The World of BattleTech
Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite

The World of BattleTech » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 9.007 Treffern Seiten (451): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
14.05.2019 23:17 Forum: Söldner


So, die Woche geht es dann mal weiter.
...hoffentlich.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
07.05.2019 20:48 Forum: Söldner


Eine Söldnereinheit ist eine soldatische Struktur, mal laxer, mal fester. Aber so eine Blutprobe ist schon ein massiver Eingriff, der begründet werden muss. Mit "Drogentest" ohne Verdachtsfall ist das schon relativ harsch. Das machen nicht mal Hauseinheiten.
Ich finde, das mit den Hormonen ist da eine gute, sinnvolle Begründung.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
06.05.2019 21:54 Forum: Söldner


Guter Text, aber die Blutprobe am Schluss halte ich für schwer zu rechtfertigen.
Besser wäre gewesen, den hormonellen Stand der Soldaten zu überprüfen, nachdem der Wegfall der Medikamente nun allmählich den "normalen" Hormonhaushalt einkicken lässt.
Thema: Frühling 2019
Ace Kaiser

Antworten: 9
Hits: 197
24.04.2019 12:43 Forum: Anime


Wohoo, der Mittwoch ist LIT! Erst Tate no Yuusha, dann Kenja no Mago.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
23.04.2019 20:24 Forum: Söldner


So, Herrschaften. Nach intensiver Arbeit mit Cattaneo präsentiere ich den Text, der das Finale der jetzigen Season einläutet. Also, Ideen und Texte her, es wird scharf geschossen. ^^
Thema: Chevaliers Season V
Ace Kaiser

Antworten: 82
Hits: 41.617
23.04.2019 20:23 Forum: Kurzgeschichten


„Danke, dass Sie mich so kurzfristig empfangen, Hakshaku.“ Manfred Scharnhorst verbeugte sich korrekt und zackig vor dem Grafen Odaga, wie es das Protokoll vorschrieb. Er trug die volle Ausgeh-Uniform der Chevaliers, und seine draconischen Belobigungen waren ganz oben auf seiner Ordensleiste angebracht, um seine Verdienst für das Kombinat hervor zu heben.“
Seizo Odaga nahm beides zur Kenntnis, sowohl das Kampagnenband, als auch die Verbeugung, und deutete dann auf einen freien Platz am Konferenztisch, an dem er mit seinem Sohn und einigen Beratern saß. „Sie sind willkommen, Sho-sa.“ Dies aber sagte er in einem Ton, der deutlich machte, dass er eben nicht willkommen war.
„Danke, Hakshaku.“ Scharnhorst nahm Platz, nur durch Anatoli Tanigakis Sitz vom Herrscher des Planeten Darius entfernt. Bei allem Unmut, den der Herrscher über die Höllenhunde und ihre Mission empfinden musste – als Bedrohung empfand er Scharnhorst und die Höllenhunde nicht.
Scharnhorst wartete, bis das Wort wieder an ihn gerichtet wurde, ein Benehmen, das Odaga verwunderte. Er hätte erwartet, dass der Gaijin-Söldner mit seinem Anliegen gleich herausplatzte. Da er es aber nicht tat, widmete sich Seizo Odaga wieder seinen Beratern und ließ sich im Detail erklären, wie die Stipendien für die Versehrten der Überfälle ausfallen würden, wie der Genesungsstand der Verwundeten war, und wie weit der Wiederaufbau der zerstörten Siedlungen. Dies dauerte über eine halbe Stunde, in der jeder Anwesende mindestens einmal zu Wort kam, aber nicht Scharnhorst. Nach fünfunddreißig Minuten erst richtete der Herrscher sein Wort an den Söldner. „Sie haben um dieses Treffen ersucht.“
Scharnhorst nickte so tief, dass es fast schon eine Verbeugung war. „Hai, Tai-sa. Ich meine, Hakshaku.“ Der Tai-sa – Einwurf war natürlich beabsichtigt gewesen und sollten den Hausherrn als Soldaten ehren und ihn für das weichkochen, was die Höllenhunde noch mit ihm vorhatten. Manfred Scharnhorst bemühte sich nach Leibeskräften, sein bestes Pokerface aufrecht zu erhalten. Er hatte, um dieses Treffen bekommen zu können, ein paar mächtige Köder ausgestreut, und es war sein verdammtes Recht, jetzt an deren Leinen zu ziehen und die Beute einzuholen. Also arbeitete er bedächtig und langsam – auch wegen der zweifellos auf ihn gerichtete Blicke der Wächter – nach seiner Aktentasche, öffnete sie und zog eine ROM hervor. „Wie ich bei der Anfrage nach dem Termin bereits gesagt habe, möchte ich gerne einen Zwischenbericht mit Euch teilen, Hakshaku. Dieser Bericht betrifft sämtliche unserer Ermittlungen auf Darius und liefern ein Fazit. Da die Zusammenarbeit mit Euren Institutionen und speziell mit Tai-i Tanigaki aber sehr gut war, komme ich nicht umhin, zumindest die wichtigsten Fazits der Darius-Ermittlungen mit Haus Odaga schon jetzt zu teilen.“ Scharnhorst sah dem Fürsten direkt in die Augen, als er die ROM über den Tisch schob. „Dabei sind die Einzigen, die ein Anrecht auf meinen Bericht haben, der Koordinator persönlich, der Präzentor Martialum und der Khan der Geisterbären.“ Und das war auch zu einhundert Prozent richtig. Einem quasi Verdächtigen noch während der Ermittlungen etwas über diese Ermittlungen zu erzählen, war normalerweise eine Riesendummheit. Oder ein sehr großer Vertrauensbeweis.

