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Thema: Frühling 2021
Ace Kaiser

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08.04.2021 22:36 Forum: Anime


Zwei schöne Sachen habe ich schon entdeckt.
Koi to Yubi ist eine Romcom, aber sie hat Humor und gute Charaktere. Auch wenn die blonden Haare deplatziert wirken, ich gebe der Sache eine Chance. ^^

Sentoui Hakenshimasu: Iisekai, aber diesmal wird der Held teleportiert. Er wird begleitet von einem blonden Loli-Androiden und landet mitten in einem Krieg, während er selbst die Aufgabe hat, auf "seiner" Seite einen Teleporter aufzubauen und für eine künftige Eroberung eine Basis zu errichten. Rotzig-frech wie Konosuba, kriegt auch ne Chance.

Auch erwähnenstwert: Mashiro no Oto, die Geschichte des Enkels eines großen Shamizen-Spielers, der nach Opas Tod ausgerechnet in Tokyo nach sich selbst sucht und in wirklich schräge Gesellschaft gerät. Hat so leichte Züge von Nodame Cantabile. Wenn sich das bewahrheitet, bleibe ich erstmal bei.

Was ich nicht so gut fand: SSSS.Gridman. Riesenroboter gegen Kaijus. Oft gehört, viel gesehen, Charaktere hauen mich nicht vom Hocker. Wird wohl auf die Abschussliste kommen wie der letzte Gridman auch.

Blablabla Kabbadi. Nix gegen Sport-Animes, aber dieser wirkt so überzogen, dass ich schon nach dem Vorspann wieder ausgemacht habe. Wo sind Baseball-Anime, wenn man sie braucht?

Sayonara Watashi no Cramer. Frauenfußball in Japan, und dann auch noch langweilig aufgemacht. Echt nö jetzt. Und ich mag auch meine Fußball-Animes eigentlich. Aber wenn es schon mit einem Char anfängt, die bei den Jungs mitspielen muss, weil die Mädels alle keine Gegner mehr sind, dann ist das overpowered...

Seven Knights Revolution: Eine Schule für die Träger der Kräfte antiker Helden beim Versuch, die Welt vor transformierenden Monstern zu retten. Wieder mal Kinder. Macht es nicht interessanter. Erste Folge hat mich nicht vom Hocker gerissen, mein Verlangen, eine zweite zu sehen, ist minimal. Charadesign ist daneben, und der Dampfzug reißt es auch nicht raus. Die Flugzeuge sind wahrscheinlich in die Plotholes gefallen.

Den Rest habe ich noch nicht gesehen. Ich melde mich dazu.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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08.04.2021 22:24 Forum: Söldner


Wenn dann erstmal nichts neu gepostet wird, oder alle einen Platzhalter gesetzt haben, würde ich mal schauen, ob ich den ersten Angriff, der abgeschlagen wird, in die Tasten kriege.
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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26.03.2021 00:34 Forum: Kurzgeschichten


Ich meinte die T'rr-Lady...
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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25.03.2021 20:25 Forum: Kurzgeschichten


Nice. Schaut nach einer "neuen" oder vielmehr ersten Galeonsfigur für eine "unabhängige" T'rr-Repräsentation aus.
Guter Text, hat mir gefallen. Aber Navarr muss ein wenig an seiner Autorität arbeiten. ^^
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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24.03.2021 19:53 Forum: Söldner


Okay, jetzt verstehe ich, WAS Du geschrieben hast.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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21.03.2021 18:48 Forum: Söldner


Thorsten, Maro, es freut mich, dass Ihr kombiniert einen Text hinbekommen habt. Hat mir gut gefallen, mehr von Jara zu lesen und natürlich auch von Teuteburg.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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18.03.2021 20:47 Forum: Söldner


Cattaneo: Ich kann ja nix zu sagen. Ich hatte sie ja vorher schon. ^^

Thorsten: Okay. Ich hoffe, irgendwann kannst Du wieder dauerhafter mit einsteigen. Ich halte Dir in jedem Fall einen Platz frei, ebenso Deinen Chars.
Aber da ich jetzt Bescheid weiß, übernehme ich den Chevalierspart wieder.
Leben geht immer vor Schreiben, das weißt Du doch. ^^b
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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16.03.2021 14:04 Forum: Söldner


Das ist doch schon mal nicht schlecht.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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15.03.2021 21:15 Forum: Söldner


Dann kann ich mit einem oder sogar zwei Texten rechnen?
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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13.03.2021 16:40 Forum: Kurzgeschichten


Ich habe seine Mailaddy und bin auch auf FB mit ihm verbunden. Aber auf mich reagiert er jetzt nicht so oft. Das meinte ich.
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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13.03.2021 13:27 Forum: Kurzgeschichten


Ich bin gerade gebunden mit RdG und Schachtürke II. Aber RdG schließe ich die nächsten zehn Tage hoffentlich ab. Und Schachtürke dauert eh länger, weil ich noch ca. 150 Seiten schreiben möchte. Ich könnte also was schreiben, aber ich warte noch auf Input.

