Red Reapers Charaktere

Andai Pryde
Charakterdossier 1:

Vivian Estelle McFairley – Einheitskommandantin


    • Rufname / Callsign: Valkyrie später Pfadfinder
    • Alter: 45 Jahre (3067)
    • Geburtsdatum: 14.11.3022
    • Geburtsort: Argyle, Federated Suns
    • Rang: Major; Colonel a.D. der AFFS
    • Funktion: Mechkriegerin; Gründerin und Kommandantin der Red Reapers
    • BattleMech: Night Gyr Prime
    • Früherer BattleMech: Grasshopper GHR-5NRR
    • Körpergröße: 176 cm


• Aussehen:
Vivian ist 1,76 Meter groß und besitzt eine schlank-athletische, deutlich trainierte Statur mit kräftigen Schultern und Beinen. Ihre körperliche Verfassung entspricht einer Frau, die über viele Jahre im Cockpit und im Feld gearbeitet hat und weiterhin einsatzfähig ist. Sie steht aufrecht und bewegt sich sparsam und kontrolliert.
Ihr Gesicht ist länglich und markant, mit ausgeprägten Wangenknochen, einer geraden Nase und einem breiten, ruhigen Mund. Die Augen sind klar bernsteinfarben bis goldgelb. Im Gespräch hält sie Blickkontakt und lässt ihrem Gegenüber Zeit, eine Antwort zu Ende zu formulieren.
Ihr fast schwarzes Haar zeigt im Licht deutliche rot-auburnfarbene Reflexe und erste graue Strähnen an den Schläfen. Sie trägt einen unregelmäßigen Bob: vorne und seitlich bis ans Kinn, nach hinten kürzer, mit ausrasiertem Nacken. Eine schmale Narbe läuft oberhalb der linken Schläfe in den Haaransatz.



• Persönlichkeit:
Vivian ist diszipliniert, aufmerksam und in ihren Entscheidungen nüchtern. Sie kann Menschen unter Belastung einschätzen und erkennt meist schnell, ob jemand eine Lage verstanden hat, eine Information zurückhält oder selbst noch unsicher ist. Zu Untergebenen hält sie eine bewusste professionelle Distanz.
Ihre Erwartungen formuliert sie klar; nach Gefechten verlangt sie konkrete Verlustzahlen und Namen. Unter Druck wird ihre Stimme ruhiger, ihre Sprache genauer.
Gesprächspausen lässt sie stehen. Bei langjährigen Freunden wird der Umgang lockerer, und ihr trockener Humor tritt häufiger hervor. Sie trinkt starken schwarzen Tee und beantwortet pompöse Siegesrhetorik oder übertriebene Selbstdarstellung meist mit einem knappen Satz.

Luzerne hat ihren Führungsstil dauerhaft geprägt. Unterführer sollen den Befehl und die dahinterstehende Absicht verstehen.
Bei Funk- oder Führungsausfall müssen sie selbständig im Sinne des Auftrags weiterarbeiten können. Vivian übernimmt Verantwortung, erwartet aber ebenso, dass andere ihren eigenen Aufgabenbereich beherrschen.

Ihre Kriegserfahrung zeigt sich in festen Routinen. Sie schläft leicht, legt persönliche Ausrüstung in einer bestimmten Reihenfolge ab und registriert in fremden Räumen automatisch Türen, Fenster und Ausgänge. Auch nach dem Ausscheiden aus der AFFS beurteilt sie Gelände und Bewegungswege aus militärischer Gewohnheit. Beim Verladen ihres Night Gyr greift sie früh ein und muss sich gelegentlich bewusst daran erinnern, erfahrenen Fachleuten ihre Arbeit zu überlassen.

Der Bürgerkrieg hat ihren Glauben an die militärischen Institutionen ihrer Jugend aufgebraucht. Sie bleibt ihrer Familie und den Federated Suns verbunden und steht zu ihrer Entscheidung, auf Victors Seite gekämpft zu haben. Für ihren nächsten Lebensabschnitt möchte sie selbst prüfen, wer einen Einsatz verlangt, welches Ziel er verfolgt und welchen Preis ihre Leute dafür bezahlen würden. Ein eigener Verband bedeutet für sie Verantwortung für Menschen, deren Fähigkeiten und Grenzen sie kennt.


• Bio:
Vivian Estelle McFairley wurde am 14. November 3022 auf Argyle in den Federated Suns geboren. Sie entstammte einer wohlhabenden Familie, die ein landwirtschaftliches Unternehmen führte und gesellschaftliche Verbindungen nach New Avalon unterhielt. Beide Eltern hatten in der AFFS gedient: ihr Vater in der Infanterie, ihre Mutter als Mechkriegerin. Vivian entschied sich früh für die Offizierslaufbahn.

Mit zwölf Jahren begann sie ihre militärische Schulausbildung auf New Avalon. Mit sechzehn wechselte sie in die höhere Offiziers- und Mechkrieger-Ausbildung, die sie 3042 abschloss. Ihre erste reguläre Verwendung erhielt sie bei den 33rd Avalon Hussars. Während der folgenden zehn Jahre sammelte sie Erfahrung im Regimentsdienst und in der Zusammenarbeit von BattleMechs mit anderen Truppengattungen. Sie führte den Grasshopper, den sie von ihrer Mutter übernommen hatte.
3052 nahm Vivian an den Kämpfen auf Suk II teil, in deren Verlauf die 33rd Avalon Hussars zerschlagen wurden. Nach dem Untergang des Regiments setzte sie ihre militärische Laufbahn bei den 3rd Davion Guards fort. Die Verluste auf Suk II und die anschließende Versetzung beendeten ihre erste lange Dienstzeit in einem festen Regimentsverband.
Während Operation BULLDOG kämpfte Vivian 3059 auf Luzerne. Nach dem Tod ihres Bataillonskommandeurs übernahm sie die Führung versprengter Kräfte und stellte unter gestörter Kommunikation einen gemischten Kampfverband ungefähr in Bataillonsstärke zusammen. Ihre anschließende Beförderung zum Major folgte auf diese bereits im Gefecht ausgeübte Verantwortung. Die Erfahrung auf Luzerne prägte ihre weitere Arbeit als Kommandeurin: Sie vermittelte Unterführern neben dem Befehl dessen Absicht und bereitete sie darauf vor, bei einem Ausfall der Führung selbständig weiterzuarbeiten.
Ihr Grasshopper wurde auf Luzerne so schwer beschädigt, dass eine vollständige Wiederherstellung für den aktiven Dienst wirtschaftlich kaum noch sinnvoll erschien. Über die Kontakte ihrer Familie erhielt Vivian anschließend einen Night Gyr aus Clan-Bergegut. Ihre Eltern finanzierten den Erwerb der Bergerechte, den Wiederaufbau und einen erheblichen Teil der Ersatzteile. Mit dem Clan-OmniMech setzte sie ihre Laufbahn fort; der Grasshopper wurde später auf Argyle restauriert.
3060 wurde Vivian zu den 6th Crucis Lancers versetzt und erhielt das Kommando über ein reguläres BattleMech-Bataillon. Im Federated Commonwealth Civil War kämpfte sie auf Victors Seite und führte ihren Verband über mehrere Feldzüge bis nach New Avalon. Ihre Verantwortung umfasste Gefechtsführung, die Abstimmung mit den übrigen Truppengattungen und die Einsatzfähigkeit eines durch anhaltende Kämpfe belasteten Bataillons. Politische Selbstdarstellung hielt sie während ihrer Dienstzeit aus ihrer Arbeit heraus.
Am 20. April 3067 führte Vivian ihr Bataillon während der letzten Kämpfe in Avalon City. Nach dem Tod ihrer Stellvertreterin Adrienne Locke ordnete sie die Führung der betroffenen Kompanie neu und hielt den Verband in den erreichten Stellungen zusammen. Am selben Tag endete der Bürgerkrieg. Zu diesem Zeitpunkt verfügte Vivian über fast fünfundzwanzig Jahre regulärer Dienstzeit und mehrjährige Erfahrung als Bataillonskommandeurin.
Nach Kriegsende war Vivian für die Führung des BattleMech-Regiments der 6th Crucis Lancers vorgesehen. Albert Jehlik unterbreitete ihr das Angebot am 23. April; die dazugehörige Beförderung zum Colonel war bereits vorbereitet. Vivian lehnte die Verwendung ab und erklärte ihren Austritt aus der AFFS. Die anhaltende Belastung ihrer Laufbahn und die Erfahrungen des Bürgerkriegs hatten sie zu dem Entschluss geführt, ihren weiteren Berufsweg selbst zu bestimmen. Jehlik ließ die Beförderung noch vor ihrem Ausscheiden durchführen. Am 5. Mai 3067 verließ sie den aktiven Dienst als Colonel und reiste mit ihrem Night Gyr nach Argyle.
Am 17. Mai kehrte Vivian auf das Anwesen ihrer Familie zurück. Sie arbeitete zunächst im landwirtschaftlichen Unternehmen, überarbeitete Wartungsabläufe und klärte Zuständigkeiten zwischen Abteilungen. Ihre Führungserfahrung ließ sich auf den Betrieb übertragen, während sie für die Einzelheiten der Lieferketten auf Fachpersonal zurückgriff. Während dieses Aufenthalts entschied sie, wieder Verantwortung für einen eigenen militärischen Verband zu übernehmen und künftig selbst über Auftraggeber und Einsatzbedingungen mitzubestimmen.
Am 14. Juni erfuhr Vivian durch Owen Bell von einer Gruppe ehemaliger Soldaten, die Gavin Brannock auf Galatea zusammengeführt hatte. Der Kern bestand aus einem eingespielten Infanteriezug, Spezialisten und Technikern sowie zwei Mechkriegern mit eigenen Maschinen, einem Kampfpanzer mit Besatzung und einer Luftraumjägerpilotin. Vivian sagte zu, nach Galatea zu reisen und die personellen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen einer gemeinsamen Einheit zu prüfen. Dieser Schritt bildete den Ausgangspunkt für ihren Aufbau der Red Reapers.
Andai Pryde
Charakterdossier 2:

Alistair Graham McFairley


    • CharakterID: 002-AM
    • Kategorie: Wichtiger Charakter
    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 74
    • Geburtsdatum: 29.07.2993
    • Geburtsort: Argyle, Federated Suns
    • Rang: Sergeant a. D. der AFFS
    • Funktion: Mitinhaber und Geschäftsführer des landwirtschaftlichen Familienunternehmens
    • Aktuelle Maschine: Keine
    • Frühere Maschine: Keine
    • Körpergröße: Nicht festgelegt



• Aussehen:
Alistair besitzt breite Schultern und eine aufrechte Haltung. Sein Gesicht ist länglich, mit einer markanten Nase, ausgeprägten Stirnfalten und tiefen Linien neben dem Mund. Sein breites, offenes Lächeln prägt seine freundliche Erscheinung.
Das dichte Haar ist überwiegend weiß und grau, mit einzelnen dunkleren Partien. Er trägt es kurz und meist etwas unordentlich. Sein kurz gehaltener Vollbart und Schnurrbart sind ebenfalls nahezu vollständig weiß. Unter kräftigen hellen Augenbrauen liegen graugrüne Augen. Gesicht und Hals zeigen deutliche Alterslinien.
Im Alltag trägt er praktische Arbeitskleidung, häufig ein offenes Hemd über einem einfachen T-Shirt. Er bewegt sich selbstverständlich zwischen Verwaltung, Werkstätten und Feldern und kleidet sich entsprechend.



• Persönlichkeit:
Alistair ist geduldig, zugänglich und aufmerksam. Er merkt sich Namen und persönliche Umstände seiner Mitarbeiter. Seine Fürsorge zeigt sich in konkreten Fragen: ob jemand gegessen hat, wie eine Reise verlief oder was gerade gebraucht wird.
Er lässt anderen Zeit, ihre Gedanken zu ordnen. Bei Vivian wartet er häufig, bis sie selbst zu sprechen beginnt. Schwierige Fragen stellt er unmittelbar, ohne auf einer vollständigen Antwort zu bestehen. Er kennt militärische Erschöpfung aus eigener Erfahrung und respektiert, dass seine Tochter nach ihrer Rückkehr noch keinen fertigen Lebensplan besitzt.
Sein Humor ist warm und gelegentlich eigensinnig. Mit Owen kann er ausdauernd über Stiefel, Rucksäcke und vermeintlich hervorragende Packkünste streiten. Hochwertige Gegenstände benutzt er lange und lässt sie reparieren, solange das wirtschaftlich sinnvoll bleibt.
Im Geschäftsleben verhandelt er freundlich und kann zugleich an einer Entscheidung festhalten. Er versucht zunächst, Konflikte durch persönlichen Kontakt zu lösen. Dabei setzt er mitunter länger auf ein vernünftiges Gespräch, als es die Lage rechtfertigt. Eleanor erkennt häufig früher, wann rechtliche oder organisatorische Schritte nötig sind.
Für seine Töchter möchte er Möglichkeiten schaffen. Er erwartet von ihnen, dass sie ihren eigenen Weg wählen, und hält ihnen einen Platz in der Familie offen.

• Bio:
Alistair Graham McFairley wurde am 29. Juli 2993 auf Argyle in den Federated Suns geboren. Er wuchs in einer Familie auf, deren landwirtschaftliches Unternehmen über mehrere Generationen aufgebaut worden war.
Nach seinem achtzehnten Geburtstag trat er 3011 in die AFFS ein. Er absolvierte die militärische Grund- und Infanterieausbildung und wurde anschließend einem Fußinfanterieverband der 1st Crucis Lancers zugeteilt. Seine ersten Dienstjahre bestanden aus Garnisonsdienst, Übungen und Sicherungsaufgaben. Er entwickelte sich zu einem zuverlässigen Gruppenführer und wurde zum Sergeant befördert.
Neben der Führung seiner Soldaten übernahm er zunehmend die praktische Ausbildung neuer Angehöriger. Waffenhandhabung, Bewegung unter Deckung, Marschvorbereitung und die Zusammenarbeit mit Panzern und BattleMechs gehörten zu seinen regelmäßigen Aufgaben.
3021 lernte er bei den 1st Crucis Lancers die lyranische MechWarriorin Eleanor Anne Fuchs kennen. Sie war im Zuge der Annäherung beider Reiche zunächst als militärische Verbindungsoffizierin zum Verband entsandt worden. Bei Übungen arbeiteten ihre Mechgruppe und seine Infanteristen wiederholt zusammen. Alistair schätzte ihre genaue Vorbereitung und ihre Bereitschaft, praktische Einwände ernst zu nehmen. Eleanor lernte ihn als erfahrenen Unteroffizier kennen, der Probleme offen ansprach und sich um seine Soldaten kümmerte.
Aus dem dienstlichen Kontakt entstand eine private Beziehung. Anfang 3022 heirateten sie; Eleanor nahm den Namen McFairley an. Am 14. November desselben Jahres wurde ihre erste Tochter Vivian auf Argyle geboren. Eleanors zunächst inoffizieller Verbindungseinsatz ging nach Abschluss der Allianzvereinbarung in das reguläre Austauschprogramm über. 3024 wechselte sie dauerhaft in den AFFS-Dienst und blieb bei den 1st Crucis Lancers.
Im Vierten Nachfolgekrieg nahmen beide mit unterschiedlichen Teileinheiten der First an den Feldzügen auf Tikonov, Achernar und Bharat teil. Alistairs Gruppe sicherte im Zusammenwirken mit Panzern und BattleMechs eroberte Anlagen und Verkehrswege. In bebautem Gelände kontrollierten seine Soldaten Gebäude und Bereiche, die nach dem Vormarsch der schweren Einheiten noch gesichert werden mussten. Seine Aufmerksamkeit galt besonders der Deckung, Ablösung und Versorgung seiner Leute.
Nach dem Tod seines Vaters Ende 3029 entschied sich Alistair, das Familienunternehmen auf Argyle zu übernehmen. In der ersten Hälfte des Jahres 3030 verließ er nach etwa neunzehn aktiven Dienstjahren die AFFS. Vivian war sieben Jahre alt.
Eleanor setzte ihre militärische Laufbahn fort. Während ihrer Abwesenheiten trug Alistair die Verantwortung für den Betrieb und den Alltag auf Argyle. Ihre gemeinsamen Aufenthalte mussten mit Eleanors Verwendungen abgestimmt werden. Erst nach ihrem letzten Feldzug im Krieg von 3039 und ihrer Rückkehr 3040 konnten beide dauerhaft zusammenleben und das Unternehmen gemeinsam führen.
Alistairs praktische Betriebskenntnis und sein Umgang mit Mitarbeitern ergänzten sich mit Eleanors kaufmännischer und logistischer Arbeit. Vivian übernahm später den Grasshopper ihrer Mutter und begann ihre eigene AFFS-Laufbahn. 3047 wurde die zweite Tochter Fiona geboren.
Nach den schweren Schäden an Vivians Grasshopper auf Luzerne finanzierten Alistair und Eleanor den Erwerb und Wiederaufbau eines Night Gyr. Eleanor begleitete die technischen Fragen; beide Eltern trugen die finanzielle Entscheidung. Der geborgene Grasshopper wurde später auf Argyle restauriert.
Während des Federated Commonwealth Civil War gerieten Lieferverträge und Transportwege des Unternehmens unter politischen Druck. Alistair und Eleanor hielten unter anderem an Lebensmittellieferungen nach Galax fest. Als Genehmigungen eingefroren und Lagerzugänge bedroht wurden, suchte Alistair das Gespräch mit den Verantwortlichen. Eleanor ließ die Ansprüche des Unternehmens juristisch durchsetzen.
Im Mai 3067 holte Alistair Vivian persönlich am Raumhafen von Argyle ab. Während ihres Aufenthalts gab er ihr Aufgaben und ein eigenes Büro im Unternehmen. Als Owen Bell im Juni den Kontakt zu Gavin Brannocks Gruppe auf Galatea vermittelte, unterstützte Alistair Vivians Entscheidung, eine neue militärische Aufgabe zu prüfen. Seine eigene Rückkehr ins zivile Leben betrachtete er als eine Entscheidung, die zu ihm gepasst hatte. Vivian sollte ihren weiteren Weg selbst bestimmen.
Fähigkeiten
Alistair verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Führung eines landwirtschaftlichen Unternehmens. Er kennt Betriebsabläufe, Mitarbeiter und die praktischen Folgen von Entscheidungen. Bei personellen und organisatorischen Fragen hört er zu, formuliert den Kern eines Problems und klärt Zuständigkeiten.
Seine militärische Erfahrung umfasst den Dienst als Fußinfanterist, Gruppenführung und die Ausbildung jüngerer Soldaten. Er ist mit Marschvorbereitung, Geländeausnutzung, Stellungssicherung und der Zusammenarbeit mit schweren Kräften vertraut. Seine Kenntnisse stammen aus seiner damaligen Dienstzeit; eine erneute militärische Verwendung würde zusätzliche Ausbildung erfordern.
Er verhandelt mit Geschäftspartnern und Behörden und kann politische Eingriffe in den Betrieb einschätzen. Bei spezialisierter Vertrags- und Lieferkettenarbeit stützt er sich auf Eleanor und die zuständigen Mitarbeiter.
Andai Pryde
Charakterdossier 3:

Eleanor Anne McFairley


    • CharakterID: 003-EM
    • Kategorie: Wichtiger Charakter
    • Geburtsname: Eleanor Anne Fuchs
    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 70
    • Geburtsdatum: 05.04.2997
    • Geburtsort: Somerset, Lyran Commonwealth
    • Rang: Captain a. D. der AFFS
    • Funktion: Mitinhaberin und kaufmännische Leiterin des Familienunternehmens
    • Aktuelle Maschine: Restaurierter Grasshopper GHR-5NRR auf Argyle; gelegentliche private Nutzung
    • Frühere Maschine: Grasshopper GHR-5H aus dem jahrhundertelangen Besitz der Familie Fuchs; • individuell auf PPC und fünf mittlere Laser umgebaut, später an Vivian übergeben
    • Körpergröße: 171 cm



• Aussehen:
Eleanor besitzt ein schmales, markantes Gesicht mit ausgeprägten Wangenknochen, einer geraden Nase und deutlich gezeichneten Linien um Augen und Mund. Ihre bernsteinfarbenen Augen liegen unter kräftigen, dunkleren Brauen. Vivian hat die Augenfarbe und die Wangenknochen von ihr geerbt.
Ihr früher dunkles Haar ist inzwischen überwiegend silbern. Sie trägt es seitlich gescheitelt und etwa bis knapp unter die Ohren; einzelne dunklere Partien sind erhalten geblieben. Ihre Haltung ist aufrecht, ihre Bewegungen sind ruhig und kontrolliert.
Sie trägt schlichte, gut sitzende Kleidung in gedeckten Farben, darunter anthrazitfarbene Jacken und helle Blusen. Ihre Kleidung passt zur Unternehmensführung und lässt ihr genügend Bewegungsfreiheit für Besuche in Werkstätten und Produktionsanlagen.