Odaga griff nach der Disk, ohne den Augenkontakt zu verlieren, und reichte sie dann seinem Sohn. „Fassen Sie es für mich zusammen, Sho-sa.“
Scharnhorst nickte erneut. „Odaga-Hakshaku, nach meinem Standpunkt und dem der ISA aus gesehen kommen wir zu dem vorläufigen Schluss, von dem wir nicht ausgehen, dass er sich ändern wird, dass Haus Odaga weder die Einheit ausgerüstet hat und unterhält, die das Geisterbärendominion angreift, noch dass es sich bei den Kämpfen mit der zweiten Einheit, der Bodeneinheit, um eine False Flag-Operation handelt.“ Ein zynisches Lächeln spielte um Scharnhorsts Mundwinkel. „Verstehen Sie mich nicht falsch, Odaga-Hakshaku, ich traue Ihnen durchaus all das zu: Dass Sie eine ganze Kompanie ausrüsten und in den Kampf gegen multiple Ziele schicken können, ohne dass die Kosten auch nur ansatzweise in Ihren Büchern auftauchen; dass Sie kaltblütig genug sind, um auf Ihre eigenen Leute zu schießen, wenn es dem Haus, dem Planeten oder dem Koordinator nützt; und ich bezweifle nicht, dass es einem erfahrenen und gestandenen Soldaten wie Euch an der nötigen Kaltblütigkeit fehlt, das zu tun, was getan werden muss, wenn es getan werden muss. Ihr seid zu lange im Geschäft, um sich von Gefühlen leiten zu lassen, wenn kalte Logik gefragt ist.“
„Ich bedanke mich für das große Kompliment“, sagte Odaga barsch. „Was also verschafft mir die Erkenntnis, dass ich nicht auf meine eigenen Schutzbefohlenen habe feuern lassen? Die Höhe des Schadenswertes?“
„Ich denke nicht, dass das Euch abschrecken würde, Odaga-Hakshaku, wenn der Nutzen nur groß genug wäre. Ihr seid es durch und durch gewöhnt, auch komplexe und schwierige Entscheidungen zu treffen. Nein, es gibt andere Gründe, warum wir Euch nicht verdächtigen, den Angriff auf Eure eigene Welt befohlen zu haben.“
„Ich denke, wir haben das jetzt alle kapiert, Manfred“, sagte Anatoli mit Schärfe in der Stimme.
„Also gut. Ich will nur klarstellen, dass ich nicht eine Sekunde daran glaube, dass Haus Odaga zimperlich oder gar weich ist. Jedenfalls muss ich weiter ausholen, um mich zu erklären.“
„Dann tun Sie das“, sagte der Graf, allerdings in einem wesentlich gefälligeren Ton als zu Anfang.

