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Thema: Chevaliers
werewolf

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15.06.2002 21:35 Forum: Söldner


Inzwischen hatten sich der verbleibende Ursus und der Greif gegenseitig zerfleischt, obwohl der Greif auf die Hlife des Fangeisens angewiesen war. Als der Ursus zusammenbrach, erfüllte Kenda ein Gefühl der Freude, einen weiteren Gegner ausgeschaltet zu haben. Doch das Gefühl währte nicht lange als der Kriegshammer dem Greifen mit einer gezielten Breitseite ein Ende setzte.

Nun waren nur noch er, der Pilot des Fangeisens, der Kintaro und der Panther übrig, alle mehr oder minder stark beschädigt. Vier von ursprünglich acht Mechs seiner Einheit. Welch ein Massaker. Zumindest hatten sechs Piloten überlebt.

Die verbleibenden Mechs seiner Einheit schossen sich auf den verbleibenden Kriegshammer ein. Dieser wehrte sich tapfer, doch wurden die Breschen in seiner Panzerung größer und größer.

Sterncaptain Wolf fluchte lauthals in Inneren seines Cockpits. Der Stern war zerstört, sein Cockpit war eine Bratröhre und die Panzerung war dünner als Papier. Zumindest den feindlichen Kommandanten würde er noch mitnehmen.
Er richtete seine Waffen aus, doch noch bevor sein Computer eine Erfassung des Hamamoto chi bestätigte, löste dieser beide PPCs aus.

Kenda zielte sauber und löste beide PPCs seines Hamamoto chi aus
Der erste Schuss streifte den rechten Arm und schälte dort weitere Panzerung ab, der rechte Schuß war unerwartet aber wirkungsvoll. Wie durch ein Wunder drehte der Kriegshammer seinen Torso um einige Grad, dass der zweite Schuss genau das Cockpit des 85 Tonnen Clankolosses traf..


Der Kriegshammer löste seine Waffen ein letztes mal aus schoß aber zu kurz; erbebte und fiel vornüber.


Es war vorbei sie hatten gesiegt. Aber zu welchem Preis.

Einige Minuten später waren Techshilfskräfte und die ausgestiegenen Krieger um seinen Mech versammelt um die Situation zu besprechen. Acht Mechs vernichtet oder irreparabel zerstört. Aber der Fenris und der Kriegshammer waren zu bergen. Immerhin ein kleiner Trost angesichts der ungeheuren Verluste. Allerdings entschädigte das reich gefüllte Depot zumindest teilweise.Die erbeutete Clanausrüstung würde seine Einheit für mehr als 3 monate versorgen. Kenda lächelte zufreiden.

Ein Tech rannte auf ihn zu. "Der Kriegshammerpilot er hat überlebt, was sollen wir mit ihm anfangen?"

Was, unglaublich, bringt ihn zu mir. Die beiden Tech schleppten den bewusstlosen Clankrieger herran. Seine Kühlweste zeichnete ihn als Sterncaptain aus, was für eine derartige kleine Einheit ungewöhnlich war. Er hatte Gerüchte davon gehört, dass seit neuestem ranghoe Clanoffiziere Garnisionen inspizierten und trainierten, um die meist untrainierten Garnisionen im rückwärtigen Frontgebiet zumindest annähernd kampfbereit zu machen.

Er könnte bei zukünftigen Überfällen nützlich sein. Sein Wissen könnte ihnen bei zukünftigen Überfällen helfen. Auch wenn
Kenda Claner von ganzem Herzen verabscheute, so war der Wert dieses Gefangenen klar ersichtlich.
Er stoppte einen seiner Mechkrieger, der gerade den Claner mit seinem Katana köpfen wollte „Ihe, er ist von Nutzen für uns. Nehmt ihn mit und behandelt ihn soweit, dass wir ihn verhören können.

Und nun beeilt euch. Wir wissen nicht, wieviele Truppen noch auf dieser Welt sind und ich habe keine Lust im Orbit mit einem Bärenkriegsschiff Bekantschaft zu machen!

„Hai Tai-i“ bestätigten seine Untergebenen. Wärend zwei Techs den Krieger zu einem Schweber schleppten, begannen die „Hilfsarbeiter“ die Vorräte des Depots auf Schwebelaster zu verladen und zu den Landungsschiffen abzutransportieren.


Thema: Chevaliers
werewolf

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15.06.2002 21:34 Forum: Söldner



Sterncaptain Wolf war zufrieden. Mit der ersten Breitseite seines Sterns waren bereits zwei Scouts des Gegners vernichtet. Ein guter Auftakt doch solange die schweren Maschinen noch intakt waren, war alles offen.

Kenda brüllte kurze Befehle in sein Micro und ordnete seine Kräfte neu. Innerlich fluchte er, da nun das eintrat, was er eigentlich hatte vermeiden wollen: ein Kampf mit überlegenen Clanmechs. Auch wenn alle Maschinen seiner Einheit aufgerüstete Modelle mit wiederentdeckter Technologie des Sternenbundes waren. So war ein Clanmech, selbst ein Garnisonsklassemodell, jeder seiner Kampfmaschinen weit überlegen.

In desem Moment erfasste der Bordkomputer die feindlichen Battlemechs. Nur Sekunden später hatte der Kommandeur die Gewissheit. Die Angreifer verfügten zwar über keine Frontklasse-Mechs, aber alleine der den Clanstern anführende Kriegshammer IIc war ein Killer. Die beiden ihn begleitenden Ursus waren für die Verteidigung konzipierte Maschinen, langsam aber mit der Feuerkraft eines is Modells doppelter Gewichtsklasse. Den Stern rundeten ein Clint IIC und - was sehr ungewöhnlich war - ein Fenris Omnimech ab. Die leichten Mechs konnten seine Einheit umgehen und schwere Schäden im Rücken der Einheit anrichten. Doch im Moment marschierte der Clanstern direkt und zielstrebig auf das Depot und seine Kompanie zu. Ohne die geringsten Anstalten zu machen ihr Tempo zu verlangsamen oder ihre Kräfte zu verteilen.

Auch wenn seine Krieger mit allem was sie hatten gegen die Clanmechs losschlugen, so rückten diese unter dem Dauerfeuer ihrer eigenen Waffen immer weiter vor. Die Clanmechs schüttelten die anfliegenden Raketen und Laser ab, wie eine Herde Kühe einen Schwarm lästiger Fliegen. Der Pilot der Spinne zündete seine Sprungdüsen um der Vernichtung zu entkommen, aber ein gezielter schuss aus der rechten PPK des Kriegshammers durchschlug den rechten Torso der leichten Maschine, zerfraß innere Struktur und Ausrüstung und trat am Rücken wieder aus. Die unzerstörte Sprungdüse lies die Spinne um ihre eigene Achse drehen. Noch bevor der Pilot reagieren konnte, legte sich die Spinne bereits vornüber und bohrte sich aus 30 Metern Höhe in den Boden. Kenda wusste, dass der Pilot diesen Aufprall nicht überlebt hatte. Der Fangeisenpilot zog sich, wohl wissend. dass er das nächste Ziel der Clanner wäre, schnell zu den eigenen Truppen zurück. Wärend er sich rückwärts zurückzog, tauschte er Feuer mit einem der Ursusse und dem Fenris aus.

Wolf erkante die Unordnung in der Linie der Draconer und befahl dem Clint und dem Fenris die Feinde zu umgehen, um, wenn möglich, ihre Rückenpanzerung unter Beschuss zu nehmen.

Nun reagierten die Clanner. Der Fenris und der Clint zündeten ihre Sprungdüsen und landeten weiter westlich, um zusammen mit dem Rest des Sterns, die Draconier in die Zange zu nehmen. Die beiden Piloten manövierten schnell und gut und wichen geschickt dem Langsteckenfeuer seiner Einheit aus, um ihrerseits Treffer um Treffer zu landen.

Kenda löste die beiden Partikelprojektorkannen seines Hamamoto chi aus und traf einen der beiden Ursusse knapp unterhalb des Cockpits mitten auf der, einem Totenschädel nachgeahmten, Torsopanzerung. Er brüllte einige schnelle Befehle in das Micro seines Helmes, da die Situation eskalierte. Wenn er nicht jetzt seine Truppen organiserte, würden sie einer nach dem anderen aufgerieben werden. Die beiden Kintaros schossen sich zusammen mit dem Greifen auf die beiden Ursusse ein, während der Orion zusammen mit der Trenbucket auf den Clint und den Fenris einprügelten.

Kenda rückte zusammen mit dem Victor unter der Hilfe eines der kintaros gegen den Kriegshammer vor, der mit gezielten Schüssen die Panzerung von seinen Gegnern fegte. Alle drei Mechs landeten Treffer um Treffer, doch der Kriegshammerpilot rückte unbeirrt weiter vor. Eine weitere Breitseite seines Mechs trieb die Hitze seines Mechs derart in die Höhe, dass Kenda der Schweiß über die Stirn lief. Inzwischen hatte sich der Kriegshammer auf den Victor eingeschossen und schälte mit Hilfe aller seiner Waffensysteme die Panzerung vom breiten Rumpf des Kombinatsmechs. Die beiden Ursusse zeigten bereits erkennbare Schäden, waren aber noch lange nicht am Ende. Ein kurzer erstickender Schrei über die Komleitung kündete vom Tod des Orion samt seines Piloten. Zwar hatte das CASEsystem die Wucht der Munitionsexplosion ableiten können doch den tödlich verwundeten Mech nicht vor der PPK des Clint retten können. Allerdings hatte der Clintpilot keine Chance mehr seinen Sieg zu feiern, als eine Breitseite der Trenchbuket seine Torsopanzerung durchschlug und die Reaktorabschirmung vernichtete. In einem gleißenden Feuerball der befreiten Minisonne des Fusionsreaktors verging der Clanmech. Der Fenris schlug wie ein Berserker auf die Trenchbuket ein und überschüttete sie erst mit Laserfeuer dan mit Tritten und Schlägen. Mit zertrümmerten Torso und Kopf fiel die Kombinatsmaschine zu Boden.

Kenda erfasste den Clanomni und feuerte beide PPCs. Während der Schuß aus dem rechten Arm zu tief lag und Panzerung vom Bein der Clanmaschine fegte, lag der linke Schuß perfekt und verzehrte die Panzerung vom oberem Torso und dem rechten Arm. Kenda legte mit den beiden KSRwerfern nach und beobachtete wie die Einschläge aufwärts am Torso entlang wanderten und zwei Raketen das Cockpit trafen. Der Fenris blieb wie vom Blitz berührt stehen und fiel um. Vermutlich war sein Pilot tot oder zumindest außer Bewusstsein.

Inzwischen waren ein Ursus und der Kintaro in einen blutigen Nahkampf übergegangen. Ein Fausthieb des Ursus zertrümmerte den Torso der Roninmaschine, doch der Kintapilot stürzte sich mit letzter Anstrengung auf sein Gegenüber und zündete die im Rumpf montierte KSRlafette, zusammen mit dem schweren Laser. Der Clanmech schüttelte sich bei diesem Angriff, doch bevor er reagieren konnte, hatte der Kuritapilot bereits seine Faust tief in den Rumpf des Ursus gerammt und löste die Magnetflansche seines Mechs. Beide Maschinen vergingen in der gewaltigen Explosion.

Kenda konzentrierte sich wieder auf den Kriegshammer, vom überlebenden Kintaro und dem Victor unterstützt. Alle drei Mechs pumpten Breitseite um Breitseite in den Clanmech ohne sichtbaren Schaden zu erreichen. Selbst das Gaussgeschütz des Victors schien wirkungslos. Kenda stockte der Atem, als der Clanmech sein Feuer von dem Kintaro abwandte und seine Arme auf den Victor ausrichtete.

Er wollte seinen Kameraden noch warnen, doch zu spät. Der Kriegshammer überschüttete den Victor mit einer vernichtenden Breitseite. Die linke ArmPPC schnitt den rechten Arm des Victors knapp unterhalb des Ellbogens ab. Der zweite Schuss fraß sich tief in den linken Torso und die fünf mitleren Impulslaser vernichteten zusammen mit dem Blitzraketenwerfer die letze Panzerung am Torso und drangen bis zum Gyroskop vor. Der Viczor erstarrte um nur Sekunden später seinen Kopf zu verlieren als der Pilot mit dem Schleudersitz seine vernichtete Maschine verließ. Zumindest hatte der Mechkrieger überlebt. Maschinen waren ersetzbar aber nicht ihre Piloten.

Thema: Chevaliers
werewolf

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15.06.2002 21:33 Forum: Söldner



Simulatorraum Geisterbärenbasis Beta Planet Trondheim

Sterncaptain Wolf beobachtete das Gefecht der vier Mechkrieger über die Befehlskonsole. Er hatte den Stern in Zweierteams unterteilt. Die Aufgabe des Trainings war, gemeinsam oder als Team FeindMechs zu vernichten. Bis jetzt arbeiteten die Teams gut zusammen. Er hatte je einen Ursus mit den beiden anderen mittleren Mechs kombiniert. Alle Mechkrieger seines Sterns zeigten sehr gute Pilotenschützen und taktische Leistungen, doch das Wichtigste fehlte ihnen. Sie arbeiteten nur zusammen, weil er es ihnen befohlen hatte. Aber es bestand noch Hoffnung. Beide Teams hatten bis jetzt die Fähigkeiten und Beschränkungen ihrer Maschinen sehr wirksam eingesetzt und beachtet. Mit etwas mehr Teamgeist und Zusammenarbeit würden sie weit kommen.

Aber genug für heute. Sie hatten bewiesen, dass ihre Fähigkeiten mehr als ausreichend waren und sie wert waren, BattleMechs des Clans zu steuern, dem sie alle dienten. Mit einem Nicken an dem Simtech beendete dieser die Übung. Erstaunt verließen die vier Krieger ihre Simulatorkapseln und reihten sich vor ihrem amtierenden Offizier auf.

Ohne eine Gesichtsregung schritt Wolf auf die drei krieger und eine Kriegerin zu. Er holte tief Luft. „Eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, wie schlecht ihr zusammengearbeitet habt. Aber ihr werdet es schon lernen! Zu euren Mechs. Wir halten eine Feldübung ab!“ „Sir, ja sir“, bestätigten die vier Mechkrieger und rannten zu ihren Maschinen.

Wolf folgte ihnen ruhig und mit Bedacht. Es war eines Sterncaptains unwürdig, wie ein junger Getschkie vor dem Positionstest in den Hangar zu szürmen.

Kurz nach den Kriegern hatte er den Hangar erreicht und schritt auf den Kriegshammer IIC zu. In Gedanken ging er die technischen Daten durch. Er hatte lange nichtmehr in einem regulären BattleMech gesessen. Sein Dienst in Fronteinheiten und sein Rang hatte ihn das Privileg ermöglicht, dauerhaft einen 75 Tonnen schweren Waldwolf Omni zu führen. Kriegshammer IIC hmm, 15 Tonnen schwerer als das Orginal. Zwei Clan-Extremreichweiten-Partikelprojektorkanonen, ein Blitz KSR 6 Werfer und als krönender Abschluss rundeten fünf mittlere Impulsslaser die Bewaffung ab. 12 Tonnen Eisenfaserpanzerung stellten einen sehr guten Schutz für ein Modell dieser Klasse dar. Mit einigen geübten Griffen erklomm der Sterncaptain den gewaltigen Kampfkoloss, ließ sich in das Cockpit ab. Es war ungewohnt aber bereits nach wenigen Sekunden hatte er sich mit der Anordnung der Konsolen vertraut gemacht, seinen Neurohelm aufgesetzt, die Kühlweste eingesteckt. Er beugte sich zur rechten Seite des Cockpits und legte den Reaktorhauptschalter um. Mit dem vertrauten Wummern fuhr der Fusionsreaktor tief unter ihm hoch. Bereits Sekunden später war der Bordcomputer bereit und prüfte das Gehirnwellenmuster des Piloten um eine Identifizierung zu ermöglichen. „Kriegshammer 42358217 bereit. Alle Systeme normal. Bitte Pilotenidentifizierung“, gab der Bordcomputer kühl und emotionslos von sich.

„Sterncaptain Wolf, Geisterbär, 8. Bärenkyrrasyre“, sprach Wolf ruhig ins integrierte Micro des Neuralhelms.
„Stimmenmuster erkannt, Identität bestätigt, Kontrollen werden freigegeben. Reaktortemperatur normal; Ortungssysteme online; Waffensysteme online, alle Systeme nominal“. Mit einem kurzen Druck auf die Pedale und einem leichten Ruck am Hauptsteuerknüppel schritt die 85 Tonnen Maschine aus der Wartungsbox. Er bewegte beide Arme und schwenkte den Torso von rechts nach links um die Funktionalität aller Systeme zu prüfen. Nach einem kurzen Test schob sich ein Grinsen auf das Gesicht des Sterncaptains: alles funktionierte bestens. Es wurde Zeit, mit seinem Stern zu trainieren."Omega 1 an Omegastern. Um mich formieren! Sterncaptain Wolf an Basis. Während des Gefechtes will ich nicht gestört werden. Meldet euch nur, wenn der selige Kerensky in seinem Orion auf dem Paradeplatz steht und Einlaß verlangt, frapos?“ „Hier vom Tech Micels, pos, Sterncaptain, wir haben verstanden.“ „Omegastern mir nach“ „Omega 2 bestätigt“, Omega 3 und 4 bestätigen“, Omega 5 bestätigt“. Mit Höchstgeschwindigkeit jagte die Lanze hinter dem Kriegshammer her, der sich mit schnellen Schritten von der Basis zu einem kleinen Orientierungslauf in Richtung des Hauptversorgungsdepots entfernte.

(hier wäre eine Möglichkeit eine Passage einzufügen wo Kendas Landungsschiff(e) sich im Anflug befinden / kurz vor der Landung sind und er ein letztes briefing an seine Piloten ausgibt)

Einige Stunden später. 50 klicks südlich des Depots „Gut omega 4, ein sauberer Schuss“, bestätigte Wolf über Funk.
Er hatte es geschaft. Einige Stunden wüster Beschimpfungen und Anregungen hatten ausgereicht um den stern zusammenzuschweißen. Die Zusammenarbeit war hervorragend. Wolf überwachte von der Zusatzkonsole des Kriegshammers den Lauf der vier Mechs durch den Trainingsparkour, eine extra zum Pilotentrainig hergerichtete Anlage. Alle Waffen waren leistungsreduziert und richteten keinen Schaden an. Er konnte dies mit einem einfachen Befehl in den Gefechtscomputer vor ihm ändern, aber es wäre unnötig gewesen. Anhand der knappen Recourcen an Ersatzmaschinen wich der Sternencaptain hier vom üblichen Clanprotokoll des Kampftrainigs mit scharfen Waffen ab.

Alle Mechs seines Sterns waren überwiegend mit Energiewaffen ausgerüstet oder boten genug Vorräte für eine längerre Schlacht. Der einzige Mech der vom Standard abwich, war Gorans Clint IIC, bei dem die Geisterbärentechs die schlagkräftige aber schwere und munitionsabhängige LB 10Xkanone gegen eine schwerere PPC ausgetauscht hatten. Die drei Tonnagen waren in zwei weitere mittlere Laser und vier Doppeltauscher gewandert die diesem mittleren Mech eine sehr gute Schlagkraft bei geringem Hitzeaufbau gewährten. Plötzlich erwachte die Langstreckenkommunikation „Sterncaptain, Sterncaptain, entschuldigt die Unterbrechung, aber wir werden angegriffen!“ „Angegriffen von wem, frapos?“ Sterncaptain Wolf war mit einem Schlag hellwach und erwartete angespannt die Antwort der Basis. „Draconische Landungsschiffe haben auf dem Raumhafen aufgesetzt. Die Techs sprechen von einer kompletten Kompanie an Feindtruppen! „Stravag, wo sind sie jetzt?“ fauchte Wolf in das Helmmicro. „Sie sind auf Kurs in Richtung des Depots. Ihre Scouts müssten es in wenigen Minuten erreichen. Ich habe die Anlage evakuieren lassen, Sterncaptain.“ „Pos, Tech. Benachrichtige das Oberkommando und bereitet die Mechhangars für Reparaturen vor. Ich werde den Gegner beim Depot abfangen.“ „Aye Sterncaptain“. Ein Rauschen bestätigte die Beendigung der Verbindung. Wolf wendete seinen Mech den trainierenden Mechkriegern zu, schaltete auf Strahlfrequenz um. „Omegasternführer an alle. Ich wurde soeben unterrichtet, dass ein draconisches Überfallkommando vor einigen Minuten auf dem Raumhafen gelandet ist und eine Kompanie Mechs sich in unsere Richtung auf das Depot zubewegt“. Ein schneller Befehl auf der Konsole seines Computers genügte, um die Waffen aller Mechs auf volle Leistung zu bringen. Die Munition war ohnehin scharf und bis jetzt vom Computer gesperrt worden. „Ich habe eure Waffensysteme freigegeben. Ihr habt volle Kontrolle über alle Waffen bei voller Leistung. Das Training ist vorüber. Wir müssen diese Welt verteidigen. Mir nach!“
„Was Dracs hier, ist das ein Witz?“ fragte Anna zögernd. „Neg Mechkriegerin Anna. Dies ist kein Trick und keine Sondersituation meines Trainings. Dies ist blutiger Ernst. Omegastern, selbst in unseren Clanmaschinen haben wir es mit einer deutlichen Übermacht an Gegnern zu tun. Hiermit entbinde ic euch vom Zellbringen und befehle euch, so lange und so oft wie möglich das Feuer zu konzentrieren. Ich habe Berechtigung des Sterncolonels für diese Aktion, da die Surats der Ehre das Zellbringen nicht wert sind. Und außerdem erwarten die Getschkeis doch nur, dass wir uns so verhalten. Zeigen wir ihnen wie Geisterbären kämpfen! Frapos?“ „Poossss“ brüllten die vier Krieger in die Micros ihrer Neurohelme.

Mit Höchstgeschwindigkeit jagten die fünf Clanmaschinen in Richtung des Depots um die Draconischen Mechs abzufangen.


Versorgungsdepot 4


Soeben erreichten die ersten Mechs der Ronin das Depot. Der 35 Tonnen schwere Jenner führte eine gemischte Lanze aus einer Spinne, einem Winworth, einem Panter an. Vorsichtig tasteten sich die Mechs durch die Depotanlage vor. Immer in der Erwartung eines Hinterhaltes. Auch wenn die Claner normalerweise derartige Taktiken nicht anwendeten. So bestand dennoch die Möglichkeit dazu. Aber alleine schon die Möglichkeit, dass sich Elementare in den Gebäuden versteckten, bremste die Draconier. Kurz hinter den leichten Scouts folgten die beiden anderen lanzen des Überfallkommandos, eine mittlere Unterstützungslanze aus zwei Kintaro, einem Greifen und einem Fangeisen. Das Schlußlicht der Kompanie bildete eine gemischte Lanze, die zugleich die Kommandolantze darstellte. Neben dem Hamamoto – chi des Kommandeurs schritten ein Orion ; ein Victor und eine mittlere Trebutchet. Langsam tasteten sich die Scouts vor, während die mittlere Lanze das Depot sicherte. Die Mechkrieger brachen die Tore der Lagerhallen auf und berichteten erfreut ihrem Kommandeur von der reichen Beute an Clanausrüstung und -vorräten. Die Scoutlanze entfernte sich inzwischen weiter südlich um das Gelände im Bereich von zwei Klicks um das Depot zu sichern.