Was Lucas angeht: Keine Ahnung. Das letzte Mal habe ich ihn auf FB kontaktiert. Ob das wieder klappt, weiß ich nicht. Ist noch jemand auf FB mit ihm verbunden oder hat seine Mail?
Thema: Winter 2021
Ace Kaiser

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28.02.2021 16:56 Forum: Anime


Nein, und nach Deinem Kommentar werde ich auch die Finger davon lassen.
Thema: Winter 2021
Ace Kaiser

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26.02.2021 20:40 Forum: Anime


Meiner macht Mucken, wenn er nach nem Update einen sofortigen Neustart macht. Wenn ich Strom wegnehme und normal hochfahre, klappt alles und das Update wird verarbeitet.
Könnte das auch bei Dir so sein, Harry?
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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26.02.2021 20:38 Forum: Kurzgeschichten


Eigentlich war da noch ein Text mit Ace, zum gleichen Themenkomplex, aber den muss ich erst durchboxen, weil ich das Material der Zwillinge verwenden will. Ist auch nicht so ernst gemeint, aber jetzt habe ich ihn nun mal geschrieben...
Thema: Hinter den feindlichen Linien - Season 7 - Zwischen Himmel und Hölle
Ace Kaiser

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25.02.2021 22:48 Forum: Kurzgeschichten


„Ah, Hallas. Sie habe ich gesucht.“
Ry Hallas, ehemaliger Pilot und mittlerweile Mitglied des Marinegeheimdienstes, sah auf. „Und Sie haben mich gefunden, Doktor Hazun. Was kann ich für Sie tun?“
Die große Akarii-Frau lachte fauchend. „Was Sie für mich tun können? Wie meinen Sie das? Sie sind hier, weil Ihr großer Patron Tobarii Jockham ins Gras gebissen hat, und Sie irgendwo hin abgeschoben werden mussten. Und Sie können sich noch glücklich schätzen, dass die Admirälin Sie aufgenommen hat, obwohl Sie keinerlei Qualifikation für Geheimdienstarbeit mitbringen.“
Säuerlich sah Hallas die Wissenschaftlerin an. „Ich bin nicht so vermessen zu glauben, für Sie in meiner derzeitigen Position etwas zu tun. Mir ist bewusst, dass dies ein Gnadenplatz ist.“
„Na, so bescheiden brauchen Sie nun auch nicht zu sein, mein lieber Major. Immerhin haben Sie bewiesen, dass Sie keine völlige Fehlentscheidung für die Arbeit eines Geists sind. Datenauswertung liegt Ihnen zumindest besser, als erkaltend in einem Graben zu enden.“
„Auch das meine ich nicht. Sie haben mich gesucht. Und da ich davon ausgehe, dass Ihnen der Paarungsakt mit mir fern ist, muss es etwas anderes sein, was Sie von mir erwarten.“
„Was? Ach das. Ja.“ Sie beugte sich ein Stück vor, bis sie mit dem sitzenden Ry auf Augenhöhe war. „Ich brauche jemanden vollkommen Verrückten der einen gewissen Clifford Davis kennt.“
Hallas legte die Stirnschuppen in Falten. „Ich bin Ihr Mann. Was also soll ich tun?“
„Na, dann rede ich doch nicht lange um den heißen Brei herum. Colonel Lun hat gesagt, ich kann Sie sofort mitnehmen. Sie sind für den Dienst in der Geheimdienstzentrale suspendiert, das heißt, Sie haben keinen Zugriff auf aktuelle Informationen mehr, und nach Ende der Aktion müssen Sie den üblichen Bericht schreiben, bevor Sie wieder Freigabe kriegen.“
„Das klingt heftig“, sagte Hallas skeptisch.
„Oh, wir werden weit von Akar entfernt sein. Deshalb ist es nur verständlich, dass Ihr Zugang auf Eis gelegt wird. Packen Sie ein, was Sie brauchen, den Rest lassen Sie hier, Major. Sie werden wieder zurückkehren, wenn wir überleben.“
Ry Hallas schnaubte leise. „Sie hatten meine Kuriosität, Doktor, doch jetzt haben Sie meine Aufmerksamkeit.“

***

Der Besprechungsraum, in den Doktor Helli Hazun ihn führte, gehörte de facto nicht mehr zum Geheimdienst, sondern zu den sogenannten interdisziplinären Räumen zwischen Geheimdienst und Flottenhauptquartier. Zu besonderen Gelegenheiten trafen sich untere Ränge verschiedener Fraktionen von Geheimdienst, Flotte, Heer, Polizei, Forschungsministerium, der imperialen Verwaltung und wer noch alles Interesse an einer Teilnahme hatte, in solch einem Konferenzraum auf „neutralem“ Boden. Hallas fand die Einrichtung dieser neutralen Räume, die von mehreren Fraktionen regelmäßig auf Manipulationen und Abhöreinrichtungen geprüft wurden, für positiv für die Zusammenarbeit, aber schlecht, dass es solche Räume wegen dem Misstrauen der Einrichtungen untereinander überhaupt geben musste. Der Raum, in den er eintrat, war ein kleiner Besprechungsraum, für nicht mehr als zwanzig Personen gestaltet, einer der kleinsten seiner Art, und damit auch einer der sichersten.
Hazun ging als Erste hinein und rief mit lauter, ins Schrille abgleitenden Stimme: „So, er hat zugesagt. Damit wären wir vollständig!“
„Das sind gute Nachrichten, Professor. Es wäre ein schlechter Anfang gewesen, hätten wir ihm die Teilnahme befehlen müssen“, antwortete eine Frauenstimme in angenehmen Alt-Ton.

