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Thema: Chevaliers
doctor who swiss

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08.11.2018 13:53 Forum: Söldner


Hallo Leute,

Ich war nicht ganz untätig.

Teil 4 ist auf dem Weg zu Ace. Er muss ihn nur noch genehmigen.

großes Grinsen
Thema: 18. Phoenix Con 01.-04. Nov. 2018 in Hohegeiß
doctor who swiss

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02.10.2018 11:42 Forum: BattleTech


Hallo zusammen,

Leider kann ich nicht partizipieren an der P-Con.
Gerade das Thema Krebs liegt mir sehr am Herzen.
Meine Frage nun: Kann ich trotzdem mitbieten auf einen Mech ? Auch wenn ich nicht vor Ort sein kann?

Gruss

Doc who
Thema: Chevaliers
doctor who swiss

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01.10.2018 11:18 Forum: Söldner


Also mit der Sabotage habe ich ja auch mit dem Einverständnis von Ace noch etwas auf Sulafat geplant, Mann/Frau darf gespannt sein.
Eine Grobe Idee habe ich schon nur geschrieben muss es noch werden.
Zu den Mechs kann ich nicht viel sagen. Ich hab sowieso lieber mittlere und leichte. Mit denen schreibt es sich einfacher als mit den behäbigeren Überschweren Monstern. Bekanntlich lässt sich ein Mech ja auch, je grösser desto schneller, aus dem Spiel nehmen.

Mac Lain hatte ja demonstrieren dürfen, dass es Sicherheitsmängel hat. Diese lassen sich nicht so schnell schliessen und auch er ist nicht perfekt. :-)
Thema: Chevaliers
doctor who swiss

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01.10.2018 10:21 Forum: Söldner


Hallo Ace,

Danke für's eingliedern von Arthur Mac Lain und Jaqleen Schneerabe in die Einheit.
Ich arbeite am vierten Teil, es kommt aber derzeit sehr viel auf mich zu an Arbeit. Ausserdem fange ich noch eine Schule an im November. Ich versuche bis dahin den vierten Teil fertig zu haben.

@ Catta, jede Einheit ist am Anfang adipös, das legt sich immer während der Gefechte, oder durch Anschläge...
Thema: Kritik: Danton Chevaliers Season V
doctor who swiss

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14.09.2018 22:47 Forum: Kurzgeschichten


Teil 3 ist online. Bin auf Rückmeldungen gespannt.
Teil 4 braucht noch eine Weile. Sorry deswegen.
Thema: Panzer lvl2 und 3
doctor who swiss

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13.09.2018 11:54 Forum: Innere Sphäre


Die Selbstfahrlafette ist ganz okay, aber auch ich würde ihr nicht nur die Meds rausschrauben. Mit den MG`s kann ich mich hier nicht anfreunden.
Eine Long Tom Röhre könnte man sich auch überlegen wegzuwerfen.
den Freien Platz in LRM 15 Werfer mit Munition und wenn der Platz reichen sollte würde Ihm ein Large Laser sicher gut bekommen. Die Mobilität, na ja, ist eben eine extrem gut bewaffnete Schildkröte.
Thema: Clan Schneerabe
doctor who swiss

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Religion 08.09.2018 00:24 Forum: Clans


Hallo zusammen, ich wollte nur mal hier reinschreiben, weil ich eine Frage zu den Schneeraben habe.

Was für eine Religion ist bei den Schneeraben bekannt ?

Gruss

Doc
Thema: Chevaliers
doctor who swiss

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05.09.2018 16:32 Forum: Söldner


Mein dritter Text ist an Ace zur Koordinierten Einbettung und zum letzten Feinschliff eingereicht. Hoffe ich bringe nichts durcheinander. Eigentlich waren nur drei Teile geplant, aber dadurch, dass ich jetzt schon 24 Seiten zusammen habe, gibt es einen vierten Teil. Ich hoffe bald mehr Zeit zum schreiben zu finden. Aber für die Schule muss noch gelernt werden und die Modelleisenbahn bis Dezember verkabelt werden.

Gruss

Doc

Nachtrag:
Ace liest sehr schnell. Im Zuge der Korrektur ist es nötig zu wissen:

Ist beim Nachschub der Höllenhunde ein Charakter frei zur Betreuung?
Hat Graf Danton ein Adjudant /Eine Sektretärin ? Die ich mir für ein Kleines Telefonat ausborgen dürfte ?
Thema: DCMS Broadcast Service
doctor who swiss

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31.08.2018 11:10 Forum: BattleTech


schade, hab es sehr gerne gehört und ab und an beim Basteln lass ich die mal wieder laufen.
Thema: DCMS Broadcast Service
doctor who swiss

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20.08.2018 11:50 Forum: BattleTech


Hat sich hier schon was getan ?
Thema: Eulenkrieger - working in progress
doctor who swiss

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Kapiltel 4 Teil 2 16.08.2018 11:57 Forum: Kurzgeschichten


Wie von Captain Cao berechnet trat der Black Out ein und Das Dropship schlingerte ein wenig, hielt sich jedoch gut, angesichts der Lage, in der Flugbahn. In einer Höhe von 56km vom Planeten war die Funkverbindung wieder hergestellt und die Mechjockeys vom vielen korrigieren der Fluglage beinahe am Ende Ihrer Kräfte. «Tsao an Bagpipe 2 kommen». – « Hier Lt. Righley, der Major ist verhindert. Beim letzten Schütteln ist er auf die Toilette gestürmt um sich zu übergeben. Sie müssen mit mir vorlieb nehmen Captain.» - « Na dann gute Besserung. Fluglage sieht gut aus. Drosseln Sie Hautptriebwerke von den gegenwärtigen 80% Leistung langsam auf 35% Leistung damit Sie nicht Acker pflügen. Korrigieren Sie Fluglage innert 7 Minuten dass Rear nach vorne zeigt. Die Haupttriebwerke nehmen als Bremsen. Läuft Hauptcomputer noch?» - «Nein, Captain, der ist ausgefallen wie Sie sagten. Ich muss anführen ich bin der Einheitsarzt und kenne mich hier nicht im geringsten aus. Sagen sie mir nur wo ich was wann drücken muss. Bitte. Ich hab noch Schulden im Screaming Fox zu begleichen.»

Die Raumhafenkneipe Screaming Fox war bei allen Söldnern beliebt, es war Sitte bevor man abreiste einen Drink anschreiben zu lassen. Der Name wanderte auf eine Grosse Glasscheibe mit dem Datum und der Einheit. Kam man wieder, konnte man sich auslösen und das Getränk bezahlen. Einige seiner Kameraden hatten es sich auch angewöhnt. John konnte aber nicht mit diesen Schulden in der Gegend herum laufen. Er bezahlte alle offenen Rechnungen seiner verstorbenen Kameraden. Die Bardame hatte damals nicht schlecht gestaunt und John für einen Bankier gehalten, als er die Schulden der Gallant Husars tilgte. 782 C-Bills war die Rechnung hoch gewesen und John zahlte in grossen Scheinen. Worauf der Barbetreiber sich erst einmal eine Woche Urlaub nahm.

«Skychopper an Raumüberwachung, das Ei dreht sich langsam» kam es von Emilias Stimme durch den Lautsprecher. Auf dem Screen verfolgten der kauzige Mr Cao und John das Geschehen. «Haben Sie sowas schon mal gemacht?» Wollte John von dem alten Haudegen wissen. «Ja, aber war Bruchlandung, Landedock 15 hier auf Outreach im Jahr 14» meinte der Capellaner verschmitzt. «Das brauchen die aber nicht zu wissen.» Entschied er mit einem noch grösser werdenden grinsen. «Gut machen Sie das Doc, sehr saubere Drehung» sprach der Frachter Captain, diesmal ins Mikro hinein. « Da lege ich mich bei Ihnen immer auf den Tisch. Gute Hand für Kontrolle.» In seiner Stimme lag Ehrlichkeit und die Aufrichtigkeit. Das Dropship verlangsamte seinen Fall je länger je mehr. Der Internist tat wie ihm befohlen und regelte die Haupttriebwerke und liess Sie immer mehr Schub generieren.
Die Bilder von Emilias Skychopper verifizierten allen Anwesenden dass auch die Landefüsse ausgefahren waren. Im sonst so hektischen Tower herrschte eisige Stille. Alle die nicht gerade mit einem Piloten stritten weil er warten musste stierten gespannt auf die grosse Anzeige mit den Bildern von Emilias Shillone.
Telemetriechecks sah der alte immer öfters an, es schien wohl langsam kritisch zu werden. «Seitendüsen stabilisieren auf -0.5, das sind die grünen Drehknöpfe zu Ihrer linken. Die sollten noch auf 3.0 stehen, drehen nach links an 0 vorbei. Distanz zur Oberfläche, 12km, Entfernung zum Landeplatz ebenso. Geschwindigkeit gut, 605km/h. Hey Doc, wenn Sie eine Punktlandung hinbekommen geb ich einen aus.»

Im Richtigen Augenblick zündete der Einheitsarzt des Dropship Bagpipe 2 die Hilfstriebwerke zur Landung doch noch und das qualmende Ei setzte gut einen Meter neben dem Landeplatzzentrum auf. Er hatte nicht nur seine Kameraden gerettet sondern auch eine Kiste Bier gewonnen. Als sich der Rauch der Triebwerke verzog rückten die Feuerwehreinheiten auf das gebeutelte Landungsschiff zu. Im Tower brach Jubel und Applaus aus Papier, Stifte und allerlei Krimskrams flog in die Luft. John schüttelte dem alten Captain die Hand und verabschiedete sich von allen, bevor die Reporter auftauchen würden. Den Medienrummel brauchte und wollte er nicht. Ein Überschallknall kündigte auch von Emilias Rückkehr, sie verlängerte galant ihren Anflug und vollführte gekonnt ein Flugmanöver von Terra, welches Sie sehr gut beherrschte, das Herbst Manöver. Ein Hingucker, zweifelsohne, da war Sie sich sicher.

Passanten auf den Aussichtsdecks und den Umliegenden Gebäuden strömten auf Dächer und starrten gespannt auf einen Silbernen Streifen der wie eine Fackel Richtung Raumhafen zu stürzen schien. Immer grösser und bedrohlicher fauchte das Dropship dem Raumhafen entgegen. Die Feuerwehr stand bereit ebenso wurden von allen Häusern Ambulanzfahrzeuge aufgeboten. Sogar die Draconische Verwaltung entschloss sich kurzerhand, Feuerlöschpanzer vom Typ Simba zu entsenden. Zudem etliche Cargo Mechs zum schnellen Entladen des brennenden Rieseneis und Ärzte zusammenzuziehen und der Einsatzleitung zur Verfügung zu stellen. Einzig die Ligisten hielten sich fein raus und diskutierten noch über Verfahrensfragen.

Lin stand auf dem Balkon und schaute gebannt dem nahenden Dropship nach. So viel Rauch, das wusste Sie, sah nicht gut aus. Das war nicht normal. Hoffentlich hilfst du Ihnen John, murmelte Sie als Sie auf dem Absatz herumwirbelte und in die Wohnung hastete beim Schrein Ihrer Mutter angekommen zündete ein Räucherstäbchen an. «Liebe Mamma, Bitte hilf ihnen.» nachdem Sie dreimal in die Hände klatschte verneigte Sie sich vor dem Schrein und trat wieder in die Küche um mit dem kochen zu beginnen. John würde jetzt alle Hände voll zu tun haben. Also wollte Sie ihn nicht auch noch belästigen. Leicht erstaunt darüber, dass ihr Data pad dennoch vibrierte und einen eingehenden Anruf von John zeigte.

«Super Timeing» blaffte Sie das Data pad an, «ni hao John, shénme shi?» sprach sie fröhlich gelaunt. «Hallo Kleine, wenn du daheim bist, kannst du später für zwei Personen zusätzlich kochen? Ich bringe noch jemanden mit. Und bitte, wenn eine Shillone vorfährt, sei so lieb und mach die Garage auf, damit unser Gast den Jäger parken kann. Und nicht verärgern, ja?»
-«baba, baba bah!. Eines kann ich flüstern Xiansheng Mac Laine, ich bin daheim, und ich bin doch immer lieb.» witzelte Lin und fügte hinzu, « ich hab noch Pflaumenwein gekauft für dich und Onkelchen, für heute Abend.»
-«Ted kommt heute nicht, er kauft einen Motorschweber, es würde spät werden. Hab dich lieb, sei brav»

Sie biss sich auf die Zunge, beinahe hätte Sie ihn am Telefon wieder mit Papa angesprochen. Sie wusste, dass er für Sie eine Art Ersatzvater war und war ihm dafür auch unendlich dankbar, aber er mochte es nicht wenn Sie ihn so nannte am Telefon, denn Sie war sich nicht sicher ob nicht noch jemand drittes mithörte. Sie dachte aber auch an Ted, den Sonderfall.

Lin verdrehte ihre Augen und stöhnte übertrieben, Jungs und Ihre Spielzeuge. Heute am früheren Nachmittag musste Sie rennen, um die Einkäufe zu machen nach der Schule, denn der Bote der planetaren Versandfirma stand vor verschlossenen Hallentüren. Die beiden `Erwachsenen` hatten ihren Javelin geliefert bekommen. Da der Postbote Lin vom Bäcker her kannte, rief er Sie via Data Pad an.

Vermutlich hätten beide das mal wie üblich vergessen. Sie sinnierte darüber nach ob Vergesslichkeit eine Krankheit ist die nur die Männer befalle, schliesslich sei die Nachbarin auch schon alt aber sie vergesse ja nie etwas. Und jetzt fülle auch ein LR Jäger die Halle. Eine komische Mischung dachte Sie sich als Sie im Geist durch die Halle schweifte. Zuerst kam die «Männerhöhle» auf der rechten Seite, dann Teddys Grashopper, gefolgt von einem Durchgang zum Wohntrakt, wobei der Durchgang sich als schön breit erwies alle 10 Motorschweber von Ted aufzureihen und dennoch durchzupassen. Zwei leere Mechbuchten setzten Staub an, hinter dem Korridor. Sie nahm sich vor John und Ted darauf anzusprechen, die beiden Boxen sahen nicht einladend aus. Dahinter waren Duschkabinen getrennt für Männer und für Frauen Spinde und Umkleidungskabinen. Auf der linken Seite von hinten nach vorne, gähnende Leere. Beim Durchgangskorridor stand in der Mechbucht Johns: Eulenkrieger, die zu gross geratene Vogelscheuche. Einige Kisten stapelten sich zu deren Füssen teilweise geöffnet und andere noch geschlossen, Sie würde John tadeln er solle mal aufräumen. Vor seinem Vulcan stand nun der Neuerwerb, demonstrativ zum Verstau(b)en bereit. Wenigstens ist eine Bucht für den angekündigten Besuch halbwegs vorzeigbar. Es begann schon dunkler zu werden, die Sonne tauchte den Platz des Geschehens in ein dunkleres rotbraun. Auch Lins Haare blieben von dem Farbenspiel nicht verschont. Sie fand es ganz schön. Aber John hatte sich dagegen ausgesprochen. Haare färben da stiess sie bei Ihm auf taube Ohren, wahrscheinlich würde er Sie nicht erkennen wenn Sie mit grüner Mähne auf ihn zukommen würde. Grün war der letzte Schrei bei den Mädchen Ihrer Klasse.
Thema: Chevaliers
doctor who swiss

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13.08.2018 21:10 Forum: Söldner


An alle, ich habe da mal ein paar Fragen was die Lackierung der Mechs von den Chevalliers betrifft. Was für ein Camo haben die in der jetzigen Season ? Welche Techs sind für die Scoutlanze Chappi "verantwortlich" sind überhaupt schon Charaktere dazu vorhanden?
Thema: Chevaliers Season V
doctor who swiss

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20.07.2018 10:53 Forum: Kurzgeschichten


Teil 4 Einführung von Mac Lain und Jaqleen
Thema: Das Callahans - Ein Bier ist nicht genug
doctor who swiss

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07.06.2018 20:29 Forum: Innere Sphäre


"gerne möchte ich auch an einem Spiel beiwohnen, üben Sie sich bitte etwas in Nachsicht, viel Übung habe ich leider nicht. " warf Arthur ein
Thema: Chevaliers Season V
doctor who swiss

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07.06.2018 20:26 Forum: Kurzgeschichten


Teil 3- Eine Bombe ist nicht genug


Den Zank zwischen Jara Fokker und Col. Copeland hatte fast jeder mitbekommen. Zumindest Hellingsdottir als Adjutantin von Col Copeland. Alle Adjutanten und Schreiberlinge der „zweiten Linie“ kannten einander recht gut. Sie sahen einander an, wenn etwas sie beschäftigte und Hellingsdottir war keine Ausnahme. Sie gab sich jedoch viel Mühe alles zu verbergen und die Arbeit am Schreibtisch zu lassen. Aber beim Abendessen nahm sie zwei Portionen Nachtisch, Süßspeisen halfen nicht nur in den goldenen alten Tagen der Inneren Sphäre bekanntlich gegen Frust. Was so gar nicht zum Linienbewusstsein von Ihr passen wollte. Alle im Raum anwesenden IS- Damen mieden die süße Versuchung der Küche kategorisch, denn diese Kalorien Granaten bedeuteten zwangsläufig einige Extra-Runden auf dem Knochenschleiferparcour. Ein Hindernis Parcour den niemand wirklich mochte. Gerade mal 25-30 Personen waren noch in der Kantine anwesend obgleich die Kantine das 4-5-fache an Personen aufnehmen konnte. Einige Papiertiger der Unterstützungseinheiten MP` s die gerade von einer Patrouille kamen und Techs die mal wieder die Zeit vergessen hatten, weil Sie in den Eingeweiden von Mechs herumwuselten. Arthur hatte Jaqleen ebenfalls dazu bewogen eher die Randzeiten der Essensausgabe aufzusuchen. Sie saßen nicht ganz freiwillig an einem eigenen Tisch. Denn einige der Techs hatten noch Bestellungen mitgeschleppt oder Teile die Sie nach dem Essen noch reparieren wollten oder mussten. Neben jedem Tech war ein Stuhl mit Gerümpel zugestellt worden, Wenn das der Koch sehen würde, würde er glatt nochmal ausflippen. Einige erkundigten sich nach dem Befinden von Ryback andere waren weniger freundlich zu ihm und witzelten ob am späten Abend noch der Glasnudelsalat geflogen käme. Einige boten Ihm an eine antike Schirmkonstruktion zu spenden falls es mal Salatköpfe regnen würde. Einige Techniker glotzen Jaqleen eine Weile lang an der Elementar mit den weißen Haaren war richtig blass und wirkte neben Mac Lain gleich doppelt so bullig.