• Persönlichkeit:
Eleanor hört aufmerksam zu und bemerkt, wenn eine Antwort an der Frage vorbeigeht. Bei unklaren Angaben fragt sie nach. Sie möchte wissen, wer verantwortlich ist, welche Mittel vorhanden sind und welche Folgen eine Entscheidung haben wird.
Ihre Fürsorge ist konkret. Sie prüft Vivians Zustand nach deren Heimkehr, organisiert technische Arbeiten und beschafft ihren Töchtern Maschinen, deren Einsatzprofil sie sorgfältig abgewogen hat. Geld setzt sie dafür gezielt ein. Die Kosten des Night Gyr hielt sie gegenüber Vivian zurück, damit ihre Tochter den finanziellen Aufwand nicht gegen ihre weitere Laufbahn abwägen musste.
Sie besitzt trockenen Humor und lässt sich durch Widerspruch selten aus der Ruhe bringen. Mit Alistair verbindet sie eine Vertrautheit, in der kleine Sticheleien und gemeinsame Entscheidungen selbstverständlich nebeneinanderstehen. Gegenüber ihren Töchtern kann sie bestimmt auftreten und erkennt zugleich deren Anspruch auf eigene Entscheidungen an.
Ihre Neigung, früh zu prüfen und vorzubereiten, führt gelegentlich dazu, dass sie sich in Angelegenheiten einschaltet, die andere selbst regeln möchten. Sie hält ihre Unterstützung häufig für selbstverständlich und bemerkt erst am Widerspruch, dass sie eine Grenze überschritten hat. Ihr jahrelanger, zunächst gegenüber Vivian unerwähnter Kontakt zu Miriam zeigt, wie weit diese praktische Fürsorge reichen kann.


• Bio:
Eleanor Anne Fuchs wurde am 5. April 2997 auf Somerset im Lyran Commonwealth geboren. Ihre Familie besaß seit Jahrhunderten einen Grasshopper, der über mehrere Generationen erhalten und gewartet worden war. Die Maschine wurde später Eleanors persönlicher BattleMech.
Mit achtzehn Jahren begann sie 3015 ihre Offiziers- und MechWarrior-Ausbildung am Nagelring auf Tharkad. Sie schloss die Ausbildung 3019 ab und trat als junge Offizierin in den regulären LCAF-Dienst. Ihre ersten Dienstjahre umfassten Garnisonsaufgaben, Verbandsübungen und die praktische Zusammenarbeit mit technischen und logistischen Kräften. Sie führte den Grasshopper ihrer Familie in der Ausführung GHR-5H.
Eleanor unterhielt Verbindungen zu vertrauenswürdigen Kreisen der LCAF und zum Umfeld Katrina Steiners. Als sich das Lyran Commonwealth und die Federated Suns politisch annäherten, wurde sie für einen frühen militärischen Verbindungseinsatz ausgewählt. 3021 kam sie zu den 1st Crucis Lancers. Diese Entsendung erfolgte zunächst außerhalb eines öffentlich etablierten Austauschprogramms.
Ihre Aufgabe bestand darin, Ausbildung, Einsatzverfahren und die Zusammenarbeit der Truppengattungen kennenzulernen und Erfahrungen zwischen den beteiligten Stellen zu vermitteln. Im gemeinsamen Dienst begegnete sie dem Infanterieunteroffizier Alistair Graham McFairley. Bei Übungen arbeiteten ihre Mechgruppe und seine Infanteristen wiederholt zusammen. Eleanor schätzte, dass Alistair praktische Probleme offen ansprach und sich um die Vorbereitung seiner Soldaten kümmerte. Er lernte ihre genaue, manchmal unbequeme Art als verlässlich kennen.
Aus dem dienstlichen Kontakt entstand eine private Beziehung. Anfang 3022 heirateten sie; Eleanor nahm den Namen McFairley an. Am 14. November desselben Jahres wurde ihre Tochter Vivian auf Argyle geboren. Nach Abschluss der Allianzvereinbarung wurde Eleanors Verbindungseinsatz in das reguläre Austauschprogramm überführt.
Eleanor blieb bei den 1st Crucis Lancers und wechselte 3024 dauerhaft in den AFFS-Dienst. Sie übernahm zunächst eine Lanze und wurde später als Captain mit der Führung einer BattleMech-Kompanie betraut.
Im Vierten Nachfolgekrieg nahm sie mit den First an den Feldzügen auf Tikonov, Achernar und Bharat teil. Nach Gefechtsschäden während dieses Feldzugs ließ sie den zerstörten Large Laser und die beschädigte LRM-5 ihres Grasshoppers durch eine PPC und einen fünften mittleren Laser ersetzen. Der Umbau verwendete verfügbare Technik und entsprach in seiner Bewaffnung bereits weitgehend dem später eingeführten GHR-5N.
Alistair verließ 3030 den aktiven Dienst und übernahm nach dem Tod seines Vaters das Familienunternehmen auf Argyle. Eleanor blieb im Militär. Die Familie organisierte ihren Alltag über längere Abwesenheiten und gemeinsame Aufenthalte zwischen ihren Verwendungen. Während Alistair den Betrieb und das Leben auf Argyle trug, setzte Eleanor ihre Laufbahn als Kompaniechefin fort.
3039 führte sie ihre Kompanie beim Angriff auf Capra. Sie gehörte anschließend zu dem auf dem Planeten zurückgelassenen Mechbataillon und nahm an den Kämpfen gegen die kuritischen Gegenangriffe teil. Nach dem Krieg beendete sie ihre aktive Laufbahn. 3040 kehrte sie nach Argyle zurück und übernahm zunehmend kaufmännische Aufgaben im Familienunternehmen.
Vivian erhielt später den Grasshopper und führte ihn während ihrer eigenen AFFS-Laufbahn. 3047 wurde Eleanors zweite Tochter Fiona geboren. Eleanor unterstützte beide Töchter bei ihrer militärischen Ausbildung.
Nach den schweren Schäden des Grasshoppers auf Luzerne finanzierten Eleanor und Alistair den Erwerb und Wiederaufbau eines Night Gyr für Vivian. Eleanor hielt anschließend über Jahre schriftlichen Kontakt zu Miriam Dace. Auf Argyle ließ sie den geborgenen Grasshopper restaurieren und mit teilweise moderneren Komponenten ausrüsten. Damit blieb die Maschine der Familie erhalten.
Während des Bürgerkriegs sicherte sie gemeinsam mit Alistair die Arbeit des Familienunternehmens. Bei blockierten Genehmigungen und bedrohten Lagerzugängen ließ sie dessen vertragliche Ansprüche juristisch durchsetzen.
Bei Vivians Heimkehr im Mai 3067 unterstützte sie deren Übergang ins zivile Leben und führte sie in die Unternehmensarbeit ein. Zugleich bereitete sie einen modifizierten Hellspawn als Geschenk für Fionas Ausbildungsabschluss vor. Als Vivian eine neue militärische Aufgabe suchte, respektierte Eleanor ihre Entscheidung und unterstützte die technischen Vorbereitungen.
Andai Pryde
Charakterdossier 4:

Fiona Claire McFairley


    • CharakterID: 004-FM
    • Kategorie: Wichtiger Charakter
    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 20 Jahre
    • Geburtsdatum: 11.03.3047
    • Geburtsort: Argyle, Federated Suns
    • Rang: Leftenant
    • Funktion: MechWarriorin der 2nd Albion Training Cadre auf Hyalite; weiterführende praktische Ausbildung
    • BattleMech: Hellspawn HSN-7D mit individuellen Modifikationen und einzelnen Clan-Komponenten
    • Früherer BattleMech: Keine persönliche Maschine
    • Körpergröße: 167 cm



• Aussehen:
Fiona besitzt langes, dichtes kupferrotes Haar, das in leicht gewellten Strähnen über ihre Schultern fällt. Ihre Augen sind graublau. Auf ihrer hellen Haut liegen zahlreiche feine Sommersprossen, besonders über Nase und Wangen.
Ihr Gesicht ist schmal, mit deutlich gezeichneten Wangenknochen, einer geraden Nase und einem weich gerundeten Kinn. Ihre Mimik wechselt schnell und lässt Freude, Ungeduld und Unsicherheit häufig unmittelbar erkennen.
Während der Ausbildung bindet sie das Haar zusammen, damit es unter dem Neurohelm und bei praktischen Übungen nicht stört. Außer Dienst trägt sie es häufig offen.




• Persönlichkeit:
Fiona ist lebhaft, direkt und wettbewerbsorientiert. Wenn sie von einem gelungenen Simulatorlauf erzählt, spricht sie schneller und beschreibt ausführlich, wie sie einen Gegner zu Positionswechseln gezwungen hat. Sie stellt Fragen oft schon, während die vorherige Antwort noch aussteht. Sie möchte als eigenständige MechWarriorin wahrgenommen werden. Vergleiche mit Vivian treffen sie besonders dann, wenn deren schulische Leistungen und früh geplante Laufbahn als Maßstab dienen. Fiona liebt ihre Schwester und sucht ihre Nähe, kann sich gegen solche Vergleiche aber deutlich wehren. Ihre praktischen Fähigkeiten geben ihr Selbstvertrauen. Schriftliche taktische Aufgaben kosten sie mehr Mühe. Kritik daran nimmt sie zunächst persönlich, obwohl sie grundsätzlich bereit ist, ihre Arbeit zu verbessern. Ausdrückliche Anerkennung bedeutet ihr viel; sie möchte gute Leistungen auch von ihrer Mutter bestätigt hören. Ihre Ungeduld kann dazu führen, dass sie eine vielversprechende Gelegenheit verfolgt, bevor sie deren Folgen für den übrigen Verband vollständig geprüft hat. In der weiteren Ausbildung muss sie lernen, ihre eigene Bewegungsfreiheit mit Auftrag und Zusammenarbeit zu verbinden. Sie ist emotional offen. Gegenüber Vivian spricht sie den enttäuschenden Kontakt während der langen Trennung unmittelbar an. Als sie von Adriennes Tod erfährt, verliert sie ihre vorherige Unruhe und hört zu, ohne eine passende Antwort erzwingen zu wollen.

• Bio:
Fiona Claire McFairley wurde am 11. März 3047 auf Argyle geboren. Sie wuchs auf dem Anwesen ihrer Eltern Alistair und Eleanor auf, die gemeinsam das landwirtschaftliche Familienunternehmen führten. Beide hatten militärische Erfahrung; ihre fast fünfundzwanzig Jahre ältere Schwester Vivian stand bereits im aktiven AFFS-Dienst.
Vivians Heimreisen wurden mit den Jahren seltener. Fiona kannte ihre Schwester deshalb über längere Zeit vor allem aus Nachrichten, Erzählungen und kurzen gemeinsamen Aufenthalten. Als Vivian das letzte Mal vor dem Bürgerkrieg längere Zeit auf Argyle verbrachte, war Fiona dreizehn und erwog noch verschiedene Berufe.
3063 begann Fiona mit sechzehn Jahren ihre Offiziers- und MechWarrior-Ausbildung an der Albion Military Academy auf New Avalon. Vivian hatte zuvor das NAIS College of Military Science als Klassenbeste abgeschlossen. Fiona erzielte solide Gesamtergebnisse, erreichte jedoch nicht das Leistungsniveau ihrer Schwester.
Besonders bei praktischen Übungen und in Simulatoren zeigte sie eine ausgeprägte Begabung. Sie bevorzugte schnelle mittelschwere Maschinen und nutzte Sprungdüsen sowie Höhenunterschiede geschickt. Bei schriftlichen taktischen Ausarbeitungen fiel es ihr schwerer, ihre Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen und den gesamten Auftrag im Blick zu behalten.
Ende 3066 wurde ihre Ausbildungsgruppe vorübergehend nach Hause geschickt. Demonstrationen, Unruhen und Verhaftungen von Kadetten auf New Avalon hatten dazu geführt, dass die Verantwortlichen die studentische Opposition durch die Heimschickung begrenzen wollten. Fiona kehrte nach Argyle zurück und setzte dort Teile ihrer Prüfungsvorbereitung fort. Während ihrer Ausbildung nahm sie an keinen Gefechten teil.
Im Mai 3067 begegnete sie Vivian nach deren Ausscheiden aus der AFFS wieder auf dem Familienanwesen. Sie freute sich über die Heimkehr, sprach aber auch an, wie wenig Kontakt sie während der vergangenen Jahre gehabt hatten. Gespräche über ihre Ausbildung machten sowohl ihre Empfindlichkeit gegenüber Vergleichen als auch ihre praktische Begabung deutlich.
Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni kehrte sie zu den ausstehenden Prüfungen nach New Avalon zurück. Im Juni berichtete sie Vivian von einer bestandenen Prüfung und weiteren erfolgreichen Simulatorläufen. Den Abschluss an der Albion Military Academy erreichte sie im September 3067.
Nach ihrem Abschluss erhielt sie den von ihren Eltern vorbereiteten Hellspawn HSN-7D. Eleanor hatte die Maschine nach Fionas Vorliebe für Geschwindigkeit und Sprungmanöver ausgewählt und mit einzelnen Clan-Komponenten modifizieren lassen. Fiona hatte während ihres Aufenthalts im Mai noch nichts von diesem Geschenk gewusst.
Anschließend wurde sie der 2nd Albion Training Cadre auf Hyalite zugeteilt. Dort setzt sie ihre Ausbildung unter den Bedingungen eines einsatzfähigen Verbands fort. Neben der Eingewöhnung in ihren eigenen BattleMech stehen die Zusammenarbeit innerhalb einer Lanze und die Umsetzung taktischer Aufträge im Mittelpunkt.
Andai Pryde
Charakterdossier 5:

Celia Morcant


    • Rufname / Callsign: Dash
    • Alter: 31 Jahre bei ihrem Tod 3052
    • Geburtsdatum: 23.03.3021
    • Todestag: 02.02.3052 auf Suk II
    • Geburtsort: Victoria, Federated Suns
    • Rang: Leftenant der AFFC
    • Funktion: MechWarriorin der 33rd Avalon Hussars; gefallen
    • BattleMech: Phoenix Hawk PXH-1; bei ihrem letzten Einsatz zerstört
    • Körpergröße: 172 cm


• Aussehen:
Celia war 172 cm groß und hatte eine schlanke, trainierte Statur mit langen Beinen und schmalen Schultern. Ihre Haut war mittelbraun. Sie besaß ein ovales Gesicht mit einer breiten Nase, einem kräftigen Mund und dunkelbraunen Augen. Beim Lachen bildeten sich deutliche Fältchen an den äußeren Augenwinkeln; ihr linker Mundwinkel hob sich meist etwas früher als der rechte.
Ihr dunkelbraunes, dicht gelocktes Haar trug sie kurz, an den Seiten eng geschnitten und oben etwas länger. Eine kleine Lücke in der rechten Augenbraue stammte von einer Verletzung während ihrer Ausbildung. Sie hatte sich bei einer unachtsamen Bewegung an einer geöffneten Wartungsklappe gestoßen und erzählte später mehrere zunehmend unglaubwürdige Versionen des Vorfalls.
Außer Dienst bevorzugte sie einfache Hemden mit hochgeschobenen Ärmeln und bequeme Hosen. Im Cockpit trug sie eine Kühlweste und kurze Einsatzhosen. An ihrer rechten Hand war der Nagel des kleinen Fingers nach einer alten Quetschung unregelmäßig nachgewachsen.
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• Persönlichkeit:
Celia fand leicht Anschluss. In einer neuen Unterkunft kannte sie häufig schon nach wenigen Tagen die Namen des Küchenpersonals und wusste, wo man nach Dienstschluss noch etwas zu essen bekam. Sie hörte anderen gern zu, stellte direkte Fragen und konnte über eigene Missgeschicke lachen.
Ihre leicht heisere Stimme und ihr schneller Humor machten sie auch in größeren Gruppen erkennbar. Mit vertrauten Menschen wurde sie gelegentlich vorlaut. Merkte sie, dass eine Bemerkung jemanden verletzt hatte, suchte sie später das Gespräch unter vier Augen. Vor Publikum fiel es ihr schwerer, einen Fehler einzugestehen.
Im Cockpit vertraute sie auf Bewegung und ihre Fähigkeit, eine günstige Gelegenheit schnell zu erkennen. Langes Warten machte sie ungeduldig. Bei Übungen verließ sie mitunter eine brauchbare Stellung, weil sie glaubte, von einer anderen Position mehr erreichen zu können. Ihre Vorgesetzten mussten sie wiederholt daran erinnern, dass auch das Halten eines Feuerbereichs zum Auftrag gehörte.
Celia sammelte preiswerte gedruckte Ansichtskarten. Sie bevorzugte überzeichnete Stadtansichten, schlecht getroffene Farben und Sehenswürdigkeiten, deren tatsächlicher Zustand kaum zum Bild passte. Auf die Rückseiten schrieb sie Beobachtungen aus dem Garnisonsalltag. Einige Karten schickte sie an Vivian, auch wenn beide auf demselben Planeten stationiert waren.