Gerade als der Kommandeur vom Landungsschiff Hilfe zum Abtransport des Beutegutes anforderte, erreichte ihn ein Hilfeschrei eines seiner Piloten. Ein Blick auf seine Ortungsanzeige bestätigte seine Vermutung. Die Scoutlanze war angegriffen worden.
Wer auch immer seine Einheit angriff, er war stark genug gewesen um den Winworth und den Jenner binnen Sekunden auszulöschen.
Thema: Chevaliers
werewolf

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15.06.2002 21:32 Forum: Söldner


Er schwelgte kurz in Gedanken. Szenen von vergangenen Tagen liefen vor seinem geistigen Auge ab. Der Angriff der Draconier, bei dem seine Eltern umgekommen waren, der Tag als er zum erstenmal einen BattleMech bestieg,. jener schicksalshafte Tag, als er von den LAS wegen angeblicher Feigheit vor dem Feind entlassen worden war, dann die Ankunft auf Memmingen, wo er nur Monate später unbekanten Angreifern gegenübergestanden hatte. Er hatte zusammen mit der ihm unterstellten Lanze einen Scoutstern des Wolfclans gestellt und vernichtet – aber um welchen Preis. Bis auf ihn hatte keiner der Piloten überlebt.
Dann noch ein kurzer Auschnitt des Tages, als er ein Geisterbär geworden war - es war auf Strana Mechty - er hatte von Kahn Ulrich den Befehl erhalten, ein Geschenk an den Brenkahn zu überbringen: einen nagelneuen Orion IIC. Doch er hatte ein Alter von 42 noch keine Hinderung für den Mechkriegerdienst darstellte. Er konnte es dem ihm vorgesetzten Galaxiskommander der Delta Galaxy verdanken, dass er noch nicht in eine Solanaeinheit abgeschoben worden war. Doch die Freundschaft zu dem riesigen Elementar und etliche zusammen teilweise sogar Seite an Seite bestandene Schlachten, von denen ihrer beiden Kodaxe zeugten, würden ihn wohl noch lange in der Delta Galaxie halten, an vorderster Front gegen das Draconiskombinat und einfallende Lyranische Verbände im Cockpit eines OmniMechs und hinter sich seinen Trinärstern.

„An alle Mann, Achtung! Wir setzen in wenigen Minuten auf. Alle Crews auf ihre Posten. Hangarcrew zum Ausladen vorbereiten.“

Der kurze Comspruch des Breitschwertkommandanten holte den Sterncaptain aus seinen Erinnerungen.
Was geschehen ist, ist geschehen. Ich kann nichts mehr daran ändern. Ich bin Geisterbär und was hinter mir liegt ist Vergangenheit.

Wenige Minuten später setzte das stromlinienförmige beinahe 2000 Tonnen schwere Landungsschiff auf dem Raumhafen von Bergheim, der planetaren Hauptstdt Trondheims, auf.

Nachdem er sich vom Kommandeur des Landungsschiffes verabschiedet hatte, verließ Sterncaptain Wolf das Landungsschiff über eine der beiden seitlichen Ladeluken. Um ihn herum waren die Crews von Schiff und Raumhafen dabei, das mit Vorräten und Ausrüstung beladene Landungsschiff zu entladen und diese auf Transportschweber zu verstauen.

Doch das einzige was Wolf in all dieser Hektik und schier planloser Betriebsamkeit interresierte, waren die fünf BattleMechs, die in einiger Entfernung zum Landungsschiff auf dem riesigen Raumhafen warteten.
In Formation standen die fünf Kampfkolosse nebeneinander aufgereiht. Ihre Lackierung war makellos und die Mechs waren sauber nach Tonnage aufgereiht.

Den größten und zugleich schwersten Mech der Einheit bildete ein 85 Tonnen schwerer Kriegshammer IIC, eine verbesserte und mit Clantech ausgerüstete Variante des in der inneren Sphäre gebräuchlichen BattleMechs. Neben dem Kriegshammer ragten zwei der neuen, hier in der Besatzungszone von seinem Clan hergestellten 50 Tonnen schweren Ursus, einem reinrassigen Clangarnisionsklasse Mech, dessen Hauptgebiet die Verteidigung war. Den dritten Mech stellte ein in Garnisionseinheiten eher unübliches Mechmodell dar, ein 45 Tonnen schwerer Fenris OmniMech. Vermutlich war sein Pilot bei seinem Vorgesetzten in Ungnade gefallen oder hatte die magische Altersgrenze überschritten, welche bei Clankriegern ohne Blutnamen automatisch die Abschiebung in Garnisions- oder Solamadienste bedeutete.

Den letzten Mech des Sterns, ebenfalls ein aufgewertetes Design der inneren Sphäre, ein 40 Tonnen schwerer Clint IIC. Ein von den Schneeraben überarbeitetes und produziertes Modell, welches seit den Verlusten während der gesamten Invasion und auf Turankayd immer häufiger im Touman der Geistebären zu finden war.

Für eine derart rohstoffreiche und mit Vorräten überlagerte Welt ein erbärmliches Verteidigungskontingent. Aber bis in drei Monaten Verstärkungen eintrafen, müsste es reichen. Der Garnisionssternhaufen, der normalerweise diese Welt bewachte, war auf eine andere Welt, näher an die Grenze zum Draconiskombinat, abgezogen worden, da die Analytiker der Bären hier so weit hinter den Grenzwelten nicht mit einem feindlichen Angriff durch Kombinatstruppen rechneten.

Die Mechkrieger hatten ihre Maschinen verlassen und kamen auf den Sterncaptain zu. Vier Krieger und ein Mitglied der Techkaste, anhand seiner Abzeichen ein Senior Astech.


Eine in die Jahre gekommene Mechkriegerin kam auf Sterncaptain Wolf zu. „Strahlkommander Anna meldet Kampfstern, sowie Senior Astech zum Rapport angetreten. Da der Sterncommander beim Manöver umkam, führt deshalb im Moment Tech Williams den Mech zur Inspektion, Sterncaptain.“

„Pos, das sehe ich. Es entspricht nicht den Clanregeln, aber bei der gegebenen Situation akzeptabel. Gut, ich werde den Stern später in der Basis genauer inspizieren. Begebt euch zur Basis. Ich werde in Kürze nachkommen, frapos?“ „Aye Sterncaptain. Wir bereiten alles auf eure Ankunft in der Basis vor.“ Einige Minuten später hatten die fünf Mechs bereits den Raumhafen verlassen und waren auf dem Weg zur einige Kilometer außerhalb der Hauptstadt gelegenen Gefechtsbasis.


Einige hundert Meter außerhalb des Raumhafens. „Was glaubst du, Anna, wie ist der Neue?“ gab der Pilot eines der Ursus von sich. „Keine Ahnung Goran. Für nen Wahrgeborenen is er zu alt und er hat nen Slang drauf, der typisch für einige Ecken des LC ist. Der Kerrl is zu 80% n ehemaliger Leibeigner,“ sprach Mechkriegerin Anna ruhig in das in ihren Helm integrierte Micro. „Stimmt, aber hast du das Logo auf seiner Jacke gesehen. Er hat einen Tatzschlag. Sehr unüblich für Freigeborene und dass er noch in einer Fronteinheit dient, heißt, dass er verdammt gut sein muß,“ gab Goran zurück. „Na, solange er besser als der Alte ist, solls mir recht sein“, gab Matrick gehässig von sich.
„Ach, Ruhe ihr Kleinkinder“, schallte die Stimme des Astechs Mikels durch die Lautsprecher.“Ja, der Kerl ist gut, ich hab ne Menge Gerüchte über ihn gehört. Er war früher LC Soldat, dann Söldner und fiel den Wölfen in der ersten Invasionswelle in die Hand. Wie er zu den Geisterbären kam, weis ich nicht, aber auf Turankayd hat er etlichen Comguards den Arsch versohlt. Ich hoffe, dass der euch mal Feuer unterm Arsch macht.“ „Ja Tech, schwätz weiter, sei froh dass es deinen Mech nicht dauernd auf die Schnauze haut oder mein schwerer Laser versehentlich dein Cockpit durchbohrt“, scherzte Matrick dazwischen. „Kommt leute, fürs nächste halbe Jahr is er der neue Boss und wir werden mit ihm klarkommen. Besser als ne grüne Kesselbrut is er allemal, frapos?“ „Ja John“, hallte es viermal über die Comleitung. Wenige Minuten später hatten die Mechs die Gefechtsbasis erreicht und reihten ihre Maschinen in die lange Reihe der leeren Mechboxen ein. Die Anlage, die noch aus Sternenbundzeiten stammte, war führ Mechkräfte oberhalb der Battalionsgrentze ausgelegt und bot genug Platz für den einzelnen ClanMechstern.
Kaum hatten die vier Mechkrieger und der Astech ihre Maschinen heruntergefahren und sich in der Mitte des Hangars versammelt, als ihnen schon Sterncaptain Wolf durch das Hangartor entgegenkam. „Verdammt, kann der fliegen“, nuschelte Matrick seinen Kameraden zu. Der Tech entfernte sich schnell und überließ die drei Mechkrieger ihrem Schicksal.
Die vier Mechkrieger stellten sich in eine Reihe auf und musterten den Geistebärenveteranen der auf sie zukam.
Wolf musterte kurz die vier Krieger und begann seine Ansprache. „Wie ich es mir dachte, ein Haufen verschwätzte Waschweiber. Ich habe euren Funk abgehört. Eure Schlußfolgerungen und Vermutungen sind höchst amüsant. Um eines klarzustellen, ich bin freigeboren und wurde als Leibeigener genommen, wie ihr auch. Solltet ihr denken, ihr könntet mich zum Verrat an meinem und eurem Clan bewegen, so irrt ihr euch gewaltig. Ich diene den Geisterbären mit der gleichen Inbrunst, wie ich dem Vereinigten Commonwealth gedient habe. Ihr werdet schnell erkennen, dass meine Trainigsmethoden rauh aber gerecht sind. Wer gute Leistungen bringt, wird belohnt. Wer versagt wird bestraft. Ich habe den Auftrag, euch sechs Monate, bis zum Eintreffen von Verstärkungen, zu kommandieren und zu trainieren. Auch wenn diese Welt weit hinter der Kampflinie liegt, so ist ein Angriff nicht ausgeschlossen. Ich werde euch solange schleifen, bis ihr alleine ein Regiment der Sphärer in der Luft zerreißt.
"Senior Astech?“ „Pos Sterncaptain?“ „Kalibriere den Kriegshammer auf mein Neuralmuster. Ich werde ihn vorübergehend führen.“ „Pos Sterncaptain. Die Umprogrammierung wird eine Stunde benötigen.“ „Pos, gut Omegastern, wir werden in zwei Stunden ein Gefechtstraining durchführen. Nähere Angaben in zwei Stunden vor dem Simulatorraum. Ihr müßt euch erstmal das Recht verdienen, BattleMechs zu kommandieren!“ „Weggetreten!“ Ohne ein Gegenwort wandte sich Wolf von den verdutzten Mechkriegern ab und begab sich zu seinem neuen Büro.

„Verdammt, was is denn das für einer, der is ja schlimmer als der Alte“, maulte Matrich, bevor er einen Schlag in die Seite von Annas Ellbogen kassierte. „Sei ruhig, deine Schwarzseherrei hat uns erst in diese Situation gebracht. Immerhin ist er einer von uns. Und ich will mich mit ihm nicht anlegen. Allerdings glaube ich, wir werden ihn brauchen. Frapos?“ zischte Anna in die Runde.
„Na ja, n bissel Training kann nicht schaden. Sollten die Dracs vorbeigucken könt es interessant werden“, kommentierte Gorgan.

"Genug der Schwätzerei", wir müssen uns vorbereiten. Wer zuletzt im Simraum ist, bekommt Nr. 6 ! Gab Anna der Runde preis, bevor sie in Richtung der Trainigsräume verschwand. Der Rest der Krieger rannte ihr schnellstmöglich nach.


Simulatorraum Geisterbärenbasis Beta Planet Trondheim
Thema: Chevaliers
werewolf

Antworten: 8.223
Hits: 893.257
da ja die KGs in beiden foren da sein sollen hier komt meine 15.06.2002 21:31 Forum: Söldner


Planet Last frontier
Geisterbären dominion
Januar 3064


„Herein“ sprach Sterncolonel Björn Kabrinski in den vor ihm liegenden Comblock mit ruhiger Stimme aus.
„Sterncaptain Wolf meldet sich von der Gefechtsübung mit den 3. Bärenkürassieren zurück !“ Der Sterncolonel hob seine Augen vom Comblock und musterte den Mechkrieger der vor seinem Schreibtisch in dem für Clanstandards üppig ausgerüsteten Büro stand.
„Die Übungen mit dem neuen Trinärstern liefen erfolgreich, frapos Sterncaptain?“
„Pos, Sterncolonel Björn, nach einem Monat ist der Trinärstern mehr als bereit seine Garnisionsaufgaben auf Goito zu übernehmen“ antwortete der erfahrene Sterncaptain gelassen.
„Nach dem Bericht Sterncaptain Mc Farrels waren deine Taktiken unorthodox, frapos?“ Auf dem Gesicht des Sterncolonels breitete sich ein Lächeln aus als er den Gefechtsbericht in schnellen Sprüngen überflog.
„Neg Björn, ich habe diesen Jungbären nur gezeigt, dass ihre Ansichten über die Taktiken der inneren Sphäre noch nicht ausreichend sind.“ Der Sterncaptain lockerte sein Haltung und ließ sich ohne Aufforderung in einen Stuhl gegenüber dem Commander sinken. „Pos, wie ich sagte, du hast Mc Farrel und seine Sternenhaufen über den ganzen Nordkontinent gejagt ... und ihm stetigen Schaden zugefügt ... nicht sehr ehrenhaft, aber deine Taktik hatte Erfolg. Binnen zwei Wochen hattest du das Gros seines Kommandos zerstört und die verbleibenden Mechs beschädigt und nur 2 Strahlen deiner eigenen Mechs verloren . Ich wusste, es wäre von Vorteil, dich als Freigeburt mit der Ausbildung und Frontreifmachung unserer frischen Truppen zu beauftragen. Dein Wissen über die Taktiken der inneren Sphäre sind wieder einmal von großem Nutzen.“
„Pos, Sterncolonel, es ist immer dasselbe mit diesen Kesselbruten. Halten sich für das Beste im Universum und beschweren sich dann, wenn sie von einem alten Knacker mit ihren eigenen Regeln besiegt werden, hä?“

„Stravag, achte auf deine Sprache Sterncaptain! Auch wenn wir uns nun seit deinem Übergang in unseren Clan kennen, so werde ich trotzdem solche Nachlässigkeiten nicht dulden, frapos ?
Deine Karriere mag einzigartig unter den clans sein Sternencaptain. Aber selbst die Tatsache das du das persöhnliche Geschenk IlKhans Ulrich Kerenskys an unseren Clan warst, und mir meim Tatzschlag das L eben gerettet hast ist keine Entschludigung für dein Benehmen frapos?

„Pos Björn, ich fand es nur treffend, Mc Farrel mit seiner Wahrgeborenen Abstammung aufzuziehen und meine mindere Abstammung zu betonen ... in den ersten Tagen verleitete ihn seine ungezügelte Wut zu etlichen Fehlentscheidungen und überhasteten Angriffen; doch er hat schnell gelernt, schneller als viele andere.“

„Pos Stenencaptain, ich lese es aus deinem Bericht“. Sterncolonel Björn schloß den Compblock vor ihm.
„Es tut gut, dich wiederzusehen, alter Freund, nachdem Sterncolonel Risha vor 9 Monaten fiel, sind wir die beiden einzigen Überlebenden der ursprünglichen reißenden Bären.“ „Pos björn, in guten wie in schlechten Zeiten, frapos?“
„Pos, in guten wie in schlechten Zeiten“, stimmte der Clanoffizier mit nachdenklicher Stimme zu. Sein Blick schweifte auf das metallische Armband knapp oberhalb seines rechten Handgelenks, sein Codax, eine Ansammlung von Metall und Computerchips, die sein ganzes Leben als Geisterbär enthielten. Kurze Momente seines lebens schossen durch sein Gedächtnis, doch die deutlichsten waren die Erinnerungen an Schlachten die erstedie er als junger Mechkrieger bestritt; eine andere, viel deutlichere als die erste, zeigte ihm die Bilder einer Welt die im Gedächtnis eines jeden Claners, besonders der Generation, die die Invasion der Inneren Sphäre begonnen hatte, eingebrannt war -Turkayyid! Dort hatten er und der Sterncaptain Seite an Seite gekämpft und er selbst war nur mit dem Leben davongekommen, da der Sterncaptain und seine inzwischen gefallene Commandeurin, sich dem Feind entgegengeworfen hatten um ihn zu retten. „In guten wie in schlechten Zeiten, Sterncaptain“

„Aber genug in Gedanken und vergangenen Zeiten geweilt, Sterncaptain, ich habe Befehle für dich“, gab der alte Mann ruhig von sich. „Ach nö, was denn diesmal? Wider Getschkie sitten wie vor 6 Monaten oder mucken die Lyraner wiedermal auf?“, gab Sterncaptain Wolf entspannt von sich. "Neg, nichts in der Richtung, Wolf. Und achte auf deine Sprache oder wir sehn uns im Kreis der Gleichen wieder, frapos?“, gab Björn scharf zurück, als er dem Sterncaptain mit eimen durchdringenden bösen Blick einen Combblock über den Tisch zuschob. Kaum hatte der Mechkrieger das Compad in Empfang genommen, als der Sterncolonel bereits in die unterste linke Schublade seines Schreibtisches griff und ein Glas Bourbon sowie zwei Gläser herausbeförderte. „Die Techs haben dies wärend des Wiederaufbaus dieser anlage entdeckt. Es stammt von meinem Vorgänger. Nach weiteren 300 Jahren müßte er sehr weich sein.“ murmelte Björn leise, als er die Flasche öffnete und die beiden Gläser mit Bedacht und der geübten Bewegung eines Barkeepers füllte. Er drehte sauber den letzten Tropfen ab und verschloss die Flasche wieder. „Hier nimm, wir werden uns lange nicht wiedersehen“. Wolf lies erstaunt den Comblock auf den Tisch sinken und ergriff das Bourbonglas. „Was ist los? Mein Inspektionsauftrag wird nur einige Monate dauern, kaum länger als die letzten Male.“ „Neg, nicht ich werde dich lange nicht sehen, sondern du mich, Wolf. Ich habe Befehl von Khan Bjorn Jorgensson mich auf Alshain zu melden und Sakhanin Aletha Kabrinski hat eine Zusammenkunft aller Blutnamensträger des Hauses Kabrinski einberufen. Ich werde ein Jahr auf Alshain verbringen. Sterncolonel Doran Tseng wird während meiner Abweseheit das Kommando führen“, gab Björn mit ruhiger Stimme von sich. Kaum hatte er geendet als er das Glas hob, seinem Gegenüber zunickte und das Glas in einem Zug leerte. „Was, das ist nicht möglich! Das können sie nicht tun!" Sterncaptain Wolf sprang aus dem Stuhl auf, aber bevor er weiterkommen konnte bremste ihn Sterncolonel Björn mit einer einfachen Handbewegung und deutete ihm an, sich wieder zu setzen. „ Es hat keinen Sinn, einen Widerspruchstest gegen meine Hausleiterin und die Khans unseres Clans vom Zaun zu brechen, Sterncaptain“. Außerdem ist es nicht endgültig. Aletha hat mir zugesichert dass mein Besuch Alshain nicht mit meiner Versetzung in eine Solamaeinheit zusammenhängt.“ Es ist nur ein Übliches Zusammenkommen aller Blutnamensträger meines Hauses, wie sie alle Jahre statfinden, nichts Besorgniserregendes.“ „Pos, hoffen wir es, einen zweiten Sterncolonel kann ich mir nicht heranziehen, frapos?", scherzte Wolf. „Ja, und das wirst du nicht müssen, Mechkrieger Wolf. Lass uns diesen Abend zusammen genießen, da wir uns lange nicht sehen werden. Sterncaptain Joahna wird während deiner Abwesenheit deinen Trinärstern führen. Ist sie dazu in der lage frapos?" „Pos, solange sie nur Simgegnern gegenübersteht, ja. Ihre taktischen Ansätze sind gut, aber ihr mangelt es an Erfahrung.“ Aber wir sollten diesen Abschied nicht mit derartigem verschwenden.“ Den Rest des Abends verbrachten die beiden Clanoffiziere damit, den erstklassigen Bourbon zu konsumieren und um in alten Erinnerungen zu schwelgen. An nächsten Morgen verließen beide das Büro des Sterncolonels. Wärend sich Wolf auf den Weg zu den Mechhangars machte, ging Björn in sein Quartier, wo ihn bereits sein Nachfolger erwartete.
Er empfand es nicht angenehm seinen Posten hier auch nur kurzzeitig einem anderen zu überlassen, aber dasTreffen auf Alshain und die Befehle des Khans gingen vor.

Als er den Sterncolonel in sein Büro bat, hatte er ein ungutes Gefühl im Magen, nicht von dem übermäßigen Alkoholkonsum, nein etwas anderes nagte in ihm. Es war in den letzten Monaten ruhig gewesen, zu ruhig. Er erwartete täglich einen Angriff von Truppen der inneren Sphäre auf eine der Welten, für deren Schutz er zuständig war. Er hoffte, seine Vertretung würde diese Gefahr erkennen und mit entsprechender Vorsicht handeln. Doch was ihn mehr beunruhigte, er hatte das Gefühl, Sterncaptain Wolf am heutigen Tage zum letztenmal gesehen zu haben.


Zwei Tage später bestieg Sterncaptain Wolf das Landungsschiff Bärentatze, welches ihn nach Trondheim bringen sollte, wo er den dortigen Stern inspizieren und trainieren sollte, sowie einen Bericht über notwendige Verstärkungen auf dieser Welt auszuarbeiten. Mit einem Seufzen erklomm er die Ladeluke des Breitschwertes und begab sich zur Brücke. Es würde einen Monat bis zu seiner Ankunft auf Trondheim dauern. Mehr als genug Zeit um sich mit den Gegebenheiten, dem Gelände und viel wichtiger, den Kriegern vertraut zu machen. Er würde ein Trainingsprogramm ausarbeiten und den Stern auf maximale Kampfstärke bringen bis er in sechs Monaten den Planeten wieder verließ. Doch bis dahin war noch viel Zeit. Er drehte sich um und salutierte seinem Vorgesetzten zu, der einige hundert Meter entfernt im Hauptgebäude des Raumhafens seinen eigenen Abflug für einige Tage später vorbereitete. Björn erwiderte den Gruß und sprach leise einen letzten Gruß an seinen Untergebenen aus: „goodbye and farewell!“

Landungsschiff Bärentatze im Transit vom Niarsprungpunkt zum Planeten Trondheim
2. Februar 30.


"Ah Sterncaptain, ich habe euch bereits erwartet, wir haben eine Nachricht für euch vom Planeten erhalten, aber bitte seht selbst." Mit einer schnellen Bewegung drehte sich der Capitain zur Kommunikationskonsole des Breitschwertes um. Sterncaptain Wolf Geisterbär bewunderte die Eleganz mit der sich der Kapitän in seinen Magnetstiefeln über die enge Brücke bewegte. Doch da dieser seit seiner Aufnahme in die Händlerkaste Dienst auf Landungsschiffen tat, verwarf er diese Gedanken wieder. Nach einigen Schritten hatte er die Brücke überquert und warf einen Blick auf das Comterminal.
Eine jüngere GeisterbärenMechkriegerin war auf dem Bildschirm zu sehen.
„Ich grüße euch, Sterncaptain Wolf, ich bin Mechkriegerin Anna“, sprach sie ruhig und emotionslos in den Holovidrecorder.
„Pos, ich weiß. Was ist Strahlcommander Doran zugestoßen?“ fragte Wolf scharf zurück.
„Der Strahlcommander hatte einen Unfall bei einem Manöver vor zwei Tagen wurde sein Cockpit bei einer Unterwasserübung von einem Felsen eingedrückt. Er hat es nicht überlebt“, berichtete Anna kurz und knapp.
„Bedauerlich, aber nicht mehr zu ändern. Gut, sobald ich auf der Oberfläche angekommen bin, werde ich eine Untersuchung einleiten und Befehle vom Oberkommando erbitten“, gab der Sterncaptain ohne eine Gesichtsregung zurück. Der Verlust war bedauerlich, aber diese Art von Trainingsverlusten kamen bei den Clans ständig vor.

