Andai Pryde
Nochmal ein kleines Update mit Charakteren und Kapitel 5.
Dieses Mal ein bisschen früher, Kapitel 6 folgt nächste Woche.
Hägar d. S.
Vorneweg erst einmal allen Respekt für die Arbeit. Die Geschichte ist gut geschrieben und ich freue mich auf weitere Kapitel.
Aber ... bereits nach dem ersten Kapitel war ich ernsthaft am überlegen, ob ich nicht doch wieder aufhöre. Aber wahrscheinlich kann ich nach 30 Jahren Battletech nicht mehr damit aufhören, alles zu hinterfragen. Das Battletechuniversum ist halt so detailliert ausgearbeitet, dass man, wenn man darin schreibt, bei mir Gefahr läuft, aufgezeigt zu bekommen, was mir gegen den Strich geht. Der "normale" Leser wird das aber wahrscheinlich entweder gar nicht bemerken, oder sich nicht so wie ich daran stören. Also lasse ich solche kleinliche Kritik besser sein.
Es ist mutig, ehemalige Gegner zusammenzuführen. Das schlummert einiges an Konfliktpotential. Ich bin gespannt, wie das gelöst wird. Gerade die Pilotin des Caesar würde ich nicht einstellen. Da sind zu viele persönliche Befindlichkeiten im Spiel, um ein Zusammenwachsen zu ermöglichen.
Eine nicht nur reine Mecheinheit ist auch mal etwas anderes. Dann auch noch ehemalige Claner, wobei die überraschend pragmatisch sind.
Andai Pryde
Danke, auch solches Feedback ist willkommen. Tatsächlich ist es gleichermaßen schwer, wie auch einfach "Neues" im Battletech Universum zu schreiben. Es bietet viel Spileraum, aber gleichzeitig auch nicht und vieles ist irgendwie immer schon da gewesen. Zumal die Reapers wirklich nicht den Anspruch haben literarisch höchst wertvoll zu sein. Sie sind eine Schreibübung, purer Spaß und Leichtigkeit beim Schreiben und vor allem basierend auf einer realen Spielrunde!
DAS versuche ich irgendwie unter einen Hut zu bringen, ,mich durch den Canon zu wühlen, gleichzeitig dem geneigten Leser den Jihad näher zu bringen (ursprünglich waren die Reapers eine Kampagne gegen 3049 bis 3059) - sprich ich prüfe sehr genau, eigentlich mehr, als ich schreibe die vorhandenen Quellen und wiege ab. Fehler passieren da aber auch sehr häufig, manchmal fällt mir das erst beim Drüberlesen auf, manchmal sogar der KI, wenn ich sie im normalen Arbeitsablauf nochmal drüber lesen und gegen Quellenmaterial vergleichen lasse.
Zu Vivian und Arielle sei gesagt - wenn man sich Vivian anguckt, deren politische Gewichtung ich bewusst nur angedeutet habe und das mit voller Absicht: sie ist keine wirklich Victorgetreue. Sie ist Soldatin seit 3042, sie führt Befehle aus, hält ihre Einheit am Leben und "funktioniert".
Sie hat also mehr als EINEN großen Konflikt erlebt und überlebt. Sie hat mehr als ein "Zweckbündnis" erlebt und auch mitgemacht. Nicht jeder Charakter muss alt, verbohrt, verbittert und festgefahren sein (was auch völlig okay ist und auch die gibt es). Dann kommt hier hinzu: Konfliktpotential ist vorhanden, das merkt man auch immer mal wieder nur ERKLÄRE ich es nicht jede Szene und überlasse das auch dem Leser.
Aktionen, Reaktionen, Umgang miteinander - über all dem steht aber auch Pragmatismus.
Vivian denkt und handelt anders - pragmatismus und vor allem das ÜBERLEBEN einer Einheit und dafür muss mana uch wieder - Zweckbündnisse eingehen. Gefallen die? Nein, aber gerade sie als "Kommandantin" kann sie sich da keine Befangenheit erlauben und doch nimmt sie sich die Zeit genau die zwei "kritischsten" Personen persönlich länger zu interviewen und vermutlich hat sie innerhlich gehofft, da absolute Gewisssenlose Arschlöcher zu erleben anstatt zwei "Spiegel", die eigentlich fast dasselbe erlebt und durhcgemacht haben, ja sogar stellenweise diesselbe Ausbildung genossen haben.
Ich war eigentlich der Meinung dem genug Tiefe für den Anfang verliehen zu haben, aber offensichtlich wohl nicht - man lernt daraus.
Zur Kritik selber:
Kritik ist immer erstmal ein Blick von "außen" und als solches willkommen, ob und wie ich sie akzeptiere oder mir zu Herzen nehme ist ja mein Thema. Manche Kritik ist nachvollziehbar, aber auch nicht berechtigt oder eben auch eine Anregung. Also versuche ich erst einmal alles mitzunehmen, wobei ich auch sage: kleilich" ist ein viel zu gefärbter Begriff. Wie wäre es einfach nur mit konstruktiv, sachlich und detailliert? Es ist ja schließlich IMMER eine individuelle Sicht.
Außer es geht um wirklich harte Fakten! jahreszahlen falsch, falsche Einheiten am falschen Ort (und selbst das kann man als schriftstellerische Freiheit bewerten).