• Bio:
Celia Morcant wurde am 23. März 3021 auf Victoria geboren. Ihr Vater arbeitete in der Instandhaltung landwirtschaftlicher Maschinen, ihre Mutter führte die Buchhaltung eines Ersatzteilhändlers. Celia wuchs mit Werkstattgesprächen, Lieferproblemen und wechselnden Arbeitszeiten auf. Für eine technische Laufbahn besaß sie genügend Verständnis, hatte aber wenig Geduld für die sorgfältige Fehlersuche ihres Vaters.
3038 begann sie ihre Offiziers- und MechWarrior-Ausbildung am NAIS War College auf New Avalon. Dort lernte sie Vivian Estelle McFairley kennen. Beide gehörten demselben Abschlussjahrgang an. Vivian erzielte die besseren Gesamtergebnisse; Celia lag besonders in der praktischen Maschinenführung gut und musste für schriftliche Aufgaben erheblich mehr arbeiten.
Die Freundschaft entwickelte sich während gemeinsamer Übungen und freier Abende. Celia zog Vivian häufiger aus der Prüfungsvorbereitung, als dieser recht war. Dafür half Vivian ihr, taktische Ausarbeitungen zu ordnen und eigene Entscheidungen verständlich zu begründen. Celia nahm diese Hilfe an, reagierte aber gereizt, wenn Vivian auch außerhalb der Ausbildung begann, ihre Vorhaben zu überprüfen.
Nach ihrem Abschluss 3042 erhielten beide eine Verwendung bei den 33rd Avalon Hussars. Celia wurde zunächst einer anderen Lanze zugeteilt. Der gemeinsame Regimentsdienst hielt die Freundschaft aufrecht, obwohl Übungen und Aufgaben ihre Dienstzeiten häufig auseinanderzogen.
Bei den Hussars erhielt Celia einen Phoenix Hawk PXH-1. Die Maschine entsprach ihrer Vorliebe für schnelle Positionswechsel und Sprungmanöver. In den folgenden Jahren lernte sie, ihre Beweglichkeit bei Aufklärung, Flankensicherung und der Unterstützung schwererer Maschinen einzusetzen. Ihr Callsign „Dash“ entstand während dieser frühen Dienstzeit.
3052 nahm Celia mit den 33rd Avalon Hussars an den Kämpfen auf Suk II teil. Beim Rückzug erlitt ihr Phoenix Hawk schwere Schäden am rechten Bein. Sie konnte zunächst weitergehen, verlor jedoch zunehmend die Kontrolle über die beschädigten Gelenke. Schließlich brach das Bein unter der Belastung zusammen; die Maschine blieb im gegnerischen Feuer liegen. Celia kam vor der Zerstörung ihres BattleMechs nicht mehr aus dem Cockpit.
Vivian erfuhr von ihrem Tod während des Rückzugs. Einige von Celias Karten behielt sie über die folgenden Versetzungen hinweg.
Andai Pryde
Charakterdossier 6:

Edwin Rusk



    • Rufname / Callsign: Boar
    • Alter: 53 Jahre bei seinem Tod 3059
    • Geburtsdatum: 20.03.3006
    • Todestag: 28.07.3059 auf Luzerne
    • Geburtsort: New Syrtis, Federated Suns
    • Rang: Major der AFFS
    • Funktion: BattleMech-Bataillonskommandeur der 3rd Davion Guards; gefallen
    • BattleMech: Warhammer WHM-6R; bei seinem letzten Einsatz zerstört
    • Körpergröße: 184 cm



• Aussehen:
Edwin war 184 cm groß und besaß einen breiten, kräftigen Körperbau. Mit zunehmendem Alter hatte er am Bauch etwas angesetzt, hielt sich aber durch regelmäßiges Training für den Felddienst fit. Seine Haut war hellbraun, seine Augen grau.
Sein Gesicht war kantig, mit breitem Kiefer, ausgeprägten Stirnfalten und einer etwas schief verheilten Nase. Das dunkelbraune Haar trug er kurz; die Schläfen waren stark ergraut, der Haaransatz deutlich zurückgewichen. Meist war er glatt rasiert. Während längerer Einsätze ließ er einen kurzen Bart stehen, in dem das Grau stärker hervortrat.
Er bewegte sich bedächtig und nahm sich beim Hinsetzen oder Aufstehen etwas mehr Zeit, seit ihn das rechte Knie regelmäßig schmerzte. Bei Lagebesprechungen setzte er eine schmale Lesebrille auf. Uniformen und persönliche Ausrüstung ließ er reparieren, solange sie ihren Zweck erfüllten.



• Persönlichkeit:
Edwin prüfte Informationen sorgfältig. Er wollte wissen, welche Angaben bestätigt waren, worauf eine Einschätzung beruhte und welche Folgen eine falsche Annahme haben konnte. Eine offen benannte Wissenslücke akzeptierte er, wenn jemand erklärte, wie sie geklärt werden sollte.
Bei Lagebesprechungen ließ er Unterführer ihre Entscheidungen selbst entwickeln. Seine Fragen galten dem Auftrag, den verfügbaren Kräften und den nächsten notwendigen Schritten. Dabei konnte er einen unerfahrenen Offizier vor versammelter Runde stärker unter Druck setzen, als ihm bewusst war. Erst wenn Antworten immer kürzer wurden oder jemand nur noch nach seiner Zustimmung suchte, bemerkte er gelegentlich, dass das Gespräch seinen Nutzen verloren hatte.
Wenn andere hektisch wurden, sprach Edwin langsamer. Er erwartete belastbare Antworten und hatte wenig Geduld mit beschönigten Meldungen. Fehler ließ er besprechen und korrigieren; verschwiegene Schäden oder Verluste konnten sein Vertrauen dauerhaft beschädigen.
Sein Humor war trocken und kam meist beiläufig. Im vertrauten Kreis erzählte er auch von eigenen Fehlentscheidungen. Er konnte eine über Jahre bewährte Vorgehensweise allerdings zu lange verteidigen, bevor er zugab, dass veränderte Bedingungen einen anderen Ansatz verlangten.
Edwin arbeitete gern mit physischen Karten, Markierungsstreifen und Stift. Digitale Lagebilder nutzte er ebenfalls. Auf Papier konnte er Zuständigkeiten und Bewegungswege während einer Besprechung unmittelbar verändern und anschließend gemeinsam mit seinen Offizieren prüfen.

• Bio:
Edwin Rusk wurde am 20. März 3006 auf New Syrtis geboren. Nach seiner Schulzeit entschied er sich für die militärische Laufbahn. 3024 begann er seine Offiziers- und MechWarrior-Ausbildung, die er 3028 abschloss.
Seine frühen Dienstjahre bestanden aus Garnisonsaufgaben, Verbandsübungen und zunehmender Führungsverantwortung. Als Lanzenführer lernte er, wie schnell ein brauchbarer Gefechtsplan durch beschädigte Maschinen, verspätete Meldungen oder veränderte Sichtverhältnisse überholt werden konnte. Er begann deshalb, seinen Untergebenen genauer zu erklären, welchen Zustand sie mit ihrem Auftrag erreichen sollten.
Später übernahm er eine BattleMech-Kompanie und wurde schließlich als Major mit der Führung eines Bataillons der 3rd Davion Guards betraut. Dort führte er einen Warhammer WHM-6R. Er kannte die Maschine über viele Dienstjahre und stimmte ihre Wartung eng mit dem technischen Personal ab.
3052 lernte er Vivian Estelle McFairley kennen, nachdem sie vom zerschlagenen Verband der 33rd Avalon Hussars zu den 3rd Davion Guards gekommen war. Edwin begegnete ihr als erfahrener MechWarriorin, deren Urteil durch die Verluste auf Suk II geprägt war. Er übertrug ihr Verantwortung und bezog sie zunehmend in die Planung größerer Übungen und Einsätze ein.
In ihrer Zusammenarbeit verlangte er, dass Vivian neben dem eigenen Vorgehen auch Versorgung, Nachbarverbände und mögliche Führungsausfälle berücksichtigte. Bei Nachbesprechungen ließ er sie Entscheidungen anhand der zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Informationen erklären. Aus diesen Gesprächen entwickelte sich ein regelmäßiger fachlicher Austausch.
3059 führte Edwin sein Bataillon während Operation BULLDOG auf Luzerne. Im Verlauf der Kämpfe wurden Teile des Verbands auseinandergezogen; gestörte Kommunikation erschwerte die Abstimmung. Edwin versuchte, die Verbindung zu seinen Kompanien wiederherzustellen und die eigenen Kräfte zu ordnen.
Während eines Gefechts erhielt sein Warhammer einen schweren Treffer im Cockpitbereich. Edwin wurde tödlich verletzt. Sein Ausfall unterbrach die Bataillonsführung in einer Lage, in der mehrere Teileinheiten bereits ohne verlässliche Verbindung operierten.
Vivian übernahm anschließend die Führung versprengter Kräfte und stellte einen gemischten Kampfverband ungefähr in Bataillonsstärke zusammen. Die von Edwin eingeübte Vermittlung von Auftragsabsicht und Zuständigkeiten gehörte zu den Grundlagen, auf die sie dabei zurückgriff.
Andai Pryde
Charakterdossier 7:

Adrienne Locke



    • Rufname / Callsign: Ledger
    • Alter: 39 Jahre bei ihrem Tod am 20.04.3067
    • Geburtsdatum: 18.04.3028
    • Todestag: 20.04.3067 auf New Avalon
    • Geburtsort: El Dorado, Federated Suns
    • Rang: Major der AFFS, postum; zu Lebzeiten Captain
    • Funktion: Chefin der 2. BattleMech-Kompanie und stellvertretende Führerin des 2. BattleMech-• Bataillons der 6th Crucis Lancers; gefallen
    • BattleMech: Dragon Fire DGR-3F; bei ihrem letzten Einsatz zerstört
    • Früherer BattleMech: Marauder MAD-5D
    • Körpergröße: 169 cm



• Aussehen:
Adrienne war 169 cm groß und hatte eine kompakte, kräftige Statur. Ihre Haut war hell, ihr Gesicht breit, mit einem weich gezeichneten Kiefer und blaugrünen Augen. Unter dem Kinn lag eine kleine Narbe.
Ihr dunkelblondes, glattes Haar reichte bis knapp über die Schultern. Im Dienst band sie es meist zu einem kurzen Zopf zusammen. Einzelne Strähnen lösten sich bei längeren Schichten und wurden hinter die Ohren geschoben, bis sie Zeit fand, das Haar neu zu binden.
Ihre Stimme war hell und klar. Auch unter Belastung blieb sie gut verständlich; im vertrauten Gespräch konnte eine zunächst sachliche Bemerkung unvermittelt in trockenen Spott übergehen.
Adrienne bevorzugte Kleidung, in der sie sich bequem bewegen konnte. Im Cockpit trug sie eine Kühlweste und kurze Einsatzhosen. Bei Besprechungen erschien sie gewöhnlich ordentlich, nach einer langen Schicht aber durchaus noch in der Kleidung, mit der sie zuvor zwischen Werkstatt und Unterkünften unterwegs gewesen war.




• Persönlichkeit:
Adrienne war organisiert, menschenorientiert und zuverlässig. Sie konnte sich Reparaturstände, fehlende Ausbildungsstunden und persönliche Schwierigkeiten ihrer Leute über längere Zeit merken. Bei einer Meldung fragte sie nach, bis klar war, wer etwas erledigen musste und welche Unterstützung dafür fehlte.
Sie interessierte sich für die Menschen hinter den Dienstplänen. Wenn jemand wiederholt zu spät kam oder während einer Übung ungewöhnlich unkonzentriert wirkte, suchte sie zunächst ein persönliches Gespräch. Dabei ließ sie sich konkrete Umstände erklären. Verständnis für eine schwierige Lage bedeutete für sie allerdings auch, eine brauchbare Lösung zu finden und deren Umsetzung zu verfolgen.
Ihre größte Schwäche war die Neigung, zu viele organisatorische Aufgaben selbst zu übernehmen. Sie wusste, wie schnell eine übersehene Anforderung den Dienst anderer erschweren konnte, und blieb deshalb häufig länger als vorgesehen. Verantwortung abzugeben fiel ihr besonders schwer, wenn jemand bereits unzuverlässig gearbeitet hatte. Mitunter mussten ihre Mitarbeiter sie daran erinnern, dass eine Aufgabe längst bei ihnen lag.
Im Gefecht sprach Adrienne direkt und entschied zügig. Sie behielt die Bewegungsräume ihrer Untergebenen im Blick und griff ein, wenn eine Maschine ihre Deckung oder den Anschluss zu verlieren drohte. Ihr vertrauter Humor blieb auch im Funk gelegentlich hörbar.
Außer Dienst spielte sie gern Karten. Nach langen Schichten organisierte sie gemeinsames Essen und suchte dafür auch jene auf, die sich sonst mit einer schnellen Mahlzeit an ihren Arbeitsplatz zurückgezogen hätten. Wer sich dazusetzte, musste damit rechnen, dass Adrienne seine Unterlagen kurzerhand auf einen anderen Tisch legte.


• Bio:
Adrienne Locke wurde am 18. April 3028 auf El Dorado geboren. 3046 begann sie mit achtzehn Jahren ihre Offiziers- und MechWarrior-Ausbildung. Sie schloss diese 3050 ab und trat anschließend in den regulären AFFS-Dienst ein.
Als MechWarriorin erzielte sie solide Leistungen. Ihre besonderen Fähigkeiten wurden im täglichen Verbandsdienst deutlich: Sie konnte Ausbildungsbedarf und Wartungsarbeiten aufeinander abstimmen, erkannte überlastete Mitarbeiter und verfolgte offene Anforderungen, bis sie erledigt waren. Mit wachsender Erfahrung übernahm sie zunehmend Führungsaufgaben.
Spätestens 3060 diente Adrienne bei den 6th Crucis Lancers. Dort lernte sie Vivian Estelle McFairley kennen, die das Kommando über ein BattleMech-Bataillon erhielt. Aus ihrer Zusammenarbeit entwickelte sich eine enge Freundschaft.
Adrienne führte die zweite BattleMech-Kompanie und wurde Vivians Stellvertreterin. Ihr Callsign „Ledger“ entstand aus ihrer ungewöhnlich genauen Übersicht über Reparaturen, Ausbildungsstände und Personalfragen. Selbst nach langen Nächten wusste sie häufig noch, welche Lanze Ersatzteile erwartete und welcher Mitarbeiter bei einer Einteilung übergangen worden war.
Während des Federated Commonwealth Civil War führte sie ihre Kompanie innerhalb von Vivians Bataillon auf Victors Seite. Die anhaltenden Kämpfe verlangten, beschädigte Maschinen wieder einsatzbereit zu machen, Personalverluste aufzufangen und Ausbildung zwischen Einsätzen fortzusetzen. Adrienne unterstützte Vivian bei diesen Aufgaben und wurde von ihr gezielt auf größere Führungsverantwortung vorbereitet.
Gegen Ende des Krieges war vorgesehen, Vivian die Führung des BattleMech-Regiments der 6th Crucis Lancers zu übertragen. Adrienne sollte zum Major befördert werden und das zweite BattleMech-Bataillon übernehmen. Von dieser konkreten Nachfolgeplanung wusste sie noch nichts.
Am 20. April 3067 führte Adrienne ihre Kompanie während der Kämpfe in Avalon City. Als Bandit seine gefährdete Stellung räumen musste, trat sie mit ihrem Dragon Fire an einer Gebäudekante hervor und beschoss einen gegnerischen Caesar. Dadurch zwang sie dessen Piloten, die Waffen von Bandits Rückzugsweg abzuwenden, und verschaffte Vivian die Möglichkeit, einen seitlichen Schusswinkel zu erreichen.
Adrienne hielt den Caesar weiter unter Feuer, während Bandit hinter die nächste Häuserfront zurückging. Ein Gauss-Treffer des Gegners zerstörte die Kopf- und Cockpitsektion ihres Dragon Fire. Sie wurde tödlich getroffen. Infanteristen und Sanitäter erreichten die Maschine kurz darauf und bestätigten ihren Tod.
Adrienne fiel zwei Tage nach ihrem neununddreißigsten Geburtstag. Bandit übernahm auf Vivians Befehl die zweite Kompanie. Ihre bereits vorgesehene Beförderung zum Major wurde nach ihrem Tod bestätigt.
Andai Pryde
Charakterdossier 8:

Owen Bell


    • Rufname / Callsign: Brick
    • Alter: 59 Jahre am 01.11.3067; bei seinem Besuch auf Argyle im Juni noch 58
    • Geburtsdatum: 27.10.3008
    • Geburtsort: Minette, Federated Suns
    • Rang: Sergeant Major; seit 3065 aus dem regulären AFFS-Dienst ausgeschieden
    • Funktion: Infanterieberater und Ausbilder der Red Reapers; Schwerpunkt Feldausbildung und • Ausbildung von Unterführern
    • BattleMech: Keiner
    • Früherer BattleMech: Keiner
    • Körpergröße: 181 cm


• Aussehen:
Owen ist 181 cm groß und kräftig gebaut. Er besitzt breite Schultern, einen massigen Oberkörper und große Hände. Seine helle Haut ist im Gesicht und am Hals von langen Aufenthalten im Freien geprägt. Deutliche Falten liegen auf seiner Stirn, zwischen den Brauen und um die Augen.
Das vorhandene Portrait zeigt graugrüne Augen; diese ersetzen die zuvor vorgeschlagenen braunen Augen. Sein Gesicht ist breit, mit einem kräftigen Kiefer und einer geraden, etwas breiten Nase. Das kurze Haar ist fast vollständig grau, an den Seiten heller als am Oberkopf. Er trägt es ohne aufwendige Pflege, gelegentlich etwas zerzaust. Sein dichter grauer Vollbart ist sauber gestutzt.
Eine alte Verletzung schränkt sein rechtes Knie ein. Nach längerem Sitzen braucht er einige Schritte, bis das Bein wieder beweglicher wird. Auf Treppen und unebenem Boden setzt er den rechten Fuß bewusster auf. Ansonsten bewegt er sich sicher und kann bei einer Begrüßung auch Vivians kräftige Umarmung problemlos auffangen.
Owen bevorzugt praktische Kleidung mit ausreichend Taschen und festen Schuhen. Bei den Red Reapers trägt er eine dunkle Felduniform mit dem Einheitswappen am Oberarm. Gut eingetragene Kleidungsstücke lässt er reparieren. Seine abgewetzte Reisetasche benutzt er seit Jahren.