„Gut, wir erwarten euch. Ich lasse den Stern antreten. Trondheim aus“. Mit einem kurzen Flimmen schwärzte sich der Bildschirm. „Ich vermute, diese Nachricht deutet auf eine Verlängerung eures Besuches hier hin, frapos Sterncaptain?“ Der Landungsschiffkapitän wendete sich vom Terminal ab und ging auf den Navigator zu um einige minimale Kursänderungen durchzuführen. „Pos, das tut sie“, murmelte Wolf kaum hörbar in sich hinein. Er war nicht sehr erfreut über die Tatsache, dass er von seinem Frontsternhaufen abgezogen worden war um hier einen Garnisionsstern zu trainieren. Doch er konnte froh sein, dass diese Versetzung nur kurzfristig war. Ein leises Zittern und Rumoren durchzog die Bärentatze, als sie in einem flachen Winkel in die Athmosphäre Trondheims eintauchte. Sterncaptain Wolf verließ die Brücke des Mechtransporters und begab sich in die ihm zugeteilte Kabine. Auf dem Weg dorthin wurde das kleine Landungschiff mehrmals stark in der stürmischen Athmosphäre durchgeschüttelt, aber er war in Gedanken versunken über den Comblock des Sterns vertieft, den er die nächsten sechs Monate trainieren sollte. Alles freigeborenen Mechkrieger, die vor der Claninvasion auf diesem Planeten geboren worden waren und von den Geisterbären gefangengenommen worden waren. Genau wie er.

Thema: Kritik Thread zu The Last line
werewolf

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Kritik Thread zu The Last line 15.06.2002 21:01 Forum: Kurzgeschichten


Ok da die KG im Batis und BT .info großen zulauf hatte dahcte ich mir ich poste sie auch mal her


ich werde die GK demnächstz ersetzten da ich im mom an einer Überarbeitung sitze um der KG mehr tiefe und realismus zu geben. die jetzige fassung ist mir noch zu oberflächlich..


ansonsten Viel spaß beim lesen und sagt rhuig was ihr von der geschichte haltet.


MFG wolf
Thema: KG: The Last Line
werewolf

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15.06.2002 20:58 Forum: Kurzgeschichten


Dan auf einmal geschah es auf einmal passierte da unglaubliche ein Steppenwolf unserer Feinde wendete und rannte mit Höchstgeschwindigkeit davon. Kurz darauf verließ ein Paladin die Gefechtsline und ihm folgte ein angeschlagener Marodeur.

Binnen einer viertel stunde war es vorbei die wenigen mechs die nicht die flucht ergriffen hatten waren sehr schnell erledigt. Keiner der verbleibenden Piloten ergab sich wir mussten selbst ihre am boden liegenden mechs zerstören um zu verhindern das sie den Reaktor ihres mechs überluden.

Dan als der letzte feind der noch die Stellung hielt ein Feuerfalke von Ace erledigt wurde wussten wir alle das wir es geschafft hatten. Zwar hatten wir unseren Gegner noch nicht endgültig besiegt aber die größte Bedrohung war abgewendet.

Die wenigen mechs unserer Feinde die diese gigantische schlacht überlebt hatten würden sich nicht lange halten könne.

Der heutige sieg war entscheidend gewesen die Niederlage unseres Gegners war sicher es stellte sich nur noch die frage wie lange es dauern würde und wie viele Verluste wir erfahren würden bis unsere Gegner endgültig besiegt waren.

„nun John wir haben es wohl geschafft vorerst. Befehl an alle Truppen last sie laufen zurück zur Basis!“ „Verstanden Commando sieben an Kommando Gefecht beenden alles zurück zur Basis!“

„Harris sie und ihre Leute sind eingeladen ich hoffe sie haben guten Scotch mitgebracht!“
„mehr als du trinken kannst lad!“ gab Harris lachend zurück.

Ich gab John ein Zeichen unter der Siegesmusik von Mechkommander1, einer passenden Untermahlung marschierten unsere Mechs zurück zur Basis. Dort wurden wir bereits vom hilfspersonal den hochrangigen Militärs und Tausenden Zivilisten empfangen.

Nahc und nach reihte sich ein mech nach dem anderen in die langen reien der leeren Wartungshangars ein . viele boxen verbleiben leer werder Mechs noch piloten würsden zurückkehren.

Ich stellte den atlas in der vorgesehenne box ab und fuhr in aller ruhe eine system nach dem anderen herunter. John hatte bereits die ausstiegsluke geöffnet und war nach unten verschwunden. Ich blieb noch einige sekunden zurück um die vergangenen stunden zu rekapitulieren. Wärend die letzten nachzügler mit beschätigten beinen sich in ihre wartungsboxen schleppten überdachte ich nochmal der vergangene gefecht.

Ich wuste nicht warum dohc ich empfand kein bedauern ich fühlte mich nicht schuldig getötet zu haben. Vielmehr hatte ich erkannt das es notwendig war um zu überleben.
Ich sah durch die sichtluken des kokpits wie einige Mechkrieger einige Jugentliche aber auch etliche altgediente soldaten sitternd und unter schock aus ihren kockpits geführt wurden. Uner mir hetzten sanitäter und medizinisches personal durhc die halle welche verwundete verarzteten und tote wegbrachten.

Wir mechkreiger waren noch am glimpflichsten favonbekommen. Bei den panzer und infantereitruppen war es trotz sternenbund ausrüstng zu grauenvollen verlusten gekommen. Die verluste rührten weniger von der härte des gefechtes noch von der amngelhaftne qualität oder der überalterung der ausrüstung. Nein vielmehr hatten die besatzungen und infanteristen die leistung ihrer neuen panzer und gefechtsrüstungen mehr als überschätzt. Viele hatten ihren leichtsinn mit dem leben bezahlt.

Gerade fuhr ein offener pritschenwagen am fuß meine atlas vorbei. Auf der ladefläche die normalerweise für ausrüstung benutzt wurde lagen fünf soldaten, ihrer uniform oder vielemehr was davon noch übrig war, her Panzerfahrer. Die Armein schweine waren mit schwehrsten verbrennungne übersäht als ihrPanzer vermutlich kontakt mit einem mechflammer hatten. Ínfanteristen mit abgetrennten gliedmaßen oder anderen schwehren verletzungen lagen an den füßen ihrer stählernen großen Brüder. Aärze und sanitäter waren bemüht so schnell wie möglich ihre verletzungen zu verarzten. Wärend ich im kockpit in Gedanken versunken saß fuhr der zubringer lift hinauf zum kockpit.


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15.06.2002 20:57 Forum: Kurzgeschichten


Gehirn vor dem Kampf amputiert oder was ist los? Sind sie total wahnsinnig? Ihr wahnwitziger Vorstoß kann uns alle umbringen!!!“

Erst auf diese wüste Beschimpfung reagierte der Cornel über Funk. „Verdammt Welte, was machen sie hier. Erst mal danke und ja, sie haben recht, ich hab nicht nachgedacht. Wir alle haben überreagiert.“ Mit einer schnelle Torsodrehung erledigte er einen heranstürmende Speerschleuder, während ich einen Krokett ins Visier nahm, der mir mit seinen Lasern und seiner Kanone eine üble Bresche in Torso und rechtes Bein schlug. Doch zusammen mit Braddock und zwei seiner Lanzengefährten verging der Krokett im vereinten Feuer der vier Mechs.

In einer nur Augenblicke dauernden Feuerpause fragte Braddock. “Major, wie schlimm sieht es aus.“

„Nun Braddock, ich bin im letzten Moment eingeschritten. Nur Minuten später und wir alle wären drauf gegangen. Verdammt, bringen sie Ordnung in ihre Linie und rücken sie langsam vor! Verstanden?“


„Sir, ja Sir. Williams, bringen sie Ordnung in die Linie! Verflucht, wenn wir das vor acht Monaten gewusst hätten.“

„WAS gewusst, Braddock?!“ „Nun Sir, wir erhielten vor einigen Monaten ein Foto des Geheimdienstes, das einem Mech zeigte. Unsere Strategen hielten es für eine Fälschung und stellten keine weiteren Nachforschungen an.“

„WAAASSS?? Sie wollen mir sagen, dass WASS?? Braddock, wir reden, sobald diese Scheiße vorbei ist!“

Ich beendete die Funkverbindung. „Verdammt, verdammt, verdammt, das wird ja immer besser! John, funk mal Generalbefehl raus. Vorrücken! Wir müssen der Sache jetzt ein Ende machen!“
„Jo, geht klar. Befehl ist gleich raus. Commando sieben an alle, vorrücken!“

Während John einen Kommandeur nach dem anderen anfunkte und die Lage koordinierte, hatte ich den Kampf wieder aufgenommen.

Eine Banshee fiel dem wütenden Feuer meines Atlas zum Opfer. Mit einem amputierten Bein und eingedrückten Cockpit blieb der 95 Tonnen Mech liegen. Ich schritt über den gefallenen Gegner und nahm das erstbeste Ziel unter Feuer, einen Clint.

Nach einem kurzen Feuertausch sank der Clint zertrümmert zu Boden. Ich beachtete die Hitze, die mit jedem Feuerstoss höher und höher stieg, gar nicht mehr und stürmte zusammen mit den Mechs um mich herum vor.

Irgendwann in den nächsten Minuten machte es klick in meinem Geist. Ich beachtete gar nicht mehr die Umgebung um mich herum, ich sah nur einen Gegner nach dem anderen, der durch das Feuer meiner und der Waffen meiner Begleiter fiel.

Ich kämpfte wie ein Roboter. Emotionslos und gnadenlos. Nachdem unsere Gegner ausgestiegene Piloten am Fallschirm getötet hatten, kannten wir nun auch keine Gnade mehr. Und unsere Gegner erwartete dies auch nicht.

Die nächste Zeit des Gefechtes war verschwommen. Um mich herum fielen Freund und Feind. Der Tod kannte keine Seiten und verschonte niemanden.

Ich nahm die Todesschreie und Hilferufe um mich herum nur noch teilweise wahr. Ich stürmte nur noch vorwärts, immer vorwärts.

Dann irgendwann, stand er vor mir, der tiefrote Pillager des feindlichen Kommandeurs. Ebenso wie mein Atlas von Narben gezeichnet aber noch ohne größere Schäden.

Ich hob die Arme meines Mechs, ballte die Fäuste und marschierte langsam auf den gleichschweren Mech zu.

Ich blieb knappe 100 Meter vor dem tödlichen Koloss stehen. Um uns herum tobte der Konflikt mit unverminderter Härte. Doch wir beide, ich und der feindliche Kommandeur, wussten, dass dieser Kampf nur zwischen uns Beiden geführt werden würde.

Rein vom Mech her war der feindliche Kommandeur mir überlegen. Aber ich war nicht bereit, jetzt aufzugeben. Nicht, nachdem wir so weit gekommen waren. „John, halt dich fest, jetzt wird’s hart!“ Ohne eine Antwort abzuwarten, feuerte ich den LSR 20-Werfer, stürmte vor und spie dem Pillager das Feuer meiner schweren Laser entgegen.

Der Pillager antwortete mit seinem eigenen schweren Laser, welcher die Panzerung an rechten Bein und Torso meines Mechs verdampfte. Sekundenbruchteile später legte er mit beiden Gaussgeschützen nach.

Der Einschlag der Gausskugeln war mörderisch. Mein Mech wurde durchgeschüttelt und die Schadensanzeige zeigte kritische Schäden am linkem und mittlerem Torso. Noch so eine Breitseite würde ich nicht überleben. Ich stürmte weiter vor, während der Pillager zurückwich. “Nein, so einfach kommst du mir nicht davon.“ Ich zielte und feuerte die schwere Autokanone im rechten Torso. Die Granaten fraßen die Panzerung vom Torso des Brandschatzers und zerfetzten den rechten Arm.

Die Schäden waren gravierend, aber noch nicht kritisch. Binnen Sekunden erholte sich der Kommandeur und bedankte sich mit seinen eigenen vier mittleren Lasern, welche gleichmäßig Panzerung von rechten Arm und Torso schälten. Ich wollte sofort mit einer weiteren Garbe nachharken, doch die Kanone feuerte nicht!

Ich blickte blitzartig auf die Konsole. Auf der schematischen Darstellung meines Atlas blinkte die AK orange auf. „Warnung, Munitionszuführung verklemmt“. „Nein, nicht jetzt, schrei ich den Computer an und feuerte in letzter Verzweiflung alle Laser meines Kolosses. Der Schlag traf den Pillager unvorbereitet. Die 6 Laserstrahlen vereinigten sich in der Torsomitte und durchschlugen die verbleibende Panzerung.

Ich nahm eine Hand vor Augen, als die glühende Explosion des Fusionsreaktors den Mech zerfetzte.

Die durch die Explosion des Pillagers und den Ausfall von zweier meiner Doppelwärmetauscher entstanden Hitze war nun endgültig zuviel für meinen Mech.

Ohne Möglichkeit des Eingreifens meinerseits schaltete sich der 100 Tonnen Mech ab.

In diesem Moment trat ein Shootist aus den Reihen der feindlichen Mechs und marschierte direkt auf mich zu. Der schwere ER-Laser verdampfte die Panzerung der rechten Schulter meines Mechs, doch der Pilot war noch nicht zufrieden und setzte mit der AK 20 seines Mechs zum Todesstoss an.

„Nun stirbst du, Ungläubiger! Dein Tod ist genug Vergeltung für den Tod unseres Kommandeurs!“

Ich hatte mit meinem Leben Schluss gemacht und erwartete nichts anderes als den Tod. Mir kamen die Augenblicke, als der Schütze seinen Torso auf mich ausrichtete, wie eine Ewigkeit vor.

Ich glaubte die Granaten am anderen Ende des Kanonenlaufes zu erkennen. In diesem Moment feuerte der Shootist.

Im selben Moment schlugen drei PPC-Blitze in den Shootist ein und schleuderten ihn nach hinten. Die tödliche Granatensalve fegte nur Zentimeter an meinem Cockpit vorbei.

Im nächsten Moment stampften der Schläger von Caliban und der Battlemaster von Lucas an mir vorbei. Sekundenbruchteile später überflog der Dunkelfalke von Ace meinen geknieten Mech und landete im Kopf des Shootist.

Während Björn und Caliban zusammen einen feindlichen Pirscher erledigten fuhr ich meinen Atlas wieder hoch.

„Danke Leute, das war mehr als knapp“. Kein Lob Wolf. Nun schwing deinen Mech hier rüber, noch ist es nicht vorbei!

Binnen einer Minute hatte sich das gesamte BT-Forum nun mich versammelt. Ohne darüber nachzudenken, wie knapp ich gerade dem Tod entkommen war, nahm ich meinen Platz in der neuen Gefechtslinie ein und rückte zusammen mit meinen Freunden vor.

Unsere Linie war ein Fels in der Brandung. Mech um Mech unseres Feindes ging in unserem Feuer zu Boden. Wir gaben uns gegenseitig Deckung. Und sogar Thorsten und Eule vergaßen für den Moment ihre Streitereien und feuerten, was ihre Rohre hergaben.

Unsere Mechs mussten glühen und keiner von uns durfte noch mehr Panzerung als Papier haben, doch wir rückten weiter vor. Egal, was der Feind uns entgegenwarf, wir schmetterten den Angriff ab und gewannen Meter um Meter.

In diesem Moment erschien auf der Hügelkuppe hinter den Feindmechs eine neue Streitmacht, ein volles Regiment frischer Truppen. Uns stockte der Atem. Fast ausschließlich überschwere Kolosse. Sollten dies Verstärkungen für unsere Gegner sein, dann war es aus. „Commando sieben an alle: Vorsicht schwere Verstärkungen sind auf dem Hügel aufgetaucht.“

„Hallo Natotruppen, hier ist Major MC Harris von der Royal Black Watch! Hey ladds, wir haben gehört, sie brauchen Hilfe? Wo können wir den Kerlen kräftig den Hintern versohlen?
Ach egal, wir kommen schon zurecht. Black Watch zum Angriff!“
xxx
Unter dem Jaulen eines Dudelsackes stürmten die Mechs der Black Watch in die Schlacht.

Über die komm drangen vereinzelte Jubelschreie unserer Piloten nun war unser sieg sicher!
„hallo major Harris hier spricht General Welte willkommen auf der Party ! wen es ginge unsere Südflanke benötigt Hilfe!“

„kein Problem Lad wir kümmern uns drum“ antwortete Harris freundlich über funk zurück.
Zwischen uns und der Black Watch eingekesselt fiel ein Mech der Terroristen nach dem anderen

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werewolf

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15.06.2002 20:56 Forum: Kurzgeschichten


er schaffte es, seinen Mech auf den Beinen zu halten.

Als der Bordcomputer des Marodeurs den Reaktor stilllegen wollte, um noch mehr Abwärme zu vermeiden, schmetterte der junge Krieger seine Faust auf den Vetoschalter. Dann zündete er die Jumpjets, die er seinem Marodeur eingebaut hatte und zog sich etwas vom Gegner zurück. Danach gelang es ihm, während er den Mech in der Luft halbwegs gerade hielt, einen Funkkontakt zu seiner Lanze herzustellen. "Hellfire 1 an Hellfire Lanze! Kommen!" Als er sicher war, dass alle seine Leute ihm zuhörten, gab er ihnen den Befehl, der den Piloten des Kriegshammers töten würde. Den Befehl den 70 Tonner mit allen vier Hellfire-Mechs zu attackieren. Es war ein Wunder, dass die drei jungen Bundeswehrsoldaten seiner Lanze überhaupt auf ihn, einen 15 Jahre alten Schüler, hörten. Aber der Kampfverband arbeitete gut zusammen. Dies merkte der feindliche Pilot allerdings nicht mehr.

In diesem Moment musste Thorsten hart ausweichen. beinahe wären er und ein Atlas zusammengestoßen. Und Thorsten kannte diesen Atlas! „Verflucht Eule, pass auf wo du hintrittst. Oder habt ihr Jadefalken keine Augen im Kopf“, grölte er wütend über Richtstrahl.

„Pass lieber auf, dass ich deinen Marodeur nicht zertrete, du Clanverräter!“ gab Eule zurück.

Was ich nun sah, konnte ich selbst kaum fassen. Inmitten Dutzender Feindmechs standen zwei unserer Maschinen, unverkennbar an ihren grellen Bemalungen. Jeules giftgrüner Atlas und Torstens Marodeur.

Die beiden standen sich gegenüber. Weniger als fünf Meter trennten ihre Mechs.

Man konnte über Com ihren hitzigen Streit hören. Die beiden setzten ihre bekannten Streitereien aus dem Forum eins zu eins hier auf dem Schlachtfeld um. Ich wollte die beiden schon zur Ordnung rufen, aber befürchtete einerseits Schäden an meinem eigene Mech und zweitens, dass die beiden in Ihrer Wut versuchen könnten, diesen Krieg alleine und aus purem gegenseitigen Übertreffen zu gewinnen. Jeder versuchte die Leistungen des anderen zu überragen und auch in ihrem Streit wurde das mehr als deutlich :

„Wenn du Ärger willst, hier meine PPC hat genug für dich!“

„Pah, noch ein Wort und du kannst mit meiner AK 20 weiter diskutieren und wir Falken sind eh hundertmal besser als ihr Wolfsverräter. Komm her und stell dich mir!“

„Ich komm nirgendwo hin, bloß weil du das sagst! Wer bist du eigentlich?

„Hey Exilwolf, halt bloß den vorlautes Maul!“

„Meine Lanze ist viel besser, als deine Lanze! Ich nehme dich auseinander!“

„Na, das wollen wir doch mal sehn, komm her Grünkehlchen!“

„Grünkehlchen dafür bezahlst du, Hundekot, welches von wilden Gesten mit den Armen ihrer Maschinen untermalt wurde.

Gelegentlich drehten die beiden ihre Torsen und gaben vereinzelte Schüsse in das um sie tobende Getümmel ab.

Wagte es aber einer der Terroristenmechs, einen der beiden Kolosse nur schief anzusehen, wurde sein Mech binnen Sekunden vom vereinten Feuer der beiden Mechs zerfetzt.

Kaum war der Störenfried erledigt, als die beiden Streithähne sich wieder einander zuwandten und während ihres Gezankes kreuz und quer über das Schlachtfeld marschierten. Ihre Lanzen taten es ihnen gleich. Es war erstaunlich. Um sie herum fielen selbst Sturmmechs zu Dutzenden und diese acht Mechs liefen durch das Feindfeuer ohne einen Kratzer abzubekommen.

In diesem Moment jagte der Hussar von Angellus an meinem Atlas vorbei. Trotz der Härte des Gefechts war der leichte Mech noch ohne Schäden und trennte gerade einen feindlichen Blackjack mit einem sauberen Schuss das linke Bein ab.

Inzwischen stampfte eine neue Feindwelle heran und ich wandte mich dem nächsten Gegner zu, einem 80 Tonnen schweren Todesboten.

Ich tauschte mit dem Awatsome Feuer aus. Aber der kurz vor der Stilllegung stehende Mech verfehlte mich mit zwei seiner drei PPCs, während das Feuer meiner Laser und der schweren AK deckend seinen Torso aufriss. Zusammen mit einem Orion des dritten Regiments beendete ich die Kariere des feindlichen Mechkriegers. Und es ging weiter.





Mein nächster Gegner war ein angeschlagenes Streitross. Unser Gegner musste echt kein Ahnung von Mechs haben um solch ein Modell einzusetzen. Doch wenn er zutrat, konnte dieses 80 Tonnenbiest üble Schäden austeilen. Allerdings nicht mehr dieser Charger. Sein linker Arm war ab, der Torso stand weit offen und Kühlflüssigkeit rann aus den Breschen des Torsos.

Ich zielte kurz und durchschnitt die tragende Struktur mit den vier mittleren Lasern meines Atlas.
Binnen Sekunden gab das stützende Skelett nach und der Charger fiel in sich zusammen. Der Pilot stieg nicht aus.

Kurz fragte ich mich nach dem Warum. Aber ich entschied, dass es mir nichts brachte darüber nachzudenken. Er hatte den Tod gewählt und bekommen.

Doch mir bleib keine Zeit mehr. Der nächste Gegner wartete. Mehr und mehr Mechs fielen dem gnadenlosen Kreuzfeuer beider Seiten zum Opfer. Mehrere unserer leichten und mittleren Mechs zerplatzten im konzentrierten Feindfeuer. Ein kurzer Gedanke an die Gefallenen, dann tobte der Kampf weiter. Ich entschied, dass es langsam Zeit wurde, ein paar neue Tricks aus der Schublade zu holen.

„Command sieben an Licht aus, seid ihr bereit?“ „Hier Lampentod. Geschütze geladen und bereit. Warten auf ihren Feuerbefehl". „Verstanden und Feuer!“

Weit hinter uns begannen Dutzende mobiler Artillerien das Feuer zu eröffnen. Bereits einige Sekunden später schlugen die ersten Granaten deckend zwischen den beiden verfeindeten Mecharmeen ein.

Die Sprengköpfe schlugen in Dreck und Schlamm ein. Einige zerplatzten auf der Außenhülle von Mechs. Allerdings richteten die Granaten keinen nennenswerten Schaden an. Die Täuschkörper-Munition enthielten keinen Explosivstoff, sondern ein Gemisch aus Rauchmittel Metallstreifen und einem speziellen Gas, welches die Hitzesensoren lahmlegten. Binnen weniger Minuten war es Nacht.

Unser Feind war in heller Aufregung. Doch unsere Truppen stellten das Feuer ein und wichen planmäßig zurück. „Commando sieben an Kopfjäger, los geht’s, schnappt sie euch!“ Ein breites Grinsen machte sich auf meinem verschwitzten Gesicht breit.

Unsere Kopfjäger waren mehrere wohl organisierte Lanzen aus Einzelgängern, fähigen Sensorentechnikern und Bordschützen in einer Person, deren einzige Aufgabe darin bestand, mit ihren speziellen Mechs zwischen den verwirrten Feinden blitzschnell zuzuschlagen und jeden Kommandeur und höheren Kommandeur auszuschalten. Binnen einer viertel Stunde war die Aktion vorbei. Wir hatten drei von 11 Exterminatoren verloren aber mindestens 2/3 der feindlichen Offiziere ausgeschaltet. Ein Erfolg auf der ganzen Linie.

„Ok, Kopfjäger zurückziehen. John gib mal General Patton. Ich muss seinen Leuten für das punktgenaue Feuer danken.“ ich schaute mich gar nicht zu John um und konzentrierte mich voll auf den Kampf, der um mich herum tobte.