Hallas betrat den Raum. Er identifizierte die Besitzerin der Stimme sofort. Kapitänin Jahallea Thelam, ausgerechnet. Eine Thelam vom Namen her, die sich dieses Umstands bediente, falls er einen Nutzen versprach, aber weit genug von der Hauptlinie um Linai entfernt, um nicht in den aktuellen Hexenkessel der Imperatorennachfolge hineingezogen zu werden. Sie war gerade nahe genug mit den Herrscherhaus verwandt, um den Familiennamen zu tragen, aber genügend Verwandtschaftsgrad entfernt, um den verschiedenen streitenden Thelam-Strömungen zu nichts verpflichtet zu sein. Doktor Hazun galt schon als Querkopf, als Ärgernis auf zwei Beinen, auf die tatsächlich schon mal jemand geschossen hatte, weil sie ihm zu sehr auf die Nerven gegangen war. Jahallea jedoch benutzte ihren Nachnamen wie einen Panzerschild, wenn es ihr sinnvoll erschien. Und einer Thelam widersprach man nicht so ohne weiteres. Ihre Störrigkeit war ihre beste Eigenschaft und hatte dazu geführt, dass sie aus dem aktiven Frontdienst abgezogen worden war, kaum dass man die noch lebenden Mitglieder der Offiziersfronde nach Jors Tod rehabilitiert hatte. Nicht, dass sie Jor besonders nahe gestanden hatte. Angeblich war er ihr Neffe sechsten Grades gewesen, was durchaus aufzeigte, wie weit verzweigt eine akariische Adelsfamilie der Oberschicht war. Aber ihr Abzug von der Front, bei der jemand den Spieß umgedreht und nun einige Jor-Anhänger in die Etappe versetzt und die Flottenführung umgebaut hatte, war für diese Person nur ein Vorwand gewesen, die nervige, wenngleich tapfere Jahallea gleich mit abzuschieben. Die Geschichte hatte über den Grabenfunk so oft die Runde gemacht, und Jahallea hatte seit ihrer Rückkehr in die Hauptstadt so viele Titelbilder als „Frau und Vorzeigesoldatin“ geführt, dass selbst Hallas sich mit dem Themenkomplex und vor allem ihrer Person beschäftigt hatte. Mit dem Abzug von der Front verbunden war eine Beförderung zur Voll-Kapitänin gewesen, um sie ruhig zu stellen. Angeblich ein Schreibtischjob im Flottenhauptquartier. So wie es ausschaute, hatte sie einen Weg hinaus gefunden.
„Kapitän“, grüßte Hallas die Frau, die kaum einen Tag älter als er sein konnte. Und er war schon jung für einen Major.
„Major Hallas. Setzen Sie sich. Du auch, Schatz.“
Die quirlige Hazun setzte sich so gehorsam hin wie eine farblose Musterschülerin auf den Befehl ihres Lieblingslehrers. Dabei strahlte sie über ihr ganzes Gesicht.
„Bitte, Hallas, setzen Sie sich neben sie.“
Gehorsam nahm Ry Platz.

„Ich fange an mit einer schnellen Vorstellungsrunde. Sie wissen vielleicht, dass Helli, ich meine Professor Doktor Hazun Historikerin ist. Aber neu dürfte für Sie sein, dass sie auch im archäologischen Bereich tätig ist. Was mich gleich zu Doktor Strom bringt.“ Sie deutete auf einen großen, kräftigen Akarii, dem sein Schöpfer viel zu viel Grazie und Schönheit in die Wiege gelegt hatte. „Angenehm, Ry. Ich darf Sie doch Ry nennen?“, sagte er mit einer Stimme, die wie flüssiges Karamell auf Eis klang. „Ich bitte darum, Doktor Strom.“
„Dann sagen Sie Jehl zu mir, Ry. Ich bestehe darauf.“ Das Lächeln, das seine Worte begleitete, ließ Ry seine sexuelle Orientierung in Frage stellen, wenngleich nur für einen Moment.
„Jehl“, sagte er, um dem Doktor einen Gefallen zu tun.
„Jehl, ich meine Doktor Strom ist unser Archäologe. Damit ergänzt er Doktor Hazun, die als interdisziplinäre Verbindung arbeitet. Bei ihr laufen alle Forschungsimpulse zusammen und sie macht daraus etwas Vorzeigbares. Wenn wir etwas finden, was sich lohnt zu berichten. Weiter. Die Herren Goj, Ratranu und Lemni sowie die Dame Hulang sind Doktoranden aus dem gleichen Stall wie Jehl, ich meine Doktor Strom. Sie unterstützen seine Arbeit. Um exakt zu sein, Herr Goj und Frau Hulang sind Xenoarchäologen, Herr Ratrau ist Metallurge und Herr Lemni ist Physiker mit der Fachrichtung Strahlung.“
Ry tauschte Begrüßungen mit den Doktoranden aus, richtete sich dabei auf und rückte ein Stück näher an den Tisch. Eine Historikerin, eine Thelam, ein Archäologe mit komplettem, interdisziplinärem Team, es fing an, interessant zu werden.
„Dann haben wir noch ein in Ungnade gefallenen Pflänzchen der Kaiserlichen Garde, das zu ein paar Monaten, besser ein paar Jahren Tapetenwechsel jenseits der Hauptstadt angehalten wurde“, spöttelte Thelam. „Und wir sind ihre beste Gelegenheit, dies zu tun, ohne dass sie auf einen langweiligen Garnisonsdienst abgeschoben wird. Hauptmann Taleki Obrot.“
Eine Akarii, die etwas kräftiger war, als auf Akar dem Ideal „hübsch“ entsprach, grunzte ärgerlich bei diesen Worten. „Sollst du lügen, Jahi? Glauben Sie ihr kein Wort, Hallas. Als sie sich mit diesem wahnsinnigen Projekt in ihrer typischen Mischung aus Nörgelei, wüsten Flüchen, Drohungen und fachlicher Kompetenz weit über der Norm durchgesetzt hat, wurde von Mokas Taran beschlossen, dass sie aufgrund ihres Namens zu wichtig ist, um da draußen einfach zu sterben. Aber nicht wichtig genug, um ihr diese Exkursion zu verbieten, Sie verstehen? Deshalb hat das Projekt eine Leibwache in Form einer halben Kompanie der Kaiserlichen Garde.“
„Du kannst auch nie einen Spaß mitmachen, Tal“, beschwerte sich Jallahea gespielt. „Das war schon in der Krabbelgruppe im Kindergarten so. Kaum hast du von mir einen mit der Rassel gekriegt, hast du gepetzt.“
„Und das ist so typisch für dich, Jahi. Ich würde mich ja nicht beschweren, wenn du es nicht lieben würdest, deine Scherze mit anderen zu treiben, aber immer noch Mord und Totschlag brüllst, wenn das jemand mit dir tut“, konterte sie.
Die Kapitänin räusperte sich überführt.