Auf deren Teller waren jeweils eine ordentliche Portion Gemüse und Reis aufgehäuft worden dem Elementar wurden drei Stücke Fleisch auf den Teller gelegt und bei Mac Lain eins. Mac Lains Durst hielt sich in Grenzen, denn vor Ihm stand lediglich ein Glas mit 0.3l Inhalt und einem Strohhalm. Während vor Jaqleen ein 5l Pincher stand. In der Mitte des Kübels schwamm eine ordentlich dicke Scheibe Zitrone die das Wasser aromatisieren sollte. Es sah befremdlich wie eine Insel im Eismeer aus. Ryback versicherte Jaqleen jedoch, dass diese Zitrone geniessbar sei und alle Elementare das so trinken würden. Ab und an neigte sich der Elementar zu Mac Lain und fragte Ihn nach den Sachen die die Mechaniker bei sich hatten, Namen Verwendungszweck und wenn es Metallisch war ob er die Legierungsbestandteile kenne.

Einer der Techs hatte für Mac Lains Verhältnis eine Interessante Zusammenstellung dabei. Eine Büchse mit Kupfersulfat-pulver zweifellos um Risse auf einer Metallischen Oberfläche sichtbarer zu machen, um die Risse danach auch besser zu behandeln; Ein Kistchen Nitroguanidin aus der Gruppe der Nitromine, welche meistens als Treibladungsmittel oder für Sicherheitssprengstoffe verwendet wurde. Eine grössere Packung Kaliumchlorat welches mit der Aufschrift in roter Farbe „fürs Labor“ zweifellos gebraucht wurde um Sauerstoff zu gewinnen, allerdings könnte man mit Hilfe von 10%igem Kohlenwasserstoffes und Holzmehl einen sehr reibungsempfindlichen aber handhabungssicheren Sprengstoff herstellen. Das Aussehen dieses handhabungssicheren Sprengstoffes war wie Knetmasse zu vergleichen, wenn man es richtig mischte. Es war zwar nur halb so gut wie terranisches RDX aus den Vereinigten Staaten aber immerhin, man konnte daraus eine Bombe bauen. Kaliumchlorat wurde früher auf Terra ebenfalls für das Holländische Bad verwendet zum ätzen von Kupferplatten mit denen man dann Radierungen herstellte. Ausserdem eine grössere Menge Nitrylamid in einem doppelt verschweißten Päckchen was er auf Grund der Gefahrenstoffkennzeichnung erkennen konnte. Nitrylamid zersetzt sich explosionsartig, wenn Natronlauge dazugegeben wird. Die unkontrollierbare Explosion die darauf folgt war gar nicht Arthurs Lieblingsthema Da Nitrylamid je nach Reinheit mal weniger Mal mehr von der Lauge absorbierte und es bedurfte eine Ruhige Umgebung diesen Sprengstoff zu mischen. Diese Explosion würde eine echte Sauerei anrichten... Ausserdem waren in der halb aufgeweichten Kartonkiste noch ein Dutzend anderer kleinerer Aluminiumdosen und Pulverpäckchen. Überschlags massig könnte Arthur etwa 5 vielleicht sechs kleinere Bomben aus dem Paket zaubern. Dass so etwas in der Kantine geduldet wurde, konnte er nicht wirklich verstehen. Der Tech schlang in aller Seelenruhe das Essen in sich hinein mit dem großen Löffel schaufelte er abwechseln Reis und Gemüse in sich hinein und quatschte mit halb vollem Mund mit anderen Techs. Schmatzend wälzte sich ein Stück Fleisch in seiner weit aufgerissenen Futterluke und zeugte von seinem Hunger. „weißt du, die lassen einen von früh bis spät rennen, Besorgungen machen und wieder zurück rennen, die Kittelträger, das sind die Schlimmsten, Ärzte, phh, die wollen immer so spezielle Sachen Kaliumchlorat, das klingt wie Haarfärbemittel, für mich sieht es eher aus wie Plastikgranulat – zum Teufel mit dem Müll.“ Beherzt schluckte er hinunter. Und setzte nach, „Ich habe schließlich auch Hunger.“

Caroline war auch nicht mehr so gesprächig mit Arthur wie er mit Erstaunen feststellen musste. Sie grüßte Ihn zwar freundlich machte ansonsten ein etwas säuerlichen Eindruck und setzte sich demonstrativ mit dem Rücken zu ihm, an einen Tisch mit anderen der Unterstützungseinheit. Die Weiber werde ich nie im Leben verstehen, dachte sich der Schotte. Für sich wägte er ab ob er Caroline darauf ansprechen sollte, ob Sie von Ihrem Vorgesetzten Offizier eins auf die Mütze bekommen hätte oder ob etwas Anderes vorgefallen war. Ganz in Gedanken stocherte er mit dem Strohhalm in seinem Wasser herum und vergass die Umwelt. Zumindest bis die Umwelt wieder auf Ihn Einfluss nahm. Beziehungsweise Snow musste mal wieder den zerstreuten Schotten aus seinen Gedanken in die Realität befördern indem Sie mit der Faust unter dem Tisch seinen Oberschenkel anstieß. Da sie das schon öfters gemacht hatte als Ihr selbst lieb war schaute Sie Arthur grimmig und vorwurfsvoll und grimmig an. „Hey Tagträumer, wir bekommen Gesellschaft!“ mit der anderen Hand deutete Sie in Richtung der nahenden Unteroffiziere Teuteburg und Rowan Geisterbär die bestimmt auf die beiden zuschritten. Arthur fasste sich erstaunlich schnell und dachte für sich, falls er die Eröffnung des Gesprächs übernimmt könne er am ehesten abschätzen worauf die beiden aus waren. Er setze ein etwas fröhlicheres Gesicht auf als gerade eben und sprach die beiden an „Was können wir für Sie tun meine Herren Lanzenführer?“.
Dass ein Bewerber so aktiv war gefiel Rowan zwar irgendwie auch wenn der Schotte irgendwie zerstreut und so drein blickte als ob er gerade eine saure Zitrone ohne Tequila gegessen hätte.

Teuteburg hatte sich einen Augenblick eher gefasst als Rowan und begann mit einer ausladenden Handbewegung der rechten Hand in Richtung Arthur deutend „Nun ja, Mac Lain, die Zeit Sie in ihrem Mech zu testen ist etwas zu knapp, deshalb habe ich mit der Pionierabteilung gesprochen und Sie müssten mindestens mit 8 verschiedenen Materialien die Pioniere weiterbilden. Im Bereich Sprengstoff. 2 Stunden praktischer Anschauungs-Unterricht. Sowie alte Chemische Verbindungen welche man früher benutzte um Sprengstoff herzustellen im Feldversuch miteinander vergleichen. Die Teilnehmerzahl hängt von Ihnen ab Mac Lain aber es müssen mindestens 25 Mann geschult und weitergebildet werden. Erst danach werden Sie Ihr Abzeichen erhalten. Und da ist, wie soll ich sagen, noch das Problem mit dem Sprengstoff in Ihrem Mech. Ich ääh, also, hmm, wie sage ich Ihnen das am besten, also… mir behagt es nicht wirklich, falls Sie getroffen werden, dass Sie allenfalls noch einen Lanzenkameraden mit hochjagen könnten, aus Versehen natürlich. Deshalb verlange ich von Ihnen, dass Sie immer vor den Missionen ihr Arsenal bei der Logistik oder den Pionieren hinterlegen. Wenn Sie schon unbedingt mit explosivem Material herumhantieren müssen dann tun Sie das bitte weit weg von einem Fusionsreaktor eines Mechs“.
Arthur verzog eine Miene als er so förmlich angeredet wurde von Teuteburg. Konnte sich aber ausmalen, worauf Teuteburg abzielte und verstand seine Situation.
"Aber Arthur, sie werden noch auf ihre Piloten Fähigkeiten getestet bis wir ins Einsatzgebiet kommen. Ich weiß aus ihrer Personalakte, dass sie adelige Wurzeln haben. Es könnte also durchaus passieren das sich "Mylord" schmutzige Arbeit machen muss." mit einem Lächeln und einem kameradschaftlichen Schlag auf die Schulter drehte sich Rudi um und ging. Er nickte knapp und fixierte Rowan Geisterbär mit den Augen „und was haben Sie vorzubringen Seargent Geisterbär?“

„Ich informiere Sie, dass ich von Lieutenant Decaroux angewiesen wurde per sofort einen Elementar vor der Waffenkammer abzustellen habe. Wenn sie überleben wollen Mac Lain gebe ich Ihnen den Rat in der nächsten Zeit Saya Geisterbär weitläufig aus dem Weg zu gehen. Solche Arbeiten verrichten wir nicht gerne. Aus meiner Sicht wären zwei bewaffnete Militärpolizisten zweckdienlicher gewesen. Elementare haben wir nicht viele in dieser Einheit. Was Sie angeht Jaqleen von den Schneeraben“ Rowan fixierte die Elementarin mit eiskaltem Blick, „Ihre Prüfung falls Sie unterschreiben sollten, findet morgen 13 Hundert statt.
Auftrag: Sie haben auf dem Testgelände 45 Minuten Zeit die Sensoren eines Mechs zu täuschen. Sich an ihm vorbei zu schleichen OHNE attackiert zu werden. Danach aus Ihrer Rüstung zu treten und gegen 2 von 3 Kontrahenten im Nahkampf zu bestehen. 1 Infanterist, 1 Militärpolizist und Grace von den Geisterbären als Elementar stehen zur Auswahl. Sie dürfen umfallen aber nicht länger als 6 Sekunden liegen bleiben sonst werden Sie vom Schiedsrichter ausgezählt und müssen entweder von vorne anfangen oder ich lasse Sie erst mal bei der Infanterie zu Kräften kommen. Personenfiles werden Ihnen noch zur Verfügung gestellt. Entscheiden Sie die Zweikämpfe für sich, werde ich Ihnen ein Paket übergeben; Gewicht 0.4kg, Abmaß 0.32 Meter x 0.22 Meter x1 Zentimeter, welches Sie durch ein simuliertes Minenfeld bringen müssen. In diesem Minenfeld ist es Ihnen nicht erlaubt die Sprungdüsen zu zünden. Sie dürfen jedoch die Minen ausgraben und einsetzten oder entschärfen. Zeit für das Minenfeld 45 Minuten. Danach haben Sie das Paket Father John O`Hierlihy zu übergeben. Er wird im Ziel Feld auf Sie warten. – Haben Sie alles verstanden, Fragen?“

„Pos 4 Fragen“ entgegnete Jaqleen gewohnt. „Habe ich Zeit das Testfeld zu begutachten? Darf ich etwas mitnehmen was mir gegen Sensoren hilft? Muss ich mit dem auskommen was ich vorfinde? Welche Art von Mech?“

Mit einem Schnauber der Langeweile sprach Rowan im gleichen Ton weiter „Zeit in der Elementarrüstung zur Erkundung des Geländes gewährt 30 Minuten, Sie dürfen nichts mitnehmen, allerdings, was Sie vorfinden dürfen Sie benutzen. Spezifikation des Mechs Innere Sphären Mech Phoenix Hawk 3D, pilotiert von Sergeant Major Teuteburg. Erscheinen Ihnen die Bedingungen akzeptabel?“

„Pos akzeptiert“ antwortete Jaqleen ohne Umschweife.

„Nochmal zu Ihnen Mac Lain“ setzte Rowan noch einen drauf und wendete eine eher weniger für Ihn unkomfortable Clansprache an. – „Für Sie hoffe ich, dass Saya Geisterbär nicht nachtragend ist bei Kampfsportübungen, es könnte unangenehm werden.“

Jaqleen wollte etwas einwenden doch sie erkannte, dass Arthur nicht sauer war und liess ihn antworten. „Seargent Geisterbär ich wählte einen Elementar wegen seiner eindrucksvollen Erscheinung und wegen des Pflichtbewusstseins. Decaroux überliess Ihnen die Auswahl und ich bin mir sicher, Sie wählten Saya wegen Ihrer exemplarischen Wachsamkeit aus. Ausserdem wenn die MP Wache stehen würde, wäre die Lage ernster und nicht ich würde mit einbezogen werden in die Ermittlungen. Sollte Saya Geisterbär sich in Ihrer Ehre verletzt fühlen als Aufpasserin zu fungieren, biete ich mich gerne an, die nächsten zwei Wochen ihren Gefechsanzug zu reinigen. Falls das Ihr in irgendeiner gearteten Art und Weise etwas Genugtuung verschaffen würde. Ausserdem Herr Sergeant Major Teuteburg, würde ich es von Herzen vorziehen, wenn wir, unter unseres gleichen auf meinen Titel verzichten können, Es stehen ihnen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Private, Mac Lain, Retribution, oder meinen Vornamen dürfen Sie auch benutzen, falls dieser Ihnen entfallen sein sollte, meine Eltern tauften mich auf den Namen Arthur. Falls Sie wirklich gewillt sind mich bei meinem Adelstitel anzusprechen, was ich mir kaum vorstellen kann, bräuchten Sie viel zu viel Zeit. Nicht nur hier, sondern auch über Funk.“ – „Wie Sie wünschen Mylord“ witzelte Teuteburg salopp. „wir werden sehen, was sich im Alltag bewährt“.

Einige Zeit später in der Unterkunft von Mac Lain und Jaqleen welche wie üblich die Übungen vom Mittag wiederholten klopfte es unvermittelt. Jaqleen war gerade unter der Dusche und Mac Lain war so verspannt, dass er nicht mehr aufstehen konnte. Ein hilfloses „Kommen Sie bitte rein, ich sitze im Aufenthaltsraum“ liess Caroline Cook eintreten. Sie fand Mac Lain im Schneidersitz vor der ihr erklärte, dass seine Kniescheibe eingeschlafen sei und er wegen dem nicht so schnell aufstehen konnte. Ein verlegenes Lächeln von Caroline entschädigte Ihn, dass Sie während des Abendessens nicht mit ihm sprach.

„Sergeant Major Teuteburg wünscht, dass Sie morgen früh Ihren Mech in die Mechbay seiner Aufklärungslanze überführen um ihm die Einsatzlackierung zu verpassen und für Jaqleen hat Seargent Rowan Geisterbär die Nahkampf Files zusammengestellt. Falls ich mir eine persönliche Bemerkung gestatten darf, sollten Sie Mac Lain für Jaqleen besser eine Wanne mit Eiswürfel bereit haben. Der Infanterist gehört dem dritten Trupp drittes Platoon unter dem Kommando von James Lindbaker an, und kämpft äusserst wildes Karate, seine Beine sind das gefährliche Ende. Der Knabe von der Militärpolizei heißt Henderson Clyde, er boxt und kann einstecken wie kein zweiter. Er ist ebenso bullig wie ein Elementar. Grace von den Geisterbären ist nicht sehr flink aber Ihre Schläge verbeulen sogar Panzerplatten, die Linke ist etwas schwächer als die Rechte gerade bei wilden Schwingern, mit der Beinarbeit lenkt sie gerne ab um dann zuzuschlagen. Das Minenfeld wurde von 4 Leuten der Pionierabteilung ausgelegt und von Lieutenant Bishop organisiert Er liebt alles was explodieren kann. Jaqleen soll auch mit hölzernen Fallen rechnen.“ – „Punji Stäbe? Oder `nur` explosive Sprengfallen“ unterbrach Sie Mac Lain, er wirkte Nervös, Punji Stäbe waren nun wirklich antiquierte Fallen und soweit er sich erinnern konnten zwar nicht gegen die Ares Konvention aber doch sehr verachtete Methoden einen Gegner aufzuhalten. Caroline wurde etwas Nervös und strich eine ziemlich widerspenstige Strähne aus dem Blickfeld. „Nein wo denken Sie hin, Mac Lain, nur Explosives wie APM, Claymore, Tellerminen, Elektroshock und eingegrabene Taser. Natürlich nur mit Übungsmunition. Also, Farbbeutel, Blendatrappen, Capsaicin und Elekroshocker.“. Mac Lain machte sich einige Notizen und bedankte sich mit den Worten. „Herzlichen Dank Mrs. Cook. Ihre Freundlichkeit, ehrliche Meinung und Offenheit weiss Snow, - Jaqleen, sicherlich zu schätzen und ich werde es Ihr Wort für Wort übermitteln. Eine andere Sache, könnten Sie bitte der Buchhaltung, falls die Chevaliers so etwas in die Richtung haben, das bitte geben? Es ist eine Zahlungsanweisung für eine Verpflichtung auf Highland, der ich nachzukommen gedenke mit 1/3 meines Soldes.“ Auf einem sauber abgetrennten Notizzettel war eine Kontonummer von Highland mit Adresse und Name der führenden Bank auf Highland fein säuberlich aufgeschrieben worden. „Natürlich haben wir eine Buchhaltung“ meinte Caroline stolz.“S1 unter der Führung von Lt.Col. Harris, Ich werde es diskret an Diana Jennings weitergeben. Wir teilen uns ein Zimmer.“ – „Danke für Ihre Diskretion“

Als Arthur noch etwas hinzufügen wollte brüllte Jaqleen von der Dusche hinten hervor „Stavag Mac Lain, Hast du schottischer Geizkragen etwa schon wieder von meiner Stangentusche genommen?“ Der ganze Boden vibrierte als sich der Elementar näherte. „Ich schwöre dir, wenn dein Knie noch nicht schmerzt, setz ich mich drauf! 100 Mal habe ich dir schon ein Vortrag gehalten, dass die Tusche zum Zeichnen ist und denkbar ungeeignet für deine Chemischen Experimente, Ohhh, verzeihen Sie PFC Cook, ich hatte nicht gerechnet, dass wir so spät am Abend noch Besuch haben. Ich habe Sie nicht klopfen gehört.“ „Ich habe gar nicht gewusst, dass Sie Zeichnen Mrs. Jaqleen.“ gestand Caroline überrascht. „in welcher Richtung japanischer Suibokuga oder eher in die chinesische Richtung? Ich war schon immer sehr fasziniert von der chinesischen Schrift, aber diese zu lernen erschien mir als zu schwer.“
„Hallo Jaqleen, nein deine Stangentusche habe ich nicht, vermutlich ist sie unter das Blatt gerollt. Ausserdem hat uns gerade Mrs. Cook Informationen gebracht für deinen Test morgen. Kampfstil und Personalfiles. Da du ja gerade fertig bist mit duschen und ich meine Übung gemacht habe, mit erfolgreich eingeschlafenem Knie, möchte ich mich empfehlen und ebenfalls eine Dusche nehmen. Ausserdem es sind nicht alle Schotten knausrig. Sie entschuldigen mich?“ Mit diesen Worten entfernte sich Mac Lain aus dem Zimmer und humpelte in Richtung Dusche.