Ich schreckte beinahe auf, als John mir auf die Schulter tippte. Wolf ich habe gerade eine Meldung von Cornel Braddock erhalten General Patton ist tot! Sein Atlas hat einen Reaktortreffer erhalten, er hat den Ausstieg nicht geschafft.“ „Ich atmete durch die Zähne aus. Das ist verdammt beschissen. Lass mich raten, die Amis schlagen ohne Rücksicht auf Verluste zu ?“ Johns Nicken bestätigte meine Befürchtung. „Schnell, gib mir ein Übersicht der Nordflanke“.

Binnen Sekundenbruchteilen bildete sich eine symbolische Karte auf dem Holographieprojektor links von meinem Cockpit. Verflucht, wenn die Amerikaner weiterhin so sinnlos vorwärts stürmten, würden wir die Flanke verlieren und über kurz oder lang zerschlagen werden. Der Halt unserer Gefechtslinie war im Moment entscheidend über leben und Tod von uns allen. Ich wendete den Atlas nach Norden, gab das Kommando an einen Cornel Berger der Befehlslanze, welcher einen Zyklop kommandierte ab, und rannte durch das Gefecht die guten zwei Kilometer zur Position der Amerikaner.

Es herrschte das totale Chaos. Die amerikanischen Soldaten waren in blinder Wut nach dem Tod ihres Generals losgestürmt. Ich stand fassungslos einige Sekunden da und versuchte die vergangenen Minuten zu rekapitulieren. Zwar hatten die Mechs und Panzer eine sichtbare Bresche in die feindliche Linie geschlagen, aber ohne Führung würden sie binnen Minuten aufgerieben werden.

Ich entschied blitzschnell und brüllte über Richtstrahl den Kommandeur einer Lanzenschützen an, hinter ihren Kameraden her nachzurücken und konzentrierte Feuerunterstützung zu leisten. Der geschockte Leutnant folgte sofort und marschierte los. Ich stürmte so schnell es ging den Hügel hinunter auf den Hauptbebreich des Kampfes zu. Ich gab einige sporadische LSR-Salven ab und erzielte Treffer aber keinen Abschuss. Egal, hier stand mehr auf dem Spiel als persönlicher Ruhm.

Ich griff punktuell in laufende Kämpfe ein. Half bei der Zerstörung von drei Mechs und kämpfte mich sogar mit Hilfe der beiden massiven Fäuste meines Atlas zum Kriegshammer von Cornel Braddock durch.

Ich aktivierte die Außenlautsprecher und brüllte zu Braddock hinüber, während ich mit einer Breitseite meines Mechs einen Todesboten und kurz darauf einen Kampfschützen zerlegte.

Die Hitze war unerträglich, doch ich wendete den Torso und brüllte Braddock ein zweites Mal an.

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15.06.2002 20:55 Forum: Kurzgeschichten


Modell der Ultraklasse ersetzt worden. Die beiden Armlaser waren von mittleren auf schwere aufgewertet worden und vier mittlere Laser, über den Torso verteilt, zusammen mit dem LSR 20 Werfer im linken Torso, rundeten die Bewaffnung meines Mechs ab.

Ein XL Reaktor und doppelte Wärmetauscher versetzten mich in die Möglichkeit, diese massive Bewaffnung mit mir herumzuschleppen und sie auch effektiv einzusetzen. Ich gab eine LSR Salve auf den feindlichen Koloss ab. Dessen Pilot war aller Voraussicht nach ein feindlicher Kommandeur, da die wenigen überschweren Modelle, die hier vom Feind eingesetzt wurden, durchweg mit Soldaten der obersten Ränge und Führungspersonal bemannt waren. Wenn ich ihn ausschalten könnte, würde die feindliche Linie einen deutlichen Rückschlag durch das Befehlsvakuum erleiden und könnte uns sie Möglichkeit eröffnen, durch einen Sturmangriff die hiesigen Kräfte zu zerschlagen.

Ich setzte mit einer zweiten Salve des LSR-Werfers nach und beobachtete, wie die Raketen Panzerung von Torso und linkem Arm fetzten. Doch es würde mehr brauchen, um dieses Monstrum auszuschalten. Ich manövrierte meinen Mech näher an den feindlichen Koloss heran und war bemüht, keinen freundlichen Mech zu treffen, die immer wieder mein Schussfeld kreuzten. Auf etwa 20 Meter löste ich die beiden schweren Armlaser aus. Der Hitzeanstieg war enorm. Doch der erstklassige Ganzkörperkühlanzug bewahrte mich vor der größten Hitze. Ich wusste, dass selbst mit diesem Anzug es sehr bald schweißtreibend werden würde. Ich zielte und setzte mit den Quartett der mittleren Laser nach, um den angerichteten Schaden am Torso des Pillagers zu vergrößern.

Im selben Moment wie sich die vier Lichtspeere in den Torso des Pillagers bohrten, feuerte dieser zurück. Zwei seiner vier mittleren Laser waren zu kurz gezielt und verdampften gerade 20 Meter vor mir, doch die beiden anderen kochten die Panzerung meines rechten Beines. Der Schaden war leicht, aber was nun auf mich zukam, war schlimmer. Die beiden Gaußkugeln, die auf meinen Mech zuschossen, waren besser gezielt als die Lasersalve. Beide Kugeln erwischten mich voll im Bauch und verringerten die Panzerung des mittleren Torsos beträchtlich.

Ein Ruck ging durch den Mech und ich wurde vom der Wucht des Einschlages durchgeschüttelt. „Hmm, nicht schlecht, aber das kann ich besser!“ Ich legte einen Schalter auf der Wadenkonsole um und betätigte mit dem rechten Daumen den oberen Feuerknopf des rechten Joysticks.

Mit doppelter Feuerrate hämmerte die im rechten Torso eingebaute Autokanone 20 der Ultraklasse los.

Die Salve war gut gezielt und fraß sich quer über mittleren und rechten Torso des Pillagers.

Die Luft im Cockpit meines Atlas schien zu kochen. Doch ich beachtete die Hitze nicht und legte mit den schweren Lasern nach. Die beiden Laser vollendeten die Arbeit der Autokanone und durchstießen den rechten Torso. Mir einer sichtbaren Explosion zerflog der gesamte rechte Torso des Pillagers. Der Arm wurde einige hundert Meter davongeschleudert und der Mech selbst von der Wucht der Explosion von den Beinen gerissen.

Die Hitze, die nun im Cockpit über mich und John hereinschlug, war unbeschreiblich. Johns einziger Kommentar war ein heiseres Röcheln, gefolgt von einem Schnappen nach Luft, ich selbst reagierte genauso.

Ich zog mich mit meinen, nahe an der Notabschaltung stehenden, völlig überhitzten Mech etwas zurück und musste einige Sekunden warten, bis die Hitzeskala wieder in den gelben und dann in den grünen Bereich sank.
Um den Pillager musste ich mir keine Sorgen mehr machen. Ein Centurion hatte meine Arbeit vollendet und den am Boden liegenden Mech mit einem gezielten Autokanonenschuss enthauptet.

Ich blickte um mich um den Gefechtsverlauf zu beobachten.

Die Schlacht wogte hin und her. Auch wenn wir bei Mechs und Panzern in der Unterzahl waren, unsere Entschlossenheit und die vorbereiteten Stellungen sicherten uns bis jetzt die Oberhand. Ich gab meinem Bataillon Befehl zum Vorrücken und zog einige angrenzende Panzer und Mecheinheiten nach um die Lücke zu füllen.

Ja, die Situation war günstig. Ich sprach John hinter mir im Cockpit an „Hey, gib mir mal Hot Shot!“ „Geht klar einen Moment. Ok, hab ihn in der Leitung!“

Ich wartete auf das vertraute Klicken in der Leitung und erhielt sofort eine Bestätigung. „Hier Hot Shot, was gibt’s, Kommand 7?“ „Nun Hot Shot, ich habe ein Ziel für sie und ihre Jungs. Wir haben den Gegner über den Fluss zurückgedrängt. Alles östlich des Flusses gehört zu denen. Wir ziehen uns von Ufer zurück. Ihr könnt loslegen.“

„Hot Shot hat verstanden und ist unterwegs. GAZ 1 Minute 30!“

Auf diesen Befehl hatten die 8 F-111 Raven Jagdbomber der US Air force nur gewartet. Zusammen mit einigen Tornados und Mirages der deutschen und französischen Luftwaffe schwenkten die Maschinen aus ihrer Warteschleife und flogen in einem weiten Bogen das Schlachtfeld, den Flusslauf entlang, in niedriger Höhe mit Überschallgeschwindigkeit an.

„Hot Shot an alle. Red Thunder entsichern!“

Mit diesen Worten machten die Piloten und WSO´s der 15 Nato Maschinen ihre unter den Tragflächen und Rümpfen angebrachten Bomben scharf. Allerdings waren das keine gewöhnlichen Bomben, nein, diese kleinen Teufelseier enthielten Thermitplasma. Einen Stoff, der bei Entzündung 1000 mal stärker und hitzeintensiver als Napalm, brannte.

Die Maschinen jagten mit Mach Zwei durch das Flusstal auf die einander bekriegenden Mecharmeen zu. Sekunden vor dem Erreichen des Kampfschauplatzes stiegen die Maschinen auf 500 Meter und korrigierten leicht ihre Flugbahn.

Nun hatte sie der Feind entdeckt und Dutzende Mechs eröffneten das Feuer auf die anfliegenden Nato-Jagdbomber. Drei Maschinen zerplatzten in der Luft, vom Lasern, Raketen oder Gaußkugeln zerfetzt, doch der Rest des Angriffsverbandes lud seine tödliche Bombenlast über den feindlichen Mechs ab.

Binnen Sekunden war die östliche Flusshälfte ein einziges Flammenmeer.

Die Wirkung war entsprechend. Als die Feuerwand nach einigen Minuten ausbrannte blieben russgeschwärzte Gegner zurück. Ein Großteil war vollkommen überhitzt und abgeschaltet. Etliche Piloten waren vermutlich in der Gluthitze ihrer Cockpits umgekommen. Das war der Moment auf den wir gewartet hatten.

In Bewegung ist ein BattleMech eine tödliche Waffenplattform. Überhitzt und stillgelegt nur eine entsprechend große Zielscheibe.

Mit feuernden Waffen stürmten unsere Mechs vor und es entbrannte ein tödlicher Nahkampf. Und inmitten des tobenden Gefechts stand Cestus Königskrabbe. Mann, ich wünschte, ich könnte die Gedanken meiner Freunde lesen.

Das Beben zu Boden stürzender Mechs erschütterte die anrückende überschwere Lanze noch zusätzlich und ließ das Fadenkreuz in einem zittrigen Wanken über den Sichtschirm gleiten. Sowohl Arme, als auch Cockpit leicht gesenkt, stürmte der überschwere Mech zusammen mit seinen drei Kameraden ins Gefecht. Ok. Stürmen wäre wohl nicht der richtige Ausdruck. 50 km/h ist nicht eben das, was man normalerweise als "Rasen" bezeichnen würde. Dennoch werden ebenso diese 50 km/h nicht schnell aufgehalten. Ein unachtsamer Urbanmech wurde von einem angaloppierenden Atlas einfach zur Seite gefegt, ehe das Quartett in das Geschehen eingriff.

Ein Goliath hatte weniger Glück. Zwei lange Raketen senkten sich inzwischen von oben auf den Kasten zwischen den Vorderbeinen und zerbliesen das Cockpit des Mechs geradezu. Ruckartig zum Stehen gebracht blieb der Mech noch einige Sekunden auf seinen Beinen ehe er, Pilotenlos mit rauchendem Loch im Torso, zu Boden ging.

"ARTILLERY!!!!" Kam die verspätete Warnung über Com.

Hinter der King Crab wurde der Boden aufgerissen, als mehrere Granaten der richtigen Artillerie den Boden umpflügten. Dreckfontänen spritzten hoch und beschmutzten das Farbschema des überschweren Mechs. Ein schwerer Laser zuckte durch das "Handgemenge" hindurch und schnitt eine dünne Spur durch die harte Torsopanzerung. Die Schadensanalyse machte sich nicht einmal die Mühe, den Schaden überhaupt festzuhalten. Cestus kam direkt vor dem Feuerfalken zum Stehen, der den Laser abgefeuert hatte. Unwillkürlich machte der Pilot einen Schritt von dem Ungetüm weg, als er sah in welche Scheiße er sich hineingeritten hatte. Die Rechte der King Crab packte unerbittlich zu und zermalmte unter lautem Kreischen eine halbe Tonne Panzerung am Arm des unglücklichen Mechs. Die Linke richtete sich drohend auf die Brust des Falken. Eine gigantische Faust öffnete sich und gab den Blick für den Piloten des Feuerfalken auf das Tor zur Hölle frei.

Die Deathgiver eröffnete mit ohrenbetäubendem Röhren, welches den Lärm der Schlacht übertönte, das Feuer. Panzerschrapnell sprühte von dem Feuerfalken in alle Richtungen, als sich die Granaten wie eine Kreissäge durch den Torso des Mechs fraßen und alles pulverisierten, was sie trafen.

Zuerst wurde der Kreiselstabilisator des Mechs in Atome zerblasen, dann drangen die Granaten in das Herz des Mechs ein und ließen ihn in einer Supernova auseinander fliegen.

Cestus rang mit den Kontrollen, schaffte es aber, den Mech aufrecht zu halten. Eine Hitzewelle schlug über ihm zusammen.

Den Arm des Feuerfalken immer noch in der Klaue und die Front wie durch einen Atmosphäre-Eintritt geschwärzt stand der Mech da. Dann warf er den Arm beiseite und machte sich auf die Suche nach einem neuen Opfer. Cestus fluchte zwar noch über Funk, welcher Trottel da Artilleriebeschuss angefordert hätte, hatte es aber in kürzester Zeit im wilden Handgemenge vergessen.

Einige hundert Meter weiter stand der Marodeur Torstens zusammen mit seiner Lanze im Gefecht. Den Jungen musste es ergehen wie mir. Vollkommen überhitzt sich Gegner um Gegner entgegen zu werfen.

Was dachte der Kerl wohl nun?

Thorsten schwitzte im Cockpit seines Marodeurs. Die Hitze war beinahe unerträglich und die Kühlanzug schaffte es gerade so, ihn vor dieser Temperatur zu bewahren.

Ein gegnerischer Kriegshammer bewegte sich auf ihn zu. Panisch hämmerte Thorsten auf seine Waffenauslöser. Eine weitere Hitzewelle durchflutete das Cockpit seines Kampfkolosses. Die Panzerung des Kriegshammers schmolz unter der Energie der Laser und der PPCs. Der Mech wurde durchgeschüttelt und für einen Augenblick sah es so aus,
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werewolf

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15.06.2002 20:54 Forum: Kurzgeschichten


Ein britischer General in seinem Atlas machte den ersten Schritt. Er trat aus der Gefechtslinie und stürmte unter den Worten „For Queen and Country, long live the commonwealth! Lets Get em boys! Tallyhoe!“

Mit diesem Worten war das Eis gebrochen. Beinahe synchron stürmten beide Mecharmeen aufeinander zu. Artillerielanzen blieben zurück, um Deckungsfeuer zu geben, während sich die leichten Mechs bereits im Tal duellierten.

Ich stürmte mit meinem Atlas vorwärts und versuchte, so gut wie möglich mein Bataillon zu kommandieren.

Es hatte begonnen!

Der Funkverkehr war binnen Sekunden nur ein wildes unverständliches Gebrabbel.
Keine der beiden Seiten konnte noch von einem geregelten Gefechtsablauf sprechen.

Ich war bemüht eine geregelte Formation zu halten, während mein Bataillon, das ausnahmslos aus Mechs der Sturmklasse bestand, in zweiter Linie langsam gegen den Feind vorrückte.

Ich war erleichtert, dass sämtliche Ortschaften im Umkreis mehrerer Kilometer evakuiert worden waren.

Während ich meinen Atlas auf die Gefechtslinie zu manövrierte, gab ich einige kurze Befehle an umliegende Einheiten ab, um den Gefechtsverlauf zumindest etwas zu koordinieren. Einige hundert Meter vor uns fiel einer unserer Dunkelfalken dem Feuer eines Pillagers zum Opfer. Der 100-Tonnen Mech hatte kurzen Prozess mit seinem leichterem Gegenspieler gemacht, doch lange daran erfreuen konnte sich der Pilot nicht. Zwei Krokett und ein Imperator verwandelten den Koloss binnen Sekunden in einen Haufen Schrott. Inzwischen hatten die meisten Mechs Feindkontakt und das weite Tal wurde durchzogen vom Feuer der unterschiedlichsten Waffen.

Während mein Bataillon vorrückte, hielt ich kurz an, koordinierte das Feuer zweier Artillerielanzen und wies der einige Kilometer hinter uns eingegrabenen Artillerie Zielkoordinaten zu. Es war ein grauenvolles Gemetzel.

Das Feuer wurde meist auf Lanzen- oder sogar Kompanieebene ausgetauscht. Selbst überschwere Kolosse fielen in kürzester Zeit im geballten Feuer ihrer Gegner.

Der Kampf tobte nun erst eine knappe halbe Stunde, doch es hatte mehr als ausgereicht. Dutzende Mechs, meist mittlere und leichte, aber auch einige schwere Modelle, lagen zerschlagen im Niemandsland zwischen den beiden verfeindeten Armeen. Beide Seiten hatten sich, rund um den Lech, der an dieser Stelle des Tals ungewöhnlich breit und verschlammt war, aus dem blutigen Nahkampf gelöst. Mehrere schwere und überschwere Kolosse waren bereits in dem meterdicken Schlamm eingesunken und hatten größte Mühe, sich wieder zu befreien.

Beide Linien waren zerrissen und zogen sich einige hundert Meter zurück um sich neu zu gruppieren.

Es war ungewöhnlich, wie gut sich beide Seiten hielten, wenn man bedachte, wie kurz wir erst über die Technologien des Battletechuniversums verfügten. Ich stoppte mein Bataillon und widmete mich dem Gefechtsfunk. Es herrschte absolutes Chaos. Auch wenn die Befehlsketten auf dem Papier festgelegt waren und funktionierten, nun, wie hatte es einst ein weiser General gesagt, ich glaube es war Patton „Kein Plan überlebt de Kontakt mit dem Gegner!“ Nun, genau das war hier eingetreten.

Offiziere erstarrten beim Kontakt mit den gegnerischen Truppen oder gaben irrwitzige Befehle. Jugendliche kommandierten altgediente Soldaten und die einzelnen Nato-Kommandeure stritten um ihre Kompetenzen. Während die wenigen Briten, unterstützt von Artillerie und zwei Bataillonen an der Südflanke vorrückten, hielten Amerikaner und Franzosen nördlich meiner Position die Stellung, um den Gegner aufzureiben.

Spätestens jetzt hatten die letzten Jugendlichen begriffen, dass es sich hier um kein Spiel, sondern um blutigen Ernst handelte. Ich selbst versuchte zu begreifen, was hier vor meinen Augen geschah, verwarf diese Gedanken aber schnell. Hier und jetzt war es nicht wichtig, über das Geschehen nachzudenken, hier musste gehandelt werden. Ich sprach John an und nach einigen Sekunden hatte ich ihn im Empfang.

Eine taktische Karte erschien auf dem kleinen Holoprojektor vor mir und ich studierte die Lage. Eigentlich stand es gar nicht so schlecht. Unsere Verluste hielten sich in Grenzen und die Nähe zur eigenen Basis ermöglichten Reparaturen von Maschinen, die unser Feind abschreiben musste. Während wir unsere schwer beschädigten Kolosse zurück zur Basis schickten, wo sie repariert wurden, warfen unsere Gegner alles in die Schlacht was sie hatten, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir alle wussten, dass sie, bei ihrer gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit, sich diese Taktik leisten konnten. Im Gegensatz zu uns. Wir konnten zwar einiges an Mechverlusten ersetzen, doch in dieser kritischen Phase war jeder Pilot schier unersetzlich.

Ich gab einen Befehl und zusammen mit meinem Atlas rückten 40 Sturmklassemechs genau in das Zentrum des Kampfes vor. Ich versuchte, den Verband aus jungen BT-Spielern und Soldaten zusammenzuhalten und empfahl Feuerkonzentrierung. Aber binnen weniger Minuten hatte jeder seinen eigenen Gegner, den er bekämpfte. Es war verwunderlich, beinahe alle Mechkrieger beider Seiten weigerten sich, regelrecht das Feuer zu konzentrieren und bekämpften ihre Gegner im klassischen Duell, Mech gegen Mech, Mechkrieger gegen Mechkrieger. Ich bat John um eine Comverbindung zu Björn, dessen Battlemaster weiter südlich stand, um mich bei ihm nach der Lage zu erkundigen.

Björn überblickte die Kontrollen seines Cockpits: Knöpfe, es waren so viele Knöpfe, Drehschalter, Kippschalter, blinkende Schalter, bah, hier wird man ja ganz irre. Verdammt, nun sitze ich schon ne Woche in dem Scheißding und aktiviere immer noch beinahe den Notausstieg, wenn ich die Funkfrequenz umschalten will.

Ich stapfte in meinem Kampftitan vorwärts, MEINEM Kampftitan, ich träumte, war bekloppt oder nun ja, der glücklichste Mensch der Welt.
Gut, auf der anderen Seite waren Menschen, die wollten mich töten, aber das war nichts Neues.

Neu allerdings war die Verantwortung, irgendwer hatte mir ein Regiment gegeben. Klar, wir hatten tagelang trainiert und alles in allem klappte es auch schon ganz ordentlich, aber was würde geschehen, wenn er eine falsche Entscheidung traf? 120 Männer und Frauen standen unter seinem Kommando. Großer Gott, wie sollte er nur reagieren? EIN Regiment.

Und da rief es Ihn dann auch schon:

Stimme 1: "Verdammt, ihr sollt Formation halten!"
Stimme 2: "Was für eine Formation eigentlich?“
Stimme 3: "Die schießen ja tatsächlich auf uns!"
Stimme 4: "Wer hat hier eigentlich das Kommando?"
War das mein Stichwort? "Ähm, hier ich!" Ich ließ meine Kampftitan mit dem Arm winken.
Stimme 3: "Wer ist ich?"

Ich runzelte die Stirn: "Ja, nun halt ich, ähm Björn Gramatke." Verdammt , wir haben das doch schon x-mal geübt oder ? Und, verdammt, wie würde Cunningham jetzt reagieren? Nun, so wie du es schreiben würdest, also mach es dementsprechend.

Ich legte alle mögliche Autorität in meine Stimme: "Ich bin hier der kommandierende Offizier, Oberst Gra.., ähm Cunningham, Bataillonskommandanten auf TakCom. Ähm, Vier melden, wiederhole TakCom VIER!"
Stimme 1: "Hier Major Richter, 1. Bataillon!"
Stimme 4: "Major Crawford hier, 2. Bataillon!" Der englische Akzent des weiblichen Majors schlug schwer durch.

Stimme 2: "Hier Johansonn, 3. Bataillon!"
"Ok Leute, wir stoßen in Keilformation vor, erstes Bat die Mitte, zweites Bat linke Flanke, drittes Bat rechte Flanke. Sehen Sie zu, dass die schnellen Mechs an den Seiten sind. Wir werden, wenn nötig, die schwere Hauptstreitmacht etwas zurückziehen und mit den leichten über die Flanken in die feindliche Formation stoßen!"

"Und das soll unser Schlachtplan sein?", kam es von Crawford.

"Nun, ja, das muss für diesmal reichen", antwortete ich. Endlich konnte ich beweisen, was ich auf der Ballistics Con gelernt hatte.

Björn wendete seinen Kampftitan und rückte mit einem Regiment hinter sich gegen den Feind vor. Er hob den rechten Arm seines Mechs und gab einen sauberen Schuss aus der PPC ab, welcher einem angeschlagenen Devisch den Garaus machte.