„Und dann bleibe wohl nur noch ich übrig. Ich stehe übrigens nicht formell unter dem Kommando von Kapitän Thelam, aber ich habe ihr nichts zu sagen, wenn man es so will. Kaiserlicher Oberinspektor Robore Kusagi vom Außenministerium. Ich begleite die Mission als neutraler Beobachter. Das heißt, ich werde sofort die Regierung darüber informieren, was immer wir finden“, sagte der Letzte am Tisch, ein relativ alter Mann, dem man ansah, dass er die wildesten Lebensjahre bereits hinter sich hatte. „Und bevor Sie fragen, der Geheimdienst-Otrok, der auf uns alle aufpassen und der alten Frau in ihrem Informantennetz seinerseits alles brühwarm erzählt, sind Sie, Hallas. Ich denke, daran gab es keine Zweifel, ebenso wenig wie daran, dass wir irgendwo noch einen inoffiziellen Geheimdienstmitarbeiter sitzen haben, der der Frau im Informantennetz all das berichtet, was immer Sie vergessen oder für nicht erwähnenswert erachten.“
„Herr Staatssekretär“, sagte Hallas und nickte in seine Richtung. „Das alles wirft eine Frage auf: Was mache ausgerechnet ich hier?“

Kapitänin Thelam lachte. „Gleich zum Punkt. Das freut mich. Dann werde ich Sie doch mal erhellen, Ry Hallas. Ihnen sagt doch der Name Clifford Davis etwas?“
Hallas hätte darauf vorbereitet sein sollen, seit Cliffs Name schon im Geheimdiensthauptquartier gefallen war, aber jetzt fühlte er sich doch überrumpelt. Zum Glück konnte er sich beherrschen, bevor er etwas Dummes tun konnte wie nach dem Verbleib eines Feindes zu fragen, der zufällig sein Freund war. „Ihnen sollte klar sein, dass das eine scheinheilige Frage ist“, sagte er stattdessen.
„Sie haben ihn also nicht vergessen. Dann wissen Sie sicherlich auch, dass er eine Zeitlang in unserer Kriegsgefangenschaft war. Stark verstrahlt, mehrere Tumore, der rechte Arm musste ihm amputiert werden, wurde mit dem Rest der zentral internierten Terraner befreit und führt wieder Flottendienst aus. Soweit auf der Höhe?“
Hallas nickte.
„Was ich Ihnen jetzt sage, Ry, wissen Sie noch nicht, garantiert nicht einmal vom Flottengeheimdienst. Davis war vor einiger Zeit auf unserem Territorium. Es handelte sich um ein unkultiviertes Sonnensystem, das wir bisher noch nicht aufgesucht haben, am Rand unserer Interessensphäre. Genauer ging es um Sonne siebzehn des Korobus-Clusters. Die Terraner nennen sie Medusa, und ich finde, das hat was.“
„Uns wurde keine Trägeraktivität berichtet“, sagte Hallas.
„Es gab auch keine Trägeraktivität. Wie es ausschaut, war Mr. Davis, ich spreche den Namen doch richtig aus, ja? Also, Mr. Davis war nicht mit einem Flottenträger in dem System, sondern mit einem terranischen Ziviltransporter, aber auch zwei Jägern vom Typ Falcon. Eines unserer Dünnschiffe brachte das Schiff auf, konnte es aber nicht stellen. Ein Enterversuch mit einem militärischen Shuttle scheiterte. Die gesamte Entermannschaft ging verloren, trotz nachgewiesenem Hüllenbruch, deshalb vermuten wir, dass an Bord des Frachters auch eine Strike Unit war. Letztendlich hat der Frachter bessere Beschleunigungswerte als unser Schiff gehabt, und die sicher geglaubte Beute und die angreifende Rauminfanterie wurden verloren gegeben. Übrigens ein Umstand, für den der Kapitän sein Kommando verloren hat, und wie ich finde, zu Recht. Jedenfalls waren nicht alle Offiziere so wertlos wie ihr Kommandeur. Vor allem die Ortungsabteilung und die Funkabteilung brachte einiges an Daten mit zurück, und daher konnten wir nach der Dekodierung des Funkverkehrs Mr. Davis und seine Flügelleaderin, Ms. Tatjana Pawlischenkow, identifizieren. Ja, genau, diese Pawlischenkow, die einen Kampfnahmen erhalten hat. Gorod Schin.“
„Narbentod.“
„Spricht man das so auf terranisch aus?“
„Nicht auf terrranisch. Auf Englisch. Die Terraner haben etwas über achthundert Sprachen und Dialekte in der Republik, aber Englisch gilt bei den Raumfahrern als Transitsprache.“
„Danke für die Nachhilfe, Hallas. Jedenfalls hat der Kapitän nicht alles falsch gemacht und nach der Vertreibung des Frachters versucht herauszufinden, was dieses maskierte Kommando überhaupt im System gewollt hat. Die Ergebnisse waren…uneindeutig, erschwert durch das stark schwankenden Strahlungslevel in dem System. Wir verloren mehrere Drohnen und ein Shuttle hätte sich beinahe ungebremst in den Boden eines der Monde gebohrt. Es gab einige sehr…merkwürdige Ortungen. Dann musste die Operation allerdings wegen…logistischen Problemen abgebrochen werden. Außerdem schien die Sensortechnik immer schlechter zu funktionieren.“, Captain Thelam räusperte sich: „Oder beziehungsweise deren Bedienung.“
„Interessant“, sagte Hallas. „Ich nehme an, ich bin der Einzige hier, dem das alles neu ist?“
„Korrekt. Ja, wir wiederholen gerade das ganze Briefing nur für Sie. Jedenfalls, noch während der Untersuchung des Systems fing der Ärger erst richtig an. Einige Mannschaftsmitglieder berichteten von Wachträumen, fieberten ohne Infektion und bekamen Schuppenräude, die nicht behandelbar war, wieder andere träumten wirres Zeug. Und einer brachten sich um. Die Ergebnisse der Befragungen, aber vor allem das persönliche Logbuch des Toten und die Ergebnisse der Autopsie, sind so ähnlich schon vorgekommen.“ Thelam nickte Hazun zu, die sofort übernahm.