• Persönlichkeit:
Owen ist ruhig, direkt und schwer aus der Fassung zu bringen. Er hört einem Plan zunächst zu und prüft dann, was dessen Umsetzung den Soldaten abverlangt. Entfernungen, Gelände, Wasser, Munition und die körperliche Verfassung der Beteiligten interessieren ihn ebenso wie das eigentliche Ziel.
Unter Druck wird er langsamer und genauer. Er stellt konkrete Fragen und erwartet Antworten, mit denen sich arbeiten lässt. Rang und Auftreten beeindrucken ihn wenig; gegenüber einem erfahrenen Offizier kann er ebenso deutlich werden wie gegenüber einem Rekruten. Eine Entscheidung akzeptiert er auch dann, wenn sie von seinem Vorschlag abweicht, sofern die Verantwortlichen seine Einwände verstanden und berücksichtigt haben.
Sein Humor ist trocken und mitunter spöttisch. Vertraute Menschen lässt er gelegentlich warten, bevor er eine Information preisgibt, besonders wenn ihre Ungeduld ihn amüsiert. Mit Vivian erlaubt er sich Bemerkungen, die ein weniger vertrauter Unteroffizier kaum aussprechen würde. Er kennt jedoch auch den Moment, in dem ein Gespräch sachlich werden muss.
Seine Erfahrung kann ihn vorschnell urteilen lassen. Erscheint ihm ein Plan offensichtlich unbrauchbar, fällt sein erster Einwand manchmal so scharf aus, dass ein jüngerer Offizier vor allem seine Stellung verteidigt. Owen muss sich dann bewusst darauf zurückbesinnen, den Fehler zu erklären und dem anderen Gelegenheit zur Korrektur zu geben.
Die Belastungsgrenzen anderer berücksichtigt er zuverlässig. Bei sich selbst ist er weniger vernünftig. Er bleibt gelegentlich länger auf den Beinen, als seinem Knie guttut, und reagiert auf entsprechende Hinweise zunächst mit einer ausweichenden Bemerkung.

• Bio:
Owen Bell wurde am 27. Oktober 3008 auf Minette geboren. 3026 trat er mit achtzehn Jahren in die AFFS ein und wurde als regulärer Infanterist ausgebildet.
In seinen ersten Dienstjahren lernte er den Alltag eines Infanterieverbands durch Garnisonsdienst, Übungen und Einsätze kennen. Er übernahm zunächst Verantwortung innerhalb seiner Gruppe und wurde später selbst Gruppenführer. Ausbildungsaufgaben kamen hinzu, weil er Abläufe verständlich erklären und Fehler während ihrer Durchführung erkennen konnte.
Im Verlauf seiner Laufbahn entwickelte er sich zu einem erfahrenen Unteroffizier. Neben der Führung von Soldaten beschäftigte ihn zunehmend die Vorbereitung jüngerer Unterführer. Er verlangte, dass sie Wege und Stellungen selbst prüften, den Zustand ihrer Leute kannten und Schwierigkeiten rechtzeitig meldeten.
Eine Verletzung des rechten Knies hinterließ dauerhafte Beschwerden. Owen konnte seinen Dienst fortsetzen, musste Belastung und Erholung jedoch stärker aufeinander abstimmen. Besonders langes Sitzen und längere Märsche machten ihm später zu schaffen.
Während seiner Dienstzeit bei den 3rd Davion Guards lernte er Vivian Estelle McFairley kennen. Bis 3059 hatte er den Rang eines Sergeant Major erreicht. Auf Luzerne gerieten beide wegen eines von Vivian ausgearbeiteten Marschplans aneinander. Die eingezeichnete Route war für die Infanterie unter den tatsächlichen Bedingungen ungeeignet. Owen widersprach ihr unverblümt und legte eine Alternative vor. Vivian reagierte zunächst verärgert, übernahm seinen Vorschlag jedoch nach Prüfung.
Aus solchen Begegnungen entstand gegenseitiger Respekt und später eine enge Freundschaft. Vivian lernte, seine Einwände als fachliche Rückmeldung ernst zu nehmen. Owen erkannte, dass sie ihre Entscheidungen korrigieren konnte und auch einem Unteroffizier zuhörte, wenn dessen Einschätzung besser zur Lage passte.
3065 schied Owen regulär aus der AFFS aus. Er hielt Kontakt zu ehemaligen Kameraden, darunter Vivian und Gavin Brannock. Als Gavin nach dem Bürgerkrieg auf Galatea einen Kern erfahrener Soldaten und Spezialisten zusammenführte, unterstützte Owen dessen Vorhaben.
Am 14. Juni 3067 besuchte er Vivian auf Argyle. Er erklärte ihr, welche Leute Gavin bereits um sich gesammelt hatte und weshalb dieser die Gruppe geschlossen erhalten wollte. Dabei benannte er auch die offenen Fragen: Führung, Versorgung, Finanzierung und Transport. Owen wollte Vivian dafür gewinnen, sich den entstehenden Verband selbst anzusehen.
Während seines Aufenthalts fand er rasch Zugang zu Alistair McFairley. Ihre gemeinsame Infanterieerfahrung führte zu ausgedehnten Gesprächen und freundlichen Streitigkeiten über Ausrüstung und Packgewohnheiten. Anschließend begleitete Owen Vivian nach Galatea.
Beim Aufbau der Red Reapers übernahm er Ausbildungsaufgaben und beriet Vivian in Infanterie- und Personalfragen. Gavin behielt die operative Infanterieführung. Owen konzentrierte sich auf praktische Feldausbildung, körperliche Belastbarkeit und die Vorbereitung von Unterführern. Mit Jonas Kerr stimmte er die Ausbildung so ab, dass beide ihre jeweiligen Bereiche auch bei Abwesenheit des anderen weiterführen konnten.
Andai Pryde
Charakterdossier 9:

Helena Sato


    • Rufname / Callsign: Kite
    • Alter: 40 Jahre
    • Geburtsdatum: 02.05.3027
    • Geburtsort: Galax, Federated Suns
    • Rang: Captain
    • Funktion: Luft-Raumjägerpilotin und Führerin der Luft-/Raumstaffel der Red Reapers; verantwortlich für Pilotenauswahl und -ausbildung
    • BattleMech: Keiner; aktuelle Jägerzuweisung: Slayer SL-15K
    • Früherer BattleMech: Keiner; frühere Jäger: Slayer SL-15R, anschließend Dagger DARO-1A; bei • Austritt aus der AFFS abgegeben
    • Körpergröße: 162 cm



• Aussehen:
Helena ist 162 cm groß und besitzt eine kompakte, trainierte Statur. Ihre Haut ist leicht gebräunt. Das Gesicht hat ausgeprägte Wangenknochen, einen schmalen Kiefer und braune Augen. Feine Linien liegen um die Augen und auf der Stirn.
Ihr natürlich dunkelbraunes Haar trägt sie an den Seiten sehr kurz rasiert. Über die Kopfmitte verläuft ein längerer, hellblau gefärbter Streifen, den sie seitlich fallen lässt. Die längsten Strähnen reichen ungefähr bis auf Ohrhöhe. Der Schnitt lässt sich unter der Flugausrüstung verstauen, verlangt aber gelegentliches Nachfärben und regelmäßiges Kürzen der Seiten.
Außerhalb des Cockpits bewegt Helena sich schnell. Während eines Gesprächs kann sie bereits nach ihrer Jacke greifen oder etwas auf dem Pad suchen, bevor ihr Gegenüber zu Ende gesprochen hat. Ihre Aufmerksamkeit wechselt dabei zwischen dem Gesprächspartner und Vorgängen in ihrer Umgebung.
Im Flug trägt sie einen vakuumtauglichen Druckanzug mit den erforderlichen Anschlüssen für Lebenserhaltung und Flugausrüstung. Außer Dienst bevorzugt sie schlichte Oberteile, bequeme Hosen und kurze Jacken.



• Persönlichkeit:
Helena ist kontaktfreudig, lebhaft und unmittelbar. Sie findet schnell ein Gesprächsthema und kann innerhalb weniger Minuten von einer technischen Frage zu einer persönlichen Bemerkung wechseln. Ihr Humor ist spontan; besonders bei vertrauten Menschen greift sie kleine Widersprüche bereitwillig auf.
Im Cockpit arbeitet sie ruhig und methodisch. Sie hält ihre Meldungen knapp und unterscheidet zwischen bestätigten Beobachtungen und einer Einschätzung. Wenn ein Überflug keine ausreichenden Informationen liefert, benennt sie diese Grenze. Sie weiß, wie wenig Zeit Bodentruppen manchmal haben, eine Meldung einzuordnen, und vermeidet unnötige Erläuterungen im Funk.
Helena interessiert sich für Technik und spricht Wartungsfragen direkt mit dem zuständigen Personal an. Vor einer Maschinenübernahme möchte sie wissen, welche Arbeiten durchgeführt wurden, welche Mängel offen sind und worauf eine Freigabe beruht. Bei der Auswahl neuer Piloten achtet sie darauf, ob diese technische Einschränkungen ernst nehmen und einen Start gegebenenfalls verweigern können.
Ihre schnelle Auffassung führt gelegentlich zu Ungeduld. Sie unterbricht andere oder behandelt eine Frage als geklärt, obwohl ihr Gegenüber noch Informationen benötigt. Gerade bei fliegerischen Problemen setzt sie mitunter zu viel voraus. Ihre Kritik kann dann schärfer ausfallen, als für die Ausbildung hilfreich wäre.
Privat fällt es ihr schwer, längere Zeit untätig zu bleiben. Sie beginnt Gespräche, sucht Kontakte und kümmert sich um offene Fragen. Gemeinsames Essen und gewöhnliche freie Abende sind ihr dennoch wichtig. Bei Vivian spricht sie unmittelbar an, wenn deren Arbeit erneut den ganzen Abend beansprucht.

• Bio:
Helena Sato wurde am 2. Mai 3027 auf Galax geboren. 3045 begann sie mit achtzehn Jahren ihre Offiziers- und Aerospace-Ausbildung. Nach ihrem Abschluss 3049 trat sie in den regulären AFFS-Dienst ein.
Während ihrer ersten Dienstjahre vertiefte sie ihre Kenntnisse im atmosphärischen Flug und bei Raumoperationen. Mit zunehmender Erfahrung übernahm sie Führungsaufgaben innerhalb fliegender Verbände. Sie lernte, die Entscheidungen der einzelnen Piloten mit dem Auftrag der Formation und den Anforderungen anderer Truppenteile abzustimmen.
Später diente Helena bei den 3rd Davion Guards und flog dort einen Slayer SL-15R. In dieser Zeit lernte sie Vivian Estelle McFairley kennen. Gemeinsame Einsatzvorbereitung und die Abstimmung zwischen Luft- und Bodentruppen bildeten die Grundlage ihrer Zusammenarbeit.
3059 nahm Helena mit ihrer Staffel am Raumgefecht über Luzerne teil. Sie erlebte die Abschüsse zahlreicher Landungsschiffe unmittelbar. Ihre Staffel war wesentlich daran beteiligt, dass das Landungsschiff mit Vivian an Bord die Oberfläche erreichen konnte.
Während der anschließenden Operationen unterstützte Helena die Bodentruppen. Die Zusammenarbeit auf Luzerne vertiefte das gegenseitige Vertrauen. Vivian kannte Helenas fliegerisches Urteil und die Grenzen dessen, was sie bei einem Anflug beobachten oder angreifen konnte. Helena wusste, dass Vivian ihre Meldungen ernst nahm und die Bedingungen der fliegenden Kräfte bei ihren Anforderungen berücksichtigte. Aus der dienstlichen Verbindung entwickelte sich eine enge Freundschaft.
Während des Federated Commonwealth Civil War erhielt Helena einen Dagger DARO-1A. Sie setzte ihre Arbeit als Aerospace-Pilotin fort und sammelte weitere Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bodentruppen.
Am 20. April 3067 unterstützte sie Vivian während der Kämpfe in Avalon City. Bei ihren Überflügen meldete sie gegnerische Maschinen und Bewegungen hinter den Gebäuderiegeln. Ihre Beobachtungszeit über dem Gefechtsraum blieb begrenzt; für einen weiteren Anflug musste sie jeweils erneut eine geeignete Flugbahn aufbauen. Später bestätigte sie den Rückzug der gegnerischen Gruppe.
Nach dem Bürgerkrieg verließ Helena die AFFS. Der Dagger blieb Staatseigentum und musste abgegeben werden. Im Juni 3067 befand sie sich ohne eigenen Jäger auf Galatea und gehörte zu der Gruppe, die Gavin Brannock dort zusammengeführt hatte.
Als Vivian nach Galatea kam, beteiligte Helena sich am Aufbau der neuen Einheit. Sie suchte nach geeigneten Jägern und hielt Kontakt zu weiteren Piloten. Nathan Sherman beschaffte schließlich einen gebrauchten Slayer SL-15K, den Helena seither fliegt.
Bei den Red Reapers übernahm sie die fachliche Vorauswahl der Aerospace-Piloten und die Vorbereitung ihrer Ausbildung. Sie prüfte Bewerber im Gespräch und im Simulator, wertete deren Entscheidungen aus und stimmte die Aufnahme mit Vivian ab. Mit dem Wachstum der Einheit kamen weitere Aufgaben bei der Zuordnung von Piloten und Maschinen sowie der Zusammenarbeit mit den Bodentruppen hinzu.
Andai Pryde
Charakterdossier 10:

Gavin Brannock


    • Rufname / Callsign: Hephaestus
    • Alter: 51 Jahre am 01.11.3067
    • Geburtsdatum: 16.07.3016
    • Geburtsort: Langhorne, Lyran Commonwealth
    • Rang: Major
    • Funktion: Stellvertretender Einheitskommandeur und Führer des Infanteriekontingents der Red Reapers
    • BattleMech: Keiner; Führungsfahrzeug: Morningstar City Command Vehicle
    • Früherer BattleMech: Keiner; früher selbst eingesetzte IS-Standard-Battle-Armor
    • Körpergröße: 196 cm


• Aussehen:
Gavin ist 196 cm groß und kräftig gebaut, mit breiten Schultern, einem massigen Brustkorb und großen Händen. Seine Haut ist dunkelbraun. Er besitzt ein breites Gesicht mit kräftiger Nase, ausgeprägten Brauen und braunen Augen. Tiefe waagerechte Falten liegen auf seiner Stirn.
Das verbliebene Haar an seinem weitgehend kahlen Kopf hält er sehr kurz. Sein kurzer Bart ist dunkel, am Kinn und entlang des Unterkiefers deutlich ergraut. Er bewegt sich ruhig und greift bei praktischen Arbeiten häufig selbst zu, auch wenn längst jemand anderes dafür eingeteilt ist.
Seine Stimme ist tief und überraschend weich. In Besprechungen dreht er oft eine leere Patronenhülse zwischen den Fingern. Liegt sie nicht griffbereit, nimmt er gelegentlich eine Mutter oder einen anderen kleinen Gegenstand. Persönliche Ausrüstung hält er in fester Ordnung; Gurte und Verschlüsse prüft er auch dann noch einmal, wenn er sie gerade erst geschlossen hat.



• Persönlichkeit:
Gavin hört aufmerksam zu und lässt Menschen ihre Gedanken zu Ende führen. Er fragt nach konkreten Schwierigkeiten und merkt sich persönliche Umstände seiner Untergebenen. Bei längeren Arbeitstagen bemerkt er häufig früher als die Betroffenen, dass jemand seit Stunden nichts gegessen hat.
Als Offizier gibt er verständliche Aufträge und hält Kräfte für unvorhergesehene Entwicklungen zurück. Vor einem Einsatz möchte er wissen, wie seine Leute wieder herauskommen und was geschieht, wenn ein Fahrzeug ausfällt oder eine Verbindung abreißt. Widerspruch nimmt er sachlich auf. Ein Unterführer, der eine Grenze rechtzeitig benennt, kann bei ihm eher mit Unterstützung rechnen als jemand, der Schwierigkeiten bis zur letzten Minute verschweigt.
Im vertrauten Kreis erzählt Gavin gern und ausführlich. Seine Geschichten handeln häufig von misslungenen Übungen, schlechten Unterkünften und Improvisationen, die nur mit viel Glück funktioniert haben. Er macht sich dabei auch über sich selbst lustig. Owen darf ihn korrigieren; Gavin behält sich allerdings vor, dessen Erinnerung ebenso gründlich zu prüfen. Über manche frühere Verwendungen spricht er knapp. Auf neugierige Fragen antwortet er gewöhnlich mit dem Teil der Geschichte, den er erzählen kann, und lässt es dabei bewenden.
Er kocht gern und nimmt sich dafür Zeit, sobald der Dienst es erlaubt. Während seiner Pension begann er, Rezepte aufzuschreiben und Mengen tatsächlich abzumessen. Bei einfachen Gerichten für mehrere Personen fällt er weiterhin in alte Gewohnheiten zurück und kocht meist zu viel. Über die Schärfe seines Essens besteht mit Owen eine anhaltende Meinungsverschiedenheit.
Seine größte Schwäche betrifft langjährige Kameraden. Gavin kennt ihre früheren Leistungen, Verluste und persönlichen Schwierigkeiten. Dadurch erklärt er sich bedenkliches Verhalten gelegentlich zu lange mit vorübergehender Belastung. Eine weitere Gelegenheit zu geben fällt ihm leichter, als einem vertrauten Menschen eine Aufgabe zu entziehen. Gerade bei Männern und Frauen, mit denen er in kleinen Trupps auf sich allein gestellt war, muss er bewusst zwischen früherem Vertrauen und heutiger Eignung unterscheiden.