In diesem Moment hörte er eine vertraute Stimme über Funk: „Und Björn, wie sieht’s aus? Wie ist die Lage bei euch?“ Björn erkannte Wolfs Stimme, der mit seinem Atlas weiter nördlich im Gefecht stand. „Wie schon, beschissen! Erinnere mich daran, dass, sollte ich diesen Scheiß hier überleben, dem General, der mir ein Regiment verpasst, hat mit meinem Mech in den Arsch zu treten! Nun ich rücke vor. Wir haben nur leichten Widerstand hier, ich glaube, wir können ihre Flanke durchbrechen, wenn sie nicht schwerere Maschinen heranführen.!“

„Ok verstanden, gebt euer Bestes. Und Cunny“. „Ja was?“, antwortete Björn sauer. „Wenn du jetzt stirbst, bring ich dich um. Du schuldest mir noch ne TT-Runde und die will ich spielen, verstanden?“, gab ich zurück.
„So, nun reichts! Allein schon wegen diesem Spruch bleib ich am Leben, um dich zu erwürgen WOLF!“

„Prima, wir sehn uns, Atlas 33 out!“

Ich wendete mich wieder dem Gefecht zu, das um mich herum tobte. Mein Bataillon hatte seine Anweisungen erhalten und hielt sich gut. Unsere überschweren Kolosse schlugen eine Bresche in die feindliche Linie und hinterließen Tod und Vernichtung in den feindlichen Reihen.

Der Pillager von Thomas Braun, einem der wenigen Bundeswehrsoldaten, die die Qualifikation zum Mechkrieger geschafft hatten, ging mit zerschossenem Torso zu Boden. Noch während des Falls stieg der junge Leutnant aus. Sein Schirm wehte ihn weit hinter unsere Linien, wo er von einem SAR-Team aufgelesen wurde.

Doch nun war es soweit. Ich suchte die feindliche Linie ab und fand meinen Gegner, einen 100 Tonnen schweren Pillager mit 2 Gausgeschützen, 4 mittleren und einem schweren Laser, welche von 19 Tonnen Panzerung und Sprungdüsen abgerundet wurden. Dieser Koloss war ein wahrer Killer. Doch mein modifizierter Atlas stand ihm in Nichts nach. Neben dem zusätzlichen Kommandoplatz im Kopf, hatte der Atlas eine vollständige Überarbeitung der Waffensysteme erfahren. Die AK 20 war durch ein gleich großes
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15.06.2002 20:53 Forum: Kurzgeschichten


Eine Viertelstunde später war ich bereits in den Außenbezirken meines Heimatortes und brauchte nur noch kurz Zeit, bevor ich meine Elternhaus erreicht hatte.

Ich fuhr den Mech herunter und wurde von meinen Eltern in die Arme geschlossen. Die nächsten Stunden verbrachte ich damit, meinen Eltern die Lage zu erklären und ihnen klarzumachen, dass ich gebraucht würde und mich aus dieser Sache nicht heraushalten könnte.

Der Abschied war lang und tränenreich, doch es musste sein. Verschiedene Nachbarn und einige alte Veteranen des letzten Krieges bestaunten meinen Mech und wünschten mir Glück. Sie hatten auf eine grauenvollere Weise erlebt, was mir und meinen Begleitern noch bevorstand.

Ich aktivierte den Mech und machte mich auf den Weg zurück zur Basis. In zwei Tagen war es soweit. Skye eye hatte unseren Gegner unter ständiger Beobachtung und meldete sein langsames aber stetes Vorrücken.

Glücklicherweise ließen sie zivile Siedlungen, selbst feindliche Armeen links liegen. Sie hatten etwas Größeres im Sinne. Sie wollten unsere Basis und genau die würden sie nicht bekommen!


Zwei Tage später der 18.September 2002, der Morgen vor dem Sturm


In der Basis herrschte reges Treiben. Mechkrieger bemannten ihre Maschinen, Panzerbesatzungen stürmten zu ihren Fahrzeugen und die Piloten der Luftraumjäger schwangen sich in ihre Cockpits. Jedermann hetzte eilig durch die Basis.

Einer nach dem anderen erwachten die BattleMechs zum Leben. Einzeln, paarweise oder in Gruppen verließen die Stahlkolosse ihre Wartungsbuchten und marschierten auf die Basisausgänge zu.

Durch die sich leerenden Hangars und Gänge der Basis hallte „Ist the final Countdown“. Nun, es gab unpassendere Musik beim Auftakt zu einer derartigen Schlacht.

Ich ging zu meinen Atlas und fuhr hinauf zum Cockpit, wo mich bereits John, mein Taktik- und Funkoffizier erwartete. John war mit 25 Jahren 5 Jahre älter als ich und hatte bei der Nato einiges an Gefechtserfahrung erlebt. Trotzdem respektierte er mich als Kommandeur zusammen mit vielen anderen Nato Soldaten.

Es war ein ungewohntes Gefühl. Gestern noch Azubi und heute Kommandeur von über 40 Menschen für die man verantwortlich war.

Ich ließ mich in die Pilotenliege sinken, schnallte mich fest, schloss den Kühlanzug an, setzte den Neurohelm auf und begann mit der Startsequenz.

Vor der Basis herrschte ebenso reges Treiben wie in ihrem Inneren. Panzerbesatzungen gruben ihre Fahrzeuge ein. Infanterie befestigte ihre Stellungen und die eingeteilten Mechs des letzten Verteidigungsrings patrouillierten um das weitläufige Areal der Basis.


Wir brauchten beinahe eine Stunde, um halbwegs Ordnung in die beinahe sieben Regimenter zu bringen, die unsere Streitkräfte stellten. Neben vier reinen Mechregimentern, standen uns drei Panzerregimenter zur Seite. Zu 95% schwere und überschwere Sternenbundmodelle, aber auch einiges aus dem Arsenal unserer heutigen Armeen.

Weit hinter uns, in einigen Kilometern Entfernung, wartete alles an Artillerie was die Nato in der kurzen Zeit hatte zusammenziehen können auf unsere Zielzuweisung.

Der Plan war simpel. Wir würden unseren Gegnern die selbst ernannte Konföderation des Friedens 20 Kilometer nordwestlich unserer Basis an einer breiten Stelle des Lechtals, unterhalb der Stadt Landsberg am Lech, stellen. Das Gelände ermöglichte eine leichte Verteidigung und der Fluss unterstützte unsere Bemühungen für die Verteidigung.

Sollten feindliche Mechkräfte uns umgehen, erwarteten versteckte Killerkommandos aus Panzern, Artillerie und Mechs sie bereits.

Alles in allem kein schlechter Plan. Nun hing nur alles davon ab, dass der Feind nicht zu viel gegen uns ins Feld warf, um unsere Stellungen einfach zu überrennen. Oder ob er uns massiv aus der Luft bombardierte. Doch unsere eigenen LRJ-Streitkräfte, zusammen mit der Flugabwehr und konventionellen Luftstreitkräften, würden uns schon die Lufthoheit sichern.


Ich führte von meinem Atlas aus sowohl meine Lanze, bestehend aus zwei Zyklopen und einem Brandschatzer, als auch einem komplettes Bataillon bestehend aus 36 Sturmklassemechs.

Zwar waren die zwei Zyklopen verwundbar aber dennoch unverzichtbar. Denn zusammen mit den Offizieren und Funkern in ihnen und dem John hinter mir, kommandierten wir das Bataillon und umliegende Regimenter, die um uns Stellung aufgenommen hatten.

Die linke Flanke schützte das Regiment von Björn in seinem Kampftitan.

Verstärkt von einem Regiment dem, was alle nur noch die Clanfraktion nannten, ein bunter Mischmasch aus Clanspielern, die, entsprechend ihren Vorbildern des BT-Universums auftraten.

Zur Rechten standen zwei Regimenter Mechs der Nato. Wenn auch größtenteils von BT-Spielern durchsetzt, welche in der Armee dienten, geführt von General McArthur in einem Zyklopen. Nach uns in der ersten Linie folgte Reihe um Reihe von Mechs, die Sturm- und schweren Modelle in der Mitte, leichte und mittelschwere Modelle an den Flanken.

Einige vorausgeschickte Scouts hatten bereits Feindkontakt gehabt und kamen gerade zurück.
Dank der Satellitendirektverbindung auf meiner Konsole konnte ich den Feind bereits sehen, dessen vorderste Linien in ungeordneter Formation nur noch drei Kilometer von uns entfernt marschierten.

Ich verließ die Gefechtslinie und marschierte einige Meter vor der gewaltigen Schlachtreihe der EVS auf und ab. Mehrere Sturmklasse- und schwere Mechs der kommandierenden Offiziere und Generäle taten es mir gleich. Ich öffnete einen Kanal, den alle unsere Leute empfangen konnten.

Ein letztes Mal blickte ich an den langen Reihen Panzern, Mechs und Infanterie entlang. Die Mechgräben waren bereit und die Panzer hatten sich eingegraben. Die eingegrabene Infanterie war mit KSR-Werfern und ihren Gefechtsrüstungen nicht zu entdecken.

Hoch über uns hatte der Kampf bereits begonnen, als sich die Luft-Raumjäger beider Seiten aufeinander stürzten. Flugabwehrgeschosse zischten in den Himmel, doch ihre Wirkung verpuffte meist an der schweren Panzerung der Luftraumjäger.

Ich prüfte zum hundertstenmal, dass Artillerie und Jagdbomberunterstützung bereitstand falls wir sie benötigten.

Ich atmete ein letztes Mal tief ein und aus und gab meinen Funker John ein Zeichen.

Mit einem Finger legte er den Schalter um, der mich in jedes Cockpit aller Mechs und Panzer schaltete.

„Mechkrieger, Panzerfahrer, Soldaten, Jägerpiloten. Hier und heute wird eine Schlacht geschlagen werden, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat.

Unser Feind ist zahlreich und entschlossen, bereit alles zu geben, um seine Vorstellungen einer perfekten Welt durchzusetzen. Doch wir, vom einfachen Jugendlichen bis hin zum Elitesoldaten, stellen uns hier mit dem Mut der Verzweiflung entgegen, um das was uns lieb und teuer ist zu retten. Es liegt an uns, hier dem ruchlosen Streben unseres Gegners Einhalt zu gebieten.

Wir sind die erste, letzte und einzige Hoffnung derer, die hinter uns stehen und bangen, ja beten, dass wir siegreich seien.

Lasst uns die, welche weitab der Front in ihren Kellern und Wohnzimmern dem Ausgang dieser Schlacht entgegenzittern zeigen, dass ihre Furcht unbegründet ist.

Wir werden gewinnen, auch wenn dieser Sieg viele Opfer fordern wird. Ich selbst bin kein Soldat und um so mehr muss man jeden bewundern, der heute hier ist.

Jugendliche, selbst Kinder haben es gelernt, BattleMechs zu steuern und in ihnen zu kämpfen. Jeder hier ist bereit, seine meist friedliche und glückliche Jugend zu opfern, um heute für den Erhalt von dem zu kämpfen, was wir alle als normal und den alltäglichen Ablauf der Dinge schätzen.

Selbst wenn viele heute keine körperlichen Wunden davontragen werden, die Wunden in unser aller Geist werden wohl nie mehr oder nur äußerst langsam zu heilen sein.

Doch dennoch treten wir an, bereit alles, selbst unser Leben zu geben, um das zu erhalten, was unsere Feinde vernichten wollen.

Denn wir müssen, nein, wir werden gewinnen, ganz gleich wie teuer dieser Sieg auch erkauft sein wird.

Letztendlich muss die Geschichte über uns alle richten und entscheiden wie falsch oder richtig unsere bisherigen Entscheidungen waren!“

Ich beendete die Ansprache und gab an die weiteren Kommandeure ab. Diese folgten meinem Beispiel und spornten ihre untergebenen mit ähnlich heroischen Reden an. Ich schritt zurück in die Gefechtslinie.

Das Gelände war ideal. Wir standen auf einer Hügelkuppe. Vor uns ein zwei Kilometer breites Tal mit einem breiten Fluss.

Kaum hatte der letzte General seine Ansprache beendet, als ein Rumoren über die Kanäle ging und Dutzende unserer Mechs ihre Arme hoben. Auf der Hügelkuppe, am andern Ende des Tales, erschien der erste Feindmech. Binnen Minuten standen sich zwei gigantische stählerne Armeen gegenüber.

Beide Seiten hielten inne. Ein Feuergefecht war sinnlos, da keine Seite über weitreichendere Waffen als die andere verfügte.

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15.06.2002 20:52 Forum: Kurzgeschichten



Die Bemalung war nicht aufsehenerregend. Aber sobald mein Baby seine Waffen zum Einsatz brachte, würden diese mehr als ausreichen, um jeden Feind in die Flucht zu schlagen. Bis auf das Davionsymbol war mein Atlas eine perfekte Kopie des 3025 Hardwarehandbuch-Covers. Ich bestieg den Lift und fuhr hinauf zum Cockpit.


Ich setzte mich auf den gewaltigen Kopf meiner Maschine und blickte hinunter in die Halle, die nun knappe 15 Meter unter mir lag. Schräg gegenüber meines Mechs war der Atlas von Alexander "EULE" Blomeyer. Auch wenn er fülliger aussah, mit seinen 85 Kilo turnte er geschickt in einem Geschirr, wie es beim Bergsteigen benutzt wurde,, an dem 100 Tonneer auf und ab. Zwar war er mit seinen 1,70 Körpergröße eher beim Durchschnitt als bei den Größten unseres Vereins anzusiedeln, doch das war unbedeutend. Er war fast fertig damit, wie etliche andere MechKrieger seinen Mech in einem speziellen Farbschema zu streichen. Seine vormals dunklen Haare zeigten zusammen mit seinem Körper und Gesicht eine giftgrüne Sprenkelung.

Ich ließ meinen Blick durch den Hangar streifen und es kam es mir vor, als würde ich von Richthofens Fliegenden Zirkus betrachten. Wir hatten die Mechs neu angeordnet. BT-Fans, Forumsmitglieder und Lanzen waren zusammengerückt um es übersichtlicher zu gestalten.

Allerdings musste man Eules Arbeit Respekt zollen, sowie vielen anderen. Einige Mechs waren echte Kunstwerke auf zwei Beinen. Man merkte, dass viele es sehr erfreut aufnahmen, endlich einmal in Orginalgrösse arbeiten zu können.

Eules Mech war in Jadegrün lackiert. Unterarme und Unterschenkel in Blutrot, als ob der Mech durch die Kadaver seiner Feinde geschritten wäre. Den ganzen Torso bedeckte das Symbol der Jadefalken, kommentiert von den Schriftzügen "Die Eule" und "Let’s Rock“. Der Schädel war, wie bei meiner Maschine, weiß mit einem breiten schwarzen Totenkopfgrinsen. Neben seinem Atlas reihten sich die Mechs seiner Lanzengefährten auf die Annihilatorlanze.

Neben dem Atlas ragten in ähnlicher Lackierung der Longbow von Stefan "Private S" Potratz, der Highlander von Karl „Headshot“ Steiner und abschließend der Imperator von Julian "Trunks" Jünemann auf. Auch wenn ich wenige BT-Fans kannte, „Trunks“ war mir ein Bild vor Augen, nachdem ein Feuerlöschtrupp das Cockpit seines Imperators besucht hatte. Die Crew hatte gedacht es würde brennen doch die starke Qualmentwicklung war auf Julians exzessiven Zigarettenverbrauch zurückzuführen. Der Arme wäre beinahe erstickt als sein Cockpit mit CO2 geflutet wurde.

Einige Boxen weiter stand der Marodeur von Thorsten, alias Thorsten Kerensky. Mit seinen 15 Jahren gehörte Thorsten zwar noch zu den Jüngsten, aber seine Streitereien mit Eule waren in der ganzen Basis bekannt und geliebt. Mit einer unglaublichen Gewandtheit turnte der junge Wolf im Exilanhänger an seinem Marodeur herum und besserte die letzten Fehler an der Lackierung seines Mechs aus. Anders als bei Eule hatten seine kurzen Igelhaare eine durchweg schwarz rote Färbung erhalten.

Die blauen Augen strahlten als er seine Arbeit beendete. Er ließ sich am Geschirr ab, warf den Pinsel in einen Farbtopf und begutachtete sein Werk.

Der 75 Tonnen schwere MAR-3D Marodeur war in den Farben der Wölfe im Exil bemalt: pechschwarz.

Die Waffenmanschetten der Arme bis zu den Ellenbogen geflammt und auf der Beinpanzerung eine flammende brennende 3, auf dem anderen Bein einen skelettierter Wolfskopf. Eine gelungene Arbeit.

Flankiert wurde der 75 Tonneer von den drei weiteren Mechs der „Hellfirelanze. Rechts neben dem Marodeur ragte der 70 Tonnen schwere ARC-2R Archer von Simon Velten; Mechkrieger, einem 20-jährigen Bundeswehrsoldaten auf. Neben diesem stand der Rifleman RFL-4D von Tobias Stutz dem 16-jährigern BT-Fan und Freund von Thorsten. Den Abschluss bildete der Warhammer WHM-6R des 19-jährigen Chris Damiens, welcher ebenfalls Bundeswehrsoldat war. Die ganze Lanze war mit geringen Abweichungen wie der Marodeur angepinselt.

Bei den Forumsfeindseligkeiten zwischen den beiden Lanzenführern war Streit im Gefecht vorprogrammiert aber das würde sich schon einrenken.

In diesem Moment marschierte Aces Kaisers DKF-2L Dunkelfalke an mir vorbei. Er kam von seiner Patrouille zurück. Der 55 Tonne Mech bewegte sich elegant durch den Hangar. Bis auf das aus dem Forum bekannte Logo, welches den gesamten linken Torso und Teile des mittleren bedeckte, war Ace´s DFK im Standard Sternenbund Olivgrün. Alexander gehörte zur alten Garde im Forum und auf Cons. Seine 27 Jahre waren zwar nicht viel, doch der Gute jammerte immer, dass er zum alten Eisen gehöre. Nun, in dem mittelschweren Mech, war er in seinem Element, auch wenn er ebenfalls hervorragende Eigenschaften als Mechkommander zeigte. Der beinahe 1,90 große Mechkrieger und geachteter KG-Schreiber manövrierte den DFK-2L mit erstaunlicher Leichtigkeit. Man könnte denken, er würde diesen Job schon jahrelang machen. Er wendete den Mech und parkte rückwärts in die vorgesehene Box ein.



Aces verließ seinen Mech, welcher sechs Boxen neben meinem abgestellt war. Ace war etwas Besonderes. Er war, wie nur wenige andere, ein Fels der Ruhe in der Brandung des aufkommenden Konfliktes. Doch konnte man ebenso wie bei allen anderen das Strahlen in seinen grünen Augen sehen, als er seinen Mech verließ. Er fuhr mit seiner Hand durch das dunkelblonde Haar und bestieg den Lift um sich zu duschen.


Rechts von meinem Mech stand, einige Boxen weiter, der 85 Tonnen schwere KMT-1N Kampftitan von Björn Gramatke oder Lucas Cunningham, unserem Steinervertreter schlechthin. Jeder Claner oder Davionfan, der es wagte, sich mit ihm anzulegen, konnte sich auf eine hitzige Diskussion, eine Schlägerei oder einen Arschtritt des Kriegshammers beim nächsten Manöver gefasst machen.

Auch Björn war eine Klasse für sich. Einsachtzig groß, schwarze Haare, braune Augen, der leichte Bartwuchs und das Hawaihemd mit dem T-Shirt der 13. BCB rundeten sein Aussehen ab. Trotz seiner 20 Jahre hatte er immer einen blöden Spruch auf der Lippe, besonders im alkoholisierten Zustand.

In diesem Moment erbebte der Hangarboden, als eine King Crab durch den Hangar stampfte.

Schwarzer Stahl bedeckte den Großteil des Mechs (geistiger Vermerk: neue
100 Liter Fässer schwarze Farbe beim Quartiermeister bestellen). Scharfe grüne Akzente hoben die überschweren AKs, den schweren Laser und die Rohre der LSR vom Mech ab. Das Cockpit und ein paar besondere Merkmale der Gelenke waren ebenfalls akzentuiert. Auf dem breiten Rücken prangte sein Zeichen: ein grün rauchendes Auge. Ja, die Lackierung dieses Monstrums hatte einiges an Farbe gekostet.

Kai Olbrich oder Cestus, einem der Initiatoren der Ration Nachtkampagne, hatte, nachdem wir ihn zusammen mit dem anderen in Dortmund aufgelesen hatten, schlicht den Spitznamen „M. Megaphone oder Gehörschaden“. Seit er auf der Ration mit einem "WAS IST Brüller in sein Megaphon und einer saftigen Rückkopplung einem BT-Spieler beinahe das Gehör gekostet hätte.

Ähnlich wie Cunningham, immer einen blöden Spruch auf der Lippe, aber auch im nüchternen Zustand. Sehr sarkastisch und ironisch. Für seine 1,80 war er recht schlaksig, doch sein an ein Stinktier erinnernder schwarz-grüner Haarschnitt in starkem Kontrast zu dem Graublau, machten dies beim Aussehen mehr als wett. Ein Dreitagebart, Jeans nur schwarz und ein "NO'MK" oder "CestuS" T-Shirt rundeten den Sturmmechpiloten im Aussehen ab.

Ich überblickte weiter das hektische Treiben und zwei Mechs fielen mir besonders auf. Der EXT-4D Exterminator, ein 65 Tonnen schweres Sondermodell, dessen einzige Aufgabe darin bestand, feindliche Kommandomechs zu identifizieren und sie auszuschalten. Der Pilot dieses ungewöhnlichen Modells war Stephan Pryde. Der Kerl war so clanfanatisch, dass er nicht einmal seinen richtigen Namen bekannt gab. Nun ebenso wie Eule war Pryde damit beschäftigt, seinen Mech zu lackieren. Der durchtrainierte 180 große Mechkrieger hatte in seinem dunkelbraunen Haar ebenso viele grüne Flecken wie Eule. Was ihn aber kaum zu kümmern schien, als er über seinen Mech turnte. Wie er sich als Jadefalke mit Torsten einem Exilwolf verstehen konnte blieb mir ein Rätsel.

Doch das beeindruckendste Bild unter all den schweren und überschweren Mechs gab ein unscheinbarer 17-jähriger Jugendlicher am Fuß seines HSR 200-D Hussar ab. Der leichte 30 Tonnen Mech besaß kaum Panzerung und seine einzige Bewaffnung waren 2 leichte Kampffäuste und ein schwerer Extremreichweitenlaser. Nun, der junge Marcel Arentz hatte diesen Mech gewollt, also hatte er ihn bekommen. Und in den Simulatorsitzungen hatten sich seine Fähigkeiten, mit der hohen Geschwindigkeit des Mechs umzugehen, ebenso wie seine Schützenfertigkeiten gezeigt. Allerdings benötigte er noch einige Trainingsstunden im Sensorentechnik. Ihm war ein eindrucksvoller Kopfschuss gelungen. Allerdings bei einem befreundeten Pirscher.

Ja, unser gesamtes Forum und ein Grossteil der deutschen Battletech-community waren hier versammelt, um gemeinsam sich einem Gegner zu stellen, der unser aller Untergang sein konnte.

Aus dem farbigen Mischmasch hoben sich stark die Mechs ab, die von Bundeswehr und Nato-Piloten gesteuert wurden. Meistens in denselben Tarnfarben wie die Panzer der entsprechenden Ramme, stachen diese Mechs aus dem kunterbunten Gemisch der restlichen Mechs heraus.

Es war wie zu Zeiten des Sternenbundes Steiner, Davion, Kurita, Marik und Liao. Mechs standen friedlich vereint neben Söldnermaschinen und Mechs, welche die Farben der Clans trugen.

Inzwischen hatten sich bereits feste Fraktionen gebildet, die zu Füssen der Mechs ihrer Fraktionen Grüppchen bildeten. Doch die Mechkrieger betrieben nur harmloses Gezänke, wie man es aus dem Forum gewohnt war.

„VERDAMMT!“ gerade eben fiel mir etwas ein: Wir hatten Mittwoch. Na ja, Schule und Arbeit waren nicht das Problem, aber ich hatte vergessen, meinen Eltern zu berichten, was geschehen war. Seit ich am Tag vor meiner Abreise zur Ration mit ihnen telefoniert hatte, war ich nicht dazugekommen, mit ihnen zu reden. Sie mussten vor Sorge sterben.

Ich schwang mich vom Kopf des Atlas auf den Personenlift. Eine Minute später stand ich am Boden und rannte zum Hangarmeister. Hey Boss, ist ein Dunkelfalke bereit, ich muss mal kurz raus, meinen Eltern erzählen, wo ich abgeblieben bin.“ Der Bundeswehrsoldat musterte mich kurz und fragte: „Wo wohnen ihre Eltern, Captain Welte?“ „In Bad Wörishofen.“ „Geht in Ordnung, nehmen sie Dunkelfalke 23 in Box 67, ich übermittle ihr Neuralmuster“. „Danke, rief ich im Fortrennen und erreichte kurz darauf den Dunkelfalken.