Manfred zog weitere Unterlagen aus der Tasche und verteilte sie auf dem Tisch. „Wie Sie alle wissen, gab es auf Darius diverse Angriffe durch eine Bodeneinheit, auf Numki allerdings nur einen, und der wurde auch noch abgewiesen, weil eine erratische Flugpatrouille die Mechs auf Angriffskurs auf eine Fabrik abfing und bombardierte, wodurch der Einsatz abgebrochen wurde.“
„Verdächtigen Sie Haus Shimatze, der Financier dieser Angreifer zu sein?“, fragte einer der Berater.
„Im Prinzip ist die Liste derjenigen, die ich verdächtige, relativ lang. Der Schwarze Drache, die Yakuza, eine rebellische Geisterbärenfraktion, die Schwarzkaste, ein anderer Clan, der davon profitieren will, wenn die Bären mit einem neuen Krieg abgelenkt sind, Blakes Wort, eine erratische Söldnereinheit, die von einem unbekannten Financier bezahlt wird, damit sie macht, was sie hier macht, zu einem Zweck, den ich durchaus vermute, und, ja, dazu gehört auch Haus Shimatze, und bis vor kurzem auch Haus Odaga. Und da kratzen wir noch nicht mal an der Operation der Boden/Luft-Einheit, die die Geisterbären aufstachelt.“
„Was machen Sie dann noch hier? Fliegen Sie zurück nach Numki und verhaften Sie das größenwahnsinnige Mädchen!“, forderte der gleiche Berater, der Scharnhorst nicht vorgestellt worden war.
Der lächelte matt. „Es ist ein Verdacht, kein stichhaltiger Beweis. Nicht einmal für die ISA reicht das aus, um Haus Shimatze zu beschuldigen. Und ehrlich gesagt, ist Haus Shimatze nicht mein Hauptverdächtiger. Warum das so ist, will ich weiter ausführen.“
Als alle Anwesenden erwartungsvoll schwiegen, fuhr der Major fort. „Wie ich schon sagte, gab es nur einen Angriff auf Numki, und dieser wurde zufällig entdeckt und rechtzeitig gestoppt, während auf Darius ein drei Angriffe durchgeführt wurden, die teilweise große Schäden angerichtet haben. Dazu kommt auch noch, dass auf Numki die zweifellos vorhandenen Informanten und Helfershelfer der geheimnisvollen Truppe nicht aufgedeckt wurden, während es Haus Shimatze gelang, einen Händler zu stellen, der augenscheinlich Material und Personen auf den Planeten geschleust hat. Besagter Händler wurde extrahiert, und in seinem Besitz wurden mehrere wertvolle Perlen gefunden, die nur auf Sulafat entstehen. Sie stellten ein nicht gerade kleines Vermögen dar, und Haus Shimatze geht davon aus, dass sie vom Planeten geschmuggelt wurden. Untersuchungen an der Numki-Akademie in den Biolabors haben eindeutig festgestellt, dass vier der Perlen aus Odaga-Gebieten kommen, beziehungsweise dort entstanden sind und an den Behörden vorbei geschmuggelt wurden.“ Als der Berater aufbrausen wollte, beschwichtigte Scharnhorst ihn mit beiden Händen. „Fünf der Perlen aber kamen aus Shimatze-Gebiet. Die chemische Zusammensetzung, die Isotopenverteilung und viele andere Feinheiten haben das eindeutig ergeben.
Ich muss weiter ausholen und wiederholen, was Sie alle hier schon wissen: Sulafat ist das größte natürliche Biolabor des Sektors. Bis auf wenige urbane Regionen ist der Planet ein Ozean und ein Dschungel. Er fließt geradezu über von Biostoffen und anderen Schätzen, die weiterverarbeitet werden können und im ganzen Distrikt reißenden Absatz finden. Diese Biostoffe werden seit Jahrhunderten im Dschungel und in den Meeren auf Kosten der Arbeiter und dies auch mit erheblichen Risiken geerntet, vorverarbeitet und vom Planeten geschafft. Die ursprünglichen Herrscher schaufelten sich damit das eigene Grab, indem sie durch die unzumutbaren Arbeitsbedingungen einen Aufstand provozierten, der die gesamte Herrscherfamilie und einen großen Teil der planetaren Elite davon wischte und eine anarchistische Zersplitterung des Planeten erbrachte, oder wie es auch oft genannt wurde, die Zeit der Stadt-Staaten, da jede Stadt ihre eigene Regierung bekam, die den Anspruch vertrat, für die ganze Welt zu sprechen. Das Ergebnis war ein Tohuwabohu, Kämpfe, und eine weitere Verschlechterung der Situation der Arbeiter. Daraufhin wurden Odaga und Shimatze als nächste Nachbarn damit beauftragt, die Ordnung auf Sulafat wieder herzustellen, und was noch wichtiger war, den Fluss der Bioprodukte wieder aufzunehmen. Dies gelang, und seither teilen sich Shimatze und Odaga den Planeten zu je fünfzig Prozent. Den Planeten, die Versorgung der Bevölkerung und auch dessen Verteidigung.