„Ich werde das Gefühl nicht los, dass er etwas gegen mich hat.“ Unterbrach Caroline die eisige Kälte. „Neg, er mag Sie, vermutlich mehr als er zugeben möchte, aber genau weiss ich es auch nicht.“ entgegnete Jaqleen und ihre Augen wanderten in die Leere. Caroline fuhr verdutzt herum und blickte an der übergrossen Elementarin hinauf. Mit leicht geröteten Wangen fragte Sie verdutzt, „Verzeihung Mrs. Jaqleen, wie meinen Sie das?“ –Augenblicklich konzentrierte sich Jaqleen und fixierte die kleinere Stabsekretärin „Das Mrs. Cook, schätze ich muss er Ihnen selbst noch beibringen, für den Augenblick reicht es, wenn ich in die, terranisch gesprochen, Fettschale getreten bin.“
„In Ordnung, das genügt mir vorerst. Viel Glück morgen von ganzem Herzen Mrs. Jaqleen Schneerabe. Und es ist ein Fettnapf, keine Schale. Wenn ich mir erlauben darf Ihre Aussprache korrigieren zu dürfen. Obwohl das Wort Napf und Schale beides Synonyme sind füreinander bedeuten sie nicht ganz das gleiche.“ Mit einem Lächeln verabschiedete sich Caroline Cook von Jaqleen und schloss fast geräuschlos die Türe.

Jaqleen setzte sich auf das Sofa und nahm die Unterlagen vom Tisch. Personalfiles mit Kampfstildokumentationen. Die musste PFC Cook vorhin gebracht haben. In Clan Manier wurde kurz die Personalien abgehandelt der morgigen Kontrahenten. Das angenehm klingende Plätschern verstummte im Hintergrund und machte Jaqleen klar, dass Mac Lain seine Dusche beendet hatte. 5 Minuten später trottete der kleine Schotte ins Zimmer mit noch immer nassen Haaren und einem Handtuch um den Nacken gelegt. Überflüssigerweise zeigte er auf die Akten die Jaqleen in Händen hielt und meinte; „Ist für morgen, hat Mrs. Cook vorhin gebracht, Ihrer Meinung nach soll ich eine Badewanne mit Eis für dich bereitstellen.“
Während er sprach beugte sich Arthur vor und fischte aus der Schale die auf dem Tisch stand einen Nussriegel der nach einem antiken Kriegsgott benannt wurde heraus und liess sich schwungvoll in einen der beiden freien Sessel fallen. Nach kurzem Friemeln an der Verpackung konnte er den Schokoriegel herausfischen und 1/3 abbeißen.
„Hmm,“ fuhr Arthur weiter fort „den boxenden Militärpolizisten solltest du mit Judo gut bezwingen können, immer die Energie des Schlages Ablenken, aufgabeln an der Schulter und werfen, das dürfte kein Problem für dich sein. Beim Elementar hingegen hätte ich Kapuera vorgeschlagen, aber sie ist zu massiv, um die Tritte gegen Schultern Hals oder Kopf wirksam platzieren zu können. Da Sie eine Art Streetfight bevorzugt, mit Schwingern und Close-range Kick denke ich da müsstest du Shaolin Kung-Fu anwenden. Gegen den Karate Fritzen, hätte ich Aikido vorgeschlagen, dass wir fleissig trainierten. Nicht jeder Elementar kann Aikido.“
Seine Ausführungen schloss er mit einem weiteren Happen des süßen Riegels. „Alle Achtung, der Riegel ist lecker.“ – „und enthält massig Zucker, Mac Lain, Ich rate dir, wenn du fit bleiben willst nicht viel davon zu konsumieren. ¼ von dem Ding besteht aus Zucker.“, warf Jaqleen vorwurfsvoll ein „aber ich danke dir für die sehr treffende Analyse der Kampfstile. Judo, Kung-Fu und Aikido, eine sehr weise Wahl. Nebenbei gefragt was ist der Unterschied zwischen einer Schale und einem Napf?“
Mac Lain stutzte, „was bitte ein Napf ist eine Futterschale für ein Haustier, eine Schale ist eine Schale und kann für Essenszubereitung wie für Salat aber auch als praktische Aufbewahrung benutzt werden. Die Riegel sind in einer Schale. Warum fragst du?“ – „Nur so, wenn ich der Einheit mich anpassen muss, muss ich auch die Sprache besser verstehen. Ich dachte es sei ein Napf.“ Arthur betrachtete Jaqleen genau, ob sie Ihn gerade anlog oder nicht. Er liess es dabei bewenden.

Mechhangar der Chevaliers 06:00

Doreen liess den Champagnerkorken kontrolliert durch die Luft fliegen. Cao Li Ming hatte die Beförderung zum Senior Tech wirklich verdient. Es war zwar noch früh für Alkohol, sehr früh sogar für Techs Aber es war eine Ausnahme. Ausserdem der importierte Champagner aus der Konföderation Capella hatte, mit 4,7 vol. %, sehr wenig Alkohol. Es war Li Mings Lieblingsmarke; und Doreen machte es zum Usus, dass bei einer Ernennung vom AsTech zum Senior Tech sich der Proband eine Flasche wünschen durfte. Den Pflaumenwein Champagner hatte Sie gegen einige Myomermuskeln von einem Befreundeten Tech bekommen der wiederum nicht ganz Legalen Verbindungen spielen liess und aus dem Raum Liao einige Flaschen exportieren konnte. Deshalb war es auch nicht weiter verwunderlich, dass das laute Knallen abseits der Gruppe jemanden störte. Cao Li Ming war in einem grünen Techoverall gekleidet und der schwarze Ledergürtel an den einigen Werkzeugen in den Schlaufen steckten, glänzte und roch nach frischem Leder. Drei Senior Techs und fast ein Dutzend AsTech bildeten einen Kreis um Doreen und Cao Li Ming. Die Stimmung war gelöst und heiter. Es fielen einige Witzeleien Sticheleien und Anekdoten aus Ihrer Anfangszeit über die selbst Li Ming verlegen zu schmunzeln schien. 3 Jahre intensives Training von Doreen. Wie es die Chef Technikerin der Chevaliers es nannte, machte aus einer scheuen Chinesin eine Technikerin mit Improvisationstalent und Selbstvertrauen. Sie war eine von den 100 Technikern der Chevaliers, die im Hintergrund die Wartung an den Mechs vornahmen. Aus allen Ecken und Enden der Inneren Spähre und auch von den Clans akquirierte Techs waren die fleißigen Hände die die Maschinen wieder zusammenschusterten was die Piloten verheizten. Doreen Simstein wirkte gelöst und freute sich wirklich, nicht oft kam es vor, dass die Schinderei die Sie Ihren Leuten aufbürden musste auch erfreuliche Früchte hervorbrachte. Es war auch eine reine Formsache, denn Li Ming war die einzige von den Techs die sich aus den Wetten der anderen nichts machte. Li Ming spezialisierte sich zudem auf Leichte und mittlere Mechs der Inneren Sphäre und Doreen wies Sie der Scout Lanze von Teuteburg zu. So konnte Sie mit Korporal Nekerov ein wenig chinesisch plaudern.

08:00 am folgenden Tag steuerte Arthur seine Valkyrie hinter einem Laster mit Kohlköpfen auf das Gelände der Chevaliers. Er mochte die Feenhafte Gestalt mehr als seinen alten Mech, den Mülleimer auf zwei Beinen. Das Alpin Camo schmeichelte dem Mech sehr und gab ihm eine schlankere Erscheinung als üblich. Die 35 Tonnen bewegten sich sehr geschmeidig und zeugten vom Pilotischen Können. Das Camo glänzte als ob der Mech frisch durch eine Waschanlage gestapft wäre. Ein Einweiser-Moped zeigte ihm den Weg. Gefolgt von Jaqleen in Ihrem Kampfanzug. Die Elementarrüstung erlaubte sich einen leichten Trab um besser mit dem Moped auf gleicher Höhe zu sein. Den durchgestrichenen Schneeraben konnte jeder sehr gut sehen, denn die roten Streifen waren sehr gut sichtbar und hoben sich farblich extrem fest von der üblichen Färbung ab. Bei Arthurs Mech prangerte auf der Rechten Torso Seite sein Familien-tartan und das Familiencrest in Silber es war mit viel Liebe zum Detail dort angebracht worden von einem Highlander Künstler. Für den Einsatz hatte Arthur sich vorgenommen, einige Scheiben modifiziertes Kevlar darüber anzubringen um wenigstens einen gewissen Schutz dem Kunstwerk zuteilwerden zu lassen, ohne das Gewicht zu sehr zu beeinträchtigen. Arthur war einigermaßen stolz auf die eigene Entwicklung er hatte sogar ein Patent auf das Verfahren angemeldet. Das Kevlar war mit Bleinadeln verstärkt worden um Energie zu absorbieren von leichteren Lasern. MG Kugeln konnten dem Familiencrest so nicht viel anhaben. Und alles was grösser war als ein Leichter Laser oder ein Kaliber 50 war sowieso gefährlich für den ganzen Mech. Auf der Rückseite seines Mechs befand sich eine herunterklappbare Halterung und ein schmales Trittbrett aus speziell legiertem Aluminium- Ferro-Fibrit Gemisch, für zwei Elementare wobei nur immer einer gebraucht wurde von Jaqleen. Die zweite Halterung hatte keine Anschlüsse für die Elementarrüstung. Das bedeutete, sollte Arthur mal mehr als einen Elementar mit sich herumschleppen, würde die Gewichtsverlagerung sich auf den ganzen Mech auswirken.

Gerade als der Mech vor dem vorgesehenen Wartungsgestell stehen blieb ging eine wüste Beleidigung durch den Funk:“ Wi xiwang ni man man si, dan kuai dian xia di yu! –Pass doch auf wo du hintrampst dieses Wartungsgestell ist besetzt du nutzlose Schildkröte!“ – Arthur wusste zwar, dass er damit gemeint war aber darauf war er nun wirklich nicht gefasst gewesen. Mitten in der Bewegung liess er seine Valkyrie verharren öffnete den Kanal und sprach, „wer mir auch immer einen langsamen Tod wünscht, und eine schnelle Fahrt in die Hölle, falls du Tomaten auf den Augen hast, ich bin in einem Mech drin. Seit der Geburt stirbt der Mensch langsam, wenn man den alten Meister Worte Glauben schenken darf. Und wenn mein Reaktor hopsgeht, geht es verdammt schnell. Anstatt zu quatschen und Leute auf Chinesisch zu beleidigen wäre es mir lieber du würdest dich zeigen du Schildkröte.“
Eine grün angezogene Gestalt huschte flink wie der Schatten einer Raubkatze zwischen den Haltestangen Serviceplattformen und den Verstrebungen hindurch. Die Bewegung versetzte Arthur in Staunen. Er brauchte eine Weile bis er begriff, dass es sich um einen menschlichen Körper handelte. Pardon einen eleganten und agilen weiblichen Körper.
„Die Schildkröte reisst dir gleich den Arsch auf. Du hast vielleicht vom Mechkrieger die Erlaubnis erhalten den Mech hier rein zu führen, aber das ist mein Hangar, Fengmì.“
Eine zierlich schlanke Chinesin trat auf die Serviceplattform die auf Cockpit Höhe war auf. Der Tech-Overall war neu, sauber und strahlte in kräftigem grün. Die High Heel Kampfstiefel mussten eine Sonderanfertigung sein denn die Absätze waren gut geschätzte 20 cm hoch. Sie nach hinten hochgestecktes schwarzes Haar hinter den Bügel des Headsets, dennoch reichte eine größere Strähne bis zum Schlüsselbein und war bewusst dort drapiert worden. Im strengen Dutt steckten ein altmodischer Bleistift und ein Holoschreiber der die ganze Frisur fixierte.
Hastig zog sich Mac Lain seine Camo Jacke über und entpolarisierte die Cockpitscheiben. Damit die Chinesin ihn sehen konnte. Er beschloss mitzuspielen um zu sehen wohin das chinesische Wunder ihn trieb. „Du kannst Mandarin und die Cockpitscheiben verdunkeln. Toll. Kriegst von mir eine 1+. So und jetzt raus geschwungen die junge Hüfte, bete, dass du am Sitz nichts verstellt hast sonst wir der Pilot noch sauer.“ Als sie sah, dass er mehr Kleidung anhatte als die meisten Mechjockeys begann Sie zu schmunzeln, betätigte lässig das Kehlkopfmikro und säuselte: „Jungchen, ich bin mit vier Brüdern aufgewachsen, glaub mir ich habe schon alles bei denen gesehen, du hast sicherlich nichts Neues, außerdem, wenn wir fertig sind musst du so oder so unter die Dusche steigen. Also park den Mech Rückwärts ein und steig aus dem Blechmonster aus, auch wenn es ein Jammer ist, die Alpin Camo ist denen wirklich gelungen. Dreh die Val und mach nen Mini Schritt hier rein. Sei so lieb“.
Innerlich wollte Arthur laut loslachen, die Capellanerin hielt ihn wohl für einen AsTech, nun gut, den Spaß gönn ich mir dachte sich Mac Lain, unbeholfen fingerte er am Kehlkopfmikro rum und erwiderte: „Ja, Mam“ mit einem gequält gespielten lächeln schob er die Regler wieder etwas nach vorne und ließ den Mech erzittern.

Eine galant anmutende Drehung nach rechts in die Raummitte war das Ergebnis seines Wirkens im Inneren des Mechs. Danach liess er die Maschine ganz langsam nach hinten wackeln. Um in die Parkbucht zu manövrieren. Obwohl die Gerüste sämtliche mit Gummilippen geschützt waren hielt er circa 45 Zentimeter vorher an. Ein Fehler den vielen Kadetten machten auf Highland aus Angst die Service Mannschaft von den Etagen zu schmeißen. Mac Lain machte, es dieses Mal eher aus Fun am Rollenspiel. Danach entriegelte er die Cockpittüre und fuhr den Reaktor runter. Von Aussen öffnete die Capellanerin die Luke und wohl um Mac Lain beim Ausstieg behilflich zu sein, als nichts ihre Hand ergriff wurde sie wohl Stutzig und schaute herein. Mac Lain hatte in der Zwischenzeit die Kühlweste und den Neurohelm auf die Pilotenliege gelegt und sich den Pistolengurt umgeschnallt. Etwas enger als üblich, er wollte nicht zu lässig rüberkommen. „Sollst du die Knarre rausbringen? Wenn nicht, gebe ich dir den Rat die über die Sitzlehne zu spannen, wenn der Pilot kommt. Sonst könnte es Ärger für dich geben. Piloten sind da ein wenig Eigen, Jungchen.“ – „Ich, ich soll den Gurt über die Einstiegsluke hängen, wurde mir gesagt Mam.“
Li Ming Cao schloss den jungen Schotten fast ins Herz und schätzte Ihn auf unter 20. Die struppige Frisur sah echt ulkig aus. Dabei hatte er doch den Pilotenhelm getragen. „Na, dann, komm raus, ich fress dich schon nicht auf. Li Ming Cao heiss ich, andere haben weniger nette Titel für mich auf Lager, dein Chinesisch ist sehr gut. Wir werden sicher blendend miteinander auskommen, denn bin die verantwortliche Tech für die Valkyrie hier und die ganze Lanze von Teuteburg. Andere Techs machen um Ihn eher einen Bogen. Die meisten haben Spielschulden bei Ihm. Pokern und Gin Rommee, wenn du nicht pleite werden willst bevor du deinen ersten Sold bekommst rate ich dir, es bei Ihm nicht zu versuchen... Freut mich, dass ich nicht alles alleine machen muss. Wie heißt du?“ – „Arther, Madam und danke aber mein Chinesisch ist schlecht“ log Arthur ohne Li Ming Cao in die Augen zu schauen.