• Bio:
Gavin Brannock wurde am 16. Juli 3016 auf Langhorne geboren. Seine Mutter arbeitete in der kommunalen Wasserversorgung, sein Vater als Fahrer und später als Disponent eines regionalen Transportunternehmens. Gavin wuchs in einem Haushalt auf, in dem wechselnde Arbeitszeiten und Bereitschaftsdienste zum Alltag gehörten.
3034 begann er seine Offiziersausbildung. Nach dem Abschluss 3038 kam er zur motorisierten Infanterie eines lyranischen Verbands. Im Krieg von 3039 führte er als junger Offizier einen Zug. Er sicherte Verkehrswege und übernahm mit seinen Soldaten Gelände, das schwere Kräfte zuvor freigekämpft hatten. Beschädigte Fahrzeuge und verspätete Versorgung zwangen ihn wiederholt, Aufträge mit weniger Mitteln als vorgesehen auszuführen.
3041 meldete er sich freiwillig für eine einjährige Austauschverwendung am NAIS War College auf New Avalon. Bis 3042 unterstützte er dort erfahrene Lehrkräfte bei der praktischen Ausbildung in Infanterietaktik und im Zusammenwirken mit BattleMechs. Seine Unterrichtsanteile bezogen sich auf Erfahrungen aus dem Krieg von 3039. Bei Geländeübungen ließ er Kadetten ihre eigenen Marsch- und Sicherungspläne durchführen.
Dort lernte er Vivian McFairley kennen. Er schätzte ihre gründliche Vorbereitung und die Bereitschaft, nach einer misslungenen Übung noch einmal nachzufragen. Sie wollte wissen, an welcher Annahme ein Plan gescheitert war, und versuchte, die nächste Fassung tatsächlich zu verbessern. Vivian begegnete ihm zunächst als einem ihrer Ausbilder. Erst nach ihrer Ausbildung und mit den späteren dienstlichen Begegnungen entwickelte sich ein gleichberechtigter Umgang.
Nach seiner Rückkehr in den Truppendienst heiratete Gavin die Kommunikationstechnikerin Nora Ellison. Ihr Sohn Malcolm wurde 3043 geboren. Nora behielt ihre zivile Tätigkeit bei. Die Familie lebte überwiegend auf Langhorne; Gavin war je nach Verwendung über längere Zeit abwesend.
In den folgenden Jahren wechselte Gavin zur Fallschirmjägerinfanterie. Er absolvierte die erforderlichen Sprunglehrgänge und qualifizierte sich später für HALO-Einsätze, bei denen der Absprung aus großer Höhe mit einer späten Schirmöffnung verbunden wurde. Bei Übungen und kleineren Kommandounternehmen lernte er, mit wenigen Soldaten über längere Zeit ohne unmittelbare Unterstützung auszukommen. Anmarsch, Beobachtung und die Vorbereitung des Rückwegs beanspruchten dabei oft mehr Zeit als der eigentliche Zugriff.
Während der Clan-Invasion kämpfte er im lyranischen Raum. Seine Soldaten wurden unter anderem zur Aufklärung von Bewegungswegen und zur Sicherung gefährdeter Rückzugsstrecken eingesetzt. Die Begegnung mit Elementaren veränderte seine Einschätzung geschützter Stellungen und der Sicherung gegen Angriffe aus dem Nahbereich. Er begann, sich eingehender mit gepanzerter Infanterie zu beschäftigen.
3055 wurde er für eine Umschulung auf Battle Armor abgezogen. Bis 3057 absolvierte er Ausbildung und anschließende Verbandsübungen. Trotz seiner Erfahrung musste er Bewegungsabläufe, Sprungmanöver und den Umgang mit Schäden an der eigenen Rüstung neu lernen. Während der Marik-Liao-Offensive 3057 führte er eine kleine Battle-Armor-Teileinheit auf der Verteidigerseite und kämpfte selbst in einer IS-Standard-Rüstung. Besonders beschäftigte ihn die Bergung ausgefallener Rüstungsträger: Eine beschädigte Rüstung konnte einen Verwundeten schützen und zugleich dessen Abtransport erheblich erschweren.
3058 wurde Gavin nach einer Auswahl und ergänzender Ausbildung für eine Verwendung bei MI6 des davionischen Department of Military Intelligence übernommen, den Rabid Foxes. Seine Erfahrung als Infanterieführer, Fallschirmjäger und Battle-Armor-Soldat machte ihn für kleine militärische Einsatzgruppen brauchbar. Der Wechsel in den davionischen Dienst erfolgte innerhalb seiner weiteren Laufbahn im Federated Commonwealth.
Bis 3061 führte er dort Spezialoperationen durch. Zu seinen Aufgaben gehörten die verdeckte Erkundung von Zugängen, die Vorbereitung begrenzter Zugriffe und das Herausführen gefährdeter Personen. Er arbeitete mit Scharfschützen und anderen Spezialisten zusammen und führte bei Bedarf selbst einen Trupp. Die dabei geknüpften Verbindungen bestanden auch nach seiner Rückkehr zum regulären Truppendienst fort.
Nora starb 3061 nach längerer Krankheit. Gavin hatte während ihrer Erkrankung nur zeitweise nach Hause zurückkehren können. Malcolm blieb zunächst bei Verwandten auf Langhorne und begann später seine eigene militärische Ausbildung. Gavin beendete seine MI6-Verwendung und wechselte zurück in die reguläre Infanterie. Er blieb im davionischen Dienst, suchte aber eine Verwendung mit längerfristiger Verantwortung für einen festen Verband.
Während des Bürgerkriegs kam Gavin zum Infanterieanteil der 6th Crucis Lancers. Auf Tikonov arbeitete er erneut mit Vivians Verband zusammen. Inzwischen begegneten sie sich als erfahrene Offiziere. Gavin konnte seine Kräfte selbst führen und fand bei ihr Gehör, wenn ein Auftrag zusätzliche Zeit oder Unterstützung erforderte. Vivian konnte sich darauf verlassen, dass er Schwierigkeiten früh meldete und ihr anschließend einen durchführbaren Vorschlag vorlegte. Auch außerhalb gemeinsamer Einsätze hielten sie Kontakt.
3065 schied Gavin als Major aus dem aktiven Dienst aus. Er kehrte nach Langhorne zurück und richtete sich auf einen dauerhaften Ruhestand ein. Den Kontakt zu ehemaligen Untergebenen hielt er aufrecht. Malcolm schlug als MechWarrior seine eigene Laufbahn ein und dient 3067 im BattleMech-Regiment der 6th Lyran Guards der LAAF.
Als mehrere ehemalige Kameraden nach ihrem Abschied aus dem Militär eine neue Verwendung suchten, wurde Gavin für sie zum Ansprechpartner. Er kannte ihre Fähigkeiten und wollte den eingespielten Kern zusammenhalten. Anfang Juni 3067 reiste er nach Galatea und führte dort achtundzwanzig erfahrene Infanteristen sowie weitere Spezialisten und Techniker zusammen. Einige der Männer und Frauen aus seinem früheren Spezialkräfteumfeld schlossen sich ebenfalls an.
Für einen Verband mit BattleMechs und fliegenden Kräften wollte Gavin eine Kommandantin gewinnen, deren Urteil er aus eigener Zusammenarbeit kannte. Vivian war für ihn die erste Anlaufstelle: Sie hatte die Erfahrung für die Führung des gesamten Verbands, hörte auf fachliche Einwände und ließ ihren Unterführern die Verantwortung für deren Kräfte. Er traute ihr zu, bei Verträgen und Personalfragen dieselben Maßstäbe anzulegen wie im Einsatz. Nach ihrem Ausscheiden aus der AFFS konnte er ihr zudem erstmals eine solche Aufgabe anbieten, ohne sie aus einem bestehenden Kommando lösen zu wollen.
Über Owen ließ Gavin sie auf Argyle ansprechen. Owen sollte ihr die Lage erklären und ihr Raum lassen, selbst zu entscheiden. Gavin war bereit, die Gesamtführung abzugeben und als Stellvertreter die Infanterie zu führen. Als Vivian nach Galatea kam, bildete diese Aufteilung die Grundlage ihres gemeinsamen Aufbaus der Red Reapers.
Bei den Red Reapers koordiniert Gavin die Infanterie einschließlich Battle Armor und Elementaren mit seinem Führungstrupp aus einem Morningstar City Command Vehicle. Zum kleinen Kommandotrupp, der ihm zur Verfügung steht, gehören frühere Spezialkräfte, darunter Männer und Frauen aus seinem MI6-Umfeld. Der Trupp umfasst sechs Soldaten; Gavin ist der nominelle siebte Mann. Erich Dorn und Rolf Vetter bringen Erfahrung als Kommandoscharfschützen und Fallschirmjäger mit. Die Fahrzeugbesatzung des Morningstar bildet eine eigene Besatzung und ist von diesem Trupp zu unterscheiden.
Im gewöhnlichen Einsatz bleibt Gavin bei der Führung des gesamten Infanteriekontingents. Ein eigener Einsatz mit dem Kommandotrupp setzt voraus, dass seine Führungsaufgaben vorher eindeutig übergeben werden. Seine MI6-Verwendung endete 3061; seit seinem Abschied aus der AFFS 3065 besitzt er keine aktive militärische Dienststellung mehr. Seine Kameraden treten ebenfalls als ehemalige Soldaten in die Söldnereinheit ein.
Andai Pryde
Charakterdossier 11:

Jonas Kerr

    • Rufname / Callsign: Slate
    • Alter: 37
    • Geburtsdatum: 26.05.3030
    • Geburtsort: New Valencia, Federated Suns
    • Rang: Captain
    • Funktion: Lanzenführer; Leiter der praktischen Mechausbildung;
    Mitglied der Einheitsführung und nach Gavin Brannock nächster Offizier in der Führungsnachfolge
    • Aktuelle Maschine: Enforcer ENF-5D
    • Frühere Maschine: Enforcer ENF-4R; dasselbe Familienchassis vor seiner Modernisierung
    • Körpergröße: 181 cm

• Aussehen:
Jonas ist 181 cm groß und besitzt eine schlanke, trainierte Statur. Seine Haut ist hellbraun und während des Aufenthalts auf Galatea durch die Sonne nachgedunkelt. Er hat ein schmales Gesicht mit ausgeprägten Wangenknochen, grauen Augen und einer geraden Nase. Feine Linien liegen an den äußeren Augenwinkeln und auf der Stirn.
Sein schwarzes Haar trägt er kurz. Nach der Arbeit am Mech oder einem längeren Aufenthalt unter dem Neurohelm steht es häufig unordentlich ab. An den Schläfen zeigen sich erste graue Haare. Er rasiert sich regelmäßig, lässt außerhalb formeller Anlässe aber auch einige Tage Bart stehen.
Jonas trägt praktische Kleidung und schiebt bei Arbeiten die Ärmel hoch. An seinem Enforcer hilft er bei zugänglichen Wartungsarbeiten und der Vorbereitung für den nächsten Einsatz. Dabei richtet er sich nach den zuständigen Technikern. Er kennt seine Maschine gut genug, um Veränderungen an ihrem Verhalten zu bemerken, ohne daraus einen Anspruch auf die fachliche Leitung ihrer Reparatur abzuleiten.



• Persönlichkeit:
Jonas fühlt sich im militärischen Alltag wohl, solange er mit den Menschen seiner Einheit arbeitet, ausbildet oder ins Gefecht geht. An einer Laufbahn durch Stäbe und höhere Dienstgrade hat er wenig Interesse. Eine Beförderung beurteilt er vor allem danach, welche Aufgaben sie ihm gibt und wie viel Abstand sie zwischen ihn und seine Leute bringt.
Er kämpft gern. Das Steuern seines Enforcers, die unmittelbare Auseinandersetzung mit einem Gegner und das Zusammenspiel einer eingespielten Lanze bereiten ihm Freude. Er spricht darüber im vertrauten Kreis offener, als manche Kameraden angenehm finden. Nach einem schwierigen Gefecht kann er begeistert erklären, wie ein Manöver gelungen ist, während andere zunächst Ruhe brauchen. Wenn er das bemerkt, hält er sich zurück; von selbst erkennt er es nicht immer rechtzeitig.
Im Cockpit wird er unter Druck sprachlich sorgfältiger. Seine Meldungen bleiben verständlich, auch wenn er bereits mehrere Möglichkeiten gegeneinander abwägt. Er besitzt einen trockenen, beiläufigen Humor und erlaubt sich besonders gegenüber Vivian Bemerkungen, die auf jahrelanger Vertrautheit beruhen.
Als Kompaniechef kennt Jonas seine Piloten und weiß, wem er eine schwierige Bewegung zutrauen kann. Er verbringt gern Zeit mit ihnen, hört ihren Geschichten zu und nimmt auch an gewöhnlichen freien Abenden teil. Einen neuen MechWarrior lernt er beim Essen oder bei einer gemeinsamen Arbeit häufig ebenso aufmerksam kennen wie im Simulator.
Seine größte Schwäche zeigt sich, wenn ein Gefecht zu seinen Gunsten verläuft. Erkennt er eine Möglichkeit, einen Gegner zu stellen oder eine Stellung zu nehmen, beschäftigt ihn deren Durchführung stärker als die Frage, ob der Erfolg den weiteren Einsatz noch rechtfertigt. Er kann die Bewegung seiner Kompanie sauber führen und trotzdem zu spät berücksichtigen, dass sie anschließend als Reserve gebraucht wird oder ihre verbleibende Munition für einen anderen Auftrag reichen muss.
Besonders schwer fällt ihm der Abbruch, wenn ein Gegner gerade einen seiner Leute getroffen hat. Jonas wird dabei nicht unkontrolliert. Er entwickelt weiterhin brauchbare taktische Vorschläge, sucht aber zunehmend nach Gründen, den Kampf fortzusetzen. Ein Vorgesetzter muss gelegentlich eine Möglichkeit ausdrücklich schließen, die Jonas selbst noch nutzen möchte.
Diese Grenze seiner Fähigkeiten hat seinen Aufstieg stärker begrenzt als fehlender Ehrgeiz allein. Er ist ein kompetenter Kompaniechef, aber bisher kein ebenso verlässlicher Planer eines längeren Einsatzes mit mehreren Verbänden. Kritik daran nimmt er an, wenn sie konkret wird. Der allgemeine Vorwurf, er müsse mehr Überblick entwickeln, ärgert ihn; die Erklärung, welche Kräfte durch seine Entscheidung an anderer Stelle fehlen, erreicht ihn eher.
Außer Dienst zeichnet Jonas gern. In seinen Skizzenbüchern finden sich Straßenecken, Werkstatthallen und Menschen, die während des Zeichnens nicht bemerkt haben, dass sie Modell saßen. Er verschenkt gelegentlich einzelne Blätter, behält misslungene Zeichnungen aber meist im Buch. Seine Schwester bekommt häufiger Bilder als ausführliche Briefe.

• Bio:
Jonas Kerr wurde am 26. Mai 3030 auf New Valencia geboren. Sein Vater Colin Kerr war MechWarrior und führte einen Enforcer ENF-4R aus Familienbesitz. Seine Mutter Denise Kerr, geborene Varga, arbeitete als Physiotherapeutin. Vier Jahre nach Jonas wurde seine Schwester Maren geboren.
Jonas wuchs mit den Abwesenheiten seines Vaters und dessen Rückkehr aus dem Dienst auf. Am Enforcer interessierten ihn früh die Bewegungen und die Arbeit im Cockpit. Die Berichte über Regimentstraditionen und Beförderungen hörte er weniger aufmerksam an als Erzählungen darüber, wie eine Lanze einen Gegner überlistet oder sich aus einer schlechten Stellung herausgearbeitet hatte.
3048 begann er mit achtzehn Jahren seine Ausbildung an der Albion Military Academy auf New Avalon. In praktischen Übungen zeigte er eine schnelle Auffassung für Bewegungsräume, Deckung und das Zusammenwirken mehrerer BattleMechs. Bei längeren Planungsaufgaben musste er gründlicher arbeiten. Er neigte dazu, den entscheidenden Zusammenstoß ausführlich vorzubereiten und die anschließenden Aufgaben zu knapp zu behandeln.
3052 schloss er die Ausbildung ab. Colin übergab ihm den Familien-Enforcer für seine weitere Laufbahn. Jonas übernahm damit auch die Verantwortung für den Zustand der Maschine und die Fortführung ihrer Wartungsunterlagen. Sein Vater blieb auf New Valencia und beendete seine eigene aktive Laufbahn.
Jonas’ erste reguläre Einheit waren die 3rd Crucis Lancers. Er kam zu den im lyranischen Raum eingesetzten Third und verbrachte einen erheblichen Teil seiner ersten Dienstjahre auf Babaeski. Während dieser Verwendung nahm er an Raids gegen die Besatzungszone der Jade Falcons teil.
Die begrenzten Einsätze lagen ihm. Er lernte, sich mit den anderen Piloten seiner Lanze abzustimmen, kurze Gelegenheiten zu nutzen und gegen überlegene gegnerische Maschinen beweglich zu bleiben. Die Erfahrung verstärkte allerdings auch seine Neigung, einen Auftrag vor allem vom erwarteten Gefecht her zu betrachten.
Aus dem jungen MechWarrior wurde ein Lanzenführer. Er konnte die Fähigkeiten seiner Piloten einschätzen und verlor auch nach einem misslungenen ersten Kontakt nicht die Übersicht über seine unmittelbare Gruppe. Seine Vorgesetzten mussten ihn jedoch gelegentlich daran erinnern, dass eine erfolgreiche Verfolgung den vorgesehenen Rückzug gefährden konnte.
Während seiner Dienstzeit wurde der Enforcer von der ursprünglichen ENF-4R-Ausführung auf ENF-5D-Standard modernisiert. Jonas behielt dasselbe Chassis und gewöhnte sich an die veränderte Maschine. Die Unterscheidung zwischen Familienbesitz und militärischer Verwendung blieb für ihn selbstverständlich: Im Einsatz war der Enforcer Teil seiner Einheit und entsprechend einzusetzen.
3057 kehrten die Third nach ihrer Ablösung aus dem lyranischen Raum zurück. Jonas blieb zunächst bei den 3rd Crucis Lancers. 3060 wurde er zu den 6th Crucis Lancers versetzt und dort Vivians Bataillon zugeteilt.
Vivian lernte ihn als fähigen Lanzenführer kennen, der im Gefecht eigene Vorschläge machte und einen Auftrag auch nach unerwarteten Kontakten weiterführen konnte. Zugleich musste sie seine Aufmerksamkeit wiederholt auf den Zweck eines Manövers zurücklenken. Jonas akzeptierte solche Eingriffe, weil sie seine Vorschläge prüfte und ihm erklären konnte, weshalb sie eine Gelegenheit ungenutzt lassen wollte.
Im weiteren Verlauf ihrer gemeinsamen Dienstzeit übernahm er als Captain eine Mechkompanie. Er bewährte sich in dieser Funktion und entwickelte ein gutes Gespür für den Ausbildungsstand seiner Piloten. Eine weiterführende Verwendung ergab sich daraus nicht. Seine Stärken lagen weiterhin bei der unmittelbaren Gefechtsführung; eine Stabsaufgabe reizte ihn zudem kaum.
Während des Bürgerkriegs kämpfte Jonas mit den 6th Crucis Lancers, darunter auf Tikonov und New Avalon. Am 20. April 3067 führte er in Avalon City die erste Kompanie von Vivians Bataillon. Nach Adrienne Lockes Tod wollte er dem zurückweichenden Caesar unmittelbar folgen. Vivian untersagte die Verfolgung und befahl ihm, seine Lanze zu sammeln und den westlichen Bereich zu sichern. Jonas gehorchte.
Nach dem Bürgerkrieg schied er aus dem regulären Dienst aus und brachte seinen Enforcer nach Galatea. Dort schloss er sich Gavins Gruppe an. Er wollte weiter als MechWarrior dienen und mit erfahrenen Kameraden eine neue Einheit aufbauen. Einen höheren Rang suchte er dabei nicht.
Bei den Red Reapers übernahm Nathan Sherman die erste Mechkompanie. Jonas behielt den Rang eines Captain und führte innerhalb dieser Kompanie eine Kampflanze. Zusätzlich erhielt er die Leitung der praktischen Mechausbildung und wurde in die übergreifende Einheitsführung aufgenommen.
In der Führungsnachfolge steht er hinter Vivian und Gavin. Übernimmt Gavin den Oberbefehl über den gesamten Verband, führt Jonas unmittelbar das Mechbataillon. Fällt Gavin aus, übernimmt Jonas dessen Stellvertretung. Für ihn bedeutet diese Aufgabe, dass er sich mit Entscheidungen befassen muss, die über die nächste Gefechtssituation hinausreichen.
Andai Pryde
Charakterdossier 12:

Miriam Dace

    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 64
    • Geburtsdatum: 04.08.3003
    • Geburtsort: New Aragon, Federated Suns
    • Rang: Master Chief Technician
    • Funktion: Fachliche Gesamtleiterin der Technik; verantwortlich für
    die technischen Einsatzfreigaben der BattleMechs
    • Aktuelle Maschine: Keine
    • Frühere Maschine: Keine
    • Körpergröße: 168 cm


• Aussehen:
Miriam ist 168 cm groß und besitzt eine kräftige, an körperliche Arbeit gewöhnte Statur. Ihr Gesicht ist kantig, mit einer ausgeprägten Nase, schmalen haselnussbraunen Augen und deutlichen Falten um Mund und Augen. Ihr kurzes Haar ist überwiegend grau; einzelne dunklere Partien sind erhalten geblieben.
Zwei Finger ihrer linken Hand sind durch alte Werkstattverletzungen steifer geworden und lassen sich nicht vollständig strecken. Bei feinen Handgriffen muss sie gelegentlich umgreifen oder ein anderes Werkzeug benutzen. Sie kennt die Einschränkungen und richtet ihre Arbeit danach aus. Tätigkeiten, die sie nicht mehr sicher ausführen kann, überlässt sie anderen.
In der Werkstatt trägt Miriam praktische Arbeitskleidung und schiebt häufig die Ärmel hoch. Ihr eigenes Werkzeugetui und ein Notizbuch liegen gewöhnlich in Reichweite. Auch nach einer längeren Reise beginnt sie mitunter schon mit der Arbeit, bevor sie ihre übrigen Sachen ausgepackt hat.