Ein Teil des alten Militärs und auch der Rebellen haben den Planeten verlassen, ein Teil schloss sich nach einigen Säuberungen der Ränge einem der beiden Häuser an, der Rest ging als Partisanen in den Dschungel, wo sie nicht ohne Weiteres ausgehoben werden können. Aus dieser Position führen einige dieser Einheiten einen Guerilla-Krieg gegen beide Häuser. Soweit richtig?“
„Sie haben Ihre Hausaufgaben zweifellos gemacht, Sho-sa“, lobte Odaga. Er kommentierte natürlich nicht, dass dies lediglich die offizielle Version der Ereignisse war: „Und weiter?“
„Wie ich schon erwähnte, deuten die Perlen bereits auf Sulafat hin. Aber es gab auch einen Zwischenfall bei den Höllenhunden, Sulafat betreffend. Wir bekamen einen gepanschten Impfstoff der A-Serie gegen die gängigsten Aerosolkrankheiten auf Sulafat, die wir über normale Wege gekauft haben.“
„Gepanscht bedeutet was?“, hakte Anatoli nach.
„Es war ein verkapselter Erreger integriert, der mitgeimpft worden wäre; die Kapsel hätte sich einige Tage nach der Impfung aufgelöst und einen Virus freigesetzt, der meine Einheit mit einem hochansteckenden, hämmorrhagen Fieber infiziert hätte, und das bei etwa acht Prozent Letalität.“
Nach dieser Eröffnung sprachen alle Anwesenden zugleich, aber der Hausherr schlug auf den Tisch, und alle verstummten. „Wie sind Sie dahinter gekommen?“
„Nun, Odaga-Hakshaku, wir bekamen einen Tipp der ISA. Die ISA versorgte uns auch mit einem nicht gepanschten Impfstoff, den ich aber trotzdem auf ähnliche Spielereien untersuchen ließ.“
„Das ist eine wichtige Information. Das hätten Sie uns sagen müssen, Sho-sa“, sagte Odaga bedächtig.
„Nun, ich hielt es bis dato für eine Sabotage aus einer anderen Richtung. Fakt ist, dass uns eine potente und gefährliche Partei auf dem Kieker hat, und ich vermute nicht zu Unrecht, dass es Blakes Wort ist, mit denen wir schon mal Auge in Auge standen, und denen wir eines blau gehauen haben. Erst im Nachhinein ergibt eine andere Interpretation auch Sinn. Nämlich die, dass unsere Arbeit auf Sulafat behindert werden soll. Und das ist der Punkt: Ich denke, bei der ganzen Sache hier geht es tatsächlich um Sulafat. Und um einen sehr potenten Geldgeber unbekannter Seite, der ein Vermögen investiert, um die Dinge am Laufen zu halten. Wir alle wissen, was allein eine Lanze Mechs an Unterhaltungskosten verursacht. Hier haben wir es mit ClanTech und auch noch einem Lander zu tun, von den Einheiten, die die Geisterbären ärgern, ganz zu schweigen. Und wir wollen auch nicht die Observationsteams vergessen, die zweifellos vor jedem Angriff ausgeschickt wurden. Die ganze Operation ist auf einem Niveau, das durchaus mit der ISA mithalten kann. Die Frage ist nur: Wer finanziert die Geschichte?“
„Haus Shimatze!“, sagte der Berater scharf. „Das Mädchen will den ganzen Planeten Sulafat für sich! Deshalb versucht sie, uns zu schwächen!“
Anatoli schüttelte den Kopf: „Unwahrscheinlich. Die Shimatze müssen bereits kämpfen, um nur das zu behalten, was sie im Moment besitzen. Sie wissen, wie angreifbar sie im Moment sind. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Clan Geisterbär – oder ein Teil davon – hinter den Angriffen steckt.
„Möglich. Aber nicht die einzigen Erklärungen“, sagte Scharnhorst. „Bisher gingen wir davon aus, dass es in jemandes Interesse wäre, den Krieg zwischen Kombinat und Geisterbären wieder aufflammen zu lassen. Der Gedanke ist noch nicht vom Tisch, gerade und weil bei der Eroberung Sulafats eine Jägereinheit keinen Sinn macht, die Bären jagt.“
„Das klingt schlüssig. Sagen Sie mir, Sho-sa, warum Sie ausschließen, dass dies mein Plan ist, dass es meine Einheit ist“, forderte der Graf.
„Seite sieben“, sagte Scharnhorst und öffnete eine der Akten, die er verteilt hatte. „Die Liste der zerstörten Gebäude und Güter.“
„Bekannt“, sagte der Berater barsch.
Anatoli Tanigaki las die Seite mit kräftiger Denkerfalte auf der Stirn, bevor ihm die Erleuchtung kam. „Aber das ist dünn, Manfred, ganz, ganz dünn.“
„Ich bevorzuge die Bezeichnung: Unauffällig.“
Graf Odaga brummte unwillig. Anatoli beeilte sich zu sagen: „Die vernichteten Fabriken und Waren, Odaga-sama. Auch die erbeuteten Waren. Insgesamt genommen sieht es so aus, als hätte es der Feind auf Hightech abgesehen und vornehmlich dieses geraubt. Aber etwa ein Drittel der Einrichtungen, die vernichtet wurden, haben unsere Einheiten auf Sulafat mit Nachschub und Waffen versorgt.“