„Hat dir der Pilot sonst noch etwas aufgetragen?“ hakte Li Ming nach. „Ja, Madam, die Torso Seite mit dem Tartan darf nicht übermalt werden, sonst muss ich nach Highland zurück und es neu machen lassen, es stammt von dem berühmten Künstler Lard Fraiser. In der Cargo Bay hinten an der Schulter gibt es Rollen aus festem Segeltuch die zum Überspannen gedacht sind, ebenso wie Kevlar Platten für den Kampfeinsatz und Sie sollen vorsichtig sein, in den hinteren drei Transportkisten drin hat es Chemikalien und Sprengstoffe.“- „Wie bitte? Sprengstoff? Was für ein verrückter Jockey bekommen wir hier aufgehalst?“ schrie Sie entgeistert. In Ihren aufgerissenen Augen spiegelten sich Horror und Entrüstung.
„Am besten wir lassen da nur einen von den Pionieren ran und den Schwachkopf zu Pilot selbst, aber das sag ich ihm dann persönlich ins Gesicht. In meinem Hangar explodiert nichts ungewollt. Ich bekomme keinen Sold, wenn ich in die Luft fliege.“ Während Sie sprach fingerte Sie an der Türinnenseite herum und zog ein Data Pad heraus. Was für die Techs gedacht war. Darauf waren Spezifikation, Indienststellungsdaten und Modernisierungen sowie die Wartungen vermerkt. Anerkennend pfiff Sie durch gespitzte Lippen, wobei Ihre Gesichtszüge ihr junges Alter das Arthur gegen Ende 20 schätze, unterstrichen, denn Sie hatte keine Falten und keine Grübchen welches sich sonst auf den Allerwelts Gesichtern abzeichnete“ Wooho, Jungchen, Die Wanne ist ja brandneu. Die hat ja erst drei Monate auf dem Buckel. Was für eine Freude“ Lin wandte sich wieder an Arthur, „komm, machen wir dem Irren eine Freude und wechseln die Flüssigkeit in den Wärmetauschern, Mechjockeys vergessen das sehr gerne. Weil es eine Sauerei gibt und stinkt, aber was gemacht werden muss machen wir gleich, dann haben wir am Freitag weniger zu tun. Danach schauen wir mal wo wir das Einheitsabzeichen hinpinseln. Einen Künstler haben wir nicht gerade zur Hand, er muss mit mir Vorlieb nehmen. Hast du schon mal die Kühlflüssigkeit an einem Mech gewechselt Jungchen?“ – „Nein Maam, tut mir leid, bisher habe ich nur Werkzeuge abgewischt und dem Tech gereicht.“ Stammelte Arthur. Sie rollte theatralisch mit den Augen. „Jungchen werde bitte lockerer, sonst verspeisen dich die Jockeys zum Frühstück. Hast du heute noch was vor oder kann ich dich gleich ganz einspannen?“ forschte die Capellanerin und musterte Mac Lain ganz genau. „Madam, ich soll um 11hundert den Anstellungsvertrag bei den Chevaliers unterschreiben. Danach die explosiven Sachen den Pionieren übergeben“ gab Mac Lain wahrheitsgemäß wieder.

Es amüsierte ihn zunehmend, dass Li Ming ihn für einen Tech Lehrling hielt.
„Das lass mal den Knallkopf schön selbst machen, mein Lieber. Merk dir, dein Hintern ist noch zu jung um auf dem Operationstisch zu bluten. Na schön, dort unten auf dem Trolley sind alle Werkzeuge die wir brauchen, gehen wir runter und du zeigst mir, welche Werkzeuge wir benötigen um die Stutzen zur Verteilerpumpe zu öffnen. Ich empfehle dir, bei der Materialausgabe ein paar Infanteriehandschuhe zu besorgen um an den Seilen schneller runter zu kommen. Die Treppen sind für die Jockeys und solche mit Höhenangst reserviert.“ Während Sie sprach stülpte Sie sich ein Paar Handschuhe über steckte das Tablet wieder an den Ursprungsort machte einen lautlosen Satz an Arthur vorbei und schwang sich galant an eines der vielen Seilen die von dem Kranen baumelten. Mit einer grazilen Bewegung hob Sie die Hüfte über den Kopf, so dass Sie Kopf über am Seil hin. Mit den Beinen fixierte sie das Seil und liess sich langsam hinab. „Komm schon, ich warte unten.“ Rief Sie ihm auffordernd entgegen während Sie langsam Fahrt aufnahm und knapp über dem Boden abrupt abbremste um mit einem erneuten Schwinger sicher die Füße auf den Boden zu bekommen.

Arthur schluckte einmal schwer und schwang sich ans Seil was am nächsten war. Seit der Gefangenschaft bei den Jadefalken empfand er Ekel vor Seilen und Ketten. Vor Jaqleen konnte er es nicht verbergen diese Li Ming kannte Ihn offensichtlich nicht. Als er unten ankam wackelten seine Knie und er war noch bleicher als sonst. Wie wenn ein Mech auf Murmeln laufen würde kam er langsam zum Arbeitstrolley wo Li Ming Cao auf ihn ungeduldig wartete. Sie merkte jedoch augenblicklich, dass es Ihm nicht sonderlich gut ging. Mit verwundertem Blick fragte Sie ihn was los sei, er sähe so bleich aus im Gesicht, das einzige was er Ihr noch entgegnen konnte bevor ein Jeep in die Parkbucht preschte war das Wort Höhenangst. Ein Jeep sauste heran wie von einem Atlas gejagt. Li Ming verengte die Augen zu Schlitzen und stellte sich breitbeinig dem näher kommenden Fahrzeug in den Weg.

„Tìng xià che! Decaroux Sie, Ruchloser Rowdy, Ihr Fahrstil ist schlimmer als einer von den Todeskommandos von Sian.“ Bellte Ihm Li Ming Cao wutentbrannt entgegen. Arthur dachte schon, dass die Scharade beendet sei und seine Maske gerade gefallen sei und war auch irgendwie etwas betrübt darüber. Als Decaroux den Motor abstellte und die Handbremse anzog. Lässig hievte er die Stiefel auf die Armaturenablage des Jeeps. Als alter Hase war Cao Ming Li ihm bekannt und er liess sich von Ihr nicht einschüchtern. „AsTech Ming Li, der Wagen gehört zum Inventar der Chevaliers, wenn es eine Mistkarre wäre, würde ich Ihn nicht fahren wollen. Ausserdem um den neuen nicht zu sehr einzuschüchtern, bitte ich sie in einer verständlichen Sprache zu kommunizieren. Is nicht wegen mir, sondern wegen Ihm.“ Während er gelassen seine Verteidigung vortrug fischte er in seinem Overall nach dem Zigarettenpäckchen und nahm eine in die rechte Hand. Bei den Worten wegen Ihm zeigte er mit dem Filter in Richtung Mac Lain der sich von der Seilnummer inzwischen etwas erholen konnte. „Ich muss Sie Berichtigen Lieutenant, Ich wurde heute am Morgen von Doreen vom AsTech zum Senior Tech frisch befördert. Ausserdem, der Junge ist ok, und versteht Mandarin recht gut. Im Gegensatz zu Teuteburg oder anderen Banausen.“
Himmel, was hat denn Mac Lain mit Ihr angestellt, die verteidigt Ihn ja gerade wie eine Löwin ihr Jungtier. So habe ich Cao noch nie gesehen. Dachte sich Decaroux und begann zu schmunzeln. „Mandarin, so, so, Sie an sie stecken voller Talente. Aufsteigen Arthur, der Alte will Sie sehen.“
Wortlos gehorchte Mac Lain nachdem er die Werkzeuge geordnet hatte die man für die Ventile brauchte und Sie von oben nach unten ordneten. Die überflüssigen Werkzeuge verstaute er in der ersten Schublade. Mac Lain sprang mit einem Satz auf den Beifahrersitz des Jeeps. Bevor Li Ming auch nur ansatzweise etwas dagegen einwenden konnte hob Decaroux beschwichtigend die Hände in die Höhe. „Aber, aber meine Gute. Ich bring Ihnen den Welpen zurück. Es geht nur um Formalitäten, Unvollständige Bewerbung. Dauert nicht lange.“ Aus Respekt warf er die Zigarette nicht wie üblich außerhalb des Wagens auf den Boden, sondern drückte Sie im Aschenbecher des Jeeps sorgfältig aus. Er liess den Wagen aufheulen und fuhr übertrieben langsam weg. Decaroux war eigentlich bekannt dafür, die Reifen manchmal durchdrehen zu lassen. Aber bei Cao im Hangar vermied jeder die Show. Außerhalb der Tores wandte sich Decaroux zu Mac Lain um und mit kaum haltbaren Gurgeln stieß er einen Lacher aus. „Ernsthaft Mac Lain, was haben Sie an sich, dass abgebrühte Frauen der Einheit entweder Ihnen zu Füssen liegen oder Sie verteidigen wie ein Kreuzritter eine Kirche voller Unschuldigen?“

Mac Lain war diese Frage doch etwas gar peinlich und verlegen antwortete er Wahrheitsgemäß:“ Cao hielt mich für den Techlehrling. Und aus Jux habe ich Sie im Glauben lassen.“. – „Stimmt Mac Lain, jung sehen Sie auch aus. Was für verborgene Talente haben Sie sonst noch, außer Mandarin, denn das steht wirklich nicht in Ihrem File, dass Sie uns gegeben haben? Als Sicherheitsoffizier - wäre ich schon froh etwas in die Richtung zu wissen, damit ich nicht dastehe wie der Ochse vor dem geschlossenen Scheunentor.“ Decaroux war noch immer am Schmunzeln aber die Augen verrieten, dass er es ernst meinte.

„Mandarin habe ich unterschlagen, das gebe ich zu. Ich habe es meiner Mutter zu liebe gelernt, sie meinte es sei hilfreicher als arabisch und vor meiner soldatischen Laufbahn war ich 4Jahre lang Chemie und Physik Lehrer an einem Mädchen Gymnasium auf Northwind. Das mit PFC Cook war wirklich ein Missgeschick, und sollte PFC Cook Schwierigkeiten bekommen, nur, weil ich in Sie hineingelaufen bin, verstehe ich es nicht wirklich und bitte dahingehend um Aufklärung.“ – „Tja, das mit PFC Cook müssen Sie mit Major Fokker ausdiskutieren, dazu braucht es aber den richtigen Zeitpunkt. Warten Sie noch ein Weilchen nachdem Sie den Bericht zur Explosion erst mir und dann Ihr und erst dann Col. Copeland vorlegen. So können Sie etwas die Wogen glätten. Wo wir gerade bei glatt sind, da vorne warten Fokker, Copeland und Rowan Geisterbär auf Sie.“ Mit dem Kopf deutete er in Fahrtrichtung des Jeeps. Decaroux nahm etwas fahrt zurück und schaltete in einen tieferen Gang um die Einheitseigentümerin nicht noch mehr Munition gegen sich zu liefern. Arthur vermutete, dass hinter dem unbekannten Elementar der Munitionsbunker sich befinden musste. Die drei warteten wohl auf mich, na das kann ja heiter werden. Schnell setzte er sich das Tarn Glengarry auf den Kopf und wartete bis er aussteigen durfte. Decaroux entließ ihn mit einem warmen Lächeln und einer schiebenden Bewegung der flachen rechten Hand die Innenseite der Hand zeigte nach oben und erinnerte Arthur an eine terranische Baggerschaufel, „Nach Ihnen Herr Lehrer, zum Examen geht es dort lang“. Arthur blies durch die Nase um Nervosität abzubauen, neigte den Kopf zur linken Schulter hin bis es leise im Genick knackte und schritt die Distanz zu Copeland und Jara Fokker in kurzer Zeit ab. Nach alter Sitte salutierte er vor dein beiden in bester Highlander Manier. „Major Fokker, Col.Copeland, Sie wollten mich sehen?“

Copeland erwiderte den Gruss weniger zackig und wie in der FWL üblich. Major Fokker nickte nur leicht. Man sah ihr den Missmut an und anhand Ihrer sportlichen Bekleidung nahm Arthur an, dass Sie lieber ein paar Bahnen ziehen würden als hier auf ihn zu warten. Noch immer säuerlich, weil sie sich übergangen fühlte blaffte Sie Arthur an. „Rühren PFC, und nehmen Sie die Zipfelmütze ab.“ – „Jawohl Frau Major“ gab Arthur etwas schärfer als gewollt zurück. Heute Abend würde er viel Sport treiben wollen. Das zumindest nahm er sich vor. Denn den Glenngarry als Zipfelmütze zu schimpfen war eigentlich eine Beleidigung da das Tartan Band seine Clan Herkunft darlegte. Aber jemand der die Bräuche der Highlander nicht kannte konnte das auch nicht verstehen. Mac Lain beschloss es dabei bewenden zu lassen und sich nicht aufzuregen. Jara fixierte Ihn noch immer mit den wachsamen Augen eines Wolfes drehte aber leicht den Kopf Richtung Mun Depot und bellte mit geübter Stimme: „Lindbaker, daher!“.
Aus dem Inneren des antik anmutenden Bunkers näherte sich der Gerufene. Während sich Decaroux lässig gegen die Stoßstange des Jeeps lehnte. Er zog ein Data Pad hervor und tippte etwas lustlos darauf herum. Er ließ es zumindest so aussehen. Tatsächlich komplettierte er die Lücke in Mac Lains Akte und machte sich ein paar Notizen
Ein drahtiger Unteroffizier kam im Laufschritt angebraust er hatte so gut wie keine Fettpolster auf den Rippen und auch die Hosen verrieten, dass die Waden zwar vorhanden waren aber nicht wie bei einem Fahrrad Fahrer ausgeprägt. Demnach verzichtete der genannte auf Muskelaufbau obwohl er mit seinen 1.90 recht gross war sah man ihm die Magerkeit doch an. Er war nicht gerade unterernährt aber die Gesichtszüge verrieten, dass er hart trainierte kein Fett anzusetzen.

In seiner linken hielt er ein Data Pad und in der Rechten eine Küchenwaage. „Sie riefen Major?“ bemerkte er in breitestem Steiner-Englisch, ohne zu grinsen.
„Bericht, bitte“ gab Sie Ihm zurück, die emotionslose Tonlage gefiel Mac Lain gar nicht.
Lindbaker spickte auf sein Data Pad. „Madam, Eingelagert waren 29 Kilogramm an Schwarzpulver, in den üblichen, Zylindrischen orange-roten aus Karton bestehenden Röhren zu 250 Gramm was 116 Kanisterrörchen entspricht. Am 07. April wurden 25 Kilogramm durch die Pionierabteilung ausgefasst und im Gelände zur Feslbrockenbeseitigung verbraucht. Rücknahme keine alle 25 Kilogramm wurden verbraucht. Am 08. April wurde eine Nachbestellung von 35 Kilogramm getätigt und von der Pionierabteilung auf ordentlichem Weg wurde Korporal Laage eine Kopie eingereicht für die Akten. Danach waren keine weiteren Bewegungen der Lagerbestände ersichtlich. Ma`am.“ – „Dann müssten nach Ihrer Ausführung da drin jetzt 39 Kilogramm Schwarzpulver liegen in 156 Kanisterröhren“
Lindbaker bestätigte mit einem heftigen Nicken: „Ja Major. Es sind 156 Kanisterröhren. Aber einer ist beschädigt worden. Es sind exakt 38 Kilogramm und 806 Gramm Schwarzpulver eingelagert. Mit einer Wiegedifferenz von 1Gramm“. Decaroux räusperte sich nun hörbar und alle sahen in seine Richtung. Als er zu sprechen begann bemühte er sich ruhig zu bleiben und objektiv zu wirken. „Mac Lains Berechnungen zufolge wurden 175 Gramm verwendet, maximal. Das Wiegen brachte eine Differenz von 194 Gramm hervor. Davon abgezogen bleiben im Besten Fall noch 19 vielleicht 20 Gramm übrig. Wie sieht die beschädigte Kanisterröhre aus Lindbaker?“ Decaroux Einwand war berechtigt, dennoch mochte Jara sich nicht gerne unterbrechen lassen. Obwohl als Sicherheitsoffizier die Ermittlungen sein Revier war, es war Ihre Einheit. Sie hätte die Gleiche Frage stellen wollen und da das Ergebnis das war was auch Sie interessierte ergänzte Sie die Frage: „ausser dem einen Kanister fehlt sonst noch etwas im Inventar Lindbaker?“

Der gefragte arbeitete Minutiös die ihm entgegengeworfenen Informationen von Decaroux noch ab und glich sie mit seinen Berechnungen ab. „Ja Leutnant Decaroux, die Zahlen sind korrekt. Die beschädigte Kartonröhre wurde mit einem Messer unsachgemäß aufgeschnitten, dabei wäre es möglich, dass einige Gramm sich auf der Lagerpalette verteilten und zwischen den Kartonröhren herunterrieselten. Mit schwarzem Klebeband wurde die aufgeschnittene Stelle abgedeckt. Als wir diese mit einer Pinzette wegzogen quoll feiner roter Sand heraus. Wurde vermutlich für den Gewichtsausgleich gebraucht. Ob noch andere Sprengmittel fehlen, kann ich nur nach Prüfung der Lagerbestände definitiv sagen Madam, aber es sieht alles soweit okay aus. Wie der Materialunteroffizier mir versicherte. Mit 20 Gramm Schwarzpulver lässt sich keine Bombe bauen das kann ebenso gut auch auf dem Transport verloren gegangen sein.“
Hilfesuchend blickte Mac Lain abwechselnd Jara und Decaroux an. Er wollte nicht aufdringlich sein aber auch er hatte noch eine Frage zu diesem Thema. Jara ignorierte Ihn, innerlich ging Sie wohl eine Aufstellung der Einheit durch und verglich diese mit den dürftigen Informationen, es schien Sie nicht wirklich zu befriedigen und die Eingrenzung der Personen fiel Ihr schwer. Decaroux aber nickte ihm auffordernd zu.