„Es gibt zwei weitere Ereignisse, bei denen anscheinend ähnliche Dinge an Bord von kaiserlichen Raumschiffen stattfanden. Und sechs Fälle bei denen dies naheliegt, wir aber aufgrund der Totalzerstörung oder dem Verschwinden des entsprechenden Schiffes nicht sicher sein können. Alle Daten, die wir in diesem Zusammenhang haben, weisen gewisse Parallelen auf. Alle acht kaiserlichen Einheiten trafen entweder mit einem terranischen Wrack auf Niemandsflug namens STARDANCER zusammen, einem, nun, Geisterschiff, oder aber, in den meisten Fällen, nämlich sechs, mit einem anderen Geisterschiff, der COPERNICUS. Die STARDANCER treibt ihr Unwesen anscheinend schon seit Jahrzehnten. Wir glauben inzwischen eine gewisse Ahnung über ihren Kurs zu haben. Aber wie erwähnt führten alle früheren Versuche, sie zu entern zu einer Katastrophe. Die COPERNICUS ist offensichtlich deutlich älter, aber die letzte Sichtung war erst vor wenigen Jahren. Das kostete uns einen Hilfskreuzer, die MOTRONOS. Obwohl es eine Überlebende gab, sind die Umstände des Vorfalls immer noch…unklar. Aber wie es aussieht kam es auch hier zu Massenwahnsinn und Selbstmorden.“
Hazun sah so aus, als wollte sie etwas einwerfen, aber ein warnender Blick von Thelam ließ sie stumm bleiben.
„Bei der Autopsie der Toten, die wir bergen konnten, wurden ähnlich wie bei dem Selbstmörder des Patrouillenschiffs veränderte Hirnstrukturen festgestellt. Verstehen Sie das, Ry? Und auch die Akarii, die sich weder selbst umgebracht hatten, noch gestorben sind, aber diese Träume hatten, wiesen Modifikationen in ihren Gehirnen auf! Keinen Krebs und auch keine mechanischen Verformungen. Funktionale Modifikationen, vor allem in den Bereichen für kognitive Verarbeitung und für das Langzeitgedächtnis.
Es gibt da gewisse Ansätze, die von unseren Wissenschaftlern aus diesen Forschungen übernommen wurden, man munkelt von Teilübertragung von Gehirnarealen und anderem verrückten Zeugs, und dass es unter Geheimhaltung steht, beantwortet keine Fragen, sondern mehrt sie nur. Einmal bin ich bei meinen Recherchen sogar auf einen sehr verrückten Wissenschaftler gestoßen, der aufgrund der Daten der veränderten Gehirne an Bewusstseintransfers gearbeitet haben soll. Aber da begeben wir uns wohl restlos in den Bereich der Science Fiction. Zurück zum Thema.
Denn das Beste kommt noch. Über die Konföderation haben wir niederschwellige Ermittlungen betrieben, um so viel wie möglich über STARDANCER und COPERNICUS herauszufinden. Was immer uns hilfreich sein konnte: Mannschaftslisten, Fracht, letztes bekanntes Ziel, letzte bekannte Route. Es waren keine wirklich sensiblen Daten, und die Terraner erforschen das Schicksal der beiden Schiffe nicht. Und jetzt halten Sie sich fest. Der Kapitän der STARDANCER war ein Davis. Richtig. Ein Onkel Dritten Grades von Clifford Davis!“
Ry blinzelte hektisch. „Und dieser Clifford Davis war im Medusa-System. So als ob er nach seinem Onkel suchen würde.“
„Sie verstehen ja wirklich“, lobte Thelam. „Allerdings gibt es keinen Hinweis, dass die STARDANCER jemals in dem System war. Es liegt auch nicht auf ihrem vermuteten Kurs. Dennoch ist das eine Koinzidenz, die zu auffällig ist, um nur ein Zufall zu sein. Trotzdem verstehen Sie jetzt , dass wir Sie im Team haben wollen. Erstens sind Sie im Hauptquartier überflüssig. Zweitens sind Sie mit Clifford Davis zusammen gewesen, als Sie ihm Sekurr beigebracht haben und können ihn besser einschätzen als jeder andere lebende Akarii. Das könnte noch einmal wichtig werden. Und drittens, und das ist am wichtigsten, Sie waren auf Terra. Nicht nur in Gefangenschaft, sondern auf der Hauptwelt. Sie waren näher dran an ihrer Kultur als jeder andere von uns. Viele kennen das soziale und politische Leben der Colonials. Aber das unterscheidet sich in vielen Punkten von dem der Terraner. Derjenige, der den tiefsten Einblick überhaupt in die Art der Terraner bekommen hat, das sind Sie, Ry. Sie allein. Und deshalb hat Jockham, möge er am Fluss stehen und Münzen für die Ruderer haben, Sie durch die feine Gesellschaft geschickt, um für die Terraner zu werben. Wir brauchen Sie zur Interpretation unserer terranischen Quellen. So, das ist in etwa die grobe Einführung. Noch Fragen?“
„Wohin werden wir uns zuerst wenden? Jagen wir einem der beiden Schiffe hinterher, oder untersuchen wir das Medusa-System?“
„Weder noch. Trotzdem wir einige Vermutungen bezüglich ihres Kurses haben, sind das noch immer zwei winzige Nadeln in einem galaktischen Heuhaufen. Und Sie dürfen nicht vergessen, was mit der MOTRONOS und den anderen Schiffen passiert ist. Was Medusa angeht… es gibt Anzeichen dafür, dass eine Explosion stattgefunden hat. Ein anderes terranisches Schiff hat etwas gefunden und sich dann selbst vernichtet. Die Terraner mit Davis hatten nicht die Zeit, um den ganzen Vorfall zu untersuchen. Aber wir haben sie. Und je nachdem, ob wir etwas finden, und was wir finden, werden wir entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“
„Darf ich vielleicht ergänzen“, sagte Jehl Strom mit seiner viel zu angenehmen Stimme. „Sie wissen noch nicht, warum wir uns so sehr für diesen Komplex interessieren, abgesehen davon, dass Ihr Freund Clifford Davis in mehr als einer Hinsicht involviert ist.“ Er beugte sich ein Stück vor, und seine erstaunlich klaren Augen funkelten Hallas geradezu an. „Was sagte Ihnen das Thema Dolan’vTar, Ry?“
„Um ehrlich zu sein, gar nichts, bedaure.“