„Das ist uns nicht selbst aufgefallen?“, fragte der Graf.
Einer der Berater sagte: „Bisher war Darius in unserem Fokus, weil diese Welt angegriffen wurde, und nicht Sulafat. Es ist, wie Tanigaki-kun sagt: Etwas dünn.“
„Aber nichts, was wir ignorieren sollten. Was also, schlagen Sie vor, was ich tun soll, Scharnhorst-dono? Haus Shimatze angreifen?“ Er klang freilich nicht unbedingt so, als meinte er es ernst.
Scharnhorst registrierte die veränderte Anrede mit unbewegter Miene, wenngleich ihm ein leichtes Zucken im rechten Mundwinkel entkam. „Nein, Odaga-Hakshaku. Wie ich schon sagte, haben wir keine Beweise gegen Haus Shimatze. Es gibt auch so viel zu viele mögliche Verdächtige, denn Sulafat ist ein Preis, den sich viele planetare Herrscher sichern würden wollen, und nicht nur die. Ich bin sicher, dass der Schwarze Drache auch involviert ist, und dann ist da auch noch Blakes Wort, in dem sich die fanatischen ComStar-Exilanten konzentrieren. Zweifellos hat Blakes Wort nicht nur den Größenwahn, sondern auch die Kontakte, um hier, fünfhundert Lichtjahre von ihrer Basisentfernt, einen solchen Einsatz zu planen und durchzuziehen. Und dann sind da noch die Gerüchte.“
„Gerüchte?“
„Gerüchte über einen Überlebenden der Herrscherfamilie, der von einem entfernten Verwandten finanziert wird“, sagte Scharnhorst. „Und der sein Lehen zurückhaben möchte, aber nicht kann, solange das Dekret des Koordinators besteht, dass Sulafat je zur Hälfte an Haus Shimatze und Haus Odaga geht. Betrachtet man die Geschehnisse in diesem Kontext, macht plötzlich vieles Sinn, sogar die Provokationen auf dem Geisterbärengebiet. Eine Bären-Einheit, die über die Grenze kommen würde, würde sowohl gegen Shimatze als auch gegen Odaga kämpfen und den Planet schutzlos zurücklassen. Bis beide Welten Militär gemustert haben, und das in einer Zeit, in der die Welten selbst angegriffen werden, um Sulafat nach den Geisterbären wieder zu sichern, kann eine dritte Partei kommen und Tatsachen schaffen. Im Anbetracht der nahezu gespenstischen Geheimhaltung, die wir hier erleben, halte ich im Moment diese Variante tatsächlich für die Wahrscheinlichste.
Ich habe dem Dossier einige Namen hinzugefügt von möglichen Erben und ihren möglichen Protektoren, die sich insgeheim um Sulafat bemühen, den größten Bioschatz im ganzen Distrikt.“
„Und Haus Shimatze...“
„Haus Shimatze hat es geschafft, einen Teil der Angreiferstrukturen aufzudecken und zu vernichten, bevor der Feind sich erst richtig um Numki kümmern konnte. Reines Glück also, und mehr, als Darius hatte.“
„Das ist Ihr Schluss, Scharnhorst-tono?“, fragte der Graf.
„Das sind alles nur Zwischenergebnisse, Odaga-Hakshaku. Die Höllenhunde sind noch lange nicht am Ende ihrer Ermittlungen angekommen. Wo wir uns aber ziemlich sicher sind, dass ist, dass sich der ganze Ärger letztendlich um Sulafat dreht. Also werden wir jetzt nach Sulafat fliegen, auf die Büsche klopfen und schauen, welche Schlangen hervor gekrochen kommen.“
„Was das sein könnte, was der unbekannte Angreifer will.“, wandte Anatoli ein.
„Das ist möglich, aber wir werden dafür bezahlt, dass wir Risiken eingehen, Tanigaki-tono“, sagte Scharnhorst.
Seizo Odaga griff nach einem Fächer, der neben ihm auf dem Tisch stand und entfaltete ihn. Dadurch wurde der Kombinatsdrache sichtbar. „Anatoli, du gehst mit.“
„Was?“
„Du und deine Lanze, Ihr begleitet die Höllenhunde. Außerdem werde ich Ihrer Einheit auf unserer Hälfte des Planeten eine Unterkunft auf meine Kosten zur Verfügung stellen, Scharnhorst-tono. Ich bin dankbar für Ihre Offenheit, und ich bin sehr interessiert an der Auflösung. Sehen Sie dies als mein Entgegenkommen, auch um Ihren Eindruck zu bestätigen, dass Haus Odaga sich nicht selbst angegriffen hat. Außerdem sichere ich Ihnen so viel Unterstützung des Hauses zu, wie mir möglich ist, ohne dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, ich würde versuchen, Sie zu korrumpieren, Doitsu-jin Yohei.“
Scharnhorst verbeugte sich bei diesen Worten leicht. Das konnte alles, aber auch nichts bedeuten. „Ich nehme dankbar an.“
„Wenn alles gesagt ist, können Sie gehen. Ich erwarte, alsbald Ihren Abflugtermin zu erfahren, Scharnhorst-tono.“
„Sobald dieser vorliegt, werde ich Ihr Büro sofort informieren. Entschuldigen Sie mich, Odaga-Hakshaku.“