„Mr Lindbaker, ich bin Mac Lain, erm wie sieht die Schnittstelle genau aus an dem Karton? Glatt oder fransig? Ausserdem muss ich Sie berichtigen, mit 20 Gramm lässt sich eine Bombe sehr wohl zusammenbauen. Für eine Initialzündung reichen sogar schon 5 Gramm aus. Es kommt auf weitere Komponenten an.“ Legte Mac Lain los. Jara Fokker war am Sieden denn das Fehlen von Sprengmitteln war Diebstahl, einerseits war es sehr gefährlich, wenn jemand in der Gegend rumrennt mit einer Bombe die überall hochgehen konnte und andererseits das bisher nie etwas passierte. Entweder jemand der neu zur Einheit stieß nutzte das gnadenlos aus oder ein alter Hase der zu viel Freizeit hatte. Diebstahl konnte Sie, oder besser gesagt durfte Sie nicht dulden. Vom AsTech bis zum Mechkrieger kannte sie die meisten alten und konnte die neuen recht gut einschätzen. Diebstahl passte aber irgendwie zu gar keinem.

Sergeant Rowan Geisterbär der bisher seine Arme vor der Brust verschränkte stieß mit seinem Ellbogen Copeland an, und nickte stumm in die Richtung aus der eine Staubwolke auf die Versammelten zukam. Saya zoomte durch die Sichtscheibe Ihrer Gefechtsrüstung auf das Moped und erkannte Korporal Laage die angerauscht kam und neben der Gruppe die Maschine einige Sekunden später zum Stehen brachte. „Major, ich bitte um Verzeihung, der Graf wünscht Sie umgehend in seinem Schloss zu sehen. Ma`am.“ – „In Ordnung“ entgegnete Jara kühl, mit den Augen fixierte Sie Decaroux: „Lieutenant, Sie berichten mir via Compad ausführlich und alle 30Minuten auf den Anschluss des Grafen!“. Galant schwang Sie sich auf das Moped und liess die Maschine aufheulen. Da es nicht zwei Plätze gab auf der Maschine blieb Korporal Laage nichts Anderes übrig als zu Fuss wieder ins Büro zu gehen. Copeland entspannte sich als Jara davonbrauste. Es blieb mal wieder an Ihm hängen dachte er sich. Räusperte sich und sprach auch zum ersten Mal seit alle sich hier eingefunden hatten wieder Lindbacker an: „Lindbaker, seien Sie so gut, und holen die angebrochene Packung. Ich schätze auf Fingerabdrücke müssen wir leider verzichten. Da beim Einlagern jeder hinzugezogen wurde der Dienstfrei hatte. Ich war nämlich auch dabei und half bei den Claymore Minen und Handgranaten mit, diese zu verstauen.“ Erklärte er säuerlich. Somit würde eine Polizeiliche Untersuchung mit Fingerabdrücken nicht viel bringen. Es würde den Kreis der „Verdächtigen“ nur noch mehr erweitern.
„Aye Sir.“ Gab Lindbaker von sich und drehte den Kopf in Richtung Bunker. „Johnson, bringen sie die angebrauchte Packung raus.“
Aus dem Inneren des Bunkers liess ein junger Mann ein Zackiges Aye, Sir erklingen und nur wenig später kam ein sehr junger 160 kleiner PFC zum Vorschein. Er salutierte vor Copeland und wollte Ihm die Kartonröhre überreichen die er in der Hand hielt. In der Bewegung erstarrte er aber als Decaroux ihn mit einem hörbaren Hähm, zwang sich Ihm zuzuwenden. Mit der linken Hand zeigte er in Richtung Mac Lain und deutete an, dass dieser die Kanisterröhre erhalten sollte. Fragend schaute Johnson seinen Vorgesetzen Lindbaker an und dieser Nickte nur kurz. Was blieb Ihm anderes übrig.

Mac Lain bedankte sich freundlich beim jungen PFC der noch mehr Kind an sich hatte als die Uniform Ihm zugestand. Das ändert sich aber immer beim ersten Feindkontakt. Aufgrund dessen schätze Mac Lain ihn auf unter 18. „Danke Mr. Johnson“ gab Mac Lain zur Antwort und löste langsam den schwarzen Klebestreifen ab. „Lassen Sie hören Mac Lain, aber bitte so, dass alte Hasen mitkommen.“ liess Copeland verlauten. Derweil verschränkte Rowan Geisterbär zu Copeland linker, noch immer die Arme vor der Brust und wartete geduldig.
„Hmm, Sir, sehen Sir, die Kartonränder sind an der Schnittkante nach innen erst eingedrückt worden und fransen stark aus. Es kann somit kein Japanmesser oder Laser gewesen sein, auch alle asiatischen Klingen passen nicht zu dem Druckbild. Die Klinge war von Anfang an sehr breit. Wenn ich raten müsste, würde ich auf ein älteres Bowiemesser oder ein Feldmesser wie das terranische Ka-bar mit gebogener Klinge tippen. Aber wie gesagt, das ist geraten. Sandstaub, hmm. Der Verdächtige muss wohl zum ab detachierten Gruppe gehört haben, die die Felsbrocken sprengten. Die Idee mit dem roten Sand ist nicht blöd, vom Gewicht her fällt es nicht weiter auf. Die Dichte von Quarzsand kommt dem Sprengpulver nah genug. Vermutlich auf dem Feld umgefüllt worden. Mr. Lindbaker, hatte es um den Stapel herum Sand? Ich vermute mal nicht. Verunreinigungen könnte ein Problem werden Der Betonboden würde aber auch darunter leiden. Von der Sauerei ganz zu schweigen.“ – „Nein, Mr Mac Lain, der Sprengstoff lagert trocken. Die Pioniere bevorzugen alle den gleichen Messer Typ ein Steiner Ka-Bar und die Infanterie hat verschiedene Stichwaffen für den Nahkampf. Bowiemesser wie auch Feldmesser. Da wir aber alle Söldner sind und keine Hauseinheit mit Kleidungsvorschriften kann jeder mehrere Messer haben. Feldmesser. Der Infanterie steht das frei, da das auf die Individuelle Kampfweise ankommt. Ich wüsste aber nun gerne Mac Lain, was für eine Art von Bombe Sie mit nur 10 Gramm Schwarzpulver zu basteln pflegen.“

Mac Lain schluckte schwer und holte tief Luft: „Nun Sir, wenn ich ein Bombenleger wäre, der darauf aus ist Leute zu töten würde ich die 10 Gramm in eine Glasviole oder eine Plastikspritze stecken und in eine 0.5l-Tasse mit Bleiazid und Oktogen im Verhältnis 2.1 zu 2.7 geben. Die beiden Chemikalien sind giftig und krebserzeugend, besonders Bleiazid ist sehr gefährlich. In der Messe müssten Sie dann mit der Kehrschaufel aufräumen, da die Brenntemperatur über 4000 Grad liegt. Bei einem Zugang zur Medizinischen Station würde ich allerdings Mannitolhexalnitrtat und Nitroguanidin bevorzugen. Mannitolhexalnitrtat wird unter anderem zur Bekämpfung von Angina pectoris seit jeher wegen der Gewässerweiternden Reaktion des Körpers benutzt und auch in gelöster Form zur Behandlung von Koronarer Herzkreislaufstörung. Wenn ich länger Zeit hätte eine Bombe zu bauen würde ich Kaliumchlorat aus der Medizinischen Abteilung und Auratina aus der Schneiderei ausborgen.
Kaliumchlorat wird zur künstlichen Erzeugung von reinem Sauerstoff benötigt und Auratina zum gelb einfärben von Kleidung und Lederwaren. Wie Ihre Handschuhe Mr. Lindbaker. Das Ergebnis dieser Kombination wäre, dass Sie das Gebäude unter anderer Adresse vorfinden würden. Aber eben, nur, wenn ich ein Bombenleger wäre Sir, nicht jeder hat ein Magister in Chemie vorzuweisen.“
Copeland wurde bleicher und bleicher während Mac Lain die verschiedenen Möglichkeiten aufzählte schluckte schwer und fixierte Mac Lain mit den Augen während er sprach: „Rowan, ich glaube es war ganz gut, dass Mac Lain auf einen Elementar bestand, falls Saya Ihr MG noch nicht mit Munition aufgefüllt hat veranlassen Sie das. Ausserdem arbeiten Sie mir bitte einen Ablöseplan aus. Es soll rund um die Uhr ein Elementar Wache schieben bis wir die Türe elektronisch aufgerüstet haben Ich spreche sogleich mit dem Materialwart, dass er eine nicht zu hackende Türe hier einbaut. Ich fürchte eine MP Schwadron hätte nichts gebracht. Lindbaker, messen Sie 10 Gramm für Mac Lain ab. Ich will sehen wie er innerhalb von einer Stunde mir eine Bombe baut. Mac Lain, Sie haben wie vorhin gerade erwähnt, eine Stunde Zeit um mir eine Bombe zu bauen die mich von den Socken haut. Sie haben unbegrenzten Zugang zu was Sie wollen. Wenn mich das Zeug aus den Socken wirft, müssen wir wohl unsere Sicherheitsvorkehrungen permanent überarbeiten. Decaroux, Sie spielen mal Fahrer für Mac Lain und vergessen Sie den Bericht für Major Fokker bloss nicht. Damit ich mich klar ausdrücke, Mac Lain, Ich will Sie lieber in dieser Einheit wissen als bei einem potenziellen Feind. Ich bin in meinem Büro bis dahin.“
Rowan Geisterbär räusperte sich und sprach Saya direkt an: „Entspricht deine Bewaffnung der Anforderung Frapos?“ – „Pos Sterncommander Geisterbär, MG voll Laser scharf“ gab Saya clangemäss wieder. Mit dem Kopf drehte Sie in Richtung Mac Lain und sprach ihn an:
„Findling Mac Lain, dir habe ich den Posten zu verdanken. Deinem Angebot zur Reinigung meiner Rüstung stimme ich zu. Gut gehandelt und akzeptiert. Morgenabend ab 18 Uhr hast du Zeit meine Rüstung unter meiner Aufsicht zu reinigen.“
Copeland musste sich ein Lacher verkneifen und offensichtlich auch Decaroux. Betreten mit hochrotem Kopf nickte Mac Lain und nickte mit dem Kopf. Als Findling wurde er noch nie bezeichnet.

Nachdem alle Untergebenen nickten verabschiedete sich Copeland und machte sich zu seinem Büro auf. Es würden einige Telefonate anstehen.

Decaroux fasste kurz die Entschlüsse des Colonels zusammen und schickte sie wie befohlen an Major Fokker und Germaine Dantons Komm Verbindung. Er stellte die Uhr des Datapad von 12:48 auf 00:00 zurück, blickte zu Mac Lain der gerade ein Plastiksäckchen von Johnson erhielt mit 10 Gramm Schwarzpulver. Behutsam liess er das Säckchen in seine rechte Brusttasche gleiten und schlenderte zu Decaroux. „War das zu heftig Leutnant Decaroux?“
Der angesprochene erwiderte gelassen: „Hoffe, der der das Schwarzpulver in die Glasnudeln schmiss, ist keiner der Ihre Rezepte liest Mac Lain, wo soll es denn hingehen?“
Arthur kaute nervös auf seiner Lippe und stellte sich im Kopf eine Einkaufsliste zusammen. Schliesslich brach er sein Schweigen und sprach bedächtig: „Zuerst am liebsten bei der Schneiderei, danach gerne einen kurzen Zwischenstopp bei der Küche und anschliessend zu meinem Mech. Wenn Sie mir assistieren möchten, Lieutenant würde ich mich sehr freuen. Nachdem ich den Vertrag im Büro von Korporal Laage unterschrieben habe. Es ist ja beinahe schon 11 und zu spät möchte ich nicht unterschreiben. Ach und Lindbaker? Kann ich mir PFC Johnson ausborgen? Er bekommt von mir noch ein paar Sprengstoffe aus meinem Mech ausgehändigt, hauptsächlich ungefährliche Komponenten zur Verwahrung oder Gebrauch für Ihre PI`s, darum wurde ich von meinem Lanzenkommandeur Teuteburg gedrängt. Falls mein Mech in den Reihen anderer hochgejagt wird sollen möglichst keine anderen aus der Einheit draufgehen. So seine Worte.“
Lindbaker willigte ein wenn auch ein wenig zögerlich. Johnson war ein Grünschnabel und erst einige Wochen in der Einheit. Falls er in die Luft fliegen würde, müsste sich Lindbaker bei Johnsons Mutter rechtfertigen.


Büro von Harrison Copland

Die Türe sprang auf als ob sie aus der Angel gehoben wurde. Seine Adjutantin Hellingsdottir blickte überrascht auf, Sie brütete gerade über der Materialbestellung für die Alacon Panzer. Irgendjemand hatte es geschafft Copeland zum Rennen zu bringen. Was nicht jeder konnte.

„Ingar, Ich brauche sofort eine Comm Verbindung zu Feuerwehr, Polizei und dem Grafen Danton, ich will außerdem eine Eilmeldung an alle Kompanieführer in einer Stunde sollen Sie sich beim Manövergelände einfinden, mobil, der Feuerwehr und Polizei lügen Sie vor, dass wir einen neuen Sprengstoff testen und es eventuell etwas rumsen könnte auf dem Testgelände. Major Fokker ist beim Grafen, Sie soll auf den Balkon stehen um exakt 11:55. Ausserdem will ich in 10 Minuten Juliett Harris in meinem Büro sprechen, egal wo Sie gerade rumstreunt. Wir brauchen sofort neue Zugangstüren zu unserem Explosivlager. Mit Handleser.“
Sein hochroter Kopf rauschte an Ihrem Pult vorbei. „Und bringen Sie mir bitte einen Kaffee, am besten eine ganze Kanne, mit Zucker drin“
Junge, junge wie ist der denn drauf. Wenn das dieser neue, Mac Lain war dann aber gute Nacht, so kommt wenigstens Harris in den Genuss eines Bechers Kaffee. dachte sich Ingar. Rollte mit den Augen und ging zur Kaffee Maschine hinüber und erweckte diese mit einem eleganten Druck auf den entsprechenden Knopf zum Leben.


 
Provisorische Büroräumlichkeiten des
Stabes S2

„Paaatrooooniii“ hallte ein Ruf durch die Baracke, der angesprochene setzte seine Trompete ab. Was war denn nun schon wieder los? Fragte sich der betroffene Italiener. Gerade hatte er gefühlt einen Berg Arbeit hinter sich gebracht 9 Stunden in dem Kabuff, welches Ihm als Büro zugewiesen war. Er hoffte, dass die Fliesenarbeiten im richtigen Gebäude bald abgeschlossen waren, diese Besenkammer war nicht auszuhalten und wirklich nur als Übergangslösung zu gebrauchen. Im neuen Gebäude fehlten ausserdem noch jede Menge Elektrische Kabel Farbe an den Wänden, Fenster. Die sanitären Anlagen waren vorhanden, aber die Waschschüsseln wurden beim Transport beschädigt. Neues Material wurde zwar schon angeliefert, aber der Sanitärinstallateur war nicht vor Ort. Er hatte jetzt war ein eigenes Büro und musste nicht mehr in einem Großraumbüro arbeiten. Aber es war klein stickig und nur eine antiquierte Quecksilberdampfröhre im vorderen Drittel seines Zimmerchens spendete etwas Helligkeit und tauchte sein Büro in ein schummriges dunstiges Licht. Beim Münzenwerfen hatte er leider dreimal verloren und das schlechteste Büro bekommen, das in der Notunterkunft zu finden war. Noch nicht einmal ein Fenster gab es um etwas frische Luft einströmen zu lassen. Das Zimmer war vielleicht drei ein halb mal zweieinhalb Meter groß und wurde von allen als Besenkammer beschrieben. Was es im Grunde ja auch war. Denn sogar die Toilette hatte ein kleines Fensterchen. Ein Tisch zwei höhenverstellbare Stühle standen auf dem nackten Boden. Die Türe hatte er einen Spalt weit geöffnet um das Licht zu verstärken. Den Tisch hatte er sich ganz nach hinten rechts gestellt um etwas Privatsphäre zu schaffen. Und die Effektivität seiner Arbeit zu erhöhen. Daneben standen zwei Metallene Regale, vollgestopft mit Akten, Notizen und sauber abgelegten Lieferscheinen. Auf dem Tisch waren fein säuberlich Anforderungsformulare sortiert nach Einheit und deren Dringlichkeit gestapelt worden. Stille wurde von einem erneuten Rufen durchschnitten. „Patroooni zu mir!“
PFC Benjamin Jackson Patroni hasste es, wenn er nicht genau wusste worum es ging. „Cosa sta succedeno di nuovo? Ich habe doch den Deckel auf der Trompete. 9 Stunden Büro dann habe ich mal ein bisschen Pause verdient non è vero?“
Stampfende Schritte näherten sich und Patroni dachte „merde, diese Bata, keine Sinn für Musica o umorismo“.