„Dann muss ich wohl noch ein wenig ausholen. In jener Zeit unserer Entwicklung, die wir die Antike nennen, gab es für einen kurzen Zeitpunkt eine Gruppierung, die einen beachtlichen, aber nicht unerklärlichen Aufschwung in Technologie und Wissenschaft erfahren hat. Diese Gruppe nannte sich Dolan’vTar, oder auch die Wesen von außen. Es ist überliefert, dass diese Gruppierung behauptete, ihren Wissenssprung von außerhalb des Akar-Runds erhalten zu haben. Sie existierte nicht lange und wurde nach rund zwanzig Jahren assimiliert und teilweise ausgelöscht, und ihre Vorsprünge wurden in die führenden damaligen Kulturen aufgenommen. Was diese zugegeben kurze Phase für uns interessant macht, ist der Historiker Phal Halet.“
„Von ihm haben ich auch noch nie gehört“, sagte Hallas bedauernd.
„Das ist nicht weiter verwunderlich, denn er kam zu spät, um die Geschichtsforschung per se zu begründen, und zu früh für eine empirische Einordnung dessen, was er recherchierte. Man kann sagen, er war einer von mehreren und ragte nicht hervor. Aber er war der einzige Historiker, der für Maana Alapha arbeitete, einer auch eher unbedeutenden Tyrannin eines größeren Reiches, das einige Zeit relativ ungestört durch die Geschichte driftete, bis ihr Sohn gleich nach ihrem Tod entmachtet und die Demokratie in ihrem Reich eingeführt wurde. Aber auch das, nur Fußnoten, die den Durchschnittsakarii nicht interessieren. Warum also interessiere ich mich für ihn? Nun, er war nicht nur Historiker, sondern auch der Feldscher der Tyrannin, also ihr Leibarzt. In dieser Eigenschaft führte er eine gut aufgezeichnete Autopsie an einem am Galgen ermordeten Aufrührer durch. Genauer gesagt nahm er eine der exaktesten Autopsien vor, die die damalige Zeit kannte. Während er dies tat, dokumentierte er Abweichungen an der Gehirnstruktur des Toten, schob dies aber dem Umstand zu, dass er von außerhalb gekommen war.“
„Gehirnstruktur?“ Hallas beugte sich vor. „Wie genau war denn diese Dokumentation?“
„Ich sehe, Sie merken, worauf ich hinaus will. In der Tat gibt es Kopien dieser Arbeit auch heute noch, wenngleich sie eher unter den „Die Götter haben gelebt, sie kamen auf Akar herab und brachten uns das Licht“-Spinnern verbreitet werden, was die „Die Akarii haben sich ganz aus eigener Kraft aus der Asche erhoben und sind nur mit den eigenen Fähigkeiten den Weg bis zu den Sternen gegangen“-Idioten natürlich nicht so gerne sehen.“
„Ich kenne diese Konflikte, wenngleich sie für meine Geheimdienstarbeit keine Rolle gespielt haben. Sie sind unterschwellig und bedeuten derzeit nichts“, sagte Ry. „Aber was Sie mir wirklich sagen wollen, das ist, dass die Aufzeichnungen über die Abweichungen der Gehirnstrukturen jenen ähneln, die sie von den Opfern der COPERNICUS kennen, richtig? Und außerdem war der tote Aufrührer ein Dolan’vTar, richtig?“