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15.06.2002 20:52 Forum: Kurzgeschichten


„Wie sie sehen, meine Damen und Herren, sind die Zerstörungen von einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Dutzende Städte und Ortschaften hier im Grenzgebiet sehen so aus. Die BattleMechs kamen ohne Vorwarnung und ließen keinen Stein auf dem anderen. Es liegen uns noch keine genauen Verlustzahlen vor, aber sie dürften in die Tausende gehen. Was uns besonders erschreckt, sind die Aufnahmen eines Amateurfilmers, die wir vor einigen Minuten in den Trümmern dieses Ortes entdeckten.

Das Bild schwenkte kurz und zeigte einige Sekunden die heile und friedliche Idylle eines Kindergeburtstages, als plötzliche ein PPC-Blitz das Haus im Hintergrund traf. Der Dachstuhl explodierte und die Kamera schwenkte auf die Angreifer. Knapp 20 Mechs kamen stark verwackelt ins Bild, alle blutrot gestrichen und mit allerlei islamischen oder terroristischen Symbolen der entsprechenden Fraktion des Mechkriegers in seinem Inneren bemalt. Die Maschinen rückten vor und brachten Tod und Vernichtung über den Ort. Menschen wurden von Lasern zerfetzt, verdampften in PPC-Feuer, starben im Feuer der Autokanonen oder fanden ein schauriges Ende im Inferno der Flammer eines Brandstifters. Das Bild erstarb und mit ihm die Übertragung.

Im vorher belebten Haupthangar wurde es mäuschenstill. Keiner sagte mehr ein Wort und der Schock stand jedem Anwesenden deutlich ins Gesicht geschrieben.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als ein Bundeswehrgeneral, flankiert von seinem englischen und amerikanischen Pendant, sich seinen Weg durch die Gruppe bahnte.

Der ältere Mann reichte mir die Hand. „Captain Welte, ich bin General Grüber, das sind General Winchester und General Patton. Würden sie uns bitte in den Kommandoraum folgen, wir haben Wichtiges zu besprechen.“

„Ja sofort, ich komme“. Ich wandte mich von meinen Freunden ab und folgte den drei Generälen.

Kurze Zeit später stand ich zusammen mit mehreren anderen hochrangigen Militärs und einigen anderen BT-Fans im Kommandoraum. Eine holographische Karte Europas rotierte langsam über der Mitte des Besprechungstisches.

„Meine Herren, wir haben schlechte Nachrichten. Diese Bilder erreichten uns vor einigen Minuten“.

Die Karte verschwand und wurde durch ein Foto einer Sternenbundbasis ersetzt. Definitiv eine Satellitenaufnahme.

„Und das geschah einige Minuten später“. Der General betätigte einen Knopf an seinem Platz.

Das Bild begann leicht zu schwenken und zoomte heraus. Schließlich konnte man ein komplettes Bild der nördlichen Erdhalbkugel sehen.

„Meine Landsleute entschieden, dass die einzige Möglichkeit, größere Verluste unter der Zivilbevölkerung nur durch die Vernichtung des gegnerischen Hauptlagers zu erreichen sei, einer Anlage genau wie dieser. In Übereinstimmung mit unseren russischen Alliierten beschlossen wir, die Basis mit einem taktischen Erstschlag auszuschalten!“

Ein Grummeln und Rumoren ging durch den Raum.

Die Karte zeigte deutlich den Start zweier Interkontinental-Raketen. Während sich die beiden Flugkörper ihren Weg über den Atlantik bahnten, konnte man zwei weitere Starts im südlichen Russland entdecken, alle vier Flugkörper hatten einen Punkt tief in der russischen Steppe zum Ziel, im Grenzgebiet zu China.

Als die Raketen wieder in die Erdatmosphäre eintraten, zoomte die Simulation heran. Die Geschosse waren nur noch 30 Kilometer von ihrem Ziel entfernt, als ein Strahl von der Basis aus in den Himmel schoss und eine der Raketen auslöschte. Binnen fünf Sekunden verschwanden die restlichen Sprengköpfe auf dieselbe Weise.

Mehrere Militärs sprangen auf, ihnen stand der blanke Schock im Gesicht.

„Das, was sie soeben gesehen haben, passierte vor genau einer halben Stunde. Die Raketen wurden von einem Abwehrsystem zerstört, das in jeder der Basen installiert ist. Nicht nur, dass die Basen direkte atomare Treffer überstehen, nein, sie sind dank dieses Systems in der Lage, jeden weiteren Angriff dieser Art abzuwehren.

Unser gesamtes atomares Offensivpotential ist überflüssig. Die Reichweite dieser automatisierten Systeme überdeckt den gesamten Globus.“

Der General setzte sich wieder und überließ seinen amerikanischen Gegenstück den weiteren Vortrag.

„Meine Herren, diese Aufnahmen sind noch keine fünf Minuten alt und wurden vom Hubbleteleskp geschossen“.

Die Aufnahme zeigte die unversehrte Sternenbundbasis vor deren Ausgängen sich BattleMechs versammelten. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Verstärkungen.

„Ja, meine Herren, sie sehen recht. Unser Gegner rüstet zum Angriff. Wir schätzen, dass ihre kombinierten Truppen uns in weniger als fünf Tagen erreichen werden. Auch wenn wir ihnen davon abrieten, werden unsere russischen Verbündeten sich dem Feind entgegenwerfen. Es ist ein sinnloser Kampf, aber die Russen wollen ihn. Zumindest ein Teil von ihnen. Der Rest ist auf dem Weg zu uns, um unsere Stellungen hier zu verstärken.

Die Nato hat entschieden, hier an der deutschen Ostgrenze die zentrale europäische Verteidigungslinie zu errichten. Truppen aus ganz Europa sind auf dem Weg hierher.

Die Engländer verspäten sich etwas, sie haben mit internen Problemen zu kämpfen, haben aber keine Hilfe angefordert.

Unseres Wissens rebellieren einige Streitkräfte in Nordirland und Schottland, welche das alte Commonwealth mit all seinen Kolonien wieder errichten wollen, aber die Engländer werden damit fertig.“

Der General hielt kurz inne.

„Allerdings, Gentleman, haben wir ein ernsthaftes Problem. Wir trainieren rund um die Uhr neue Mechkrieger. Aber von 100 Soldaten, egal ob Flugzeug- oder Helikopterpiloten, Panzerfahrern oder normalen Infanteristen, nicht einmal fünf von ihnen schafften die Grundlektion der Mechsteuerung. Hingegen die Jugendlichen und Erwachsenen, die sich mit dem Battletech-Universum, egal in welcher Weise befasst haben, bestehen mit über 90% Wahrscheinlichkeit. Uns bleibt immerhin die Gewissheit, dass unsere eigenen Truppen einen überwiegenden Teil der Panzer, Infanterie und Luft-Raumjägerstreitkräfte stellen.“ Meine Herren, es bleibt uns keine Wahl, auch wenn ich es nicht gerne sage, die Kinder sind unsere einzige Rettung.

„Captain Welte, sie und ihre Lanzen haben eindrucksvoll ihre Kampfkraft unter Beweis gestellt. Glauben sie, wir können diese Terroristen und Fanatiker schlagen?“

Mit diesen Worten richteten sich 30 Augenpaare auf mich. Mir wurde heiß.

Ich schluckte und formulierte im Geiste eine Antwort. „Nun General, ich bin kein Stratege, aber ich und meine Freunde wissen, was BattleMechs leisten können. Im Kampf Mech gegen Mech dürften wir uns mit ihnen messen können. Doch sie haben mehr Maschinen als wir.

Allerdings mit der richtigen Taktik könnten wir sie besiegen“, gab ich zögernd zurück.

„Gut, ich verstehe. Gentleman, sie haben den jungen Mann gehört, wir müssen binnen fünf Tagen aus einem Haufen Jugendlicher, Zivilisten und den uns zur Verfügung stehenden Streitkräften eine Armee bilden mit der wir uns unserem Gegner entgegenstellen.“

Während die Generäle in eine wilde Diskussion verfielen und Untergebene Befehle weiter reichten, begab ich mich wieder in den Hangar. Dort wurde ich bereits von einer knapp 60 Mann starken Truppe erwartet. Alles Battletech-Spieler und Mitglieder des Battletech.Info-forums.

Ich ging noch in voller Mechkriegermontur auf das kleine Grüppchen zu. „Tja Leute, wie ich sehe, habt ihr inzwischen eure Kiefer wieder eingerenkt. Erst mal hallo, willkommen im SBVS-Depot Nummer eins.

Nun, wir haben ein Problem. Eine Armee von feindlichen BattleMechs hat sich auf den Weg hierher zu uns gemacht und sie werden voraussichtlich in fünf Tagen eintreffen. Bis dahin haben wir Zeit, euch zu Mechkriegern zu machen. Also Leute, ich habe Simulatorraum 2 klargemacht, lasst uns loslegen. Reden über alles können wir später!“

Ich drehte mich um und begab mich zum Simulatorraum Nummer 2. Eine halbe Stunde später saßen wir alle in den Kapseln und trainierten. Einige waren skeptisch gewesen, andere konnte man schier nicht mehr aus den Simkapseln herausbekommen, doch jeder gab sein bestes.

Tag drei. Es war unglaublich, was innerhalb der letzten Tage geschehen war.

Der General hatte mehr als recht gehabt. In Rekordzeit hatten die meisten Battletech-Fans es gelernt, Mechs zu steuern und in diesen gewaltigen Maschinen zu kämpfen.

Nato und Bundeswehr verstärkten ihre Truppen mit SBVS-Ausrüstung und Mechs aller Gewichtsklassen patrouillierten um das Depot. In der Luft flogen starke LRJ-Verbände Patrouille.

Tagtäglich erreichten uns neue Botschaften und Nachrichten über weitere Gräueltaten unserer Gegner. In jedem von uns baute sich die ohnmächtige Wut auf, noch nicht helfen zu können, da wir sonst unser Familien schutzlos zurücklassen würden. Jeder wartete auf den Tag, an dem wir es diesen Bastarden heimzahlen würden.

Ich war auf dem Weg zu meinem Atlas, welchen ich in Anbetracht der bevorstehenden schweren Kämpfe requiriert hatte.

Doch dieser Atlas war etwas Besonderes. Nein, nicht nur, dass er mir in den kommenden Schlachten als Untersatz dienen würde, nein, seine Ausstattung machte ihn derart einzigartig.

Der 100 Tonnen Koloss vor mit war ein Prototyp für eine geplante Atlas-Kommando-Serie, die durch den Zerfall des Sternenbundes nie realisiert worden war.

Die Unterschiede gegenüber dem Standardmodell waren: eine verstärkte Bewaffnung, ein XL Reaktor und eine Kommandostelle für einen Funker in Cockpit des Atlas.
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15.06.2002 20:51 Forum: Kurzgeschichten


Ich wandte mich den Drei, die mir nur aus dem BT-de-forum bekannten Gestalten zu und sprach sie höflich an. „Äh, entschuldigt, ihr seid nicht zufällig Ace Kaiser, Thorsten Kerensky und Cestus aus dem Battletech.de-Forum, und das da oben auf meinem Marodeur, ist Lucas Cunningham? Ach ja, ich bin Wolf Welte oder Werewolf, wenn euch das bekannter vorkommt.“

Die drei musterten mich in meinem Sternenbund Mechkriegeranzug. Ihre Blicke wanderten ungläubig mehrmals an mir auf und ab bis sich Cestus fasste und mich ansprach. „Werewolf? Das gibt’s nicht, wo hast du, wie, was.?“ „Du bist echt Wolf. Dann erst mal hallo. Ich bin Alexander, du kennst mich ja“. Ace kam einen Schritt auf mich zu und reichte mir die Hand.

„Ja hallo, äh Leute, ich sag’s nur ungern, aber wir haben ein Riesenproblem. Die Kerle die euch umbringen wollten, kommen bestimmt wieder und zwar mit einer Menge mehr Mechs. Mit diesem Terroristen Abschaum und - weiß Gott - wer sonst noch Mechs hat, ist nicht zu spaßen. Ihr müsst mit mir kommen, lernen, Mechs zu steuern, und dann müssen wir diese Typen erledigen bevor sie uns erwischen!“ gab ich kühl bekannt.

„Immer mal langsam, du willst uns erzählen, dass Terroristen BattleMechs besitzen. Heilige Kacke!“ kommentierte Cestus. „Ja, so ist es, und wir haben kaum Zeit, also kommt mit, die Armee stellt Fahrzeuge!“ gab ich zurück.

„Sag mal, habt ihr auch Clanmechs? Und hallo, Were, ich bin Thorsten Kerensky!“ Der Junge reichte mir die Hand. „Nein leider nicht, nur IS Modelle bis 3030 ,aber alleine in der Basis wo wir herkommen sind über 300!“ „Schade, son Mist!“ grummelte Thorsten.

„Nun wir können uns später auf dem Weg zur Basis unterhalten und alles bereden. Los Leute, in die Fahrzeuge. Mechwarrior man your mechs!“

Ich wandte mich von den drei verdutzen Battletech-Fans ab und erklomm meinen Marodeur. Die anderen taten es mir gleich. Thorsten rannte auf den Kriegshammer zu und war wenige Sekunden später zusammen mit Stefan im Cockpit den 70 Tonners verschwunden.

Ich kam oben an und entdeckte Cunny, der auf dem Pilotensitz Platz genommen hatte und fassungslos die Kontrollen und den Neurohelm begutachtete. „Los runter, da hinten ist ein Notsitz und eine Kühlweste. Los mach, wir müssen weg. Keine Zeit für lange Reden, wir können schwätzen, sobald wir auf dem Rückweg sind!“ herrschte ich ihn an. Lucas war viel zu geschockt, um etwas dagegen einzuwenden und zwängte sich auf den Notsitz.

Ich legte meinen Helm an stöpselte den Kühlanzug ein und verschloss das Cockpit.

Ich überwachte, wie die verbleibenden sechs Mechs ebenfalls hochfuhren und sich um mich formierten. Unterdessen begann die Armee die Stadt zu evakuieren. Alle BT-Fans wurden in spezielle Transporter verladen und zum Haupt SBVS-Depot gebracht.

Die ersten Minuten beherrschte heiterer Siegestaumel den Funkverkehr. Ich diskutierte mit Soldaten und BT-Fans über den Ernst der Lage, aber diese Freude verblasste binnen Sekunden, als wir die ersten kleineren Ortschaften außerhalb der Stadt erreichten.

Mehrere leichte und mittlere Lanzen waren als Vorauskommando in Deutschland eingefallen. Nachdem sie ihre Primärziele nicht erreichen konnten waren sie marodierend durch die nähere Umgebung gezogen um sich dann unter dem wachsenden Druck der Nato zurückzuziehen.

Der Rückweg zur Basis war das nackte Grauen. Wir hatten Dortmund gerettet, aber Dutzende kleinerer Orte in seinem Umkreis der Vernichtung preisgegeben. Natotruppen hatten sich mit dem Mut der Verzweiflung den anrückenden BattleMechs entgegengeworfen, doch zeugten die ausbrennenden Reste von Dutzenden Panzern und Kampfhelikoptern, sowie etlichen Jagdbombern davon, wie chancenlos sie gewesen waren. Vereinzelte, aber viel zu wenige zerschmetterte Überreste leichter und einiger mittlerer Mechs zeugten zwar auch von den gelegentlichen Siegen der Nato doch diese Siege waren teuer erkauft.

Weder ich, noch die mich begleitenden MechKrieger, sprachen ein Wort. Auch von den Truppentransportern vor uns kam kein Laut. Ich hatte kurz nach dem Verlassen der Stadt die Gefechtsroms der Mechs aus Mikes Lanze begutachtet. Es war ein Massaker gewesen. Ohne die eintreffende Jagdlanze wäre die Bundeswehr binnen Minuten überrannt worden und Dortmund wäre in Tod und Vernichtung versunken.

Doch dieser Ort hier war schutzlos gewesen. Und unsere Feinde hatten mit gnadenloser und eiskalter Präzision zugeschlagen.

Wir erreichten einen weiteren Ort. Ich empfand ein starkes Würgen in meiner Kehle als ich das sah, was von einer freundlichen, blühenden Kleinstadt übriggeblieben war.

Die Stadt war bis auf die Grundmauern dem Erdboden gleichgemacht worden. Die wenigen Fassadenbruchteile, die noch in den Himmel ragten, standen kaum mehr als bis zum Ende des Erdgeschosses. Überall loderten Brände, aus gebrochenen Wasserleitungen schossen Fontänen in den Himmel, welche in Sturzbächen sich ihren Weg durch die Trümmer der zerstörten Stadt suchten. Zertretene Autos brannten aus, aus gebrochenen Gasleitungen schossen Feuerzungen in den Himmel.

Selbst nach dem Feuerstürmen während des zweiten Weltkrieges hatte es keine derartige Zerstörung gegeben. Doch das Schlimmste, was sich uns bot, waren die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Überreste derjenigen, die es geschafft hatten aus ihren Häusern zu fliehen. Kein Mensch hatte diesen Ort lebend verlassen.

Ich konnte mir anhand dieser Bilder nun lebhaft vorstellen, wie es auf Turtle Bay ausgesehen haben musste, nachdem die Nebelparder die Stadt aus dem Orbit ausgelöscht hatten. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Körper zeugten davon welche Szenen des Grauens sich hier abgespielt hatten.

Ich wandte meinen Blick von den Überresten der Stadt ab. Am anderen Ende der Ruinen begannen bereits Soldaten die verkohlten Leichname zu bestatten.

Tief in meinem Innersten baute sich eine ohnmächtige Wut auf. Warum, warum? Warum hatten diese Menschen sterben müssen. Hunderte Gedanken und Vorwürfe schossen mir durch den Kopf und einige Minuten reagierte ich weder auf Funksprüche meiner Kameraden, noch auf Lukas Kommentare und Fragen aus meinem Rücken. Ich stampfte nur den andern Mechs hinterher.

Doch letztendlich kam ich zu einem Schluss. Ich öffnete einen Kanal. „Ok Leute, wir haben gesehen, was uns allen droht, wenn wir diese Scheißhunde nicht aufhalten. Die Zerstörungen, die wir gesehen haben, waren nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Monaten erwartet. Wir werden durch die Hölle gehen müssen. Ich hoffe, wir können weitere Ortschaften vor diesem Schicksal bewahren. Wir alle haben Familien und Freunde da draußen. Wir alle wissen, wie schutzlos sie unseren Gegnern ausgeliefert sind, sollten wir versagen.

Unser Feind mag ein zusammengewürfelter Haufen des Abschaums der Menschheit sein, doch sie haben BattleMechs und haben hier und jetzt klar ihre Kompromisslosigkeit unterstrichen. Ihr Ziel ist klar. Jeder, der nicht ihrem Weltbild entspricht oder ihren Plänen im Weg steht, stirbt. Leute, hier und heute hat ein neues Kapitel in der Geschichte der Kriegführung begonnen.

Nicht, dass BattleMechs den Platz von Panzern und Flugzeugen eingenommen haben, nein, bisher wurden Kriege um Territorien und Rohstoffe geführt, auch um Religionen und teilweise nur wegen dem Wahnsinn zweier Führer.

Doch der Konflikt, dessen Wogen hier über uns hereinschwappten, ist anders. Dieser Krieg kennt nur eine Tatsache: siegen oder besiegt werden. Sollten wir versagen, ist die Zukunft der Menschheit, wie wir sie kennen ungewiss, und die, welche diesen Konflikt überleben, wären einem Regime ausgeliefert, dessen einziges Bestreben in der Durchführung und Durchsetzung ihrer fanatischen und teilweise geisteskranken Weltanschauung liegen!

Und wir sind die Einzigen, die diesen Wahnsinn verhindern können. Wir sind die letzte Linie. Sollten wir versagen ist es für immer vorbei“.

Ich schloss den Kanal. Ich erwartete keine Antwort und beschleunigte meinen Marodeur etwas, um zum Konvoi aufzuschließen.

Die nächsten Stunden verbrachte der immer größer werdende Konvoi sprachlos als er sich seinem Ziel näherte.

Es war bereits Nacht, als wir den Bunker erreichten. Der Bunker und seine Umgebung glichen einem Armeelager. Mechs patrouillierten. Panzer, sowohl der Nato als auch Sternenbundmodelle, hatten um die Eingänge Stellung genommen und Jäger kreisten über uns am sternklaren Himmel.

Ich betrat als letzter den Bunker. Ich manövrierte vorsichtig durch die von Menschen überfüllten Tunnel, durchquerte mit größter Mühe den Haupthangar und reihte meinen Mech in den Wartungshangar ein.

Ich ließ Lukas beim Aussteigen den Vortritt und folgte ihm auf den Zubringerlift. Kurz darauf stand ich, umringt von Dutzenden Technikern, Soldaten und Battletech-Fans am Fuß meines Mechs.

Um die kleine Gruppe herum herrschte reges Treiben. Mechs wurden auf Funktionalität geprüft, Techniker machten sich mit dem Aufbau und den Reparaturen an den verschiedenen Modellen bekannt und viele Battletech-Fans hatten bereits ihr Lieblingsmodell beschlagnahmt.

An der freien Nordwand des Hangars war eine Leinwand für Fernsehübertragungen installiert worden.

Doch die allgemeine Bedrücktheit war deutlich zu spüren. Es hatte nicht lange gedauert, bis die Ereignisse von draußen bis hier herunter durchgedrungen waren.

Ich unterhielt mich mit Soldaten und verschiedenen Battletech-Fans. Einige wollten mir nur zu meinen beiden Abschüssen gratulieren, andere bezeugten ihren Respekt für das, was ich getan hatte, andere fragten einfach nur, was sie tun müssten, um einen Mech zu steuern.

In diesem Moment erwachte die Videoübertragung auf der übergroßen Leinwand zum Leben.

Binnen Sekunden verstummten die Hundertschaften im Hangar als die ersten verwackelten Bilder über die Leinwand huschten. Nach einigen Sekunden erschien ein Nachrichtensprecher im Bild und begann die Szenen hinter sich zu kommentieren.

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15.06.2002 20:50 Forum: Kurzgeschichten


„Marodeur eins hat verstanden, wir machen uns auf den Weg. Lanzenführer an Kampflanze: um mich formieren. Mike dir gehört die Jagdlanze.“ „Geht klar Wolf, aber warum ausgerechnet ich?“ gab Mike besorgt über Com zurück. „Nun, irgendeiner muss es tun und Du bist unser bester TT-Spieler BIG MIKE !“ gab ich zurück. „Na gut, wenn du meinst. Jagd eins bestätigt Abmarschbereitschaft. Jagdlanze in Formation!“

„Marodeur eins an alle: Abmarsch mir nach!“ Die acht BattleMechs wendeten und stampften mit Höchstgeschwindigkeit davon. Ihr Ziel war klar: die ultimative Battletech Convention und größte Ansammlung von Battletech-Fans dieses Jahr in Deutschland: die Ration!

Die zehn Stunden, die wir bis nach Dortmund brauchen würden, waren eine gute Trainingsgelegenheit für uns alle. Jeder Mechkrieger dieser zwei einsamen Lanzen benötigte jede Übung, die er bekommen konnte. Denn bald würde ein Kampf um die Erde ausbrechen, den die Menschheit noch nicht erlebt hatte und - sollten die NATO-Armeen versagen - wohl niemand überleben würde. Die Gegner waren ein Haufen aus politischen und religiösen Fanatikern, machthungrigen Diktatoren, wahnsinnigen Militärs und ihrem Gefolge. Sprich: der Abschaum der Menschheit.