2nd Lt. Bata rammte fast die provisorisch eingesetzte Türe ein als Sie sein Kabuff betrat. „Herrgott nochmal Patroni, wie oft habe ich Ihnen schon gesagt, ich spreche kein italienisch. Sprechen Sie gefälligst Englisch mit mir. Sie wollen eine Pause, Schön, Lt Decaroux hat mir mitgeteilt, dass Sie und Korporal Tomonaga sofort mit den Anforderungslisten bei Ihm erscheinen sollen. Ich muss zum Colonel auf das Testgelände. Ich nehme Jeep 5 der muss sowieso noch gewaschen werden, holen Sie sich die Schlüssel von Jeep 14, tanken Ihn danach aber wieder auf.“ Verwirrt glotze der kleine Italiener seine Vorgesetzte an. „Eeeh, welche Listen due gradi tenente?“ – „Alles was die Küche betrifft. Haben Sie seine Nachricht noch nicht gelesen?“ Schnauzte sie ihn an.
Wenn sie unter Zeitdruck war, konnte sie echt ein Kotzbrocken sein. Das wusste Sie aber auch selbst. Kein Wunder die Einheit wurde beinahe über Nacht aufgeblasen wie ein Ballon, und natürlich brauchte jeder irgendein Material.

„Tomonaga mitnehmen, verstanden.“ Seufzte Patroni, die Tatsache, dass er Tomonaga abholen sollte liess in ihm den Gedanken an einen sehr leckeren Grüntee aufkeimen. Es machte Ihm aber auch bewusst, dass Yumiko sich noch nicht um die Fahrprüfung gekümmert hatte. Er musste Sie ja mal wieder herumkutschieren. Behutsam, legte seine Trompete auf den Transportbehälter und stand auf. Während er aufstand schlüpfte er in die Tarnjacke und überzeugte sich davon, dass sie auch Vorschriftkonform sass. Aus dem Regal schnappt er sich den Ordner mit der Aufschrift Küche und vergewisserte sich, dass dieser auch aktuell und vollständig war, indem er den Ordner mit der Ablage abglich, zufrieden mit seiner Arbeit erlaubte er sich ein Lächeln, griff nach einem Holoschreiber und dem Data Pad und verstaute beide in die linke Beintasche.
Auch wenn Bata Ihn manchmal recht hart anfahren musste, weil sein mediterranes Gemüht Ihr viel zu träge erschien, Seine Arbeit macht er sehr gewissenhaft. Was man von seinem zivilen Beruf her kannte. Bevor er sich zur Infanterie freiwillig meldete, war er Archivar der Stadtbibliothek auf irgendeinem Planeten und nun seit fast zwei Jahren bei den Chevaliers im S2 Stab von Lt.Bata. Nach dem Einsatz der vor Major Fokker lag würde Sie mit Jara sprechen und sich für eine Beförderung von Patroni einsetzen um seine Arbeit zu honorieren.



„Also, Mac Lain, möchten Sie selbst fahren?“ hakte Decaroux nach. „Nein Danke, ich bin kein sehr geübter Wagenlenker, in einem Mech fühle ich mich viel wohler. Wie gesagt erst die Schneiderei, die möchte ich, vor dem Unterschreiben bei den Chevaliers, noch besuchen. Als PFC kann ich, dass was ich vorhabe nicht mehr umsetzen.“ Während des letzten Satzes fummelte er an seiner Uniform herum und steckte sich sein altes Sergeant Major Abzeichen ran. Decaroux schaute ein wenig perplex drein beließ es aber dabei bewenden. Erst als sich Mac Lain die Einheitsabzeichen von Johnson ausborgte räusperte er sich „Feldbeförderung? Oder was soll das werden.“ – „sagen wir, Lt.Decaroux ich zeige wie einfach es ist die Materialien auf unterschiedliche Weise zu besorgen. Lassen Sie sich überraschen. Den gebe ich natürlich nachher als Beweis ab.“ Decaroux gab sich damit zufrieden, steckte den Zündschlüssel ins Schloss und liess den Jeep anspringen. Er winkte Johnson heran und liess Ihn hinten aufsitzen. „Johnson, manches können Sie sich bei Mac Lain abschauen. Aber das gehört nicht dazu verstanden?“ brüllte er scharf nach hinten. Johnson fuhr zusammen und duckte sich und gab ein leises hörbares Aye, Sir von sich.

10 Minuten später rollte der Jeep an die provisorische Schneiderei heran. Auch hier war deutlich zu sehen wie alles noch provisorisch untergebracht wurde und Teile der neuen Kaserne entstanden. Obwohl die Bauunternehmen sicherlich fürstlich entlohnt wurden war deren Arbeitseifer nicht wirklich dem Lohn entsprechend. All die Jahre hindurch wurde noch immer auf Baustellen gepfuscht und verzögert. „Und was soll das werden Mac Lain? Wollen Sie da als gehetzter Unteroffizier reinflüchten?“ forschte Decaroux nach.
„Nein, nein Sir“ wiegelte Mac Lain ab. „nichts dergleichen, sehen Sie es ist bald 11 und die Kantine öffnet bald. Jede Minute kommt ein alt gedienter Unteroffizier hier raus um zu essen. Der kennt all die Offiziere und Unteroffiziere sicherlich persönlich. Seine Vertretung allerdings müsste ein PFC sein. Über Mittag reicht das meistens aus. Dann gehe ich rein und brülle ein bisschen rum, wenn das nötig sein sollte und bekomme die Chemikalie, Sie ist nicht sonderlich teuer und hier bestimmt in einem blauen Plastikfass zu 50 oder 75 Liter eingelagert.“ Kaum hatte er seinen Satz beendet öffnete ein bereit ergrauter Feldweibel die Türe grüßte Decaroux und lief in Richtung Kantine davon. Decaroux sah verdattert dem Feldweibel nach, „wie konnten Sie das wissen Mac Lain?“. Der angesprochene zuckte mit der linken Schulter und gab zur Antwort: „erstens habe ich das gestern schon gesehen und zweitens ist das gängig, auch bei anderen Söldnern oder Hauseinheiten“. Mit einem geschmeidigen Sprung landete er neben dem Jeep und schritt Zielstrebig auf die Einheitsschneiderei zu, öffnete die Türe und sah sich einer jungen Schneiderin gegenüber, die gerade an der Uniform eines Korporals einen Knopf annähte. „Tag“ sprach Mac Lain salopp. Die Schneiderin schrak auf; „ooh, Entschuldigen Sie Sir, falls Sie den Feldweibel suchen, der ist gerade zur Kantine rübergegangen. Weil es heute seine Lieblingsspeise gibt.“
„Ich komme nicht wegen dem Feldweibel, nicht direkt jedenfalls, er hat für mich etwas Auratina zur Seite gelegt. Für die Kellen am Schiesstand. Er meinte ich soll nach dem Mittagessen vorbeikommen, aber da wir schon mal hier sind.“ – „wie viel Auratina, Sir?“ fragte die junge Schneiderin nach während Sie in den Bestandsbüchern nachschlug. „Er hat es vermutlich schon abgewogen, 300 Gramm sollten genügen, Madam“ – „Hier ist leider kein Eintrag, aber ich trag es ein, wenn Sie bitte dann den Empfang bestätigen könnten? Hier hinten mit einer Unterschrift. Vermutlich hat er es noch nicht gemacht. Ich hole es Ihnen sofort, Sir“ – „danke sehr“ gab Mac Lain mit gespielter Gleichgültigkeit als Antwort. Je weniger er redete umso besser. Na bitte, klappt noch wie zu alten Zeiten dachte er sich. Die junge Schneiderin legte die Uniformjacke zur Seite und verschwand für einen Augenblick hinter einer Zeltplane.

Zwei Minuten später kam Sie mit einer Büchse mit der Aufschrift Dipikrylamin zurück. „Passen Sie bitte auf, es ist zu 99% rein, und sehr giftig.“ gab die junge Schneiderin zu bedenken. Etwas hart entgegnete Arthur, „ist nicht das erste Mal“ – „natürlich Sir, verzeihen Sie, aber es ist eine alte Gewohnheit von mir sehr vorsichtig im Umgang mit den Chemikalien zu sein die wir hinten lagern“. Gelassen antwortete Mac Lain, „ist ja nichts schlimmes, gesunder Respekt lehrt Vorsicht. Die Kunst ist nur, daraus keine Angst werden zu lassen.“
Er nahm die Dose entgegen und quittierte den Empfang mit einer erfundenen Unterschrift. Ein Looping den er rückwärts durchstrich, wobei er den Strich leicht nach oben führte um ihn am Anfang des Loopings nach unten zu ziehen. Eine gewellte Linie komplettierte die pseudo Unterschrift auf dem Quittungsblock. In einer geübten fließenden Bewegung riss er das Doppel für sich darunter ab und verabschiedete sich mit einem Lächeln nach draußen.
Beim Jeep angekommen überreichte er die Büchse an Johnson und schwang sich wieder auf den Beifahrersitz. Grinsend gab er an Lt. Decaroux den Quittungsbeleg und sein Sergeant Majors Patch als Beweis. Dieser steckte wortlos beides in seine Brusttasche und fuhr zum Büro von Korporal Laage wo auch schon Jaqleen auf Arthur wartete. Arthur drehte den Kopf leicht zu Johnson, „Mr. Johnson, ich bitte Sie nichts zu verschütten, das Zeug das Sie hier für mich halten ist höchst giftig und Umweltschädlich. Eine Rüstung muss ich schon putzen, ich habe keine Lust, dass sich da noch ein Jeep dazu gesellt. Ich bin gleich zurück.“ Decaroux wirkte sehr zufrieden. Sollte Mac Lain mal seinen Mech verlieren würde er Ihn in seinem Trupp gut integrieren können.
„Wie war dein Spaziergang auf dem Testgelände Snow?“ erkundigte sich Mac Lain.
Jaqleen entgegnete freundlich und warmherzig, dass es ein sehr ödes Gelände sei, kaum Vegetation und noch weniger Tiere vorzufinden waren. Das Mienenfeld wäre in losen Gruppen ausgelegt mit 2-er 5-er und 7-er Cluster zusammengefasst worden. Ein Hubbagger planierte gerade, eine Fläche von 5 * 5 Meter, als Sie in der Rüstung durchlief den Platz für den Nahkampf. Das Gelände sei übersäht mit Kupferadern und Kupferbromidflözen. Ein Scan der Umgebung verriet auch, dass das Geröll stark Quecksilberfulminat haltig sei. Sie hatte sich schon einen groben Schlachtplan ausgedacht, wie sie den Mech umgehen könnte. Indem Sie mit dem Laser aus Ihrem Anzug, mit reduzierter Leistung auf das Kupferbromid schoss würde sich das durch die Thermische Anregung entzünden und eine blaue Fontäne mit hoher Farbsättigung den Sensor stören könnte. MAD ist bei der Menge an Kupfer sowieso nutzlos. Gleichzeitig könnte Sie das Quecksilber(II)fulminat anregen zu explodieren. Die Explosion sei gerade viel genug um die Steinbrocken zu bewegen damit im Seitenblickfeld eines Menschen die Illusion einer Bewegung entstünde.
Das Gelände sei ein Schlaraffenland für Mac Lain versicherte ihm Snow. Ein Haufen Sachen um in die Luft zu jagen. Er war sichtlich stolz auf sich als Lehrer und auf Snow, weil Sie endlich auch die Umgebung in ein Unternehmen miteinbezog.
Die Freude währte aber nur sehr kurz, denn als er gerade Ihr ein Lob aussprechen wollte ergänzte Sie mit leichtem Schmunzeln. Es sei trotz allem ein Ehrloses Vorgehen.

Er liess die Schultern sacken und schritt voran. Murmelte etwas von du lernst es wohl nie und Feingefühl eines Fleischerbeiles. Korporal Laage öffnete den beiden neuen Chevaliers die Türe und beglückwünschte Sie zum pünktlichen Erscheinen. Im Vorzimmer lagen fein säuberlich diverse Utensilien bereit. Einheitsabzeichen Feldausrüstung für Arthur und für Jaqleen.
Nach dem obligatorischen Foto für die Einheitsakte wobei Korporal Laage alle Mühe hatte die zerzauste Frisur von Mac Lain in irgendwelche Bahnen lenken zu wollen und zwei drei Abklärungen gab Korporal Laage den beiden noch jeweils einen Kaffee mit auf den Weg. Arthur musste gegenüber Korporal Laage erklären, dass die zweite Kontonummer bei seinen Finanziellen Angaben nicht seine Gattin oder versprochene Frau war, sondern dass Angela Gibbins seine 5-jährige Patentochter war.
Jaqleen schien mit den ganzen Währungen der Inneren Spähre etwas überfordert zu sein. Sie hatte noch nicht mal ein Konto. Bisher führte Sie immer alles als Bargeld mit sich und sammelte die Münzen und Noten in einem Seitenfach Ihres Seesacks. Wenn Sie Geld brauchte wofür auch immer nahm Sie dort das Geld raus. Wenn Sie etwas Verdiente stopfte Sie das Geld dort wieder rein. Sie empfand das Thema Geld sowieso als etwas Lästiges. Jaqleen wollte sich ranmachen und Schablonen anfertigen damit die Comic Maus auch auf Ihren Kampfanzug gut rüberkam. Sie versprach aber Korporal Laage und Mac Lain am nächsten Tag ein Konto bei einer Bank auf Wayside zu eröffnen.


Als Arthur zum Gebäude herauskam stand ein zweiter Jeep neben dem von Lt.Decaroux mit einem Italienisch anmutendem Fahrer und einer würdevollen und anmutigen Asiatin. Beide waren etwa in Mac Lains Alter und hatten jeweils einen Ordner hinten auf der Ladefläche nach einer freundlichen Begrüßung erklärten sich die beiden Stabsmannschaften dazu bereit sich dem Tross von Mac Lain anzuschließen und nach einem Zwischenhalt beim Ärztlichen Zentrum und der Küche bei Mac Lains Mech den Zusammenbau der Bombe zu begutachten. Jaqleen verabschiedete sich höflich in Richtung ihrer Baracke. Sie durften vorerst in der Gästebarracke bleiben, da die Zeit zu knapp schien für eine Umquartierung zur jeweiligen Einheit` s Unterkünfte.

Oder besser gesagt zu deren Containern, Da die Teuteburg Lanze noch im Provisorium wohnte zog es Mac Lain sowieso vor ein festeres Dach über seinem Kopf zu wissen. Zur Not könne er auch in seiner Valkyrie übernachten. Zumindest zog er es ernsthaft in Betracht. Denn ein Container in dem er einmal gewohnt hatte als er noch Korporal bei den Highlander war stürzte eines Nachts zu Boden. Die Halterungsklammern waren unsachgemäß angebracht gewesen und zudem blies ein heftiger Wind. Gehstock für das rechte Bein und ein Streckverband für den Arm waren für Ihn die Folgen. Während sein damaliger Zimmergenosse mit einem Schleudertrauma, drei gebrochenen Rippen und einem Stützgerüst für die Nase ebenfalls für etwas mehr als einen Monat ausser Gefecht gesetzt wurde.