Jahallea Thelam grinste spitzbübisch. „Also, ich finde, er hat es besser aufgenommen als ich. Oder Sie, Jehl.“ Der Archäologe schmunzelte.
Die Kapitänin wandte sich wieder dem ehemaligen Jägerpiloten zu. „Keiner hier am Tisch hat je daran geglaubt, dass die Dolan’vTar jemals existiert, geschweige denn etwas hinterlassen haben, Ry. Wir alle hielten sie für Ammenmärchen. Und als wir an den Themenkomplex der COPERNICUS gegangen sind, geschah dies zuerst von Doktor Hazun und mir unter dem Gesichtspunkt, es mit einer besonderen Terranerwaffe zu tun zu habe. Dann aber sprach ich mit einem Ingenieur, es war ein reiner Zufall, und er erzählte mir, die derzeitige Legierung unserer Schiffe ginge auf ein Metallurgie-Verfahrens zur Sinterung von Metallen zurück, das eine preiswertere Version eines uralten Rezepts sei, das von Archäologen entdeckt worden war, vor etwa eintausend Jahren. Seit wir diese Panzerung haben und sie billiger, und damit auch schlechter, aber eben auch schneller produzierbar einsetzen, beherrschen wir diesen Raumsektor. Verstehen Sie mich nicht falsch. Es geht nur um ein, zwei Faktoren, aber die hatten bereits eine messbare Wirkung.“
„Ist das jetzt Science Fiction, oder diese Prä-Astronautik?“, beschwerte sich Hallas.

„Sehen Sie, Ry“, begann die Kapitänin wieder, „es mag nicht gerne umstritten sein, dass wir Akarii uns aus eigener Kraft ins Weltall aufgemacht haben und allen anderen Lebensformen so sehr überlegen sind, dass wir dazu auserwählt wurden, sie zu beherrschen, oder auch sie zu vernichten, wann immer wir es wollen. Sie können dieser Denkschule ja gerne anhängen – allein, ich kann es nicht. Nicht mehr. Es steht eindeutig fest, dass die COPERNICUS, die STARDANCER, und auch das Medusa-System vielleicht zwei einzelne Geheimnisse sind, vielleicht ein einziges bilden, und es gibt einen Hinweis auf eine Zeit, in der wir uns eben noch nicht zu den Sternen aufgeschwungen haben, die von einem möglichen Kontakt mit einer älteren Spezies berichten. Sehen Sie, der normale Akarii, sogar der normale Adlige kann es sich leisten, die Mär von der überlegenen Herrenrasse zu glauben, die als Erste die galaktische Bühne betreten hat und die seither unangefochten herrscht. Ich aber kann es nicht. Ich darf es nicht. Nicht nach den ersten Zweifeln. Nicht nach den ersten Hinweisen. Denn was, denken Sie, wird mit uns als Spezies passieren, wenn wir auch nur einen Hauch von der Technologie jener Spezies erhaschen können, die es vielleicht gegeben hat? Wenn wir zum Beispiel diese Selbstmordgeschichte als Waffe gegen die Terraner verwenden können?
Aber was ist, wenn die Terraner näher dran sind als wir? Wie wir seit Troffen wissen, haben zumindest einige von ihnen keine großen Probleme damit, mal eben eine planetare Bevölkerung auszurotten. War Ihr Freund Clifford Davis nicht auch dabei? Aber egal.
Jedenfalls gibt es da draußen irgendetwas, das alles tötet, was sich für es zu interessieren beginnt. Und deshalb will ich wissen, wie man den Part mit dem Sterben verhindern kann. Und dann will ich das, was dieses Sterben auslöst, im Dienste Akars sehen. Dabei ist es mir egal, ob es die Dolan’vTar oder die Mec'Tovrir oder sonst eine untergegangene Spezies war, die es angeblich nicht geben darf. Selbst dem konservativsten Akarii sollte klar sein, dass die zwanzig Milliarden Jahre,die dieses Sternenrad bereits existiert, mehr als genug Zeit war, um Dutzende, Hunderte, wenn nicht Millionen Zivilisationen zuzulassen, die gekommen, den Weltraum bereist und wieder verschwunden sind. Ich habe jahrelang nur zu gerne geglaubt, dass wir die Ersten seien, die Privilegierten, die Auserwählten. Aber im Militär habe ich gelernt, dass man sich nicht auf die Propaganda verlassen darf, sie nicht als Wahrheit sehen darf. Dass man seine Schlüsse ziehen muss, um zu überleben. Und auch jetzt ziehe ich meine Schlüsse. Und wenn es eine Möglichkeit gibt, dass da draußen die Hinterlassenschaften einer untergegangenen Zivilisation herumschwirren, die uns einerseits bedrohen, uns aber andererseits in die Lage versetzen können, Technologie oder irgend etwas anderes in unseren Besitz, in den Besitz der Akarii zu bekommen, das uns einen Vorteil verschafft, dann ignoriere ich das nicht. Ich kann es nicht beschönigen, als ich die Gelder und die Einheiten für die Mission zusammengeklaubt habe, hat mir oft genug nur mein Name geholfen, und eher selten konnte ich jemanden von der Möglichkeit, der Chance überzeugen, dass es mehr da draußen gibt als etwas, das unsere Leute ermordet, wenn es mit ihnen zusammentrifft. Es gibt mehr. Denn diese Morde, die Träume, die veränderten Gehirne, das hat eine Ursache. Und diese Ursache muss in die Hand der Akarii kommen. Oder wir müssen es vernichten, bevor die Menschen uns zuvor kommen.“