Ich steuerte meinen Marodeur mit voller Aufmerksamkeit durch den lichten Wald, den wir gerade wieder verließen. Das vor uns liegende Feld war schon abgeerntet und ideal. Ich öffnete einen Funk Kanal. „Ok Leute, während wir dieses Feld überqueren testet ihr mal eure Waffen, aber nur Energiesysteme. Bloß keine Munition verschwenden. Und macht euch auf was gefasst, die Dinger sind heiß!“

„Verstanden Wolf“ - „Geht klar Boss“ - „Na, dann mal los“, kam es als wildes Geplapper zurück. Ich grinste, trotz der schlimmen Lage, die uns noch bevorstand. Der Mechkrieger-Hochmut hatte selbst bei den langjährigen Berufssoldaten um sich gegriffen. Nun immerhin war noch nicht alles verloren, mit jedem Kilometer den unsere beiden Lanzen zurücklegten, wurden ich und die anderen Piloten erfahrener. Und über die ganze Welt verteilt, durchliefen Soldaten, Zivilisten und Battletech-Fans die Ausbildung zum Mechkrieger, um sich unserem gemeinsamen Feind gegenüberzustellen.

Alle paar Minuten kamen neue Meldungen der Basis herein. Berichte über Kämpfe auf anderen Kontinenten und erste Zerstörungen, sowie zwei Massaker an Zivilisten in Indien. Mein Gott, das Grauen hatte begonnen.

Die letzten Kilometer hatten wir mit sporadischen Waffentests verbracht. Die Kanzel meines Marodeurs glich einem Backofen, mir rann der Schweiß übers Gesicht, aber ich war zufrieden. Der Mech baute die Hitze gut ab und die Waffen funktionierten prima. Der Rest unserer beiden Lanzen bestätigte dasselbe.
Auch wenn die andern noch stärker mit den enormen Hitzeauswirkungen zu kämpfen hatten.

Es waren nur noch wenige Kilometer bis nach Dortmund. Ich trieb den Marodeur nochmals an, um die letzen Klicks so schnell wie möglich zurückzulegen.

In diesem Augenblick meldete sich eine unbekannte Stimme im Funk. „Hallo, hier spricht Major Bergmann, ich rufe Marodeur eins, Captain Welte, empfangen sie mich?“ „Hier spricht Lanzenführer Wolf Welte, ja, ich höre sie, was gibt es. Und warum bin ich auf einmal Captain?“
„Ah, gut sie zu hören. Nun, sie wurden vom Oberkommando offiziell zum Soldaten ernannt und mit dem entsprechenden Rang ausgestattet.

Wir haben uns nach den Sternenbundrängen gerichtet. Nun zu unserem Problem. Wir haben Mechs nördlich von Dortmund gesichtet. Feindmechs! Sie nehmen direkten Kurs auf die Kongresshalle, in der die Battletech Versammlung stattfindet. Wir können die Leute da drin nicht erreichen. Überall herrscht blanke Panik. Noch hat keiner in der Stadt etwas von den BattleMechs gehört und unsere Truppen stehen auf verlorenem Posten. Wir kommen gegen sie nicht an. Großer Gott, sie haben soeben die Außenbezirke der Stadt erreicht. Sie müssen sie aufhalten!“

„Verdammte Scheiße! Jagdlanze seht mal nach, ob ihr helfen könnt. Kampflanze mir nach!“ Während die vier Mechs der Jagdlanze nach Westen ausschwenkten, um den Bundeswehrverbänden zu helfen, jagten ich und die Kampflanze in Richtung des Austragungsortes der RATCON.

Bevor wir nach Dortmund eindrangen, schwenkte ich den Torso ein letztes mal nach rechts. Am Westrand der Stadt stiegen bereits dicke Rauchschwaden zum Himmel auf. Nun hatte es auch hier in Deutschland begonnen. Ich und der Rest meiner Lanze bemühten uns, die Bewohner der Stadt, die in Panik geraten waren, nicht zu zerquetschen und manövrierten vorsichtig um Autos und Zivilisten herum.

Dann kam der Austragungsort der Ration in Sicht. Zusammen mit drei Feindmechs!

Das Trio kam gerade aus einer Seitengasse und hatte unverkennbar die Vernichtung aller BT-Fans innerhalb der Halle beschlossen.

Das durfte nicht geschehen!

Ich öffnete einen Funkkanal. „Ok Leute, die Kerle da drüben wollen unsere Kumpels plattmachen. Gebts ihnen, aber achtet auf Zivilisten und richtet keinen unnötigen Schaden an! Und beschützt die Halle um jeden Preis!“

Ich erwartete keine Bestätigung und kommentierte nur flüchtig den Bericht Mikes, dass er und seine mittelschwere Lanze bereits mehrere leichte Feindmechs und Panzer ausgeschaltet hatten und die Feinde aus der Stadt trieben.

Ich visierte den schwersten der drei Feindkolosse an. Einen 60 Tonnen schweren Paladin. Ich richtete die beiden Arme meines 75 Tonnen Kolosses aus und betätigte den Auslöser für beide in den Armen montierte PPCs. Eine Hitzewelle brach über mich herein. Die beiden Partikelstrahlen trafen den Terroristen-Mech in der Torsomitte und brannten die Panzerung in Tonnen vom Torso der blutrot lackierten Kampfmaschine. Im selben Moment eröffnete der Paladin ebenfalls das Feuer. Seine vier mittleren Laser und die Raketen der KSR 4 Lafette bohrten sich in meinen rechten Torso und das linke Bein. Der Schaden war gering im Vergleich zu dem, was ich am Paladin anrichtete. Mir war klar, dass mein 15 Tonnen schwererer Marodeur einiges mehr einstecken und noch weit mehr austeilen konnte als der Koloss meines Gegners.

Ich schritt langsam vor löste die PPCs ein zweites Mal aus, diesmal in Verbindung mit der Autokanone. Der Paladin wankte zurück, drehte sich um seine eigene Achse und fiel rückwärts hin. Ich konnte kaum glauben, dass meine beiden Schüsse durchgeschlagen hatten, aber da sich der Paladin nicht mehr regte, wartete ich einige Sekunden, bis die Wärmetauscher die gewaltige Abwärme der beiden PPC-Breitseiten abgebaut hatten, um mit einer Breitseite der beiden mittleren Laser und der auf dem Torso montierten AK 5 nachzuharken. Zwei Garben der Autokanone vollendeten den Schaden am Torso des Paladin. Eine Qualmwolke, die aus dem zerschlagenen Torso aufstieg, bestätigte die Vernichtung der Feindmaschine oder zumindest wichtiger Komponenten wie Gyroskop oder Reaktor.

Ich wandte mich einem neuen Gegner zu und manövrierte meinen Mech in Position, um mit der Panzerung meines Kolosses die Austragungshalle zu schützen. Andrew in seinem Flashman und Stefan in seinem Kriegshammer bauten sich neben mir auf. Der Schütze von Leutnant Thomas war auf Distanz gegangen um in der Enge der Stadt seine Langstreckenfeuerkraft besser zu nützen.

Ich und meine beiden Gefährten konzentrierten unser Feuer auf die beiden verbleibenden Feindmechs. Wobei ich und Andrew den hier weit gefährlicheren und im Zweikampf tödlichen Quasimodo zerfetzten. Die schweren und mittleren Laser in Verbindung mit meiner Autokanone machten ein schnelles Ende mit dem 50 Tonnen Mech. Zwar mussten ich und Stefan Treffer der AK einstecken aber unsere Panzerung war nicht durchschlagen. Die Hitze im Cockpit meiner Maschine war kaum noch auszuhalten als der letzte Feind, ein Steppenwolf, zu Boden ging. Die Hitzeskala war beinahe im roten Bereich und meine Maschine kochte zusammen mit den drei anderen schweren Kolossen um mich. Ich atmete schwer ein und aus als die gewaltige Hitze sich langsam abbaute.

In diesem Moment meldeten sich fast synchron Major Bergmann und Mike. Beide bestätigten den Sieg über die Angreifer und dass sich die überlebenden Truppen und Mechs zurückzogen. Wir hatten einen Mech, die Krabbe, samt ihrem Piloten verloren, aber Dortmund war erst mal sicher - vorerst.

Ich wendete meinen Mech, schwenkte den Torso leicht nach unten und zoomte die Anzeige etwas näher an die unter mir stehenden Menschen.

Ich grinste. Die wenigen, die sich nach dem Kampf heraustrauten, standen nur mit offenem Mund da und starrten unsere vier Kolosse an.

Ihr Blick schweifte nur kurz, als die verbleibenden drei Mechs der Jagdlanze eintrafen. „Gut Leute, die Gegend ist sauber, nichts im Umkreis von zwei Klicks. Lasst uns aussteigen und den andern klarmachen, was abgeht und wie ernst die Lage ist.“

Ich ging auf Standbybetrieb, legte den Neurohelm ab und öffnete die Cockpitluke. Während ich an der Strickleiter herunterstieg, trafen einige Armeetransporter und Sanitätswagen ein, um Verwundete zu versorgen. Es war das absolute Chaos. Die Reste der besiegten Mechs brannten aus und mehrere Gebäude im Umkreis hatten Feuer gefangen. Die Überreste des Paladins lagen in einem Parkhaus welches vollkommen zerstört war. Mehrere Feuerwehrwagen bemühten sich den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Ich stieg vom Bein meines Marodeurs und begutachtete den Schaden. Es sah schlimmer aus als es war. Doch bevor ich mit den nun aus der Halle kommenden BT-Spielern unterhalten konnte wurde ich von einem jungen Mann beinahe über den Haufen gerannt.

Der Kerl hatte nur noch Augen für meinen Marodeur. Er ergriff die Strickleiter und stieg so schnell er konnte hinauf zum Cockpit. Müßig zu sagen, dass er dabei eine teuflisch komische Figur abgab, aber er wollte einfach hoch. In diesem Moment ging ein weiterer BT-Spieler an mir vorbei. Er brachte keinen Laut heraus und sah nur die Mechs an. Inzwischen strömten immer mehr Spieler aus der Halle. Einige starrten nur, andere fielen auf die Knie und der Rest fasste nur wortlos die Beine der sieben Mechs an. Inzwischen hatte der Junge Mann beinahe das Cockpit meines Marodeurs erreicht, als ein anderer BT-Spieler aus der Menge trat und brüllte.

„Hey Björn, ich glaube kaum, dass Lucas derart tollpatschig an einem Maro hochkrabbelt!“ Er wandte sich zwei anderen Jugendlichen zu, einem kleineren, dessen Igelhaarschnitt eine Auffrischung benötigte, und dem anderen, der immer noch staunend neben mir stand.

„Na Thorsten, dein Namensvetter hatte schon ein paar schöne Geräte mit dabei, nicht? Und Kai, mach den Mund zu, es zieht!“ „KLAPPE ACE!“ kam es zweimal zurück und ich wurde hellhörig. In diesem Moment erklomm, so vermutete ich, Björn Gramatke alias Lucas Cunningham das Cockpit, hielt inne und grölte zu uns runter: „Klappe zu Ace, ich sitze auf einem Marodeur und du nicht!“

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15.06.2002 20:49 Forum: Kurzgeschichten


„Na dann komm nur her. Ich verpass dir eine, an die du noch lange denken wirst!“, knurrte ich in das Mikrofon meines Neurohelmes. Ich erhob drohend den rechten Mecharm ballte die Kampffaust und schritt im schnellen Galopp auf den Feindmech zu.

Bereits Sekunden später erfüllte ein wohlvertrauter Ton, in Verbindung mit dem Aufflackern des projizierten Zielkreises, das beengte Cockpit meines Kreuzritters. Ich zögerte keine Sekunde und betätigte mit dem rechten Daumen beide LSR 15 Werfer, die in den Oberarmen meines Kreuzritters eingebaut waren. Gleichzeitig, als die 30 Raketen synchron aus ihren Werfern schossen, schlug eine Hitzewelle über mich herein, die mich zum Schwitzen brachte. Doch ich war diese Wärme gewöhnt, näherte mich weiter und löste den rechten Armlaser aus.

In diesem Moment schlugen die Geschosse in der Wespe ein. Die gewaltige Feuerkraft des Kreuzritters reichte aus, um größere Mechs mit einer Breitseite zu vernichten. Die Auswirkungen waren verheerend. Die Panzerung flog nur so davon und die Raketen drangen in die innere Struktur der leichten Kampfmaschine ein um diese zu zerfetzen. Der mittlere Laser vollendete das Vernichtungswerk, als er tief in den Torso stieß. Noch bevor der Terrorist wusste, was ihm geschah, verging seine Maschine im der Supernova des von seinen Fesseln befreiten Fusionsreaktors. Ich hielt inne und beobachtete mit Erstaunen und Entsetzen zugleich den Untergang des feindlichen Kampfkolosses. Ich atmete mehrmals tief ein und aus um zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Ich hatte einen Menschen umgebracht. Doch ich wusste in meinem Innersten, dass er mit mir dasselbe getan hätte, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre.

Ich sammelte meine Gedanken wieder und richtete meinen Mech neu aus. Ich beschleunigte und marschierte auf die Überlebenden zu, die derartig geschockt von der Vernichtungskraft meines Kolosses waren, dass sie eine Flucht erst gar nicht mehr erwägen, sondern nur noch zitternd hinter den wenigen intakten Wagen Schutz gesucht hatten.

Ich schaltete den Außenlautsprecher ein und sprach ruhig und mit fester Stimme zu den völlig verängstigten Überlebenden.

„Ich bin Lanzenführer Wolf Welte von den Erdverteidigungsstreitkräften. Haben sie keine Angst es besteht im Moment keine Gefahr für sie. Rettungskräfte sind verständigt! Bitte bewahren sie Ruhe!“

Ich schwenkte den Torso in beide Richtungen und fand nach einigen Sekunden was ich suchte. Drei Jugendliche auf der Hügelkuppe, zwar sichtlich geschockt, aber dennoch mit beiden Armen winkend, Maulaffenfeil hielten, als ich den 65 Tonnen schweren Kreuzritter vor ihnen in Position brachte. Bevor ich sie ansprach, vergewisserte ich mich über Funk, dass Rettungskräfte auf dem Weg waren, zusammen mit Armeestreitkräften, die eilig in diese Gegend verlegt worden waren.

„Na Jungs, alles klar? Seid ihr verletzt?“ Die Drei standen erst mal sprachlos da und schienen nicht zu wissen, was sie tun sollten. Nun mir wäre es sicherlich nicht anders gegangen. „Wartet ich komme runter“. Mit einigen Befehlen ließ ich den Kriegshammer hinknien, fuhr den Reaktor und alle System in den Standby-Betrieb und verließ das Cockpit. Ich kletterte so schnell wie möglich am Oberkörper herunter und sprang die letzen beiden Meter auf meine Freunde zu.

Die Drei rannten auf mich zu und begutachteten erst mal mich und danach meinen Mech. Ihnen folgten nach kurzer Zeit mehrere andere Überlebende, die mich beglückwünschten, mit Fragen löcherten oder nur weinend vor Dankbarkeit und Freude vor mir auf die Knie fielen.

Dann erschien ein Bundeswehroffizier, dem ein eingetroffener Sanitäter gerade den rechten Arm verband.

„Ich muss ihnen danken, junger Mann. Ich bin Leutnant Thomas Müller. Ohne sie hätte das böse Ausmaße annehmen können. Nun aber waren sie ja zum Glück rechtzeitig hier.“

„Nun, Herr Leutnant, drücken wir es mal vorsichtig aus. Wo der Feindmech herkam gibt’s noch ne Menge mehr und weit gefährlichere Brocken als den leichten 20 Tonnen Scout den ich gerade erledigt habe“, gab ich ruhig zurück. „WAS! Sie machen Scherze?! Und überhaupt, was sind das für Dinger?“ gab Müller erschreckt zurück und deutete auf die zerstörten noch qualmenden Überreste der Hornisse.

„Nun, wir schreiben das 31. Jahrhundert und die Menschheit befindet sich wieder einmal im Kriegszustand.

Die Kriegsschauplätze der Zukunft werden von riesigen Roboter Kriegsmaschinen beherrscht die als BattleMechs bekannt sind.

Diese furchteinflößenden Waffen werden von Männern und Frauen gesteuert, die eine Elite der Besten sind und wissen, dass jeder Kampf ihr Letzter sein könnte. Dies sind die Mechkrieger. Nun, BattleMechs sind meist humanoide bis zu 100 Tonnen schwere Kolosse. Die leichteren Modelle bis zu 200 km/h schnell, können bis zu 200 Meter weit oder hoch springen, und die schwersten Modelle haben genug Feuerkraft um eine Stadt binnen Minuten den Erdboden gleichzumachen. Sie sind die mächtigsten Kriegsmaschinen, die jemals der menschlichen Rasse zur Verfügung standen.“

„Mein Gott!“ der Schock in seinem Gesicht war mehr als deutlich zu sehen. „Und wie viele von diesen BattleMechs gibt es hier auf der Erde?“ fragte der Bundeswehroffizier kleinlaut. „Nun alleine im Hauptlager, in dem ich meinen Mech fand, befinden sich über 300 Maschinen. Ich schätze die Gesamtstärke hier alleine an Mechstreitkräften auf ungefähr 10 bis 12 Regimenter, Luft-Raum-Jäger und Unterstützungstruppen nicht mitgerechnet. Wohl 1500 bis 1800 BattleMechs aller Gewichtsklassen.

Dem Leutnant stand sichtbar der Mund offen und seine Knie begannen zu zittern. „Allmächtiger!“ mehr brachte der wohl diensterfahrene Soldat nicht heraus.

Ich wandte mich vom geschockten Offizier ab und wandte mich meinen drei Freunden zu, die vorsichtig den Kreuzritter berührten und soeben zu realisieren begannen, was sie soeben erlebt hatten.

„Es ist nur eine Frage der Zeit und wer schneller ist“, sprach ich leise vor mich hin. „Im Moment haben wir nur zwei Lager gefunden. Es gibt noch 18 weitere da draußen. Beide Seiten haben die Kenntnis über die Position aller Lager. Wer schneller ist, gewinnt diesen Krieg! Doch diesmal gibt es kein Danach. Entweder wir siegen oder wir gehen alle zur Hölle.“

Los Leute, steigt mit auf, wir müssen zurück. Ihr müsst lernen, Mechs zu steuern und wir brauchen Verstärkung.“ „Aber wir können keine Mechs steuern“, gab Mike zurück. „Dann müsst ihrs lernen, los kommt mit“.

Ich begann am Bein des Kreuzritters hinaufzusteigen, hielt kurz inne und wandte mich Müller zu. „Sie und ihre Leute sollten mit uns kommen. Verständigen sie ihre Vorgesetzten, die Nato muss so viele Lager wie möglich sichern. Und wir brauchen jede Hilfe, die wir kriegen können! Lassen sie bekannt geben, dass sich alle Battletech-Fans bei den Depots einfinden sollen“. Müller realisierte schnell wie ernst die Lage war.

„Ja, sie haben recht. Warte einen Moment“. Er drehte sich blitzschnell um und rannte zu einem inzwischen angekommenen Fuchs-Schützenpanzer.

Inzwischen war ich wieder im Cockpit meines Mechs und fuhr die Systeme wieder hoch. Ich ließ die Cockpitluke offen.

Mike, Andrew und Stefan beugten sich erstaunt über den Cockpitrand und beobachteten mein Tun. Ich justierte den Funkempfänger neu bis ich auf der Frequenz der Bundeswehr war. „Leutnant Müller, ich wäre soweit, können sie mir folgen? Ich schaffe bis zu 65 km/h in Gelände.“ „Nun notfalls werden wir ihren Spuren folgen, die sind ja nicht zu übersehen“, gab Müller zurück. „Gut, dann wollen wir mal“.

Ich wendete den Mech und beschleunigte. Zurück zur Basis. Ein kurzer Blick mit der Rundumsicht bestätige mir, dass mir sechs Bundeswehrfahrzeuge: Schützenpanzer, Jeeps und zwei Leopard Panzer folgten.

Ich war wieder einmal erstaunt über den Neuralhelm den ich trug. Die komprimierte Sichtanzeige gab mir eine Rundumsicht, die den kompletten Mech um mich herum ausblendete, doch sobald ich eine Konsole überprüfen wollte oder mich nur im Cockpit umsehen wollte, blendete das System diese Daten ohne Verzögerung ein und meine Sicht nach draußen beschränkte sich auf das Fenster vor mir. Es war beeindruckend. Bereits nach kurzer Zeit erreichten wir den versteckten Basiseingang. Ich öffnete den versteckten Zugang und betrat das Tunnelsystem. Fünf Minuten später stand mein Mech beinahe unversehrt wieder in seiner Box.
Ich fuhr den Reaktor herunter und verließ den Kreuzritter. Kaum, dass ich den Wartungsbereich verließ, als der Computer die Wartungsbox verschloss und den Mech selbständig reparierte und neu munitionierte.

Die Bundeswehrsoldaten kamen ebenso wie meine Freunde aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Doch ich wusste, dass unsere Zeit knapp war.

Ich jagte die Drei und einige Soldaten hoch in den Simulatorraum. Noch während ich die sieben unfreiwilligen Rekruten durch eine Simulation nach der anderen hetzte, trafen mehr und mehr Truppen ein. Neben der Bundeswehr trafen auch Truppen der Amerikaner und Briten ein, welche beide noch kleine Kontingente hier in Deutschland hatten. Außerdem trafen zahllose Battletech-Fans ein, die von der Sache Wind bekommen hatten.

Binnen einiger Stunden herrschte in der Basis reges Treiben. Armeetruppen und Battletech-Fans der näheren Umgebung teilten sich die Arbeit. Die Armee hatte schnell erkannt, dass die Hilfe von uns BT-Fans bitter nötig war. Dann, nach acht Stunden, war es soweit. Ich wagte einen ersten Ausgang mit den neuen Mechkriegern. Zwar beherrschten sie kaum mehr als die allernotwendigsten Mechsteuerungen und einfache Kampftaktiken, aber es müsste genügen. Ich bestieg einen Marodeur während meine Freunde je einen Schützen, Kriegshammer und Flashman besetzten.

Zehn Minuten später stand unsere Kampflanze außerhalb des Bunkers. Wir hatten es alle geschafft, die Mechs auf den Beinen zu halten, und man konnte mit Stolz sagen, jeder gab sein Bestes und sie stellten sich gar nicht mal so schlecht an. Doch was Maste ich mir eine Beurteilung an. Ich saß ja auch erst einige Stunden in einem Mech.

Kaum hatte Thomas Schütze den Nordtunnel verlassen, als die Mechs der Jagdlanze aus dem Tunnel kamen. Ein Dunkelfalke, ein Steppenwolf eine Krabbe und ein Luchs.

„Marodeur eins, hier Basis eins. Wir haben gute Nachrichten. NATO Streitkräfte konnten bis jetzt neun Sternenbundlager sichern. Drei weitere sind hart umkämpft und der Rest ist verloren. Warten sie, wir bekommen soeben neue Daten herein.
Es ist vorbei. Wir haben 12 Lager fest in unserer Hand. Allerdings haben unsere Gegner mehrere größere Depots erwischt. Alles in allem gleicht es sich aus.“

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15.06.2002 20:48 Forum: Kurzgeschichten


Nach fünf - oder waren es sechs - Stunden verließ ich den Simulatorraum. Ich war in Schweiß gebadet aber hellauf begeistert. Zwar hatte ich in der letzten Simulation ordentlich einstecken müssen, doch ich hatte es geschafft mit einem Marodeur eine gemischte Lanze von 50 bis 70 Tonnen auszuschalten. Ich konnte kaum glauben, was ich gerade getan hatte. Ich hatte zwar nur simuliert aber dennoch weit realistischer als in MW 3 Mechkämpfe geführt. Allerdings wusste ich nun zur Genüge was „riding the redline“ hieß. Verdammt, das war kein Cockpit mehr sondern eine Lavahölle!

Aber egal ich zog die geliehenen Mechkrieger-Shorts aus, trocknete mich mit einem Handtuch ab und legte meine Alltagskleidung an. Eine gute Stunde später verließ ich die Basis, diesmal allerdings mit einem netten Hilfsmittel: einem Signalgerät, das mich befähigte den Haupteingang der Basis jederzeit von außen zu öffnen.

Noch immer erregt und vollkommen berauscht von den Ereignissen des heutigen Tages betrat ich meine Wohnung. Ich machte mir etwas zu essen und begann die Comblocks des ehemaligen SBSV Kommandanten zu lesen. Es war nach 23 Uhr als ich die letzte Eintragung zu Ende gelesen hatte.