• Persönlichkeit:
Miriam ist direkt, aufmerksam und an klare Zuständigkeiten gewöhnt. Bei einer unvollständigen Schadensmeldung fragt sie nach, bis sie den Zustand der Maschine beurteilen kann. Rang und Einsatzdruck ändern für sie nichts daran, dass bestimmte Prüfungen erledigt werden müssen, bevor ein BattleMech wieder ausrückt.
Sie kennt die Belastungen des Gefechtsdienstes und verlangt keine unversehrten Maschinen. Sie erwartet allerdings, dass ein Pilot Schäden vollständig meldet und Unsicherheiten zugibt. Wer eine Warnanzeige übergangen hat, soll ihr das sagen, bevor ihre Leute nach einer anderen Ursache suchen.
Ihre Fürsorge zeigt sich im Alltag. Sie fragt nach Essen und Schlaf, bemerkt nachlassende Konzentration und schickt einen übermüdeten Mitarbeiter aus der Werkstatt. Bei Vivian verbindet sich das mit einer Vertrautheit, die weit vor deren Zeit als Einheitskommandantin zurückreicht. Miriam kann sie herzlich begrüßen und wenige Minuten später eine zusätzliche Prüfung verlangen.
Ihr Humor ist trocken und gelegentlich spitz. Sie beteiligt sich bereitwillig an Wortgefechten, solange daraus keine Ausflucht vor einer notwendigen Antwort wird. Unter vertrauten Menschen ist sie geselliger, als ihr dienstlicher Ton zunächst vermuten lässt.
Miriam trägt beschädigtes Vertrauen lange nach. Wer einen Schaden verschweigt, eine Prüfung nur auf dem Papier erledigt oder einen Mitarbeiter zu Unrecht beschuldigt, kann bei ihr über Jahre auf diesen Vorfall festgelegt bleiben. Auch nach einer angemessenen Konsequenz und anschließend zuverlässiger Arbeit fällt es ihr schwer, bestimmte Aufgaben wieder zu übertragen.
Sie begründet solche Entscheidungen fachlich und erkennt nicht immer, wie stark ihr persönlicher Ärger hineinwirkt. In einer späteren Auseinandersetzung kann sie eine alte Verfehlung vor anderen erneut anführen, obwohl diese für den aktuellen Streit kaum noch Bedeutung besitzt. Damit erschwert sie es dem Betroffenen, sich eine veränderte Stellung zu erarbeiten.
Bei ihrer Tochter begegnet ihr eine ähnliche Beharrlichkeit. Miriam empfindet Tessas wiederkehrenden Vorwurf, sie habe Vivian vorgezogen, als ungerecht. Zugleich erwartet sie selbst, dass andere sich lange an einen Vertrauensbruch erinnern. Diese Ähnlichkeit fällt ihr schwerer anzunehmen als ein konkreter technischer Fehler.
Außer Dienst hört Miriam gern Abenteuerhörspiele. Zu ihren bevorzugten Reihen gehören Der ewige Krieger und Jenseits des letzten Sprungpunkts. Sie mag fortlaufende Geschichten über wechselnde Besatzungen, gefährliche Reisen und Figuren, deren Entscheidungen in späteren Folgen noch Schwierigkeiten verursachen. Ältere Aufnahmen bewahrt sie auf und vergleicht Neuauflagen mit den ursprünglichen Fassungen. Über einen unpassenden Sprecherwechsel oder eine nachlässig geschriebene Fortsetzung kann sie ausführlicher reden als über ihren eigenen freien Tag.

• Bio:
Miriam Dace wurde am 4. August 3003 auf New Aragon in den Federated Suns geboren. 3021 begann sie an der Kilbourne Academy ihre militärische und technische Ausbildung mit Schwerpunkt BattleMech-Instandhaltung. Nach dem Abschluss 3024 wurde sie als Technikerin den 33rd Avalon Hussars zugeteilt.
In ihren ersten Dienstjahren arbeitete sie unter erfahreneren Technikern an Wartungen, Schadensprüfungen und dem Austausch beschädigter Baugruppen. Mit wachsender Erfahrung übernahm sie eigene Arbeitsbereiche und später die Anleitung jüngerer Mitarbeiter. Sie gewöhnte sich früh daran, Reparaturen so zu dokumentieren, dass eine andere Schicht sie ohne mündliche Übergabe nachvollziehen konnte.
3027 heiratete sie Rafael Mena, einen zivilen Elektromonteur auf New Aragon. 3029 wurde ihre Tochter Tessa geboren. Während Miriams Abwesenheiten trug Rafael den größten Teil der Verantwortung für Haushalt und Erziehung.
Miriam hielt den Kontakt durch Nachrichten und Besuche aufrecht, unterschätzte jedoch lange, wie wenig diese Aufenthalte am gemeinsamen Alltag änderten. Schwierigkeiten behandelte sie häufig als etwas, das sich beim nächsten längeren Urlaub klären ließe. Rafael wollte sich darauf schließlich nicht mehr verlassen. 3041 wurde die Ehe geschieden.
Tessa entschied sich später für eine Laufbahn als MechWarriorin. Miriam unterstützte ihre Ausbildung und war stolz auf ihre Fähigkeiten. Die gemeinsame militärische Berufswelt erleichterte ihnen manches Gespräch, beseitigte die früheren Spannungen aber nicht.
3043 lernte Miriam die junge Vivian McFairley kennen, die zu den 33rd Avalon Hussars gekommen war. Zunächst war Miriam eine von mehreren erfahrenen Technikern des Verbandes. Während der Clan-Invasion wurde ihr Vivians Grasshopper fest zugeteilt. Aus der regelmäßigen Arbeit an derselben Maschine entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit deren Pilotin.
Miriam überlebte 3052 die Kämpfe auf Suk II und den anschließenden Rückzug. Nach der Zerschlagung des Verbandes erhielt sie eine Verwendung in einer Reparatur- und Rückführungseinrichtung auf New Avalon. Dort arbeitete sie an geborgenen BattleMechs und beschädigten Baugruppen unterschiedlicher Herkunft. Ihr Aufgabenbereich umfasste zunehmend auch die Einteilung von Personal und die Beurteilung, welche Arbeiten mit den vorhandenen Mitteln sinnvoll durchgeführt werden konnten.
3056 wechselte sie zur technischen Unterstützung der 3rd Davion Guards. Dort traf sie Vivian wieder. Beide fanden rasch zu ihrer früheren Zusammenarbeit zurück, obwohl Miriam inzwischen mehr Personal führte und weitere Maschinen verantwortete.
Nach den schweren Schäden an Vivians Grasshopper auf Luzerne 3059 übernahm Miriam die technische Betreuung des für sie beschafften Night Gyr. Der Wiederaufbau wurde zu einem persönlichen Projekt. Miriam erweiterte ihre Kenntnisse über Clan-Technik durch die Arbeit an der Maschine und den Austausch mit Fachpersonal, das bereits Erfahrung mit entsprechenden Systemen besaß.
In diesem Zusammenhang entstand der regelmäßige schriftliche Kontakt zu Eleanor McFairley. Anfangs ging es vor allem um Baugruppen, Beschaffung und den Zustand des Night Gyr. Mit den Jahren kamen persönliche Nachrichten hinzu. Vivian erfuhr erst bei ihrer Rückkehr nach Argyle, wie lange ihre Mutter und Miriam bereits miteinander schrieben.
3060 wechselte Miriam mit technischem Personal zu den 6th Crucis Lancers. Sie betreute weiterhin Vivians Maschine und übernahm zusätzliche Führungsaufgaben innerhalb der Werkstatt.
Tessa hatte inzwischen ihre eigene militärische Laufbahn aufgebaut. Sie hielt ihrer Mutter später vor, dass diese eine Versetzung zu einem ihrer Verbände hätte anstreben können. Miriam hatte sich stattdessen wiederholt dafür entschieden, bei Vivian und deren Maschine zu bleiben.
Für Miriam sprachen die eingespielte Zusammenarbeit und ihre Verantwortung für den Night Gyr dafür. Tessa sah darin eine Fortsetzung ihrer Kindheit: Ihre Mutter fand Gründe, weshalb sie gerade anderswo gebraucht wurde. Miriam musste anerkennen, dass sie eine gemeinsame Verwendung mit ihrer Tochter nicht ernsthaft verfolgt hatte. Tessas Vorwurf blieb dennoch etwas, auf das sie meist mit einer Erklärung ihrer damaligen Aufgaben antwortete.
3058 wurde Tessas Sohn Mateo geboren. Miriam schickte Nachrichten und kleine Geschenke und bemühte sich, mehr über seinen Alltag zu erfahren. Tessa bestand darauf, dass angekündigte Besuche auch stattfanden.
Während des Bürgerkriegs blieb Miriam bei den 6th Crucis Lancers und betreute den Night Gyr auch während der Kämpfe auf New Avalon. Nach dem Ende ihrer dortigen Verwendung arbeitete sie 3067 erneut in einem Reparatur- und Rückführungsdepot. Sie bereitete ihr Ausscheiden aus dem regulären Dienst vor.
Vivians Angebot, sich den Red Reapers anzuschließen, nahm sie erst an, nachdem die Voraussetzungen geklärt waren. Sie verlangte eine brauchbare Werkstatt, verlässliche Löhne, ein Ersatzteilbudget und verbindliche technische Entscheidungsbefugnisse. Der Wechsel bedeutete zugleich, dass sie den von Tessa erwarteten ruhigeren Lebensabschnitt erneut verschob.
Am Abend des 4. November 3067 traf Miriam auf Galatea ein. Gavin Brannock holte sie am Raumhafen ab und brachte sie zur Conquistador. Dort zeigte Ruben Falk ihr die Arbeitsplätze, Bestände und laufenden Arbeiten.
Bei den Red Reapers übernahm Miriam die fachliche Gesamtleitung der Technik. Ruben behielt die tägliche Werkstattführung und die unmittelbare Einteilung seiner Teams. Die Übergaben und Zuständigkeiten sollten beide gemeinsam festlegen. Vivian übertrug Miriam ausdrücklich die technischen Einsatzfreigaben der BattleMechs und sagte ihr eine schriftliche Bestätigung dieser Befugnis zu.
Andai Pryde
Charakterdossier 13:

Rhea Calder

    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 52
    • Geburtsdatum: 24.01.3015
    • Geburtsort: Ipava, Federated Suns
    • Rang / Dienstbezeichnung: Commander
    • Funktion: Kapitänin und Navigatorin der Far Meridian;
    Mehrheitsanteilseignerin des Schiffes und Mitinhaberin der Calder Meridian
    Transit Company
    • Aktuelles Schiff: Far Meridian, Invader-Sprungschiff mit Lithium-Fusionsbatterie
    • Früheres Schiff: Keine eigene Kommandoführung vor der Far Meridian festgelegt
    • Körpergröße: 161 cm

• Aussehen:
Rhea ist 161 cm groß und zierlich gebaut. Sie hat helle Haut, ein rundliches Gesicht und weit auseinanderstehende dunkelgraue Augen. Zwischen ihren oberen Schneidezähnen liegt eine kleine Lücke, die beim Lachen sichtbar wird. Ihr schwarzes, inzwischen stark ergrautes Haar trägt sie in eng am Kopf geflochtenen Zöpfen, die im Nacken zusammenlaufen.
Im regulären Borddienst trägt sie eine Schiffsuniform mit den Rangabzeichen einer Commander. Bei Arbeiten, die entsprechende Schutzausrüstung erfordern, und bei erhöhter Bereitschaft trägt sie einen vakuumtauglichen Overall. Ihre Lesebrille sichert sie mit einer kurzen Schlaufe.
In Schwerelosigkeit bewegt Rhea sich mit kleinen, genau dosierten Abstößen und greift beiläufig nach vertrauten Haltepunkten. Unter Schwerkraft ermüdet sie schneller, geht langsamer und setzt sich häufiger hin. Sie verlässt die Far Meridian selten. Besuche auf Raumstationen bleiben meist kurz; Aufenthalte auf einer Planetenoberfläche sind noch seltener.



• Persönlichkeit:
Rhea ist gesprächig, neugierig und gegenüber Gästen wenig förmlich. Sie lebt gern an Bord und kennt die Gewohnheiten ihrer Besatzung. Sie merkt sich, wer Nachrichten von zu Hause erwartet oder seit mehreren Wachen ungewöhnlich still geworden ist. Bei gemeinsamen Mahlzeiten beteiligt sie sich an Gesprächen, ohne jede Unterhaltung auf den Schiffsbetrieb zurückzuführen.
Als Kapitänin verlangt sie vollständige Angaben über Transportbedarf, Termine und besondere Anforderungen. Ärgerlich wird sie, wenn ein Kunde erst nach einer Zusage zusätzliche Landungsschiffe oder eine abweichende Route erwähnt. Für sie hängen daran weitere Verträge, die Arbeitszeit ihrer Besatzung und Ausgaben, die sich durch eine nachträgliche Entschuldigung nicht erledigen.
Militärische Dienstgrade beeindrucken sie im geschäftlichen Umgang wenig. Sie kennt die Abläufe militärischer Transporte und kann unter Zeitdruck entscheiden. Dabei bleibt sie für ihr Schiff verantwortlich. Auch Vivian gegenüber erwartet sie, dass aus einer Bitte nicht stillschweigend eine verbindliche Anweisung wird.
Rheas persönliche Schwäche ist Geiz. Der Erhalt der Far Meridian und der Rückkauf fremder Anteile bestimmen seit Jahren ihren Umgang mit Geld. Erforderliche Wartung und Sicherheitsausrüstung bezahlt sie. Bei Ausgaben für Wohnkomfort, Freizeit oder zusätzliche Vergütungen beginnt sie dagegen häufig zu feilschen.
Sie lässt verschlissene Kabineneinrichtungen weiterbenutzen, solange diese ihren Zweck erfüllen, und kann eine angemessene Zulage so lange diskutieren, bis sich der betreffende Mitarbeiter für seine Forderung rechtfertigen muss. Weil sie selbst anspruchslos lebt, hält sie dieselben Einschränkungen für alle anderen für zumutbar. Dabei berücksichtigt sie zu wenig, dass ihre Angestellten durch diese Einsparungen keinen größeren Anteil am Schiff erwerben.
Auch privat kann sie einen schönen Anlass durch eine Kostenfrage verderben. Auf einen Besuch ihres Mannes freut sie sich aufrichtig und beginnt dennoch, mit ihm über dessen Reiseausgaben zu streiten. Sie braucht mitunter einen deutlichen Hinweis, bevor sie versteht, weshalb ihre Rechnung als Geringschätzung angekommen ist.
Außer Dienst häkelt Rhea kleine Tiere und Figuren. Garn und Arbeitsstück bewahrt sie in einem verschließbaren Beutel auf, an dem sie unterbrochene Arbeiten befestigt. Sie entwirft eigene Muster und lässt die Besatzung gelegentlich raten, welches Tier sie darstellen wollte. Einige misslungene Stücke haben Namen erhalten und bleiben im Gemeinschaftsraum.
Für Kinder wiederkehrender Passagiere fertigt sie gelegentlich Figuren an. Vivian besitzt noch ein altes Stück aus ihrer Kindheit.