Eine viertel Stunde später stand Mac Lain im provisorischem Sprechzimmer vom Ärztestab. Bei der diensthabenden Krankenschwester am Empfang klagte Mac Lain über Stiche im Nierenbereich, Kopfschmerzen und eine trockene Kehle. Sie wies Ihn an im hinteren Abteil sich frei zu machen und dass der Doktor gleich bei Ihm sei.
Zu Mac Lains Verwunderung erschien Oberstabsarzt Summers höchst persönlich um sich den Neuen genauer anzuschauen. Mit routinierter Gepflogenheit stellte sie präzise Fragen zu seinem Befinden schon als Sie in das abgetrennte kleinere Abteil kam. Mac Lain saß auf dem Operationsschragen und hatte lediglich seine Uniformjacke ausgezogen, nicht jedoch das T-Shirt. Das störte Summers etwas. „Ist Ihnen kalt PFC Mac Lain?“ – „Nein Madam, nur möchte ich es vermeiden mich ganz auszuziehen. Ich möchte Ihnen den Anblick ersparen. Wegen einer ähmm. Sache.“ – „Mac Lain, Ich bin Arzt, falls Sie eine Tätowierung am Rücken haben ist mir das herzlich egal. Ich habe schon einiges gesehen. Ausserdem möchte ich den Rücken abklopfen und die Lungen abhören. Das geht nun einmal nicht durchs T-Shirt.“ Mac Lain wurde jetzt plötzlich wirklich trocken im Mund. Hätte er nur einen Muskelkrampf in den Beinen vorgegaukelt. Würde er jetzt nicht in dieser Situation stecken. Wiederwillig nickte er und zog wortlos das T-Shirt aus und drehte den Rücken in Richtung der Stabsärztin. Er war sich nicht sicher ob er es war oder die Stabsärztin aber jemand schluckte sehr schwer. „Ich weiss Madam, kein sehr schöner Anblick. Seine sonst so helle Haut war überzogen von langen blutroten und fingerdicken Linien die unregelmäßigen dreieckigen Fransen hatten. Wie ein Dornenbusch schlangen sich die Linien nach oben in Richtung der Schultern. Dort wo die Peitschen einschnitten rissen die Wiederhaken Stückchen seiner Haut heraus. „Der Wundarzt war vermutlich ein Stümper gewesen, Madam“ gab Mac Lain dazu bekannt. „Er tauchte braunes Papier in Essig. Damit ich es noch länger spüren konnte wo die Peitschen mich bearbeitet hatten. –Ich vertraue auf Ihre Ärztliche Schweigepflicht Madam.“
„Natürlich Mr. Mac Lain. Die Wunden haben sich geschlossen und es wurde später etwas besser behandelt. Ich kann Ihnen anbieten, eine Tinktur aufzutragen, damit die roten Innenseiten etwas abgeschwächt werden. Es ist eine pflanzliche Salbe. Sie ist kühlend aber riecht nach geschnittenen Gräsern. Ich hoffe, dass das Stethoskop nicht zu kalt ist.“.
Es war sehr kalt und jedes Mal, wenn die Oberstabsärztin das Stethoskop auf seiner Haut aufsetzte zuckte ein Schmerz durch seinen Rücken.
„Die Lunge und die Nieren scheinen okay zu sein Mr Mac Lain. Ich müsste mal in den Rachen zünden und die Pupillen anschauen, das Abklopfen können wir weglassen, Sie scheinen zu viele Nervenbahnen am Rücken zu haben die frei liegen. Nehmen Sie derzeit Medikamente?“ – „Nein Madam.“ Gab Mac Lain Wahrheitsgemäß als Antwort.
Die Oberstabsärztin umrundete den Schragen und leuchtete in den Rachen. „Oh, die Mandeln sind raus gab Sie erstaunt zu, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Als Kind hatten Sie wohl viel Angina. Mit einem hölzernen Stäbchen das seine Zunge flach drückte war es für Arthur sehr schwer zu reden und er konnte gerade mal noch ein simples Ähä als Bejahung ihrer Aussage von sich geben. „Die Augen sind etwas glasig Mac Lain, der Rücken muss Ihnen nicht peinlich sein. Den kriegen wir zusammen hin. Ich vermerke einen Tragedispens für schwere Gerätschaften. Rucksäcke bekommen Sie ja als Mechjockey nicht. Munition für Ihren Mech können Sie bedingt einladen, sofern Ihre Blechdose keine AK-20 führt. LRM nur in der 2x2er Transportbox. Das geht etwas länger aber ist gesünder für den Rücken. Schauen Sie, unbedingt darauf, dass Sie wenn Sie die Raketen anheben immer in die Hocke gehen und beide Arme gebrauchen. Gleichmäßig und Langsam. Die Kopfschmerzen kommen von Sauerstoff Mangel. Sie sind sich an gehaltvollere Luft gewöhnt als wir hier haben. Auch ist Ihnen die Luft zu warm. Deshalb plagen Sie Kopfschmerzen. In die Lebenserhaltung Ihres Mechs müssten Sie Manntiolhexanitrat der Luftaufbereitung zugeben. Es bewirkt eine Weitung der Blutbahnen. Es ist ungefährlich weitestgehend. Die Techs sehen es nicht gerne, wenn an der Lebenserhaltung rumgeschraubt wird, aber wenn Sie täglich 10-15 Minuten einfach im Mech sitzen und sich <belüften> lassen, damit können Sie besser durchatmen.“ – „Madam, das habe ich bereits ausprobiert und die Anzeigen für das Manntiolhexanitrat ist auf 500 Gramm gesunken, ich habe schon angefangen es zu rationieren. Ich bin zwar kein Mediziner, aber bevor ich die Uniform anzog war ich Chemielehrer “ gab Mac Lain zu verstehen.
„Oh, ich verstehe gut. 500 ist nicht gerade viel. Ich erkundige mich ob wir eine grössere Menge haben die wir Ihnen abgeben können. Aber gerade wenn es um die Gesundheit geht ist sparen ein falsches Argument.“ Tadelte die Oberstabsärztin Summers während Sie auf dem Tablet herumtippte. Wir können Ihnen jetzt 2.7kg mitgeben, zur Salbe die tragen Sie bitte 3-mal wöchentlich am Abend auf den Rücken auf. Da sie sehr dünnflüssig ist sollte das kein Problem sein. Sie zieht auch sehr schnell ein. Sie haben dann einfach eine Kräuterfahne. Damit es keine falschen Anschuldigungen gibt sie wären betrunken, schreibe ich in die Akte, dass Sie eine Salbe für ihre Kniescheiben bekommen, die wegen falscher Körperhaltung zu sehr abgenutzt worden sind.“ – „Danke Doc.“
Etwas später schlenderte er zum Jeep und gab wiederum PFC Johnson eine grössere Dose zur Verwahrung in den hinteren Teil des Jeeps. Nachdem der Tross aus zwei Jeeps bei der Küche einen kleinen Halt einlegte und Mac Lain mit einer alten Tasse und zwei Glasschüsseln herausspaziert kam fuhr Decaroux zum Mechhangar wo er Arthur aufgabelte. Meister Tech Doreen Simstein und Li Ming brüteten über den Bauplänen der Valkyrie von Arthur der im Wartungsgestell stand über den besten Platz für das Einheitsabzeichen. Arthurs Mech war der einzige Mech der im Wartungsgestell stand. Decaroux grinste Arthur an und freute sich schon. „Zeit die Maske fallen zu lassen. Mac Lain“ spottete er als er den Schlüssel drehte und den Jeep abstellte.
„Nanu, Arthur schön bist du wieder bei uns. Was hat denn so lange gedauert? Und wo willst du hin“ fragte Li Ming verwundert. Zielstrebig steuerte Mac Lain zur Strickleiter von seinem Mech. „Senior Tech Li Ming, der Verrückte geht seiner Arbeit nach, Bitte richten Sie mir einen sauberen Tisch mit Rollen hinzustellen. Ich muss eine Bombe basteln. Sie dürfen gerne zusehen.“ – „Wie bitte? Duu? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Decaroux was soll das?“
„Na ja. Ich muss Sie leider enttäuschen Senior Tech Cao, der Verrückte IST der Jockey.“
Li Ming wurde bleich und beeilte sich vom Arbeitstisch alles wegzuräumen und den Tisch mit einer Plastikfolie neu zu bespannen.
Als Arthur mit zwei breiten Koffern in der Hand die Treppe herunterkam sah er den hochroten Kopf von Li Ming und hielt es für angebracht sich bei Ihr für die Scharade und das falsche Spiel zu entschuldigen. Erstaunlicherweise war Li Ming gar nicht sauer auf Ihn sondern verbeugte sich tief und entschuldigte sich, Ihn derart falsch eingeschätzt zu haben. Arthur bedankte sich für die Bereitstellung der Tische wobei es Ihm schwer fiel seine Konzentration aufrecht zu halten. Weil Li Ming sich erst wieder erhob als er Ihre Verbeugung erwiderte.
Aus einem Koffer holte er eine Glasviole und eine Wachskerze heraus. Danach ging er zum Jeep hievte den anderen Koffer vorsichtig auf die Ladefläche. „Johnson seien Sie so nett und reichen Sie mir die beiden Büchsen und die Utensilien aus der Küche. Lieutenant, wenn ich bitten darf, mir zu folgen.“
Wie Ein Lehrer der aus der Schülerschaft einen Gehilfen herauspickte schlenderten beide hinter den Arbeitstisch. Mac Lain drapierte die Tasse vor sich und die beiden Schüsseln etwas weiter weg. Zur seiner Linken baute er routiniert einen Bunsenbrenner und ein Dreibein mit Erlenmeyerkolben auf welches er alles aus dem Koffer holte den er noch beim Tisch hatte.
„Also Johnson, mal eine kleine Privatlektion für Sie“ witzelte Mac Lain und brachte es fertig beim schüchternen Johnson ein schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern, wie ein fleißiger Schüler zückte dieser einen Notizblock und ein Schreiber um sich erst das Arbeitsfeld grob zu skizzieren. Korporal Tomonaga und PFC Patroni gesellten sich zu dem jungen Pionier und schauten gebannt. Obwohl Tomonaga etwas mehr Abstand zur Arbeitsfläche für Angebracht hielt.
Die Glasviole war oben und unten offen und an einigen Stellen geschwärzt und einige Löcher wurden präzise in unregelmäßigen Abständen in die Glaswände getrieben. Diese legte er auf die rechte Seite der Tasse und ganz rechts außen platzierte er das Schwarzpulver.
Im geübten Lehrerton begann Arthur als er sicherstellte, dass der Bunsenbrenner noch genug Gas besaß. „Dieser Aufbau ist relativ einfach, nichts desto trotz müssen Sie äußerste Vorsicht walten lassen, Eine spontane Reaktion während der Zusammenstellung ist nicht ratsam und meistens auch nicht gewollt. Auf die einzelnen Komponenten komme ich später zu sprechen falls Sie das wünschen. Als erstes werden wir das Kerzenwachs schmelzen. Er dient später zur Abdeckung. Sollte flüssig sein aber nicht zu warm. Beginnen wir mit Auratina und dem Manntiolhexanitrat. Vom Auratina benötigen wir alles, vom Mannitol nicht. Wir mischen nun die Hälfte von der Auratinabüche, vorsichtig in der ersten Schüssel, mit derselben Menge Manntiolhexanitrat. Für eine bösartigere Antipersonensprengfalle können Sie Nägel, Schrauben und Metallsplitter an den äußeren Rand der Bombe kleben. Das wollen wir aber bei dieser Bombe unterlassen. In die zweite Schüssel geben wir ebenfalls Auratina und Manntiolhexanitrat und mischen diese mit einem Quirl aus Plastik oder Glas. Es ist wichtig keine Metallenen Gerätschaften zu benutzen. Wenn sie eine homogene Pulvermischung erreicht haben, geben Sie genug der Mischung in das Bombengefäss. In diesem Fall die Tasse. Schauen Sie, dass ca.1/2 des Gefäßes befüllt wurde. Danach nehmen Sie die Glasviole und versiegeln diese Unten mit etwas Wachs, wenn sie erkaltet ist stellen Sie diese aufrecht in die Mitte und zwar so, dass der obere Rand bündig mit dem Gefäß fluchtet.“ Ein geübter Blick von Mac Lain bestätigte Ihm, dass Johnson fleissig mitschrieb und gut mitkam. Er fixierte die Viole mit zwei Fingern und sah zu Decaroux „Lieutenant, wären Sie so freundlich in die Viole nun das Schwarzpulver einzufüllen?“. Decaroux räusperte sich, „natürlich gerne.“
Mit einem Nicken quittierte Mac Lain die Hilfsbereitschaft des Offiziers.
Interessiert fragte Decaroux, „woher haben Sie die Viole Mac Lain“.
Verschmitzt grinste Mac Lain „Das war mal eine Leuchtstoffröhre. Eine sehr gute Frage. Während er simultan mit Decaroux den Hohlraum zwischen der Tasse und der Viole mit seiner Mixtur auffüllte. „Wie sie sehen können PFC Johnson, ist zwischendurch etwas Schwarzpulver ins Auratina-Gemisch gekommen, das macht nichts. Unterdessen Schnitt er einen schmutzigen Stofffetzen zurecht und schuf eine Abdeckung für die Tasse die jedoch nicht über den Rand hing und die Viole ebenfalls frei liess. „Grundsätzlich können Sie jede Art von Zünder anbringen, Ich bin jetzt mal so faul und benutze einen Niederfrequenz Empfänger. Den bekommen Sie in jedem Baumarkt oder RC Laden. Die Runde Form des Gehäuses passt wunderbar auf die T3 Quecksilberdampf-Leuchtstoffröhre. Wichtig ist, keine schlagenden Bewegungen gegen den Tischboden auszuführen um die Pulver zu komprimieren. So, die Kerze ist geschmolzen und die Flüssigkeit beginn schon wieder fest zu werden. Es sollte nicht wärmer als 70 Grad sein. Langsam liess er die geschmolzene Kerze aus dem Erlenmeyerkolben in einem dünnen Strahl auf den Lappen und den Empfänger rieseln. Das Wachs fixiert die Geschichte, falls Sie gezwungen sind die Bombe schräg zu platzieren.“
Johnson blätterte zweimal sein Notizblock um und schrieb penibel mit was Arthur sagte.
„Sir, PFC Johnson, Warum haben Sie so viel Manntiolhexanitrat nicht gebraucht?“ forschte Johnson interessiert. „das ist für die Lebenserhaltung in meinem Mech, ich habe das Hexatat im Speicher etwas zu fest beansprucht. Sie können gleich oben nachschauen wo das eingelagert ist, bei der Lebenserhaltung, damit Sie auf dem Feld mal bei einem Wrack leichter dazu kommen. Es ist weiterhin erhältlich bei der MASH Einheit und in Spitälern.“ Schloss Mac Lain.

„Incredibile“ staunte Patroni. „und eee, das explodire gudd?“ fragte er interessiert an die Adresse von Mac Lain gerichtet.
„Es ist je nach Mischungsgrad und Reinheit der Materialien etwa 4-7-mal effektiver als RDX, einem alten Sprengstoff von Terra, besser bekannt als Hexogen oder Cyclonit. Weil dieser Sprengsatz sehr reine Inhaltsstoffe aufweist, beziehungsweise ich ja dafür gesorgt habe, dass es rein ist. Gehe ich davon die siebenfache Sprengkraft von RDX in der Tasse zu haben. Es reicht aus um einem gesunden Medium Mech, wie einem Hermes 2, den Center Torso herauszuschrauben. “
„Korporal Tomonaga, PFC Patroni, Haben Sie die Unterlagen dabei um die ich gebeten habe?“ schnitt Decaroux die Unterhaltung ab. Sie hätten genug Zeit eingeplant, aber er wollte an Jara etwas liefern und die nächste Kurzmeldung die Jara verlangte müsste er in 10 Minuten abschicken. Die Bombendemonstration von Mac Lain war noch eine halbe Stunde weg. Somit könnte auch er die Unterlagen nach ungewöhnlichem Durchsehen. Seinen findigen Geist hatte er ja mit der Materialbeschaffung unter Beweis gestellt und Decaroux notierte sich das minutiös wie leicht es Mac Lain gelang an die Chemikalien zu gelangen. Er beschloss gegen den Abend auf seinem Data Pad einige Vergleichsdaten zu jonglieren in Bezug auf die Sprengstoffe der Einheit. Für den morgigen Tag notierte sich Decaroux, dass er sich Mac Lain ausborgte um die Vorräte der Chevaliers durchzusehen und die Sprengstoffe für kommende Unternehmen etwas aufzubessern. Wer weiss, vielleicht konnte Mac Lain, er war sich sogar sicher, noch einige Überraschungen vorbereiten für die Chevaliers. Auch darüber setzte er Major Fokker in Kenntnis und deutete an, ob ein Sprengstoff Kurs bei den Chevaliers vielleicht von Nutzen wäre. Das entschied aber letztendlich Jara.
„Tomonaga, ich bitte um die Aufzeichnungen der Bestellungen vom Vorfall am 04. April +2 Wochen vorher. Für Sprengstoffe und Metalle. PFC Patroni, wenn Sie sich denn lösen können, bitte die Reparaturaufträge für die entsprechende Zeit ebenfalls 04. April bis und mit zwei Wochen davor. Auf dem Tisch bitte, aber vorsichtig, die Bombe soll erst in einer halben Stunde hochgehen.“

Beide Stabsangestellten taten wie Ihnen aufgetragen wurde. Ohne einen Wiederlaut von sich zu geben. Während Mac Lain mit der Hilfe von Johnson, die Bombentasse vorsichtig in einen selbst gebaute kardanische Halterung einlagerte um die Bombe anschließend auf das Testgelände zu transportieren. Als er an den Arbeitstisch zurück kam waren zwei Stapel fein säuberlich vor Ihm aufgetürmt und ohne sich bitten zu lassen blätterte er diese durch.
Es dauerte fünf Minuten bis er sich aus dem linken Stapel einen Zettel herauszog. Es war der Reparaturantrag für den Wok, der am Vortag explodierte. Als Grund der Reparatur wurde Materialermüdung genannt und sauber dokumentiert, dass ein Loch im Wok Talboden drohe, wenn der Antrag abgelehnt werden würde. Zweifellos war es Rybacks Handschrift denn seine Unterschrift prangerte gut lesbar in Arabischen Lettern unter seiner Unterschrift. Den Zettel legte er quer zur Blattrichtung auf den Stapel. Machte sich wortlos auf zum zweiten als ein Räuspern von Decaroux ihn in der Bewegung erstarren liess. „ähmm und, was haben Sie gefunden. Ich bin nicht so schnell im Tippen Mac Lain, ich muss die Meldung rechtzeitig raushauen sonst krieg ich was zu hören.“