Es war erstaunlich. Dieser Artikel erwähnte eine kleine Flotte, die während des Exodus anscheinend einen synchronen Fehlsprung erlitten hatten. Sie waren hier auf unserer Erde vor gut 1000 Jahren gelandet. Schnell hatten die Gestrandeten erkannt, dass sie keine Möglichkeit besaßen, wieder heimzukehren und hatten 20 dieser Basen im Geheimen angelegt. Sie waren gut gewesen. Niemand und Nichts, was mir aus den Geschichtsbüchern bekannt war, berichtete über ein derartiges Ereignis. Nach über 20 Jahren war es aber einem Ingenieur gelungen den KF-Sprungantrieb eines der Invasorsprungschiffe derartig zu modifizieren, dass die SBSV Angehörigen wieder heimkehren könnten.

Die letzten Einträge sprachen von den Vorbereitungen für den Heimflug. Der Kommandeur ließ schweren Herzens die gesamte Ausrüstung zurück. Er war sich der Gefahr bewusst, aber hoffte, dass die, welche diese Waffen finden würden, zivilisiert genug wären, um sie nicht einzusetzen. Er zwängte sich mit seinen Leuten in 12 Landungsschiffe, welche von zwei Invasoren getragen, zurück in die vertraute Heimat sprangen.

Mehr Informationen enthielt der Text nicht. Allerdings waren alle Maschinen kampftauglich und jede Basis verfügte über eigene Reparaturmöglichkeiten, Munitions- und Fertigungsabschnitte, um die eingelagerten Mechs, Panzer und Luftraumjäger zu warten und zu versorgen. Das besondere an dieser Basis war, dass sie neben herkömmlichen Streitkräften auch zwei Leoparden und ein Union Landungsschiff beherbergten.

Ich hatte sie bereits begutachtet. Der helle Wahnsinn! Selbst ein Mech wirkte neben einer Union winzig.
Ich konnte mir kaum die Ausmaße eines Overlords vorstellen, der in den USA eingelagert worden war.

Großer Gott, was könnten diese Kriegsmaschinen für eine Zerstörung anrichten, wenn sie in die falschen Hände gerieten? Mit diesen Gedanken legte ich mich schlafen.

Der nächste Morgen war freilich wieder sonnig, aber etwas kühl. Ich hatte meinen Jeep stehensgelassen und befand mich, zusammen mit meiner BT-Ausrüstung auf dem Weg in den Bunker. Wenn ich schon meine erste Con besuchte, dann sollte man auch mit einem angemessen fahrbaren Untersatz erscheinen. Ich betrat die Basis, ging in den Mechhangar und bestieg den Kreuzritter, den ich am vorhergehenden Abend vom Computer hatte herrichten lassen.

Das automatische Wartungssystem hatte den Mech bereits geprüft und auf mein Neuralwellenmuster eingestellt. Ich fuhr mit dem Lift zum Cockpit, stieg ein und verstaute meine Sachen. Ich hatte mir zuvor eine SBSV-Uniform aus den umfangreichen Lagern der Basis besorgt. Ich legte den Helm an steckte die Kühlweste ein und fuhr den Reaktor hoch. „Reaktor on line, erbitte Identifizierung“, sprach der Bordcomputer emotionslos „Mechkrieger Wolf Welte“. „Identifizierung positiv, bitte Kennung eingeben“, bestätigte die kühle Frauenstimme.

„Alpha Vier Omega fünf sieben drei neun Gamma“ bestätigte ich kurz. „Kennnummer bestätigt“.

„Bitte Schlüsselsatz eingeben“, ertönte die Antwort. „Möge dies das letzte Mal sein“.

„Kennsatz bestätigt“ - „Reaktor on line, Ortungssysteme on line, Waffensysteme on line, alle Systeme optimal!“ bestätigte der Bordcomputer.

„Na, dann wollen wir mal“, sagte ich zu mir selbst, ergriff die Steuerknüppel und gab vorsichtig Gas. Mit einem schweren Schritt bewegte sich der Kreuzritter vorwärts. Mit den beiden nächsten Schritten drehte ich den Mech aus der Wartungsbox und ging auf den Hangarausgang zu. Die ersten echten Schritte in einem BattleMech waren noch etwas unsicher aber mit jedem weiteren Meter den ich zurücklegte wurde ich sicherer.

Ein kurzer Druck auf die Konsole vor mir öffnete die gewaltigen Hangartore, die ein System von Gängen freigaben, welche zum Verlassen der Basis in verschiedenen Richtungen gedacht waren. Ich verließ die Basis über den nordöstlichen Ausgang. Als ich den Tunnel verlassen hatte, beobachtete ich mit Erstaunen, dass, nachdem sich die Abdeckluke weder geschlossen hatte, nichts auf den unterirdischen Eingang hindeutete. Ein weiterer Befehl und ich machte mich mit Höchstgeschwindigkeit auf den Weg zur Ration. Mann, würden die andern Augen machen!

Ich hatte noch nicht einmal einen Kilometer geschafft als mir der Bordcomputer einen Anruf auf dem Handy meldete.

Ich leitete den Anruf in den Helmlautsprecher um.

„Wolf hier, was gibt’s?“ „Hallo Wolf, hier ins Mike, ich komme gerade von Augsburg runter habe noch zwei Kumpels dabei. Wen du eh zur Ration willst nehmen wir dich mit! Wir dürften. oh Scheiße.“ Mike fluchte hörbar und das Quietschen seiner Autoreifen wurde vom Geschrei seiner Begleiter untermalt. „Was ist los? Hallo“, rief ich erregt in den Helm. „Verflucht, das gibt’s nicht, weich aus, los weich aus. Tu ich ja, tu ich ja!. Scheiße, weg hier!“ war Mike zu hören.

„Hey, was ist los, wollt ihr mich veralbern?“ fragte ich. „Nein keinesfalls, wir werden angegriffen!! Du wirst es mir nicht glauben, aber hier vor uns, 50 Meter weg steht eine gottverdammte Hornisse und betreibt Zielscheibenschießen auf Autos!

„WAS kein Scherz?“ brüllte ich zurück.„Echt nicht, los weg hier!“ Im Hintergrund konnte man Geschrei und Explosionen hören. „Wo seid ihr?, brüllte ich panisch in das Mikrofon.

„Knapp 30 km hinter Augsburg in deine Richtung. Wir sind erst mal in Deckung! Mann, das gibt’s nicht! Ein echter Mech, geil!“, brüllte Mike zurück. „Bleibt wo ihr seid, ich hole euch!“, gab ich erregt zurück. „Und womit? Um die Wespe zu killen brauchst du einen Mech und ich glaube kaum, dass du einen in der Garage stehen hast oder?!“, gab Mike hörbar erregt von sich.

„Nicht direkt! Bleibt wo ihr seid. In 20 Minuten bin ich da und Köpfe runter!“

Ein Befehl, und ich machte mich mit Höchstgeschwindigkeit auf den Weg zu Mikes Position. Verdammt, ich hatte schon zuviel Zeit verloren. Ich jagte mit dem Kreuzritter querfeldein, den Nav-Punkt mit meinen Freunden immer vor Augen.

Heilige Scheiße, schoss es mir durch den Kopf, als ich versuchte den Mech bei seiner Höchstgeschwindigkeit unter Kontrolle zu halten.

Ich wich Ortschaften aus und rannte so schnell es ging querfeldein. Trotzdem blieb der 12 Meter hohe BattleMech nicht unentdeckt. Menschen und Vieh flohen, sobald meine Maschine in Sicht kam. Für jemanden, der noch nie einen Mech gesehen hatte und - im Vergleich zu mir - auch nichts von solchen Maschinen wusste, eine mehr als verständliche Reaktion.

Doch ich ahnte, dass es nicht beim Anblick einer einzelnen Kampfmaschine bleiben würde und die Menschen bald nicht nur vor der Größe, sondern auch vor den Waffen der Mechs fliehen würden.

Ich bremste leicht ab als ich eine weitreichende Ortschaft durchquerte. Die 360°-Anzeige, die auf meinem Sichtfeld komprimiert war, bereitete mir zwar anfänglich Schwierigkeiten, aber inzwischen beherrschte und schätzte ich diese Übersichtsmöglichkeit.

Ich manövrierte vorsichtig durch die Strassen des Ortes, überquerte die zentrale Kreuzung und verließ den Ort am anderen Ende. Sofort beschleunigte ich den Mech wieder und änderte leicht den Kurs. Noch zwei Klicks bis zu den Koordinaten.

Mehrere Rauchsäulen und Brände zeichneten sich ab, was ich befürchtet hatte. Eine 20 Tonnen schwere Hornisse hatte fürchterlich gehaust. Zwar hatten sich ihr noch keine regulären Streitkräfte entgegengestellt, aber ich erwartete kaum, dass sie große Chancen gegen diese Könige des Schlachtfelds hatten. Aber diese Konfrontation stand erst noch bevor. Nun lag es erst mal an mir, meine Freunde zu retten.

Für meinen Kreuzritter war eine Wespe kein Gegner, aber ich hegte den schrecklichen Verdacht, dass ich nicht der einzige war, der ein Sternenbund-Depot entdeckt hatte. Und dass die „Anderen“ sich dem Potential ihrer Entdeckung mehr als bewusst waren. Mir gingen die Daten des Compads durch den Kopf: 20 Lager ! Mein Gott, wie viele Mechs, Panzer uns sonstiges Vernichtungsgerät mögen sie enthalten? Ich erschauderte bei dem Gedanken was uns allen bevorstand.

In diesem Moment kam die Hornisse in Sicht! Sie sprang über einen Hügel den die Autobahn durchschnitt. Ich konnte den aufflackernden Laserstrahl erkennen, der einen LKW verzehrte, während die beiden schweren Mechmaschinengewehre Tod und Vernichtung zwischen die Überlebenden schickten. Doch kaum, als der Scoutmech aufgesetzt hatte, stellte er sein Feuer ein. Mein kurzer Wechsel auf IR-Ortung sagte mir, warum. Die Hornisse war stark aufgeheizt. Ich schaltete zurück auf normale Ortung und sah erfreut, dass die Hornisse von den Autos abließ und sich mir zuwandte.

Ich öffnete einen offenen Funkkanal und begann zu sprechen: „Hier ist Lanzenführer Wolf Welte von den SBSV, beenden sie sofort ihren Angriff , fahren sie ihre Waffensysteme herunter und übergeben sie ihren BattleMech! Eine Zuwiderhandlung hat ihre Vernichtung zur Folge!“

„Haa, BattleMechs nennt ihr Ungläubigen diese Maschinen, gut zu wissen. Doch das wird dir nichts bringen, Ungläubiger. Wir haben genug von diesen Maschinen, um euch alle auszulöschen und um Allahs Reich auf dieser Welt zu errichten. Und keiner wird uns aufhalten!“ gab der feindliche Mechkrieger mit starkem Akzent zurück.

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KG: The Last Line 15.06.2002 20:48 Forum: Kurzgeschichten


So hier mal ne kleine KG von mir viel spaß beim lesen!

The last line

"Those who fail to learn history are doomed to repeat it; those who fail to learn history correctly -- why, they are simply doomed."




Was für ein schöner Tag. Ein strahlend blauer Himmel. Die Sonne wärmte meinen Rücken und ich schlenderte über die Wiesen, die um meinen Heimatort lagen. Mein Ziel war der nahegelegene Wald, ein Stück unberührter Natur, das sich selbst überlassen wurde. Das Battletech.de Forum lockte, doch ich widerstand der Versuchung. Morgen würde ich sie eh alle sehen. Genau der richtige Ort, um vor der bevorstehenden Drei-Tage-Ratcon 2002 etwas zu entspannen. Ich ging gemütlich tiefer in den Wald. Der schwere Sturm vor einigen Tagen hatte etliche Bäume entwurzelt, aber der gewonnene Platz wurde bereits von jungen Trieben in Beschlag genommen.

Ich näherte mich einer gefallenen Ulme, ein Gigant, der nun entwurzelt auf der Seite lag. Der Wurzelteller erreichte beinahe die Größe der Krone des einst gewaltigen Baumes. Ich umrundete den gefallenen Riesen um das Wurzelwerk genauer zu beobachten. Doch kaum hatte ich den Baum umrundet, als mein Blick von der gefallenen Ulme abgelenkt wurde. Das Loch, das die Ulme einst mit ihren Wurzeln ausgefüllt hatte, hatte etwas preisgegeben. Etwas wahrlich nichts Natürliches. In dem gewaltigen Loch, welches annähernd 10 Meter im Durchmesser und vier Meter in der Tiefe umfasste, befand sich ein Klotz aus Beton, auf dessen Seite eine noch halb vom Erdboden verdeckte Stahltür sichtbar war. Mein Interesse war geweckt. Ich näherte mich dem Klotz.

Alte Bunker aus dem letzten Krieg gab es überall in Deutschland, obwohl mir ein Bunker hier merkwürdig vorkam. Ich ging näher heran und untersuchte die Tür. Massives vernietetes Eisen, die Beschläge an der Außenseite allerdings arg vom Rost zerfressen. Einige Wurzelstränge, die ins Innere führten, bewegten mich dazu, die Tür mit bloßen Händen freizulegen und mich mit aller Kraft dagegenzustemmen.

Die Tür gab nach, erst langsam, dann ging sie mit lautem Quietschen auf. Ein fauliger Gestank schlug mir entgegen. Ich war enttäuscht, außer einem großen dunklen Loch samt einer Leiter war nichts zu sehen. Ein kurzer Blick in das Loch bestätigte meine Vermutung: da ging’s hinunter. Aber weit. Ein fallender Stein bestätigte nur zusätzlich, dass der Boden sehr, sehr weit unten lag.

Nun, ohne Ausrüstung war es sinnlos weiterzugehen. Um meine Entdeckung erst mal noch geheim zu halten – Weltkrieg II Raritäten ließen sich gut verkaufen - deckte ich den Bunkereingang flüchtig mit Tannenzweigen ab und machte mich schleunigst auf den Heimweg.

Eine gute Stunde später kehrte ich mit einer Taschenlampe, Ersatz-Batterien, einem 20 Meter Kletterseil samt Ausrüstung und einer Gasmaske, sowie einem Giftstoffmesser zurück. Messgerät und Maske hatte ich von einem Nachbarn, einem alten General im Ruhestand, ausgeborgt.

Ein kurzes Ableuchten des Schachtes bestätigte mir, dass die Leiter optisch unbeschädigt und von einem Fallkorb gesichert war. Ich bestieg vorsichtig die Leiter, nachdem ich mich vergewissert hatte, dass die Stufen mein Gewicht noch trugen. Gott allein wusste, wie alt dieser Bunker war. Ich tastete mich, vom Kletterseil gesichert, langsam Stufe für Stufe abwärts. Um so tiefer ich kam, desto kälter wurde es. Nach einigen Minuten schaute ich erstaunt vom Grund des Abstiegs hinauf zum fernen Ende der Röhre. Ich musste beinahe 40 Meter abgestiegen sein, drehte mich und meine Helmlampe leuchtete den kleinen Raum am Boden mit Leichtigkeit aus. Nichts besonderes, wenn nicht diese Tür gegenüber der Leiter gewesen wäre.

Obwohl „Tür“ wohl weniger die treffende Bezeichnung war. Luftschleuse traf es eher. Allerdings begann ich zu staunen, diese Luftschleuse hätte wohl eher in einem SF-Film als Kulisse gedient, als in einem alten Bunker zu stecken. Allerdings, was mich wunderte, die Schleuse zeigte im Vergleich zu dem vermoderten Abgang keinerlei Alterungsspuren. Meine Neugierde war mehr als geweckt.

Die Luke bot keine Bedienfelder oder derartiges und war anscheinend nur von innen zu öffnen. Mist! Obwohl, was war das? Bingo! Ein kleiner unscheinbarer Knopf im oberen Bereich der knapp 150 cm großen Rundschleuse ließ ein Ziffernfeld aus der Luke klappen. Na ja, das kann’s doch wohl nicht sein. Wenn das klappt, will ich Müller heißen. Auf einer Digitalanzeige oberhalb des Nummernpads war folgendes zu lesen:“ Code bestätigt, bitte beliebige Taste zum Öffnen drücken“ – gesagt getan. Ein Druck und mit leisem Rauschen ging die Luke langsam nach innen auf. Was mir entgegenkam war trockene, frisch riechende Luft. Ich war erstaunt. Vor mir war eine sterile Luftschleuse, wie man sie sonst nur von Raumschiffen oder SF-Forschungslabors kannte. Mein Magen riet mir, schleunigst kehrt zu machen, doch meine Neugierde gewann Überhand. Ich betrat die Luke. Kaum stand ich innerhalb der Luftschleuse, als sich die Kammer schloss. Mir war unwohl aber nun war es zu spät um umzukehren. Sekunden später bestätigten ein leises Zischen und das Knacken in meinen Ohren, dass hier ein Druckausgleich stattfand und siehe da, die Gegenseite öffnete sich.

Vorsichtig betrat ich den nachfolgenden Raum. Es war stockduster und dicker Staub bedeckte den Boden. Meine Helmlampe spendete nur unzureichend Licht. Ich griff nach meiner Taschenlampe und stellte auf Raumbeleuchtung um. Was ich zu sehen bekam war nicht berauschend. Ein größerer Raum circa 10 mal 20 Meter mit zwei verspiegelten Glasfenstern und einer Sicherheitstür gegenüber der Schleuse. Diese Tür stand offen.

Die nächsten Minuten verbrachte ich damit, den Bunker genauer zu erkunden. Nun, ein Großteil wirkte wie die Kulisse zu einem SF-Film, aber einiges wirkte vertraut. Schließlich beendete ich meine Suche, zwei Stockwerke unterhalb vor einem ca. drei Meter breiten und vier Meter großem Tor. „HANGAR“ stand in großen weißen Buchstaben auf dem Tor. Eine zusätzliche Tür für Personen stellte unverschlossen kein großes Hindernis dar. Ich schritt in den Raum und erst mal ging meine Helmlampe aus. Ich war gegen den oberen Türbalken gestoßen.

Einige kurze Fluchereien später hatte ich an der Hallenwand neben der Tür einen Schalter gefunden. „Hallenbeleuchtung“. Ich drückte kurz und wartete. Bereits nach Sekunden sprangen Decken- und Wandleuchten um mich herum an. Ich drehte mich von der Wand weg und.

kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, der Anblick, der sich mir bot, war kaum beschreibbar. Ich konnte kaum glauben was ich sah. Ich atmete mehrmals tief ein und versuchte mich zu beruhigen. Vor mir lag eine, vermutlich über einen Kilometer lange Halle, wohl über 20 Meter hoch und beinahe 80 Meter breit. Auch wenn allein die Ausmaße dieses Hangars schon beeindruckend gewesen wären, die Kolosse, die sich rechts und links in Wartungskokons an die Wand reihten, raubten mir den Atem. Von mir aus beginnend, reihten sich, in der Tonnage aufsteigend, BattleMech an BattleMech. Mein Gehirn wollte gar nicht glauben, was meine Augen sahen. Ich ging einige Schritte auf das mir am nächststehende Modell zu: eine 20 Tonnen schwere Wespe. Vorsichtig, immer gefasst dem Koloss auszuweichen, falls er sich bewegen würde, näherte ich mich dem Scoutmech, ich streckte meine Hand aus um das linke Bein der Wespe zu berühren.

Ich hielt kurz vor der Berührung inne, mein Geist hoffte immer noch, Plastik oder Holz zu berühren, eine simple Kulisse für einen geheimen Film. Ich machte mir Mut und streckte meine Hand vor. Sämtliche Hoffnungen zerschmolzen binnen eines Augenblickes.

ES WAR METALL! Ein nicht zu beschreibendes Gefühl stieg in mir auf! Ich entledigte mich aller Unnützen Gegenstände und stieg auf den kleinen Wartungslift neben der Wespe. Ein Knopfdruck genügte und der Lift hob vom Boden ab und brachte mich hinauf zum Cockpit. Mit einem kurzen Ruck beendete die Plattform ihre Fahrt. Im selben Moment öffnete sich automatisch die Luke an der Kopfoberseite des Mechs. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und stieg ins Cockpit. Spätestens jetzt verflüchtigten sich alle Wünsche und Hoffnungen, dies sei nur eine Kulisse. Diesen Schweißgeruch und die Abnutzungsspuren konnte man in keiner Kulisse nachahmen.

Alles war echt. Ich ergriff den schweren Neuralhelm, der hinter dem Pilotensitz verstaut war und stülpte ihn mir über. Kaum hatte ich ihn in Position gerückt als ich meine Brille wieder aufsetzte, bei der Enge im Helm schwierig, aber ich schaffte es. Was für ein Gefühl. Ich überflog die Kontrollen und funktionslosen Displays und erkannte sofort jeden Hebel und Schalter. Vor mir auf den Armbeugen zwei Joysticks für die Steuerung von Torso und Beinen, wobei beide Sticks zusätzlich im oberen Bereich bedient werden konnte. Diese oberen Bereiche dienten vermutlich der Armsteuerung. Die Pedale am Boden waren simpel und funktionell, mit ihnen gab man Gas oder bremste ab.
Mehrere Displays die nun funktionslos waren mussten im Kampf Auskunft über Panzerung, Waffen und Zielstatus abgeben.

Doch genug der Phantasierereien. Ich blickte aus dem dünnen Cockpitfenster in den Hangar der nun knappe 10 Meter unter mir lag. Innerlich vollführte ich Luftsprünge. Erst langsam begann ich zu realisieren, dass ich eine komplette Sternenbund-Basis entdeckt hatte. Die Frage, wie diese Basis hierher kam und was für ein Gefühl es sein würde, einen Mech zu kommandieren, waren nebensächlich. Vielmehr schreckte mich der Gedanke ab, was diese BattleMechs hier in diesen unsicheren Zeiten anrichten könnten. Ich erinnerte mich an den Satz aus „Höhenflug“ - Terroristen in BattleMechs!– Mir jagte es einen kalten Schauder über den Rücken. Ich legte den Helm ab verließ das Cockpit, fuhr wieder zum Fuß der Wespe und untersuchte die Basis nun genauer.

Bereits nach einigen Minuten hatte ich die wichtigsten Orte gefunden. Kommandozentrale, Simulatorraum, den Hauptreaktorraum und den Kommunikationsraum. Es war unglaublich. Eine komplette, voll funktionsfähige SBSV-Basis. Und nur ich allein wusste davon. Mann würden die anderen Augen machen, wenn ich ihnen hiervon erzählen würde. Doch zuvor wollte ich mir noch einen kleinen Spaß erlauben. Mein Weg führte mich in den Simraum wo über 60 Kapseln, in zwei Reihen gegenüber stehend, aufgereiht waren. Ich hatte zuvor in eine der Kapseln ein Übungsprogramm geladen das mit den Grundzügen der Mechsteuerung vertraut machte.

Ich bestieg die Kapsel, zog den Neuralhelm über, setzte die Neuralpflaster auf die entsprechenden Stellen an Armen und Oberkörper. Ich stöpselte die Kühlweste ein und startete die Simulation.

Die emotionslose Frauenstimme des Computers begrüßte mich: „Willkommen zur Mech Trainingssimulation 37 alpha – Grundsteuerungen des BattleMechs, bitte identifizieren“. „Mechkrieger Wolf Welte“ gab ich ruhig, aber innerlich vor Freude überschäumend, von mir. „Identität bestätigt! Neuralwellenmuster wird gelesen. Mech wird auf Neuralwellenmuster geeicht, bitte warten, Vorgang benötigt fünf Minuten. Danach wird jeder Mech binnen einer Minute auf sie einstellbar sein.“ Na, um so besser, murmelte ich erfreut in mich hinein. Bereits eine kurze Zeit später bestätigte der Computer die positive Erfassung des Neuralwellenmusters und den Start der Simulation. Die nächsten Stunden verbrachte ich annähernd pausenlos in der Kapsel, nur vom Einspielen neuer Trainingslektionen unterbrochen, und erlernte die Mechsteuerung. Ich war erstaunt, bereits nach drei Stunden führte ich simuliert Sturmklassemechs über schweres Gelände ohne größere Probleme zu haben. Es schien so einfach, aber ich wusste, dass mir die Anlage noch einiges an Arbeit abnahm.

Thema: Mailaddies
werewolf

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24.05.2002 12:23 Forum: OffTopic


hey ace was für probs haste denn mit GMX ich nutze es seit jaren und habe keine probleme

schreib mir mal ne PN dan kreigen wir das schon hin !


MFG wolf
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