Sie räusperte sich, nahm einen Schluck Wasser und verkündete: „Ich und alle hier am Tisch haben einen Plan. Einen Plan, der vielleicht nie zu einem Erfolg führt. Aber wir führen ihn aus. Das haben wir beschlossen. Ich sage, es gibt einen Weg, diese Hinterlassenschaften zu entdecken. Und wenn wir das geschafft haben, dann gibt es auch eine Möglichkeit, den Überresten ihre Geheimnisse zu entreißen. Die Terraner, so berichtete man mir, haben neulich einen metallurgischen Sprung gemacht, der selbst unserer Reinformel überlegen ist, und das nach dem Vorfall im Medusa-System. Natürlich dauert es noch Jahre, bis aus der Erkenntnis etwas wird, das Schiffe panzert, und das im Zeitalter der Energieschirme. Aber verstehen Sie, worum es mir geht, Ry Hallas? Verstehen Sie?“
Ry runzelte die Stirnschuppen. „Sagen Sie doch gleich, dass Sie ein Selbstmordkommando zusammenstellen. Ich bin dabei.“
„Nicht, dass Sie eine andere Wahl gehabt hätten, aber freiwillige Mitarbeit ist immer besser als erzwungene Mitarbeit“, sagte sie zufrieden.
Ry Hallas hieb sich auf die Oberschenkel. „Schön, dass Sie das gesagt haben. Wo geht es zuerst hin? Und wenn das Thema schon mal auf dem Tisch ist, auch mit einem Frachter, wie die Terraner?“
„Eventuell nach Medusa“, half Hazun aus. „Wir haben bereits Vorbereitungen getroffen. Wir werden, sollte sich die Notwendigkeit ergeben, im System zu forschen, diverse Schutzmaßnahmen für Technologie und für Akarii ausprobieren. Für den Zweck haben wir die Todestrakte zweier Gefängnisse nach Freiwilligen abgesucht, mit Erfolg.“
„Aha. Falls sie überleben, kommen sie frei?“
„Falls sie überleben, wird die Todesstrafe nicht ausgeführt und in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt“, sagte Thelam. „Und sie leisten einen Dienst am akariischen Volke, der ihre Familien von ihren Sünden rehabilitiert.
„Na immerhin.“
„Was mich zum zweiten Teil der Frage bringt. Womit fliegen wir?“
Nun war es an der Kapitänin zu lächeln. „Mit meinem Geschwader natürlich. Und mit dem Forschungsschiff YOL ILIS. Wenn, dann wollen wir es richtig machen. Die YOL ILIS wird für die Mission auch mein Flaggschiff sein, und wir werden dort alle unterkommen, denn hier spielt die Musik.“ Sie erhob sich, kaum um den Tisch herum und streckte Ry Hallas die Rechte entgegen. „Sie werden ein wichtiger Eckpfeiler in dieser Arbeit sein. Sie haben sich bereits als Pilot erfolgreich in die Geheimdienstarbeit eingearbeitet. Ich erwarte ähnliches auch in diesem Fall von Ihnen, Ry. Und Sie sind unser Trumpf gegenüber den Terranern, weil Sie sie besser kennen als jeder andere Akarii. Willkommen im Team.“
Hallas erhob sich und ergriff die Hand. „Ich habe schon lange nichts Verrücktes mehr gemacht, was mich an die Schwelle des Todes gebracht hat. Danke, dass ich dabei sein darf.“ Er sah ins Rund. „Ich habe das Gefühl, hier passe ich genau rein.“
„Ist das jetzt gut oder schlecht?“, lachte der Historiker.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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22.02.2021 19:47 Forum: Söldner


Dass was im Busch ist, habe ich ja geahnt. Ich wollte mir auch nur einen Überblick verschaffen. Und Maro hatte ich eigentlich zu Thorsten geschickt, damit sie sich bei seinem neuen Text absprechen.
Thema: Chevaliers
Ace Kaiser

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22.02.2021 12:44 Forum: Söldner


Leute, wie weit ist denn so der Gegenplot der Gräfin? Gibt es da was Postenswertes von der "Gegenmannschaft"?

Oder soll die Höllenhund-Seite was einbringen?
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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20.02.2021 11:37 Forum: Kurzgeschichten


Wir diskutieren da ja die eine oder andere Idee...
Thema: Kritik: Hinter den feindlichen Linien
Ace Kaiser

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19.02.2021 19:11 Forum: Kurzgeschichten


DNS!

Ansonsten ein großartiger Text, der gerne hätte länger sein können. Aber nachdem Tanja ja nun so stark "träumt", bin ich versucht, auch bei Ace unter besonders starkem Stress zumindest etwas anklingen zu lassen. Schätze, das verschafft mir für drei Geschichten Arbeit. Nicht unbedingt alle drei über Ace.
Die Anspielung am Schluss fand ich aber fies. Gibt es bald einen Feind für alle? Ich bin gespannt.
Thema: Winter 2021
Ace Kaiser

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14.02.2021 19:13 Forum: Anime


Nichts gegen den Lockdown. Den brauche ich, um den zweiten Teil vom Schachtürken zu schreiben. Habe schon 75 Manuskriptseiten.

Deinem PC gute Besserung. Weißt Du denn wenigstens, woran es hapert?
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