„Lieutenant Decaroux, Korporal Tomonaga, soll ich für Sie tippen? Sie könnten sich die Unterlagen so auch anschauen.“ meldete sich Yumiko Tomonaga zu Wort. Mit einem dünnen Lächeln bedankte sich Decaroux und reichte Ihr das Data Pad weiter, sagte Ihr aber nichts weiter. Sie war klug genug dem Betreff das Wort Geheim zu entnehmen und verstand schweigend. Decaroux machte einen Schritt auf den Tisch zu und nahm sich das bereitgelegte Reparaturformular um es besser lesen zu können.
In gewohnten Diktierton ratterte er herunter: „Korporal, bitte schreiben Sie. Wok Klammer Küchengerät Klammer zu, wurde am 25 zigsten März zur Reparatur eingereicht wegen Materialermüdung am Pfannenboden, ordentlich von der Reparaturstelle am 29igsten desselbigen Monats als erledigt retourniert für den Gebrauch. Es wurde ein 25 Millimeter mal 25 Millimeter Stück Silberstahl Lebensmittelecht eingetrieben.“ Er stockte kurz und wandte sich an Mac Lain: „PFC Mac Lain, Erklären Sie fürs Protokoll bitte erstens Silberstahl zweitens Lebensmittelecht eingetrieben.“ – Mac Lain erwiderte ohne seine Wühlerei zu unterbrechen in Lehrer-Manier „Silberstahl ist eine alte Bezeichnung für Vanadium Chrom Legierter Stahl. Frühere terranische Bezeichnung 115Chrom Vanadium3, eheste Verwendung sind Metallbearbeitende Geräte, Bohrer, Gewindeschneider Stempelmatritzen für Verformungen, Aber von Küchenutensilien habe ich noch nie gehört. Lebensmittelecht eingetrieben, Vermutlich wurde ein Loch gefräst und der Flicken wurde solange mit einem Ingenieurshammer in die Form getrieben, bis eine Formschlüssige Verbindung entstand. Silberstahl ist resistenter als ein Kupferflicken gegenüber Ölen, Säuren und mechanischen Belastungen, auch wenn durch Wärme die Werkstoffhärte beeinträchtigt wird.“ Mac Lain stutzte und blickte zu Decaroux auf. „Farblich angelassener Silberstahl hat die gleiche Oberflächenfarbe wie eine Stange Magnesium, na ja fast zumindest. Wenn es auch nur rund sechsmal leichter ist. Ich halte es für Ratsam, dass wir nach der Demonstration bei der Werkstatt vorbeigehen.“. „Ruhig alles mitschreiben Korporal ruhig mitschreiben.“ Forderte der Sicherheitsoffizier. Während Yumiko Tomonaga` s flinke Hände über das Data Pad huschten.
Mit halb triumphierender Miene zog Arthur einen zweiten Zettel mit Materialanforderungen aus Tomonaga’ s Stapel. „Hier Sir, Silberstahl wurde am 26 zigsten März von der Werkstatt bestellt, zusammen mit einem guten Dutzend anderer Metalle.“. Mac Lain legte den Zettel vor Decaroux hin.
„Korporal, fügen Sie bitte diese Notiz hinzu, danach verschlüsseln Sie die Nachricht mit Standard. Sie dürfen sich in der Kantine einen Kaffee holen, zusammen mit PFC Patroni. Ich brauche Sie nicht mehr für heute, Danke sehr. Damit ich mich klar ausgedrückt habe: Für Sie beide gilt, kein Wort an dritte. Die beiden Zettel sind Beweismittel und verbleiben in meiner Obhut bis auf weiteres.“
Von Korporal Tomonaga kam ein zackiges „Hai Chu-i“ und von Patroni ein vergleichsweise schläfrigeres „Cormprende Teniente“ nachdem beide Ihre Restlichen Unterlagen einsortieren fuhren Sie im Jeep gemächlich aus dem Mechhangar.

Decaroux sah erstaunt zu wie Mac Lain den Kehrbesen schwang um die gröbsten Spuren von Sand und Kupferstaub aus dem Hangar zu befördern.
„Hey Mac Lain, sagen Sie mal, was soll das, wenn es fertig ist?“
„Sir, der Hangar ist brandneu und wenn die Techs die Reifenspuren sehen flippen die aus. Daran will ich nicht schuld sein.“ Antwortete Mac Lain aus einer Entfernung von fünf Metern. Zwischen herzlichen Lachern entgegnete Decaroux: „Sie wollen wohl Ihren Tech bei Laune halten. Für so etwas haben die Chevaliers AsTechs.“ Noch immer schmunzelnd ging er zum Jeep und stellte den linken Fuss auf das Trittbrett. „Wenn wir denn alles haben sollten wir langsam los. Das Testgelände wartet.“
Thema: Chevaliers
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06.10.2017 22:49 Forum: Söldner


Wenn die kleine Studiert, oder der Kleine wie auch immer, kann es auch mal länger gehen.
Das habe ich alles noch vor mir. Volle Windeln, Schlafstörung wegen Fläschchen geben Zahnen, Pubertät und der erste Schwarm...
Thema: Das Callahans - Ein Bier ist nicht genug
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02.10.2017 14:39 Forum: Innere Sphäre


"Man kann im Nachhinein den Verlauf einer AK Kugel nicht ändern, das ist noch niemandem gelungen. Glauben Sie mir, auch ich hätte gerne die eine oder andere Sache nicht gesehen. Diese Militärbasen sind erst zu einem guten Drittel wiederentdeckt. Unsere Scouts haben auch auf einem Pheripherie Planetioiden eine kleine Basis mit eingelagerten Melchior Panzern entdeckt. Es war nicht viel anderes da. Nur vier dieser Panzer die aussahen als ob sie die Brötchen wären für einen Hamburger. Sie fuhren recht passabel. Zwei konnten den Feldzug überstehen. Dafür büssten wir einige Mechs ein. " er schluckte heftig und zog ein Taschentuch aus dem Ärmel " verzeihen Sie kurz, geht gleich wieder bei Ihnen". Er noss einmal herzhaft in das Tuch und verstaute es anschliessend wieder im Ärmel.
"Wo war ich, Ach ja der kleine Drecksklumpen... Wir hatten einige Leute verloren durch Gefechte und nicht ganz wohl gesonnene Zivilisten.
Zu viele, die Reihen waren dermassen gelichtet worden, dass unser Dropship mühelos von dem Dreckhaufen starten konnte. Vermutlich haben wir auch nur einen kleinen Teil der Anlage unter die Lupe nehmen können, Teile waren eingestürzt und wir hatten einige Piraten am Rücken kleben. Ich schätze dort war sicherlich noch mehr an Vorräten gelagert. Wie auch immer wir haben überlebt. Zumindest einige von uns. "

Insgeheim hoffte Arthur zwar dass Ace Ihn nicht zum Planetoiden ausfragte, denn irgendwann würde es ihn in einer neuen Söldnereinheit dorthin verschlagen. Wissen ist Macht, und wenn dort auch nur ein Mech noch stand würde er ihn sich holen wollen. Auch wenn es ein Urban Mech war.

Langsam fuhr sich Arthur über die Stoppeln auf der Rechten Backe. Rasieren wäre wirklich mal wieder angebracht , tadelte er sich.
"Spielen Sie? Ace, Bridge oder Whist? "
Thema: Chevaliers
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02.10.2017 10:03 Forum: Söldner


So meinen Einstandstext habe ich ja jetzt komplett. Komisch auf einem Word Dokument sieht es immer nach mehr aus als wenn man es hier postest.

Schwangerschaft beutet Nachwuchs für die Battletech Tische. Gut, hier ist es noch nicht so schlimm wie bei den Modelleisenbahnern. Dort sind junge Neue Mitglieder meist im Alter um die 50+.
Thema: Chevaliers Season V
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01.10.2017 08:44 Forum: Kurzgeschichten


Auf dem Rückweg von der Küche zur Gästebehausung grübelte Arthur bedächtig erneut über die ganze Sache, die Chevaliers, der Küchenstreich. Irgendetwas passte hier nicht zusammen. Woher das Magnesium kam konnte er sich halbwegs zusammenreimen. Aber das Schwarzpulver, es war hier draußen. Ein Pionier würde einen solch gravierenden Fehler nicht begehen. Vor allem, was das ganze bezwecken sollte. Das Mittagessen? Wenn es so gut war wie das Frühstück, hatten es die Leute mit einer Küchencrew zu tun, die jede Hauseinheit haben wollte. Selbst Liao würde einen Planeten hergeben, gut, Liao würde den Planeten unter Protektion stellen wollen, aber die Aktion verhinderte nur, dass alle das reguläre Mittagessen bekamen, stattdessen kaute man die Notrationen, die Beliebtheit des „Täters“ wie Decaroux ihn nannte, stieg vermutlich nicht gerade mit dieser Aktion.
Der Magnesium Flicken war zirka 2.5 x 2.5 Zentimeter groß gewesen.

Für eine tödliche Ladung viel zu klein. Abrupt stoppte Arthur seinen müßigen Gang und zog sein schwarzes Büchlein hervor. Jaqleen konnte locker mitlesen, was sich Arthur notierte, da sie viel größer war als Arthur. Aber sie sah nur mit einem Auge hin. Aus der Ferne kam eine bekannte Person auf die beiden zugeeilt. Wäre Arthur weitergegangen, wäre er vermutlich ein zweites Mal mit der herannahende Person zusammengerauscht und wäre wieder mit ihr zu Boden gegangen. So wie Jaqleen Arthur kannte, hätte ihm das aber nicht viel ausgemacht. Nur seltsam, dass er das erste Mal nicht gleich etwas gesagt hatte. Manchmal verstand Jaqleen die Menschen der Inneren Sphäre doch nicht. Wenn er sich paaren wollte, warum hatte er es ihr dann nicht gesagt? Um Arthur, eine Vorwarnzeit zu geben und sich wieder auf das Hier und Jetzt konzentrieren zu können, stupste sie ihn kurzerhand an und rief der entgegenkommenden Person zu: „PFC Cook, welch Freude, Sie erneut zu sehen.“

Obwohl Sie gerannt war schien Caroline sehr sportlich zu sein, denn Sie machte nicht einmal den Anschein, als ob sie außer Puste gekommen wäre. „Ich war gerade im Vorzimmer der Chefin. Corporal Laage hat Ihre Verträge vorbereitet und lässt ausrichten, dass Sie morgen um 11 Uhr zur Unterschrift bei ihr vorbeikommen können. Sie wissen ja, wo ihr Büro ist. Das ist der Raum, in dem Sie sich vorhin zum Bewerbungsgespräch angemeldet haben.“

„Herzlichen Dank, Ms. Cook. Wenn Sie schon mal hier sind, dürfte ich Sie fragen, wer bei Ihnen die Bestellungen für Verbrauchsmaterialien, Munition und Küchenbedarf tätigt?“, erkundigte sich Arthur. Er begann Caroline zu mögen, sie hatte ein bezauberndes entwaffnendes Lächeln. Ihre lieblichen Rundungen hatte er ja schon früher mitbekommen.
Sie räusperte sich und fuhr etwas steifer fort „Da Sie von Colonel Copeland berechtigt wurden, in dieser Sache zu schnüffeln, werde ich mich kooperativ zeigen, aber ich verpfeife keine Kameraden, das möchte ich gerne vorausschicken. Auch wenn ich Stabsdienst leiste, bin ich in erster Linie Soldat.“

„Aber, aber, Miss Cook“, tadelte Arthur die junge Soldatin und schaffte es, sie zu beruhigen. Feuer schien Sie ja zu haben. „Ich möchte doch lediglich einer Spur nachgehen und die Leute interviewen. Ich bin nicht hier um Vorwürfe in den Raum zu stellen.“
Etwas misstrauisch antwortete sie schließlich sehr zögerlich: „ Im Stabsbereich 3 unter der Leitung von Captain Jessica Stuart arbeiten für militärische Güter Lieutenant Cohen, für nicht militärische Güter Lieutenant Bata zusammen mit Sergeant Major Alegria als Quartiermeisterin. Alle haben noch jeweils eine gewisse Anzahl an Unteroffizieren und Mannschaften zur Hand.“

Mit gütigem Lächeln versuchte Arthur etwas menschliche Wärme in seine Stimme zu legen und dankte PFC Cook von Herzen. Er notierte sich die Namen und deren Rang. „Jaqleen? Würde es dir etwas ausmachen wenn wir unser Mittagessen ausfallen ließen und Decaroux weiter unter die Arme greifen?“

Die große Elementarin sah ihn schief an, musterte ihn kurz und sagte schließlich knapp: „Pos, die Rationen sind noch verschweißt, vielleicht brauchen wie diese später mal noch.“
Sie verabschiedeten sich von Caroline freundschaftlich, und beinahe sah es so aus, als ob Arthur ihr etwas länger die Hand gab als es nötig war. Jaqleen entschied sich jedoch, vorerst nichts dazu zu sagen. Arthur war, soweit sie ihn schon kannte, etwas dünnhäutig in dieser Angelegenheit.

In etwas schnellerem Schritt gingen sie wieder in Richtung Küche, der Jeep von Lt. Decaroux stand noch davor, ein gutes Zeichen, dass der Leutnant noch drin war. Arthur erspähte Decaroux, wie er unter einem geborstenen Fenster mit einer Pinzette einige Scherben in eine Tüte packte. Wohl zur Beweissicherung. Dieser wandte sich um, als er Schritte hinter sich vernahm und grinste bis über beide Ohren. „Haben Sie Blut geleckt, oder finden Sie Ihre Unterkunft nicht mehr, Mac Lain?“
Verdutzt blieb die Elementarin stehen. „Diesmal bremste PFC Cook in entsprechender Entfernung ab. Es kam zu keinem Aufprall.“
Mac Lain musste schmunzeln, diese alte terranische Metapher hatte er ihr noch nie beigebracht. Etwas amüsiert musste auch Decaroux feststellen dass die Elementarin diese Redewendung falsch interpretierte.

„Äh, nein Sir,“ begann Arthur nach einer Weile, „ Ich habe lediglich ein paar Zahlen jongliert. Ausgehend von der Verwüstung und Verrußung sowie der Schilderung von Koch Ryback müssten etwa 80 Gramm Magnesiumoxid im Spiel gewesen sein und etwa 100-125 Gramm des Schwarzpulvers. Ich würde gerne in Ihrem Beisein zwei Offizieren einige Fragen stellen. Oder deren Mitarbeitern. Auch würde ich anraten, beim Munitionsbunker einen Clan Elementar Kontroll-Posten einzurichten, falls Sie das nicht bereits schon gemacht haben. Außerdem müssten Sie einen Fehlbestand im Schwarzpulver kontrollieren, ich würde dazu einen Pionier-Offizier und eine präzise Küchenwaage zu Rate ziehen.“
„Möchten Sie Jaqleen für diesen Posten vorschlagen, Mac Lain?“, unterbrach Decaroux ihn und verengte dabei die Augen.
„Nein, denn sie trägt Ihre Comicmaus nicht, noch nicht, Sie müssten Sergeant Geisterbär um einen Elementar bitten für die Dauer der Untersuchung“, warf Arthur ein.
„Bei den Fragen nehmen wir am besten die Offiziersmesse. Wen benötigen Sie zu sprechen, Mac Lain?“, wollte Decaroux wissen.

Arthur kramte sein Notizbuch hervor und begann zu erklären, dass er Lt. Cohen mit den letzten Bestellungen von Sprengstoffen aller Art und Lt. Bata mit Reparaturanträgen bräuchte, um die Bestellungen und Anträge mit den bereits zuvor in der Küche geäußerten Thesen stützen zu können. Als Arthur mit seinen Ausführungen schloss, wollte er gehen, doch Decaroux hielt ihn am Arm fest und schaute ihm eindringlich in die Augen. „Ich zähle auf Sie, Mac Lain. Ich kann Ihnen nicht befehlen, den verdammten Vertrag zu unterschreiben, doch ich hoffe doch sehr, dass bald die Comicmaus hier zu sehen ist. Habe ich mich klar ausgedrückt?“
„Sie haben Sich klar und deutlich erklärt, Lieutenant, und ja, von meiner Seite her, ich werde morgen Elf-Einhundert den Vertrag mit Freuden unterschreiben. Außerdem werde ich noch weiter gehen. Ich werde mit den Pionieren mein Wissen teilen. Denn seit langem fühle ich mich wieder wohl in meiner Haut.“

Decaroux wirkte zufrieden. Mit den Worten „Guter Mann“ ließ er ihn ziehen, denn er wusste, dass beide nun von den Chevaliers überzeugt waren. Beide waren gut zu gebrauchen. Formbar und Willens den Chevaliers in künftige Abenteuer zu stürzen.
Thema: Das Callahans - Ein Bier ist nicht genug
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29.09.2017 17:01 Forum: Innere Sphäre


" Wenn Sie darauf bestehen... Ace, freut mich, dann bitte ich Sie auch um den gleichen Gefallen. Arthur meinen Vornamen zu benutzen. Ausserdem bin ich seit meinem 17. Lebensjahr nicht mehr auf meinem Gut gewesen. Ich vertraue, dass der Gärtner und der Verwalter sowie dessen Familien meine kleine Insel in meinem Sinn verwalten. Die Zahlen die sie mir zustellen, scheinen zu stimmen und mich zu erfreuen. Aber Sie wissen ja selbst. Wer es nicht selbst kontrolliert der findet auch keine Mäuselöcher. " Angesichts der langen Zeit kam etwas dass sich wie Heimweh anfühlte in Arthur hoch, oder war es ein quer liegendes mit Salz besprenkeltes Gebäck, er konnte es nicht genau identifizieren, einmal hart gehustet und schon war alles wieder in Ordnung.

"Über Ihr Regiment habe ich schon sehr viel gehört als ich noch bei den Kearny Highlanders war. Sie müssen sehr stolz sein ein solch Nobles Regiment zu führen. Mein Onkel war auch Offizier aber ich bin nie so weit gekommen, Seargent Major ist in den Augen meiner Ahnenreihe nicht gerade das höchste der Gefühle, aber ich finde lieber ein lebendiger Unteroffizier als ein Kremierter Offizier. Falscher Ehrgeiz ist an der Front tödlich. Zumindest ist das meine Meinung".
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