• Bio:
Rhea Calder wurde am 24. Januar 3015 auf Ipava geboren, während ihre Mutter sich dort für längere Zeit aufhielt. Den größten Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf der Far Meridian. Die Invader gehörte bereits seit 2968 zum Familienbetrieb Calder Transport Services und wurde zunächst von ihren Großeltern geführt.
2996 übernahmen Rheas Eltern die Betriebsführung. Ihr Vater führte das Schiff, während ihre Mutter vor allem Verträge und Finanzen verantwortete. 3008 schloss sich Calder Transport Services mit Meridian Transit zusammen. Das Partnerunternehmen brachte eigene Kundenverbindungen und Erfahrung in der Vermittlung interstellarer Transporte ein. Gemeinsam bildeten beide Betriebe die Calder Meridian Transit Company.
Die hohen Kosten des Schiffsbetriebs und größerer Werftarbeiten führten dazu, dass weitere Teilhaber Minderheitsanteile an der Far Meridian erwarben. Die Calders behielten die maßgebliche Stellung, mussten Einnahmen und Investitionsentscheidungen jedoch mit anderen Eigentümern abstimmen.
Über wiederkehrende Transporte lernten Rheas Eltern Alistair und Eleanor McFairley kennen. Die Far Meridian beförderte Landungsschiffe ihrer militärischen Verbände. Aus den Aufträgen entstand ein persönlicher Kontakt zwischen den Familien.
3028 begegnete die dreizehnjährige Rhea der fünfjährigen Vivian erstmals bewusst. Während eines Aufenthalts an Bord beschäftigte sie sich zeitweise mit dem jüngeren Mädchen. Weitere Begegnungen folgten. Rhea kannte Vivian deshalb bereits lange, bevor diese ihre eigene militärische Laufbahn begann.
Nach Alistairs Übernahme des landwirtschaftlichen Familienunternehmens 3030 kamen zivile Frachtaufträge hinzu. Die Far Meridian transportierte Landungsschiffe mit Lebensmitteln und verarbeiteten Agrarprodukten der McFairleys. Eleanor und Alistair erlebten dabei, wie Rhea im Betrieb ihrer Eltern zunehmend Verantwortung übernahm.
3033 begann Rhea ihre zivile Ausbildung in Navigation und Sprungschiffbetrieb. Ab 3037 arbeitete sie auf Handelssprungschiffen unter erfahrenen Navigatoren. Dabei lernte sie auch Betriebsabläufe außerhalb des eigenen Familienunternehmens kennen.
3038 heiratete sie den Schiffsingenieur Leander Sorell. 3040 wurde ihre Tochter Talin geboren. Leander arbeitete später ebenfalls auf der Far Meridian; über viele Jahre lebte die Familie gemeinsam an Bord.
3045 kehrte Rhea in den Dienst der Calder Meridian Transit Company zurück. Neben Navigation und Reisevorbereitung übernahm sie zunehmend Kundenabsprachen und die Koordination mit Landungsschiffkapitänen. 3050 erhielt sie das Kommando über die Far Meridian. Durch familiäre Übertragungen und spätere Zukäufe erwarb sie die Mehrheit der Schiffsanteile.
Die Far Meridian war zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer Lithium-Fusionsbatterie ausgerüstet. Der dafür beanspruchte Raum verringerte ihren verfügbaren Frachtraum. Das Schiff blieb ein ziviler Handelsbetrieb, übernahm jedoch wiederholt militärische Transportaufträge. Während der Transporte nach Suk II 3052 begegnete Rhea Vivian erneut. Aus der früheren Bekanntschaft entwickelte sich über weitere Begegnungen und regelmäßigen Kontakt eine Freundschaft zwischen Erwachsenen.
Während des Bürgerkriegs führte Rhea weiterhin Agrartransporte für das Unternehmen der McFairleys durch, darunter Lieferungen nach Galax. Diese Aufträge festigten die dortigen Geschäftsverbindungen der Calder Meridian Transit Company.
3061 verließ Leander den dauerhaften Borddienst und nahm eine technische Tätigkeit bei Federated-Boeing auf Galax an. Rhea blieb auf der Far Meridian. Beide führten ihre Ehe fort, mussten gemeinsame Zeit nun aber zwischen seinen Besuchen und ihren Transportverpflichtungen planen.
Talin kehrte 3065 als ausgebildete K-F-Ingenieurin auf das Schiff zurück. Sie hatte ihre Ausbildung und erste Berufserfahrung außerhalb des Familienbetriebs absolviert.
3066 investierte die Familie Calder in Federated-Boeing Interstellar. Ein Teil des Kapitals stammte aus den langjährigen Agrartransporten für die McFairleys. Die Beteiligung blieb eine Kapitalanlage ohne Einfluss auf die Konzernführung.
Rhea verfolgt weiterhin das Ziel, die familienfremden Anteile an der Far Meridian zurückzukaufen und das Schiff vollständig in Familienbesitz zurückzuführen. Da nicht alle Teilhaber verkaufen möchten, legt sie einen Teil der dafür vorgesehenen Mittel vorerst anderweitig an.
3067 sagte sie den Red Reapers einen priorisierten Transportvertrag zu. Ihre Freundschaft mit Vivian erleichterte die Verständigung, änderte jedoch nichts an der Eigenständigkeit ihres Betriebs. Die Far Meridian und ihre reguläre Besatzung von 24 Personen unterstehen Rhea.
Andai Pryde
Charakterdossier 14:

Albert Jehlik

    • Rufname / Callsign: Nicht festgelegt
    • Alter: 56
    • Geburtsdatum: 19.09.3011
    • Geburtsort: New Avalon, Federated Suns
    • Rang: Leftenant General
    • Funktion: Kommandeur der 6th Crucis Lancers während des ersten
    Wiederaufbaus nach dem Bürgerkrieg; zuvor XO unter Patricia Vineman
    • Aktuelle Maschine: Enforcer III ENF-6T
    • Frühere Maschine: Enforcer ENF-4R
    • Körpergröße: 178 cm

• Aussehen:
Albert ist 178 cm groß und besitzt eine durchschnittliche, mit den Jahren etwas weicher gewordene Statur. Sein Gesicht ist länglich, mit einer hohen Stirn und einer leicht schiefen Nase. Das kurz geschnittene hellbraune Haar ist an den Schläfen grau und am Oberkopf deutlich dünner geworden. Er hat graublaue Augen.
Seine Uniform sitzt ordentlich. Nach langen Arbeitstagen zeigen sich Falten an Ärmeln und Rücken; im Büro legt er die Jacke häufig ab. Er achtet auf sein Auftreten, ohne großen Aufwand damit zu treiben.
In den Tagen nach den letzten Kämpfen auf New Avalon ist ihm der Schlafmangel deutlich anzusehen. Seine Bewegungen werden langsamer, und zwischen zwei Gesprächen bleibt er gelegentlich länger über einer Akte sitzen, als deren Inhalt erfordert.



• Persönlichkeit:
Albert ist sachlich, pragmatisch und im vertrauten Umgang trocken humorvoll. Er hört aufmerksam zu und merkt sich, wie seine Offiziere berichten. Bei Vivian erkennt er, wann sie eine Entscheidung bereits getroffen hat und wann sie noch nach einer Antwort sucht.
Er kann unangenehme Themen unmittelbar ansprechen. Dabei lässt er seinem Gegenüber Zeit zu antworten. Eine persönliche Erklärung muss für ihn nicht wie eine fertige Stabsvorlage aufgebaut sein, sofern er dem Betreffenden vertraut.
Seine Erfahrung mit Personal und Verwaltung macht ihn zu einem wirkungsvollen Fürsprecher. Er weiß, welche Beurteilungen gebraucht werden, wo ein Antrag liegen bleibt und welche Entscheidung rechtzeitig vorbereitet werden muss. Gelegentlich nutzt er diese Kenntnisse auch, um jemanden mit einer längst verdienten Anerkennung zu überraschen.
Albert schätzt Offiziere, deren Meldungen ihm ein brauchbares Bild vermitteln. Er erwartet, dass Verluste, Ausfälle und Unsicherheiten genannt werden. Beschönigte Berichte erschweren ihm Entscheidungen und kosten Zeit, die an anderer Stelle fehlt.
Seine persönliche Schwäche ist Eitelkeit gegenüber Kritik. Er hält sich für zugänglich und vernünftig. Umso empfindlicher reagiert er, wenn jemand vor anderen erklärt, er habe eine Entscheidung unzureichend vorbereitet.
Er wird dann förmlich, verlangt Belege für Nebensätze und greift Ungenauigkeiten auf, die für den eigentlichen Einwand kaum Bedeutung besitzen. Ein jüngerer Offizier kann dadurch den Eindruck gewinnen, sich für den Widerspruch selbst rechtfertigen zu müssen.
Albert ist durchaus bereit, eine falsche Entscheidung zu ändern. Schwerer fällt ihm einzugestehen, dass auch sein Umgang mit dem Kritiker unangemessen war. Häufig erwartet er, dass eine sachliche Korrektur die persönliche Auseinandersetzung gleich mit erledigt. Damit fördert er vorsichtige Formulierungen bei Menschen, von denen er eigentlich Offenheit verlangt.
Privat singt Albert Bass. Seit seiner Jugend schließt er sich an längeren Stationierungsorten nach Möglichkeit einem zivilen Chor an. Er ist ein geübter, verlässlicher Sänger, ohne besondere solistische Begabung. Gemeinsame Proben gehören für ihn zu den wenigen regelmäßigen Terminen außerhalb des Dienstes. Während der letzten Kämpfe und der unmittelbaren Nachkriegszeit ist diese Beschäftigung zum Erliegen gekommen.

• Bio:
Albert Jehlik wurde am 19. September 3011 auf New Avalon geboren. 3029 begann er seine militärische Ausbildung zum MechWarrior und Offizier. Nach deren Abschluss 3033 trat er in den Truppendienst ein.
Er sammelte zunächst Erfahrung als Lanzenoffizier und übernahm später Kompanieverantwortung. Dabei lernte er die Führung von BattleMechs aus dem Cockpit ebenso kennen wie die Vorbereitung von Einsätzen und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft danach.
In den 3040er-Jahren folgten zunehmend Stabsverwendungen. Albert entwickelte seine Fähigkeiten in der Personalplanung und der Abstimmung zwischen operativen Anforderungen, Versorgung und tatsächlich verfügbaren Kräften. Seine frühere Truppenerfahrung blieb dabei die Grundlage seiner Arbeit.
3037 heiratete er Daria Ostarek, eine Buchbinderin und Restauratorin aus New Avalon. 3041 wurde ihr Sohn Marek geboren. Daria führte ihre eigene berufliche Laufbahn fort; das gemeinsame Leben musste wiederholt mit Alberts Verwendungen und Abwesenheiten abgestimmt werden.
Spätestens 3060 arbeitete Albert im Führungsumfeld Patricia Vinemans bei den 6th Crucis Lancers. In diesem Jahr begann seine Zusammenarbeit mit Vivian McFairley. Über die folgenden sieben Jahre entstand eine vertraute kollegiale Beziehung.
3062 diente er als Vinemans Aide, 3065 als XO des Verbandes. Er kannte die personellen Verhältnisse der Sechsten und wusste, welchen Offizieren zusätzliche Verantwortung übertragen werden konnte.
Gemeinsam mit Vineman bereitete er eine Neuordnung der Führung vor. Vivian sollte zum Colonel befördert werden und das BattleMech-Regiment übernehmen. Adrienne Locke war als Major für die Nachfolge in Vivians Bataillon vorgesehen. Adrienne erfuhr vor ihrem Tod nichts von dieser Planung.
Nach Vinemans Tod während der letzten Kämpfe auf New Avalon übernahm Albert zunächst unmittelbar die Führung. Am Morgen des 23. April 3067 wurde seine Ernennung zum Leftenant General offiziell. Seine vordringliche Aufgabe bestand darin, den schwer angeschlagenen Verband durch die ersten Schritte des Wiederaufbaus zu führen.
Noch am selben Tag legte er Vivian die vorbereitete Verwendung als Regimentskommandantin vor. Für den Wiederaufbau wollte er eine erfahrene Offizierin behalten, die den Verband und seine verbliebenen Angehörigen kannte.
Vivians Entscheidung, aus dem Dienst auszuscheiden, traf ihn unerwartet. Er fragte nach ihren Gründen und versuchte zu verstehen, wie endgültig ihr Entschluss war. Schließlich akzeptierte er ihre Entscheidung, obwohl ihr Weggang seine Personalplanung zusätzlich erschwerte.
Vor ihrem Ausscheiden am 5. Mai sorgte Albert dafür, dass Vivian die Beförderung zum Colonel erhielt.
Seine aktuelle Maschine ist ein Enforcer III ENF-6T. Die mit Gaussgeschütz und Zielcomputer ausgerüstete Maschine entspricht seiner bevorzugten Verwendung im Gefecht: Albert hält sich hinter den vordersten Elementen, unterstützt mit gezielten Schüssen und wechselt seine Stellung, bevor ein Gegner ihn im Nahkampf binden kann.
Andai Pryde
Charakterdossier 15:

Nathan Sherman

    • Rufname / Callsign: Pedes
    • Alter: 41
    • Geburtsdatum: 27.08.3026
    • Geburtsort: Inarcs, Lyran Commonwealth
    • Rang: Captain
    • Funktion: Mechkompanieführer; verantwortlich für Beschaffung und
    Ersatzteilmärkte
    • Aktuelle Maschine: Dervish DV-11RR, persönliches Eigentum
    • Frühere Maschine: Dervish DV-7D vor dem Umbau zum DV-11RR
    • Körpergröße: Etwa 180 cm

• Aussehen:
Nathan ist etwa 180 cm groß, schlank und beweglich. Sein langes, gold- bis rotblondes Haar reicht deutlich über die Schultern. Meist trägt er es offen; bei Arbeiten und im Cockpit bindet er es zusammen. Sein Bart ist kräftiger rötlich gefärbt und an den Seiten kürzer gehalten.
Er hat helle Haut mit Sommersprossen auf Nase und Wangen, blaugraue Augen und ein schmales Gesicht mit ausgeprägten Wangenknochen. Beim Zuhören liegt häufig ein leichtes Grinsen um seinen Mund. Seine Miene kann sich rasch verändern; er merkt gewöhnlich, ob eine Bemerkung angekommen ist, auch wenn er nicht immer rechtzeitig aufhört.
Nathan trägt gut sitzende Kleidung und achtet auf sein Aussehen. Auch gebrauchte Feldkleidung wählt er sorgfältig aus. Im Dienst trägt er die Uniform der Red Reapers.



• Persönlichkeit:
Nathan ist kontaktfreudig, schlagfertig und ein aufmerksamer Beobachter. Er beginnt leicht ein Gespräch, merkt sich persönliche Vorlieben und findet häufig einen gemeinsamen Gegenstand, über den sich eine erste Bekanntschaft vertiefen lässt. Mit Händlern spricht er ebenso selbstverständlich wie mit Technikern, Piloten oder Schiffsbesatzungen.
Sein Humor ist trocken bis anzüglich und gelegentlich ausgesprochen plump. Er greift Bemerkungen anderer auf, übertreibt und kann eine nüchterne Besprechung durch einen unpassenden Einwurf unterbrechen. Manche seiner Witze versteht nur er selbst sofort. Wenn die Reaktion ausbleibt, versucht er mitunter eine zweite Bemerkung, obwohl Schweigen klüger wäre.
Nathan kann Menschen verführen. Er schenkt seinem Gegenüber Aufmerksamkeit, hört zu und versteht es, Interesse persönlich wirken zu lassen. Dabei können aufrichtige Anziehung und geschäftliche Absicht gleichzeitig bestehen. Er genießt diese Begegnungen, nutzt aber auch die Nachsicht, die sie ihm gelegentlich verschaffen.
Er hat einen ausgeprägten Fußfetisch. Seine Vorliebe äußert sich in entsprechenden Anspielungen, Angeboten von Fußmassagen und einer Aufmerksamkeit für Füße und Schuhe, die anderen durchaus auffällt. Er spricht darüber vergleichsweise unbefangen und überschätzt gelegentlich, wie unterhaltsam sein Gegenüber das findet.
Im Einsatz ist Nathan konzentrierter und knapper. Er kann eine Lanze oder Kompanie führen, Meldungen verarbeiten und Entscheidungen treffen, ohne jede Unsicherheit durch einen Scherz zu überspielen. Seine Leute sollen sich auf seine Befehle verlassen können. Er kennt die Folgen fehlender Versorgung aus eigener Erfahrung und plant Munition, Reparaturmöglichkeiten und Rücktransport mit ein.
Seine größte Schwäche liegt in seinem Umgang mit Geschäften und Verpflichtungen. Nathan ist ein erfahrener Schwarzmarkthändler. Er kennt Schmuggler, Zwischenhändler und Menschen, die beschlagnahmte oder unterschlagene Ware weiterverkaufen. Häufig erkennt er die Risiken genau. Trotzdem lässt er sich auf ein Geschäft ein, weil er den Gewinn sieht und überzeugt ist, die Folgen später regeln zu können.
Er unterscheidet dabei zu großzügig zwischen dem, was er vorübergehend verschiebt, und dem, was ihm tatsächlich gehört. Material, das heute ungenutzt im Lager liegt, erscheint ihm als Gelegenheit. Dass jemand anderes bereits damit plant, verdrängt er, sobald er eine vermeintlich bessere Verwendung gefunden hat.
Nathan kann seiner Einheit auf diese Weise dringend benötigte Ausrüstung beschaffen. Er kann ihr ebenso Ausrüstung entziehen, auf die sie angewiesen ist. Einen Teil seiner Geschäfte betreibt er zum eigenen Vorteil. Wird er darauf angesprochen, verweist er gern zuerst auf das, was durch ihn überhaupt erst möglich geworden ist.
Privat tanzt Nathan gern. Er hat vor seiner militärischen Ausbildung damit begonnen und besucht bei längeren Aufenthalten gelegentlich Tanzlokale. Er ist ein guter Gesellschaftstänzer, sucht die Nähe und den Austausch mit seinem Gegenüber und lässt sich bereitwillig auf erfahrene Tanzpartnerinnen ein.