Manfred Scharnhorst verließ das Besprechungszimmer. „Manfred!“
Er wandte sich um, als Anatoli ihm folgte. „Ja?“
„Für wie wahrscheinlich halten Sie die Theorie mit dem Erben, der seine Dynastie wieder aufleben lassen will?“
„Sulafat ist sehr wertvoll, richtig? Ein Großteil der Wiederaufbaumaßnahmen des Darius-Militärs wurde mit den Gewinnen aus den Bioverkäufen finanziert. Ich denke, es gibt eine Menge Personen, die Ansprüche auf diese Welt haben, und ebenso viele, die sie einfach nur besitzen wollen. Und es gibt genügend Menschen in der Inneren Sphäre, die bereit sind, über Leichen zu gehen. Das habe ich schon mit eigenen Augen gesehen.“
„Das sehe ich ein. Sie sind sich aber dessen gewahr, dass nicht wenige Gerüchte diesen ominösen Erben bei den Geisterbären vermuten? Oder das Com Star einen neuen Herrscher benutzen könnte, um Zugeständnisse zu erzielen? Haben Sie das in Betracht gezogen? Dass sie von Com Star oder den Bären nur als Marionetten benutzt werden?“
„Generell schließe ich nichts aus, wenngleich es nicht die Art der Bären ist, jemanden zu unterstützen, der sich nicht selbst bewiesen hat, nur weil er am richtigen Ort geboren ist. Glauben Sie mir, ich unterschätze die Rolle der Geisterbären keineswegs. Umso dankbarer bin ich, dass Sie dabei sein werden, wenn wir nach Sulafat gehen, Anatoli.“ Tanigaki schnaubte leise. „Was meine Lanze angeht, kann ich Ihnen nicht versichern, dass ich die Höllenhunde unterstützen kann. Die Interessen des Hauses...“
Scharnhorst lachte kurz auf. „Anatoli, Sie haben uns bereits mehrere Male geholfen, als es für uns dicke kam. Ich weiß das sehr zu schätzen, und glauben Sie mir, die Höllenhunde vergessen nichts, vor allem aber nicht Leute, denen sie dankbar sein müssen. Mir ist klar, dass für Sie zuerst das Haus kommt, dann der Planet, danach der Koordinator, und irgendwann später, viel später erst ein Haufen Gaijins, die sich als Söldner betätigen. Aber wenn ich mir einer Sache sicher bin, dann, dass Sie ein anständiger Soldat sind, der immer bemüht ist, die Menschen zu beschützen und der daher immer das Richtige zu tun versucht.Also, auf gute Zusammenarbeit.“ Er reichte Tanigaki die Hand, und dieser schlug ein. „Es schadet vermutlich nicht und könnte meiner Lanze weitere Erfahrungen bringen“, schloss Anatoli. Allerdings hatte er seine Zweifel und auch seine Prioritäten ernst gemeint. Scharnhorst wusste das.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
22.04.2019 22:35 Forum: Söldner


