat, bis von mir mal wieder was kommt (ich hatte auch mal drei Monate gar keinen Nerv, einen Pinsel anzufassen), kommt nun mal wieder ein bisschen was. Erstaunlich ist, selbst für mich, wie viel Nahkampfmechs sich dabei ansammeln können.

Den Anfang machen jedoch wieder einmal ein paar Panzer, in diesem Fall zwei Blizzard. Diese Mannschaftstransporter sind eigentlich recht einfach im Aufbau, wären vor allem die LSR-Türme nicht so irrwitzig klein. Da die zudem nicht allzu viel Schwenkbereich zugestanden bekämen, machen Magneten hier mal keinen Sinn. Die Flügel wiederum habe ich separat bemalt und erst ziemlich zum Schluss aufgeklebt.
Beide sind für Peripheriereiche: der grün-goldene für die 3. canopischen Füsseliere, der blaue mit roten und silbernen Details für die 2. taurischen Lanciers.
Dirty Harry
Außerdem habe ich noch zwei Glaive bearbeitet.
Vom Konzept her sind diese Panzer eigentlich sehr vernünftig, aber beim Design hat man leider mal wieder einigen Designern und Skulpteuren zu viel Freiraum gelassen (die vordersten Räder hängen in der Luft, die LSR ist so riesig, dass die Fahrer nie was sehen würden und der Laser müsste jedes mal angehoben werden, damit man die Kommandantenkuppel nicht abrasiert). Dass zudem beim Regulären gleich wieder die Farbe an der Front abplatzt nervt, erst recht, wenn man es erst auf den Fotos erkennt. Hier sind die Türme magnetisiert.
Die Farbmuster passen zu den lyranischen Regulären und den Donegal Guards.
Dirty Harry
Auch bei den Mechs ist nicht jedes Modell ein Nahkampffetischist geworden.
Was zum Beispiel auf den Stag zutrifft.
Dieser Stag ist mal nicht als Stag II gebaut worden (als reines Energieboot), sondern mit den Raketenwerfern in den Seiten (die mehr oder minder selbst nachstechen bedeuteten, so gut wie die Details erhalten geblieben sind... :rolleyessmile . Die fingermordenden Zinnantennen (von denen eine bereits am Gussrahmen abgebrochen war) habe ich sofort durch flexiblere Angelleine ersetzt.
Das Farbmuster ist eine Anlehnung an Clan Wolverine, die einzigen bekannten Nutzer dieses Modells.
Dirty Harry
Schon bedeutend länger fertig ist ein Hunchback IIc (mal CGL Plastik) für die Diamanthaie Sigma.
Zumindest kann man hier von einem Schläger sprechen...
Dirty Harry
Ebenfalls noch nicht so richtig Schläger und eigentlich doch schon wieder ist ein Omen für die Schneeraben Delta.
Die Mini war für mich das erste mal, dass ich eine Säge zum Saubermachen gebraucht habe, so bescheiden war das Standbein zum unteren Torso hin gegossen. Die Montage der Kanonen über die winzigen Pöppel in den oberen Drehgelenken ist ebenfalls ein schlechter Witz, weswegen hier umfassendes Stiften notwendig war. Außerdem hatte man (gerade an den Armen) die Auswahl zwischen entfernten Gussgraten oder entfernten Details - oder der Notwendigkeit selbst nachzustechen, was dank dummer Trennfugenlegung verschwunden war.

Immerhin ist mit dem hier ein - sicherlich ungewöhnlicher - Stern für diesen Clan fertig geworden.
Dirty Harry
Alle weiteren fertig gestellten Mechs dieser Runde haben dann irgendeine Nahkampfwaffe dabei.

Den Start macht unter diesen Umständen ein Ebony, der wiederum den 3. canopischen Füsselieren zugeschlagen wird. Tatsächlich hat man bei dem Modell die Wahl zwischen Schwertschwinger und einer offenen Hand ... was bei den winzigen Bauteilen dann eine Freude mit dem Bohrer ist.

Gleichermaßen habe ich mit diesem Vertreter dann auch die Kompanie für diese Canopier fertig bekommen (die ausgesprochen viel capellanisches Material verwenden, aber mir reicht es schon wenn die Schreiberlinge den Liaos derzeit jede Idiotie zugestehen...).
Dirty Harry
In der gleichen Gewichtsklasse liegt ein Mjölnir, hier für die lyranischen Regulären fertiggestellt.
Die technische Auslegung hat bereits Verbesserungsideen nach sich gezogen, siehe passenden Eigenbautenthread. Was mich am meisten stört, ist die Notwendigkeit, diesen Hammer so exponiert zu positionieren, andernfalls passt das mit dem Schulterpolster nicht so richtig.
Dirty Harry
Etwas schwerer ist der Cuirass.
Die Mini ist eigentlich leicht genug zusammenzubauen (auch wenn man das angehobene Laufbein so verdrehen kann, dass er wie eine Comicfigur daherkommt... würde bei den Cowboys vielleicht immer noch passen), auch wenn ich die Kanonenläufe erst mal ausbohren musste. Original waren die wieder so zugeschmoddert, dass man die Mündung kaum noch erkannt hat.
Die Farbgebung ist mal ein Experiment mit anderen Farben gewesen, als solches aber passend für den Schwertschwur (da die Mini wohl ebenfalls dem Klicktechuniversum entstammte ebenfalls nicht unpassend).
Dirty Harry
In einer sehr ähnlichen Gewichtsklasse findet man den Preta in der etwas sinnbefreiten Invictus Konfiguration. Ich kann dem Klappmesser weiterhin nichts abgewinnen.
Da die Mini mit ihren ausladenden Antennen in jeder Achse auszuufern versucht, habe ich den Rumpf für leichteren Transport magnetisiert.
Die roten Highlights passen zur 50. Shadow Division.
Dirty Harry
Selbst wenn man es nicht glauben will, aber auch die Clans können Nahkampfwaffen verbauen. Erneut ist es eines dieser sinnbefreiten Klappmesser an einem Karhu Prime (auch wenn die Dorne was anderes als retractable blade aussagen, aber hurra, erneut musste das Klicktechuniversum bedient werden, die zu erst mit dieser Mini daherkamen...).

Da ich dieses infantile Totenkopfdesignschema, das die Macher den Geisterbären aufnötigen wollen, sowieso nicht unterstützen möchte, habe ich an der Mini mal recht drastisch die Feile angesetzt, insbesondere an den Schulterschilden. Diese allerdings in Verbindung mit den Schultern, respektive Armen der Mini harmonieren zu lassen, braucht noch mehr aggressiven Feileneinsatz. Auch die auf den Arm aufzuklebende Platte mit den Rammspießen, sowie der Übergang von Rumpf zu Unterleib hat einiges an Nacharbeit erfordert (was wieder mal ein Beispiel für die echt maue Qualitätskontrolle bei IWM ist). Insgesamt eine ganz schöne Sauerei.

Das Farbmuster für die Alphagalaxie der Bären hilft dann das Totenkopfschema des Rumpfs so weit aufzubrechen, dass man da nicht erneut drüber stolpert.
Dirty Harry
Seltener gesehen, weil ein Solaris-Spezialist, ist der Hachiwara.
Vielleicht auch deshalb, weil das Blatt der Vibroklinge schnell zum Brechen neigt.

Das Farbmuster soll zum Silver Dragon Stable passen.
Dirty Harry
Den Abschluss dieser Runde bildet ein Shiro für die Otomo des Hauses Kurita.

Es handelt sich um die Zinnminiatur, auch wenn ich die extrem unschierige Naginata auf das Format jenes Riesenschwerts eingekürzt habe, dass auch die Plastikmini führt. Damit der Schwertgriff nicht trotzdem auf der Hüfte aufliegt oder man das Schwert seltsam anstellen muss, musste ich auch noch den Arm am Unterarm kappen, neu ausrichten und wieder anstiften. Die Sashimonos im Rücken sind nicht freistehend, sondern mit einem Extratropfen Klebstoff am Helm angeklebt.
Was leider eine weise Voraussicht war, denn noch bei der finalen Bearbeitung ist mir die Mini aus der Hand gesprungen. Den Schaden am einen Banner habe ich erst auf den Fotos gefunden; sollte mittlerweile auch schon wieder repariert sein.


Das sollte es dann für dieses mal gewesen sein, wann es die nächsten Minis vorzuzeigen gibt, wird sich zeigen.
Ein paar Zinnfiguren habe ich noch immer offen, aber ich denke, ich werde mich demnächst mal an einen Satz Plastikminis heranmachen.

Fragen? Kommentare?
McEvedy
Ich wiederhole mich, aber deine Begabung hätte ich gerne!

Also grad der Letzte, gefällt mir enorm! Grad mit den Sashimono (Standarten)
Einzig das Schwert, aber das ist nicht deine Schuld, das Schwert ist mir zu JRPG - lastig, heißt zu groß!
Wotan
Mal wieder eine ganz ordentliche Ladung. Und bei all den aktuellen Kickstarter-Bildern eine schöne Abwechslung. Einige Minis hab ich glaub ich noch nie bemalt gesehen.
Coldstone
Der Pilot heisst nicht zufällig Guts? Das Schwert ist wirklich etwas wuchtig bei der Möhre. Ansonsten aber eine feine Bemalung.

Der Rest sieht auch sehr gut aus. Besonders der Hammer beim ersten gefällt mir irgendwie.
Dirty Harry
Das Schlimme ist und bleibt, dass das ja bereits das gekürzte Schwert ist. Die originale Naginata der Zinnfigur ist ja nochmals länger. Faktisch war sie so lang, dass ich sie in praktisch kein Transportbehältnis bekommen habe...
Wotan
Das stimmt, an Transport hat bei der Mini niemand gedacht. Gibt so einige Minis, die einem da Kopfzerbrechen bereiten. Aber der liegt sehr weit vorn.
Coldstone
Wäre es vieleicht hier ne Idee gewesen die Hand mit dem Schwert abzutrennen, und mittels Magnet separat mitzunehmen? Oder wäre das zu instabil?
Dirty Harry
Tatsächlich Stabilitätsproblem.
Das Riesenschwert ist bei mir nicht nur einfach gekürzt, es ist von vorne bis hinten gestiftet. Der Draht beginnt vorne im Ansatz der Klinge zum Griff, geht komplett durch die Faust und hinten durch einen Gutteil des verbleibenden Griffs. Es hat sich auch schon gezeigt, dass das notwendig war...
Für eine Lösung mit Magnet hätte es sehr hohe Haltekräfte bei einem derartigen Kragträger benötigt und die dafür benötigten Magneten hätte ich mit ziemlicher Sicherheit nicht ins Handgelenk, vermutlich nicht einmal in den Ellbogen hineinbekommen. Noch haariger würde eine Lösung aus Passstift und Magneten. Da wüsste ich dann wirklich nicht mehr, wo ich noch den Platz für das jeweilige Element hätte finden sollen.
Genyosha
Das ist halt eine Folge des MWDA Schwachsinns der Jahre 2002-2008.

Die MWDA Gummipuppe hat recht wenig ungemach mit der Naginata. Selbst der der Plastikboxen Transpormethode (Schüttgut) der MWDA Spieler wie auf der Dreieich Con früher zu sehen war.
Dummerweise werden die Sculptoren von IWM da wenig Freiraum gehabt haben (Hallo Topps)

Das gleiche Problem hat man mit der Beinkonstruktion der Shadowcat III.
Bei der Gummiversion paßt das ohne Probleme, da aus einem Guß, die IWM Version ist da im Kniegelenkt zu kleben. Stiftgröße ist Stecknadelkopf Dicke und die Länge ist eher als Kurz zu bezeichnen.
Das ist leider für den Spielbetrieb nach m.M. nicht ausreichend. Gibt immer irgendwelche Blinde, die nur mit den Händen gucken können.

https://camospecs.com/listing/shadow-cat-iii-prime/