• Bio:
Nathan Sherman wurde am 27. August 3026 auf Inarcs im Lyran Commonwealth geboren. Seine Mutter Moira arbeitete als Uhrmacherin. Mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder Bennet wuchs er in einem Haushalt auf, in dem Anschaffungen überlegt werden mussten und beschädigte Dinge nach Möglichkeit repariert wurden.
3044 verließ Nathan Inarcs und begann nach seinem achtzehnten Geburtstag seine Ausbildung an der Blackjack School of Conflict auf Blackjack. Seine Familie bezahlte die Ausbildung mit Ersparnissen und einem Kredit.
Nathan erwies sich als guter Mechpilot und aufnahmefähiger Offiziersanwärter. Besonders lagen ihm praktische Gefechtsaufgaben und Situationen, in denen er auf veränderte Bedingungen reagieren musste. Daneben begann er, mit Genussmitteln, gebrauchten Ausrüstungsstücken und Ersatzteilen zu handeln. Über ältere Schüler, Absolventen und zivile Lieferanten lernte er erste Vermittler kennen, deren Geschäfte über den regulären Handel hinausgingen.
Im Sommer 3048 schloss er die Ausbildung ab. Anschließend wurde er als Leutnant den 6th Lyran Guards zugeteilt. Seine erste vierjährige Diensttour dauerte von Juli 3048 bis Juni 3052.
Nathan begann als MechWarrior innerhalb des Verbandes. Während der Clan-Invasion erlebte er die Verlegung der Sechsten von ihrer bisherigen Stationierung auf Althastan an die bedrohte Front. Nach Tukayyid gehörte Rasalgethi zu seinen Dienstorten.
Von Juli 3052 bis Juni 3056 absolvierte er seine zweite Diensttour und übernahm eine Lanze. 3054 nahm er an den Raids der Sechsten gegen Clan Jade Falcon teil. Bei einem dieser Einsätze sicherte seine Lanze einen Rückzugs- und Verladebereich gegen nachsetzende Clan-Kräfte.
Während dieser Jahre baute Nathan seine Kontakte zu Lieferanten und Frachtvermittlern aus. Er konnte Teile beschaffen, auf die andere Unterführer lange warteten. Anfangs tolerierten seine Vorgesetzten eigenmächtige Tauschgeschäfte, solange benötigtes Material eintraf und keine größeren Fehlbestände entstanden. Nathan gewöhnte sich daran, an Ergebnissen gemessen zu werden, und legte seine Befugnisse zunehmend weiter aus.
Mit seiner dritten Diensttour von Juli 3056 bis Juni 3060 folgten die Beförderung zum Hauptmann und die Führung einer Mechkompanie. Während Operation GUERRERO 3057 blieb er bei der Sechsten an der Clanfront. An den damaligen Kämpfen in der Sarna March nahm er nicht teil.
3059 führte Nathan seine Kompanie während Operation BULLDOG. Auf Byesville kämpfte er gegen die Verteidiger von Clan Smoke Jaguar. Auf Garstedt erlebte er die Schwierigkeiten gemeinsamer Operationen mit Kontingenten unterschiedlicher Streitkräfte; auf Savinsville folgten Sicherungsaufgaben nach dem Ende des organisierten Widerstands.
Nach Ablauf seiner dritten Diensttour verpflichtete Nathan sich für weitere zwei Jahre. Seine militärischen Leistungen waren gut. Zugleich hatte er begonnen, wertvolle Ausrüstung aus Beständen der Einheit über private Kontakte zu verkaufen.
3061 veräußerte er eine Clan-ER-PPC, ein Clan-Gaussgeschütz und mehrere Clan-Doppelwärmetauscher aus eingelagertem Bergungsmaterial. Hinzu kam ein moderner Inner-Sphere-Zielcomputer, der für eine Umrüstung vorgesehen war. Nathan nutzte seine Kenntnis der Bestände und einer bevorstehenden Umlagerung, um die Abgänge zunächst zu verdecken.
Einen Teil des Erlöses verwendete er für benötigtes Material seiner Kompanie. Einen erheblichen Anteil behielt er oder investierte ihn in eigene Geschäfte. Als die reservierten Systeme angefordert wurden, konnte er weder die verkaufte Ausrüstung zurückholen noch gleichwertigen Ersatz beschaffen.
Seine Vorgesetzten stellten ihn vor die Folgen einer gezielten Unterschlagung. Dass ihm ein Verfahren vor einem Kriegsgericht erspart blieb, verdankte Nathan seinen bisherigen Leistungen und persönlichen Fürsprechern. Auch Seth Alpert kannte den Nutzen seiner Beschaffungen. Nathan wurde ein freiwilliges Ausscheiden nahegelegt. Am 30. Juni 3062 verließ er den regulären Dienst.
Im Januar 3063 schloss er sich auf Solaris VII Rauth’s Outriders an. Captain Saskia Rauth führte die aus zwei Mechlanzen bestehende Söldnereinheit, die Werksschutz und bewaffnete Materialtransporte übernahm. Nathan wurde als Lanzenführer mit eigener Maschine eingestellt und vermittelte zusätzlich Ersatzteile und Bergungsmaterial.
Bei zwei bewaffneten Überfällen auf begleitete Transporte bewährte er sich. Seine privaten Geschäfte führten jedoch erneut zu einem Konflikt. Nathan benutzte den Namen der Outriders ohne Saskias Zustimmung als Sicherheit für eine eigene Materialbestellung. Sie zwang ihn, die Verpflichtung auf sich selbst zu übertragen, und verlängerte seinen Vertrag im Juni 3064 nicht.
Ende 3064 trat Nathan in den Dienst von Burton’s Brigade auf Hall. Unter Captain Elly Burton führte er eine Lanze und beteiligte sich an der Versorgung der Einheit. Die Kämpfe für Count Radcliffe McNally gegen William Baranovs Kräfte verschafften ihm Erfahrung mit kleinen Verbänden, wechselnden Fronten und unsicheren Nachschubwegen. Nach dem Eingreifen der Stealthy Tigers 3065 gehörten zunehmend auch Guerillaoperationen zu seiner Verwendung.
Im März 3066 endete sein Vertrag. Nathan verließ Hall und arbeitete anschließend als selbstständiger Materialvermittler sowie zeitweise bei der bewaffneten Sicherung von Bergungs- und Frachtunternehmen. Seine Geschäfte führten ihn über Outreach und Solaris VII nach Galatea.
Während dieser Zeit ließ er sich von Vera Pask einen größeren Ersatzteilposten vorfinanzieren. Ein Abnehmer fiel aus, andere Waren musste Nathan mit Verlust verkaufen. Da er bereits Geld in weitere Geschäfte gesteckt hatte, konnte er Vera nicht vollständig bezahlen.
Auf Galatea lernte er Gavin Brannock kennen. Gavin überprüfte seine militärischen Qualifikationen und warb ihn für den Aufbau der späteren Red Reapers an. Nathan brachte seinen eigenen Dervish, praktische Führungserfahrung und ein weit verzweigtes Beschaffungsnetz mit.
Zum 1. November 3067 übernimmt er die Führung einer Mechkompanie und die Zuständigkeit für Beschaffung und Ersatzteilmärkte. Seine privaten Schulden und noch offenen Gefälligkeiten hat er gegenüber der Einheitsführung nicht vollständig offengelegt.

DISCLAIMER: Ähnlichkeiten zu Real existierenden Personen sind nur partiell beabsichtigt und passieren in höchstem Respekt und Rücksichtnahme auf doe Persönlichkeitsrechte!
Andai Pryde
Charakterdossier 16:

Nathan Sherman

    • Rufname / Callsign: Typewriter
    • Alter: 52
    • Geburtsdatum: 10.08.3015
    • Geburtsort: Kalidasa, Free Worlds League
    • Rang: Captain
    • Funktion: Führung des Panzerbereichs; verantwortlich für Finanzen,
    Vertragsprüfung, Verwaltung und Versicherungen
    • Aktuelle Maschine: Condor Heavy Hover Tank (Laser), gemeinschaftliches
    Eigentum der Besatzung; Douglas hält 41 Prozent
    • Frühere Maschine: Condor Heavy Hover Tank (Fusion) vor dem Umbau zur Laser-Ausführung
    • Körpergröße: Etwa 167 cm

• Aussehen:
Douglas ist etwa 167 cm groß und schmal gebaut. Er hat ein längliches, kantiges Gesicht, braune Augen und dunkles, fast schwarzes Haar, das er kurz und sauber gescheitelt trägt. An den Schläfen zeigen sich erste graue Haare. Seine Brille hat einen schmalen, dunklen Rahmen; beim Lesen schiebt er sie gelegentlich mit einem Finger höher.
Er achtet auf ordentliche, zweckmäßige Kleidung. Seine Uniform sitzt korrekt, persönliche Ausrüstung hält er gepflegt und griffbereit. Auch außerhalb des Dienstes bevorzugt er schlichte Kleidung mit gutem Sitz.
Douglas bewegt sich ruhig und wirkt zunächst zurückhaltend. Bei Gesprächen hört er genau zu. Muss er eine Angabe prüfen, nimmt er sein Datenpad zur Hand und sieht nach, auch wenn sein Gegenüber längst zum nächsten Thema übergehen möchte



• Persönlichkeit:
Douglas ist sachlich, zuverlässig und mathematisch außergewöhnlich begabt. Er behält Rechnungsbeträge, Messwerte und Vertragszahlen im Kopf und erkennt Zusammenhänge häufig, bevor andere die zugrunde liegenden Angaben vollständig gelesen haben. Diese Leichtigkeit ist für ihn selbstverständlich. Er muss sich bewusst daran erinnern, dass andere Menschen dafür mehr Zeit oder einen anderen Erklärungsweg benötigen.
Viele soziale Situationen erschließt er sich durch Nachdenken. Er hört genau, was jemand sagt, erkennt aber nicht immer, was unausgesprochen mitgemeint ist. Erzählt ihm jemand von einem Problem, beginnt er häufig sofort, Ursachen und mögliche Lösungen zu untersuchen. Dass sein Gegenüber zunächst Trost, Anerkennung oder einfach einen Zuhörer braucht, muss ihm gelegentlich ausdrücklich gesagt werden.
Versteht jemand eine für ihn einfache Rechnung nicht, erklärt Douglas sie mitunter noch einmal auf dieselbe Weise. Er begreift dann zunächst nicht, an welcher Stelle die Schwierigkeit liegt. Seine knappen Rückfragen können ungeduldig oder herablassend wirken. Wird ihm das konkrete Verständnisproblem erklärt, kann er seine Darstellung ändern und sich ausführlich damit beschäftigen.
Douglas empfindet Mitgefühl und bindet sich eng an vertraute Menschen. Um angemessen auf ihre Bedürfnisse einzugehen, braucht er jedoch oft klare Anhaltspunkte. Er hat gelernt nachzufragen, bevor er Ratschläge gibt, und sich zu überlegen, wie seine Worte beim anderen ankommen könnten. Unter Stress fällt ihm das schwerer. Dann richtet er seine Aufmerksamkeit auf das unmittelbar lösbare Problem und übersieht leichter, wie es den Beteiligten dabei geht.
Er versteht Humor und kann selbst ausgesprochen trocken werden. Besonders Nathan liefert ihm regelmäßig Vorlagen. Douglas reagiert auf dessen Übertreibungen häufig mit einer sachlichen Bemerkung, deren Wirkung ihm durchaus bewusst ist. Er kann über sich selbst lachen, sofern er versteht, worauf der Scherz zielt.
Sein Name wird regelmäßig als „Goldstein“ wiedergegeben. Douglas korrigiert das knapp: Goldsteen, mit zwei e. Er besteht auf der richtigen Schreibweise, ohne daraus jedes Mal eine längere Auseinandersetzung zu machen.
Bei Eigentum, Einsatzrechten und Verantwortung unterscheidet er genau. Ein Fahrzeug kann der Besatzung gehören und trotzdem einem militärischen Befehl unterstehen. Daraus folgt für ihn jedoch kein unbegrenztes Verfügungsrecht über Verkauf, Umbauten oder private Rücklagen. Er möchte solche Fragen vor einem Einsatz geregelt haben.
Privat beobachtet Douglas Vögel und fotografiert Tiere. Während längerer Garnisonsaufenthalte sucht er frühmorgens geeignete Beobachtungsplätze auf. Er besitzt eine gebrauchte Kamera mit einem guten Teleobjektiv und kann lange warten, bis ein Tier wieder aus der Deckung kommt. Über gelungene Aufnahmen spricht er bereitwillig und ausführlicher als über viele andere persönliche Dinge.

• Bio:
Douglas Goldsteen wurde am 10. August 3015 auf Kalidasa in der Liga Freier Welten geboren.
3033 begann er bei Kali Yama eine Ausbildung zum Industriekaufmann, die er 3036 abschloss. Anschließend arbeitete er in der Materialkalkulation und Auftragsabrechnung. Er prüfte Herstellungskosten, Lieferbedingungen und Zahlungsstände und lernte, wie stark sich ein rechnerisch vorhandener Bestand von tatsächlich verfügbarem Material unterscheiden konnte.
3040 heiratete er Aveline Tarrant. Beide hatten keine Kinder.
Nach mehreren Jahren im kaufmännischen Beruf entschied Douglas sich für eine militärische Offizierslaufbahn. Er wollte praktische Verantwortung übernehmen und außerhalb seiner bisherigen Büroverwendung arbeiten. Im September 3042 begann er seine Ausbildung an der Princefield Military Academy auf Oriente.
Auf die Grundausbildung folgte die Fachausbildung zum Panzeroffizier. Douglas gehörte beim Abschluss im August 3045 zu den besten fünf Prozent seines Jahrgangs. Seine Leistungen ermöglichten ihm die Wahl seiner Erstverwendung. Im September trat er seinen Dienst bei der 47th Atrean Heavy Armor an, dem Panzerregiment der Fourth Oriente Hussars.
Seine erste vierjährige Diensttour dauerte von September 3045 bis August 3049. Er begann als Fahrzeugkommandant und musste lernen, Entscheidungen unter Bedingungen zu treffen, in denen Angaben unvollständig blieben und eine rechnerisch günstige Lösung praktisch nicht immer durchführbar war.
Während seiner zweiten Diensttour von September 3049 bis August 3053 übernahm Douglas eine Panzerlanze. 3050 wurde ihm ein Condor in der Fusion-Ausführung zugeteilt. Das Fahrzeug blieb über die folgenden Jahre sein Kommandopanzer.
Seine damalige Besatzung veränderte sich schrittweise. Beförderungen und anschließende Versetzungen führten dazu, dass eingearbeitete Besatzungsmitglieder das Fahrzeug verließen. Douglas unterstützte ihre berufliche Entwicklung, empfand die wiederholten Wechsel aber als Belastung für die Zusammenarbeit.
3052 kam Bianka Gavril zu seiner Besatzung. Sie war 3023 auf Zosma geboren worden und während des Vierten Nachfolgekriegs mit ihrer Familie in verbliebenes Gebiet der Liga geflohen. Bei ihrer Zuteilung brachte sie bereits eigene Diensterfahrung mit.
Während seiner dritten Diensttour von September 3053 bis August 3057 wurde Douglas zum Captain befördert und übernahm eine Panzerkompanie.
3054 starb Aveline nach einer Erkrankung. Douglas sprach danach kaum über ihren Tod und zog sich bei persönlichen Fragen häufig zurück. Seine militärischen Aufgaben erfüllte er weiter. Über das gemeinsame Leben mit seiner Frau erzählte er außerhalb eines kleinen vertrauten Kreises nur selten.
3057 wurde Joanna Schlotterbeck seiner Condor-Besatzung zugeteilt. Die auf Rochelle geborene Zwanzigjährige hatte ihre Ausbildung zur Panzerbesatzung gerade abgeschlossen.
Im selben Jahr nahm Douglas mit den Fourth Oriente Hussars an Operation GUERRERO auf Wasat teil. Seine Kompanie sicherte unter anderem eine Flanke und die nachrückende Versorgung. Während der Kämpfe wurden Turmbewaffnung und Feuerleitung seines Condors schwer beschädigt. Fahrgestell und Fusionsreaktor blieben instandsetzungsfähig.
3058 wurde das Fahrzeug im Depot wiederaufgebaut und zunächst mit seiner bisherigen Bewaffnung in Dienst gestellt.
3059 vervollständigte Linda Mokhnatkin die heutige Besatzung. Sie stammte von New Delos und kam unmittelbar nach ihrer Fachausbildung zu Douglas. Damit arbeiteten Douglas, Bianka, Joanna und Linda zum ersten Mal in der bis heute bestehenden Zusammensetzung zusammen.
Während seiner vierten Diensttour von September 3057 bis August 3061 führte Douglas weiterhin eine Panzerkompanie. Neben dem Gefechtsdienst befasste er sich regelmäßig mit Materialplanung, Wartungskosten und der Vorbereitung von Verlegungen. Seine kaufmännische Ausbildung war dabei hilfreich, führte aber auch dazu, dass zusätzliche Verwaltungsaufgaben bei ihm landeten.
3061 erhielt sein Condor bei einer weiteren Depotüberholung die Laser-Konfiguration mit vier ER-Medium-Lasern und drei SRM-2-Werfern. Der Umbau umfasste die Waffenaufnahmen, Feuerleitung, Kühlung, Verkabelung und Munitionsunterbringung.
Nach seiner vierten Diensttour verlängerte Douglas um ein Jahr. In dieser letzten Dienstphase erwarb die Besatzung den Condor über einen geregelten Verkauf aus dem Militärbestand. Douglas übernahm 41 Prozent des Kaufpreises und entsprechend des Eigentums; die übrigen Anteile verteilten sich auf Bianka, Joanna und Linda. Das Fahrzeug blieb für die restliche Dienstzeit vertraglich in den Verband eingebracht.
3062 sollte die Besatzung im Zuge einer Neugliederung auf verschiedene Fahrzeuge verteilt werden. Douglas beantragte ihren gemeinsamen Verbleib. Die Zusammenarbeit funktionierte, die vier hatten eigenes Geld in ihren Panzer investiert und wollten ihn weiterhin gemeinsam einsetzen.
Nach der Ablehnung entschied Douglas sich gegen eine weitere Verlängerung. Seine reguläre Dienstzeit endete im August 3062, genau siebzehn Jahre nach seiner ersten Truppenverwendung. Auch die übrigen Besatzungsmitglieder regelten ihr Ausscheiden auf den jeweils erforderlichen regulären Wegen.
Anfang 3063 schlossen sich die vier Morrow’s Contract Group unter Major Lenora Morrow an. Der kleine gemischte Sicherungsverband übernahm auf Solaris VII den Schutz von Werkstätten, Materiallagern und größeren Fahrzeugtransporten. Douglas führte zeitweise einen gemischten Fahrzeugzug und beteiligte sich zunehmend an Vertragsprüfung und Kostenplanung.
Die Zusammenarbeit endete 3065. Morrow hatte wiederholt zusätzliche Leistungen zugesagt, ohne deren Finanzierung ausreichend zu sichern. Douglas hatte mehrere dieser Aufträge mitgetragen und unterschätzt, wie lange die zugesagten Einnahmen ausbleiben würden. Die Besatzung trennte sich nach Begleichung ihrer offenen Forderungen von der Gruppe.
Anschließend arbeiteten die vier mit ihrem Condor als gemeinsame Vertragsgemeinschaft weiter. 3066 kamen sie nach Galatea und übernahmen Objekt- und Transportschutz. Sie suchten eine dauerhafte militärische Verwendung, in der sie als Besatzung zusammenbleiben konnten.
Auf Galatea warb Gavin Brannock sie für den Aufbau der späteren Red Reapers an. Douglas brachte Führungserfahrung, einen einsatzfähigen Panzer mit vollständiger Besatzung und kaufmännische Fachkenntnisse mit.
Zum 1. November 3067 führt er den Panzerbereich der Einheit und betreut Finanzen, Vertragsprüfung, Verwaltung und Versicherungsfragen. Beschaffung stimmt er mit Nathan Sherman ab, Versorgung und Fahrzeugwartung mit Gavin. Das Infanterieführungsfahrzeug wird bei seinen zwölf Fahrzeugen für Marsch, Wartung und Versorgung mitgeführt; die taktische Führung der Infanterie bleibt bei Gavin.