So, der Text ist zum Gegenlesen bei Cattaneo. Der nächste Text spielt dann schon auf Sulafat.
Thema: Frühling 2019
Ace Kaiser

Antworten: 9
Hits: 197
21.04.2019 21:09 Forum: Anime


Kenja no Mago und Shoumetsu Toshi habe ich gerade gesehen. Ich stimme zu, die werden lustig.
...jemand sollte diesen Lastwagen endlich stoppen...
Kitsune schaue ich jetzt an. ^^
Thema: Frühling 2019
Ace Kaiser

Antworten: 9
Hits: 197
19.04.2019 13:38 Forum: Anime


So, ich habe schon ein paar Lieblinge in dieser Season.
Und drei, vier Serien noch nicht angesehen, leider. ^^°°°

Aber hier meine Favs:
Isekai Quartet.
Strike Witches.
Fairy Gone. Wird wahrscheinlich der Hype des Frühjahrs.
Fruits Basket. Ein tolles Remake bis hier.

Das sind aber nur die, deren Namen ich mir bereits gemerkt habe...
Wobei ich nicht dran zweifle, dass mir One Punch Man wieder gut gefallen wird.

Weitere Meldungen folgen.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
16.04.2019 17:58 Forum: Söldner


Ups, ich lagge schon wieder. Zum WE spätestens kommt der nächste Höllenhund-Text.
Thema: Frühling 2019
Ace Kaiser

Antworten: 9
Hits: 197
09.04.2019 21:32 Forum: Anime


Ich denke, ich werde mich diese Season amüsieren. Es sind ein paar Sachen dabei. Und bisher habe ich jede neue Serie anschauen können.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
08.04.2019 23:22 Forum: Söldner


Oh, ich beginne mit knapp zweitausend Toten...
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
07.04.2019 23:48 Forum: Söldner


Das ist fest eingeplant, da ich ja *trommelwirbel* mein eigenes Szenario genehmigt bekommen habe! MUAHAHAHAHAHAHAHA!
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
07.04.2019 21:07 Forum: Söldner


Okay, ich bin fertig. Geschrieben ist jetzt alles, das heißt, kreativ gesehen habe ich wieder Zeit.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
01.04.2019 23:01 Forum: Söldner


Lektorieren geht mir dann aber eher leicht von der Hand.

Was sind die schlechten Nachrichten? Ich habe hier noch nicht weiter geschrieben.

Danke, das motiviert. ^^
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
01.04.2019 20:54 Forum: Söldner


Zuerst die guten Nachrichten: Mein Steampunk-Roman ist bis auf den Epilog fertig geschrieben. Das heißt, schreibtechnisch blockiere ich mich jetzt nicht mehr selbst.
Es kommt also hoffentlich wieder mehr von mir in Zukunft.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

Antworten: 8.179
Hits: 839.703
30.03.2019 18:33 Forum: Söldner


Dreißig Tage sind vergangen... Wird Zeit, dass ich schreibe und etwas einstelle.
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

Antworten: 1.128
Hits: 86.967
25.03.2019 00:40 Forum: Kurzgeschichten


Ich denke nicht, dass die Akarii Innenpolitik interessiert. Wenn, dann geht es ihnen um eine Schwächung.
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

Antworten: 1.128
Hits: 86.967
24.03.2019 20:58 Forum: Kurzgeschichten


Dem Imperium wäre es vermutlich egal, aber akariische Waffen in Terroristenhänden wären für den Wahlkampf ein unglaublicher Skandal...
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

Antworten: 1.128
Hits: 86.967
23.03.2019 23:34 Forum: Kurzgeschichten


Du unterschätzt den psychologischen Effekt.
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 9.007 Treffern Seiten (451): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH