The World of BattleTech
Registrierung Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite

The World of BattleTech » BattleTech Foren » Kurzgeschichten » Hinter den feindlichen Linien - Season 7 - Zwischen Himmel und Hölle » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (7): « erste ... « vorherige 5 6 [7] Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Hinter den feindlichen Linien - Season 7 - Zwischen Himmel und Hölle
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Cunningham Cunningham ist männlich
Captain


images/avatars/avatar-477.gif

Dabei seit: 06.09.2006
Beiträge: 1.055

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

*Platzhalter*

__________________
5th Syrtis Fusiliers - Pillage and looting since first succession war


20.12.2018 11:20 Cunningham ist offline E-Mail an Cunningham senden Homepage von Cunningham Beiträge von Cunningham suchen Nehmen Sie Cunningham in Ihre Freundesliste auf
Tyr Svenson Tyr Svenson ist männlich
Lieutenant


Dabei seit: 06.10.2015
Beiträge: 558
Herkunft: Jena, Thüringen

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zentralsystem des Akarii-Imperiums


Das Shuttle drehte bei, verlangsamte und glich seine Geschwindigkeit der sehr viel größeren XAN an. Auch wenn das Schiff bestenfalls von mittlerer Größe war, wirkte das Shuttle daneben wie ein Schiffshalter, der sich an einen Weißen Hai heften wollte. Und dennoch bestand die Möglichkeit, dass das so winzig wirkende und nur schwach bewaffnete Shuttle das Schicksal der XAN mit sich trug. Oder zumindest das Schicksal ihrer Passagiere…

Cpatain Thera Los überprüfte noch einmal den Sitz ihrer Uniform – ein nervöser Tick, der nicht wirklich dabei half, ihre unguten Vorahnungen zu unterdrücken. Die voll aufgeladene und entsicherte Laserpistole in ihrem Gürtelholster und die vier bewaffneten Marines hinter hier – sowie das knappe Dutzend in voller Gefechtsausrüstung, die in Rufweite warteten – waren da schon ein wenig wirkungsvoller, aber eben doch nicht wirklich genug. Sie unterdrückte den Impuls, sich zu den Marineinfanteristen umzudrehen oder gar noch einmal Admiral Taran anzufunken. Beides hätte sie schwach wirken lassen – und das konnte sie sich nicht leisten. Nicht ausgerechnet jetzt. Die Würfel waren geworfen. Jetzt blieb nur noch, die Augen zu zählen. Kurz zuckten ihre Hände, die sie hinter dem Rücken verschränkt hatte, direkt neben dem Pistolenholster. ‚Oder den anderen Spieler über den Haufen zu schießen.‘ Wenn sie sich nur sicher gewesen wäre, dass das tatsächlich etwas bringen würde…
Ein leiser Summton und das Aufleuchten einer Signallampe informierten Thera Los, dass der Druckausgleich erfolgt war. Unwillkürlich straffte sie sich, unterdrückte noch einmal den Drang, nach der Waffe in ihrem Gürtel zu tasten – und biss die Zähne zusammen, als die Sicherheitsluke aufglitt.

Der Captain, der das Shuttle betrat, war in mehrfacher Hinsicht eine Überraschung. Zum einen war er jung, vielleicht in Thera Los Alter. Außerdem war er alleine – sie hatte damit gerechnet, dass wer auch immer in dem Shuttle war, zumindest einen Adjutanten mitbringen würde. War das ein gutes Zeichen – oder ein schlechtes?
Ansonsten…der Offizier war hochgewachsen und breitschultrig, bewegte sich mit der wachsamen Eleganz eines Drehh-Fechters, was ihm in Kombination mit der dunklen Dienstuniform und dem dunkelgrauen Farbton seiner Schuppen eine leicht bedrohliche Aura verlieh. Gutaussehend war er – und sich dessen anscheinend auch bewusst. Thera Los stutzte. Dunkelgraue Schuppen? Das konnte doch nicht sein. Der einzige hochrangige Akarii-Offizier mit dieser Schuppenfärbung, den sie bisher kennengelernt hatte war…
„Captain. Ich bin Yelak Taran. Bringen Sie mich zu meinem Bruder.“
Das kam ebenso überraschend wie logisch, sodass Thera Los ein paar Augenblicke nicht viel mehr tun konnte, als den – jüngeren? –Bruder des Admirals anzustarren. Offenbar einige Herzschläge zu lange: „Gibt es ein Problem, Captain? Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“
Unwillkürlich stellte sich Thera Los Nackenkamm auf: „Sie hatten Zeit genug, hierzufliegen, CAPTAIN. Angesichts einer Flugzeit von wie viel – zehn Stunden? – sollten fünf Sekunden Sie nicht belasten. Identifizieren Sie sich.“
„Ich sagte doch bereits…“
„Ich habe Sie gehört. Jetzt würde ich gerne eine Bestätigung dafür erhalten.“ Sie spürte die Anspannung der hinter ihr stehenden Marinesoldaten. Vielleicht hätte sie einen etwas weniger konfrontativen Ton anschlagen sollen. Aber sie kannte ihre Pflicht. Trotz der offensichtlichen Ähnlichkeit – wenngleich Yelak Taran muskulöser war als sein älterer Bruder – und obwohl sie irgendwann schon mal eine allerdings schon etwas veraltete Aufnahme von Admiral Tarans Bruder gesehen hatte, durfte sie nichts als gegeben hinnehmen. Sich unter einer falschen Identität Zugang zur Zielperson zu verschaffen, war ein beliebter Meuchelmörder-Trick. Zumindest, wenn man nicht die Fähigkeiten der Cha’kal besaß, die angeblich durch Wände gehen konnten und nicht einmal durch das Vakuum des Weltraums aufhalten ließen.
Außerdem genoss sie die Möglichkeit, dem für ihren Geschmack etwas zu selbstsicheren Neuankömmling seine Grenzen aufzuzeigen. Gerade WEIL sie bis vor ein paar Sekunden halb damit gerechnet hatte, sich vor den Läufen eines Enterkommandos wiederzufinden. Das war vielleicht nicht klug – die Nerven lagen auch so blank – aber nur natürlich.

Offenbar war sie allerdings nicht die einzige, deren Zivilisationslack leichte Kratzer zeigte: „SIE…“, der Captain schluckte herunter, was er offensichtlich hatte sagen wollen, und aktivierte mit einer abgehakten Bewegung die Identifikationssoftware seines Handgelenkkoms.
Kurz zuckte es um Thera Los Mundwinkel, auch wenn sie es sich verbot, ihre Befriedigung zu offensichtlich zu zeigen, während sie die überspielten Daten sichtete. Yelak Taran wippte währenddessen ungeduldig mit dem Fuß – freilich ohne Thera Los zur Eile drängen zu können.
Die Identifikation schien zu stimmen – wenn auch die Freigabeorder für den Flug etwas vage wirkte. Thera Los runzelte die Stirn. Konnte es sein, dass…
Dann erinnerte sie sich. Wie sein älterer Bruder hatte Yelak Taran zu der sich gegen Prinz Jor formierenden Offiziersverschwörung gehört, die nach ihrem Scheitern zwar geschwächt aber nicht völlig zerschlagen worden war und immer noch einen nicht zu unterschätzenden Machtfaktor darstellte. ‚Interessant. Ist er ein Bote der Fronde? Oder geht es Yelak darum, seinen Bruder zu warnen? Es geht auf jeden Fall nicht nur darum, ihn zu Hause willkommen zu heißen.‘

Offenbar dauerte ihre Inspektion Yelak Taran zu lange: „Was ist eigentliche Ihre Funktion? Sind Sie Captain der XAN?“
„Captain Okami ist auf der Brücke. Mein Name ist Thera Los. Ich bin Stabschefin von Admiral Taran.“
Ihr Name schien dem Bruder des Admirals nichts zu sagen. Thera Los war sich nicht sicher, ob sie darüber froh oder ein klein wenig beleidigt sein sollte. Und deshalb schwang in Ihrer Stimme immer noch eine leichte Schärfe mit: „Und da Sie jetzt nicht nur meinen Namen sondern auch meine Position kennen, wäre es schön, wenn wir da gleichziehen würden. Oder ist das hier ein Familienbesuch?“
Kurz zuckte es in dem Gesicht von Yelak Taran – ‚Treffer!‘ – aber seine Stimme blieb sarkastisch wie vorher: „Ich komme von der Admiralität. Und da ein Captain bei der Admiralität wohl den Captain eines Admirals aussticht, wie wäre es, wenn Sie mich endlich zu `Kas bringen würden?“
Thera Los hätte die Behauptung Yelaks zwar zur Diskussion stellen können, entschied sich aber dagegen. Zumindest für den Augenblick. Sie signalisierte den Marines, zurückzubleiben und wandte sich brüsk um: „Kommen Sie schon!“

Statt hinter ihr zu bleiben, setzte sich Yelak Taran neben sie, auch wenn das in den engen Gängen des Kurierschiffes etwas zu eng war, um wirklich bequem zu sein: „Stabschefin sagten Sie? An Bord eines Kurierschiffs? Und sehr viel scheinen Sie ja nicht über meinen Bruder zu wissen, da Sie mich nicht erkannt haben. WAS GENAU ist eigentlich Ihre Aufgabe?“
‚DAS schon wieder.‘ Langsam war Thera Los es leid. Nicht, dass sie sich dafür schämen würde, hin und wieder von ihrem Aussehen profitiert zu haben. Aber dass manche automatisch davon ausgingen, dass das das einzige – oder zumindest erste – war, dem sie ihren Rang verdankte, war schon ziemlich beleidigend.
„Ich dachte, Sie sind beim Stab der Admiralität. Dann sollten Sie eigentlich die Aufgaben eines Stabschefs kennen. Wenn auch nicht aus eigener Erfahrung. Und was mir Ihr Bruder erzählt hat…
Nun, er hat mir zum Beispiel von seiner Verlobten erzählt.“ Das Erreichen des gemeinsamen Ziels verhinderte, dass Yelak die nächste verbale Salve abfeuern konnte, die er zweifellos bereits vorbereitet hatte. Thera Los nickte den beiden Soldaten zu, die vor Admiral Tarans Quartier Wache hielten und betätigte den Summer. Fast lautlos glitt die Kabinentür auf – der Admiral hielt sich nicht damit auf, die Gegensprechanlage zu aktivieren.

Ganz offenbar hatte auch er nicht mit DIESEM Besuch gerechnet: „Was bei allen Göttern der Sternenleere machst DU hier?!“
Über das Gesicht von Yelak Taran huschte ein rasches, fast spitzbübisches Lächeln: „Hallo Bruder. Das ist genau die Begrüßung, die ich erhofft habe.“
„Ist irgendetwas geschehen? Hast du…“
Yelak Taran winkte ab: „Entspann dich. Es geht allen gut. Na ja – zumindest allen, auf die es ankommt…“
Thera Los fragte sich, ob Tarans Bruder damit vielleicht den kürzlich verstorbenen Kriegsminister meinte. ‚Allerdings, SO neu ist das nun wieder auch nicht.‘
Währenddessen fuhr Yelak fort: „Und du musst auch keine Angst haben, dass diesmal ICH in die Peripherie verbannt werde. Außerdem wäre das auch ein verdammt schlechtes Timing, wo du gerade dein Flottenkommando abgegeben hast.“
Thera Los verdrehte die Augen. Dass Admiral Taran seine ‚Versetzung‘ in den Draned-Sektor seiner Beteiligung an der Offiziersfronde verdankte, war ein offenes Geheimnis. Aber dennoch nichts, was man leichtfertig vor einigen Marines erwähnen sollte.
Offenbar war ihr Vorgesetzter derselben Meinung: „Nun komm schon rein, bevor mich die Rührung überwältigt. Und du bist doch sicherlich nur hierhergekommen, weil du glaubst, dass ich deine schlechten Witze vermisst habe.“ Während er seinen Bruder in sein Quartier dirigierte, warf er Thera Los einen kurzen Blick zu und fuhr sich mit einem Finger der rechten Hand unauffällig über die linke Seite seines Halses. Thera Los neigte leicht den Kopf und wandte sich zum Gehen, während sich das Kabinenschott hinter den beiden Taran-Brüdern schloss.

Keine zwei Minuten später lehnte sie sich zurück und erlaubte sich ein kurzes Lächeln. Ganz offensichtlich war Yelak Taran NICHT an Bord gekommen, um seinen Bruder zum Selbstmord zu überreden. Und offensichtlich würde auch niemand anderes mit dieser Aufgabe betraut werden. ‚Zumindest vorerst.‘ Außerdem hatte sie sichergestellt, dass niemand das Gespräch der beiden Brüder belauschen würde. Nun ja, niemand – außer ihr.

„Ihr habt WAS versucht?!“
„Du hast mich schon verstanden! Und vor ein paar Jahren haben wir immerhin fast dasselbe schon einmal geplant. Vor deinem ‚Urlaub‘ im Draned-Sektor klang das bei dir noch ganz anders, als es um Jor ging. Also spar dir deine Entrüstung!“
„Damals hatten wir aber unter anderem eine ganze Reihe Admiräle, Generäle, Gouverneure und einen Marschall hinter uns! Nicht nur ein paar subalterne Offiziere, unzufriedene junge Adlige und eine Handvoll desillusionierter Gardisten. Die Offiziersfronde wurde dezimiert…“
„Da bist du nicht mehr auf dem Laufenden. Du bist nicht der einzige, den sie aus der Verbannung nach Hause holen.“
„Und ihr hattet nicht einmal die traurigen Überreste der Fronde hinter euch.“
„Mehr als du denkst. Und es wären noch wesentlich mehr gewesen, wenn Rallis und diese anderen alten Fossile nicht…“
„Dass ihr ausgerechnet auf DEN gesetzt habt, zeigt doch schon, wie verzweifelt ihr wart.“
„Du solltest ihn nicht unterschätzen. Und er war der einzige in der kaiserlichen Familie, der offen gegen die Allecars Stellung bezogen hat!“
„Abgesehen von Tobarii, meinst du.“
„Bah! Nur als er nicht mehr ignorieren konnte, dass Dero Allecar es mit seiner Frau treibt! Davor waren die beiden ein Herz und eine Seele in der Anbiederei an die Menschen. Es war so widerlich…“
„Was wirfst du den beiden eigentlich vor? Wir brauchten den Frieden mit der Konföderation. Ansonsten…“
„Hätten die CN und TSN Illis‘ Flotte im Raum zerfetzt, ich weiß. Es ging mir…uns doch nicht darum, DAS der Frieden mit der Konföderation geschlossen wurde. Sondern WIE.
Wie beide sich darin überboten haben, die Glatthäute als die besseren Akarii zu präsentieren.“
„Ich hoffe sehr, dass das nicht alles war, was euch dazu bewogen hat, einen Staatsstreich zu planen. So einen Blödsinn erwarte ich vielleicht von ein paar durchgeknallten Expansionisten im Gefolge von Jor und Karrek Thelam, aber von dir…“
„Und da liegt dein Irrtum. Für dich ist Dero immer noch der Nichtsnutz, mit dem du dich vor zwanzig Jahren herumgetrieben hast. Klar, heute vögelt er die Prinzessregentin, aber abgesehen davon…“
„Sei nicht so vulgär! Du spricht über eine kaiserliche Prinzessin.“
„Nau und? Immerhin ist es wahr! Und dank den verstiegenen Ambitionen der Allecars weiß das inzwischen das ganze Imperium. UND unsere Gegner. Was meinst du, was das für die Moral unserer Truppen oder das Ansehen des Imperiums bedeutet – gerade jetzt? Mal abgesehen davon, dass Dero auch noch den Kriegsminister umbringen musste! Und das alles nur, weil Meliak Allecar und sein widerlicher Sprössling es sich in den Kopf gesetzt haben, dass jetzt SIE an der Reihe sind.
Vor unseren Augen rollt ein verdammter Staatsstreich ab! Und nur wir waren bereit, das Richtige zu tun!“
„Indem ihr selber einen Putsch lostretet? Und dazu noch einen schlecht vorbereiteten!“
„Wir wollten die Dinge wieder ins Lot bringen!“
„Hast du vergessen, warum wir uns damals gegen Jor gestellt haben? Es ging uns nicht darum, irgendeine Blutlinie oder Dynastie auf den Thron zu bringen oder sie dort zu halten. Es ging darum, einen verblendeten Dilettanten die Waffen aus der Hand zu schlagen, mit denen er in seiner Dummheit ins Fleisch des Imperiums schnitt…“

Thera Los hätte beinahe aufgelacht. Sie erkannte diese Worte, auch wenn sie bezweifelte, dass ihr Vorgesetzter sich dessen bewusst war, dass er aus dem Zyklus ‚Der blutige Himmel‘ zitierte.

„Und das gleiche haben wir versucht.“
„Dero ist nicht Jor. Er ist nicht der Kronprinz, er ist nicht Kriegsminister – und schon gar nicht ist er ein Großadmiral. Er war Sonderbotschafter und hat uns einen Frieden gesichert, dank dem wir wieder in die Offensive gehen konnten. Dass er Tobarii herausgefordert hat, das WAR eine Dummheit – aber das macht ihn nicht zu Jor. Er hat weder einen Krieg zur falschen Zeit vom Zaun gebrochen und mit der falschen Strategie geführt, noch damit angefangen, die Streitkräfte nach irgendwelchen vorsintflutlichen Vorstellungen zu säubern und unsere besten Kommandeure kaltzustellen.“

Thera Los fragte sich, ob Admiral Taran damit auch sich selbst meinte. Vermutlich, denn er litt nicht unter falscher Bescheidenheit. Vielleicht hatte seine Opposition gegenüber Prinz Jor schon an dem Tag begonnen, als der Kronprinz den unter anderem von Taran entworfenen Plan für die Mantikore-Offensive drastisch verändert hatte, um seinen sehr viel weitreichenderen und waghalsigeren Offensivplänen zu entsprechen.

„Du warst nicht hier. Während deiner Zeit im Exil hat sich vieles geändert. Du hättest miterleben sollen, wie Dero und Tobarii mit ihrer idiotischen Seid-doch-nett-zu-den-Menschen-Strategie die Flotte gespalten, die Reformer diskreditiert und die Traditionalisten gegen sich aufgebracht haben, nur um sich dann gegenseitig an die Gurgel zu gehen! Die kaiserliche Dynastie und die Reformbewegung wird sich vielleicht nie wieder von diesem Schlag erholen – und dass jetzt, da wir gleichzeitig eine starke Führung UND die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Reform brauchen. Einen Schritt zu kurz, und die Völker des Imperiums werden sich gegen uns wenden – und dann werden die T’rr-Rebellionen nicht mehr als ein Vorspiel sein.“
„Glaubst du, das weiß ich nicht? Was meinst du, warum…“
„Und einen Schritt zu weit, und wir versinken endgültig im Bürgerkrieg. Dann gibt es kein Imperium mehr, nur noch einen zerfetzten Torso, eine zerbrochene Flotte, die sich selber zerfleischt, während die Menschen, die Peshten und wer weiß noch sich nach Belieben Stücke aus dem Leichnam des Imperiums reißen.“

Offenbar war Mokas Taran nicht der einzige, der die alten Klassiker gelesen hatte. Nun ja, die traditionelle Ausbildung der alten Adelsfamilien. Die Bürde, die eine bis in die Akarii-Antike zurückreichende Ahnenreihe nun einmal mit sich brachte. Thera Los war froh, dass ihr dieses Schicksal erspart geblieben war.

„Und deshalb brauchen wir eine starke Führung!“, fuhr Yelak leidenschaftlich fort: „Aber wen haben wir jetzt? Der Kaiser ist tot. Der Kronprinz auch – und das ist gut so! Und alles, was übrigbleibt, ist eine Prinzessregentin, deren Liebhaber ihren Ehemann ermordet hat. Ob der alte Meliak den Thron für seinen Sohn will oder nur für seinen Enkel...glaubst du, das wird nicht auf Widerstand stoßen? Das kann der Funke sein, der das Reich endgültig zerreißt. Du hast nicht erlebt, wie die Allecars angefangen haben, sich am Hofe breitzumachen. Wir MUSSTEN handeln, bevor sie sich endgültig festgesetzt hatten.“
„Wer auf dem Thron sitzt, ist mir ehrlich gesagt ziemlich gleichgültig. Solange er die Flotte und die Armee das tun lässt, was nötig ist.“
„Und dazu setzt du auf DERO?!“
„Warum denn nicht? Ich gehe mal davon aus, dass er sich nicht auf einmal einbildet, über Nacht zum Flottenstrategen berufen worden zu sein, wie ein anderer Thronprätendent den wir beide gekannt haben. Dero…ist bereit zuzuhören. Und die Allecars werden die Flotte UND die Armee brauchen. Männer – und Frauen – die ihnen zeigen, wie man das Imperium schützt, bewahrt und wieder in ruhige Gewässer führt. Und dann stehen wir bereit. So wie es die Tarans schon seit Jahrtausenden getan haben. Nicht weil wir dazu gezwungen werden. Sondern weil wir es WOLLEN.“
„Du klingst schon genauso wie Vater!“
„Danke…glaube ich.
Aber verrate mir doch, wen wolltet ihr anstatt dessen auf dem Thron? Rallis? Navarr? Sag bitte nicht Lisson oder Karrek Thelam. SO verzweifelt könnt nicht einmal ihr gewesen sein.“
„Rallis und Navarr…waren unsere beste Chance. Ob als Regenten oder auf dem Thron – das hätte Stabilität bedeutet. Jedenfalls sehr viel mehr, als ein ungeborener Imperator mit einer…beschädigten Prinzessregentin und einem Allecar an ihrer Seite. Oder gar einem Allecar auf dem Thron.
Lisson…hat keinen Herrscherwillen. Und Karrek…“
„Ist dir nie der Gedanke gekommen, dass genau DAS das Ergebnis hätte sein können, selbst WENN ihr Erfolg gehabt hättet? Dass während ihr euch mit den Allecar-Loyalisten herumschießt und verzweifelt darum bemüht seid, die Reste der Heimatflotte unter Kontrolle zu bekommen und so etwas wie Normalität und Legitimität vorzugaukeln, Großadmiralin Lay Rian, gestützt auf ihr Amt UND ihre Flotte auf die Idee kommen könnte, ‚ihren‘ Thelam auf den Thron zu hieven?“
„Lay Rian ist keine Idiotin. Sie HASSTE Jor – sie will ganz bestimmt nicht seine Reinkarnation auf dem Thron. Und sie ist Loyalistin.“
„Loyal WEM gegenüber? Dem REICH? Der DYNASTIE? Diesen Schlachtruf kann man sehr verschieden meinen…
Und wenn ihr gescheitert wäret…“

Der Admiral schwieg kurz und statt Ärger und Frustration schwang jetzt etwas anderes in seiner Stimme mit, eine Emotion, die Thera Los nicht sofort einordnen konnte.

„Was wäre dann mit Vater gewesen? Was mit Ciara? Ist dir klar, dass…wenn ihr gescheitert wäret, wenn du…
Was hätte ich dann tun sollen? Was wäre mir übrig geblieben, als in den Draned-Sektor zu flüchten und die Flotte, die ich für das Imperium geschaffen habe, in den Aufstand zu führen? Und bei diesem Versuch entweder zu sterben – oder den Bürgerkrieg zu beginnen, den ihr verhindern wolltet.“
„Was redest du da für einen Unsinn? Du hättest…“
„Du bist mein BRUDER. Im Guten wie im Schlechten. Wir haben uns gemeinsam gegen Jor gestellt. Wenn ihr jetzt tatsächlich losgeschlagen hättet und GESCHEITERT wäret…
Ich wäre so oder so ein Toter auf Abruf gewesen. Einen…Verrat hätte man mir vielleicht nachgesehen. Aber einen zweiten…“

Einige Augenblicke herrschte Schweigen und Thera Los fragte sich schon, ob der Admiral bemerkt hatte, dass die Komm-Anlage aktiviert war und sie abgeschaltet hatte. Doch dann erklang wieder seine Stimme, jetzt mit einem leicht melancholischen Unterton, den die Stabschefin aus einigen der Gespräche mit ihrem Vorgesetzten kannte: „ Das bringt doch alles nichts. Also, wo stehen wir?“
„Was meinst du? Pan’chra? Oder wir beide, Bruderherz?“
Die Antwort war ein amüsiertes Schnaufen: „Fangen wir erst mal mit der Situation in der Hauptstadt an und den Scherben eures geplanten Putschversuches. Was das ‚uns‘ angeht, verschieben wir lieber noch ein bisschen. Bis ich nicht mehr den Wunsch verspüre, dir eine zu kleben, Brüderchen.“
„Na, das möchte ich mal sehen…
Pan’chra…keiner weiß so genau, wie es jetzt weitergeht und was die neuesten Entwicklungen für den Kampf um den Thron bedeutet.“
„Aber die Allecars sind auf dem Vormarsch, sitzen jedoch nicht gerade fest im Sattel. Damit können wir arbeiten. Gut.“
„Na ja. Du wärst nicht der erste, der erst im Nachhinein merkt, dass das Nuron, dass er reiten wollte, in Wirklichkeit ein ungezähmtes Akiti ist.“

Das Nuron war ein vierfüßiges, warmblütiges Reptil von Akar, das schon seit vorgeschichtlicher Zeit von den Akarii als Fleisch- und Lederlieferant, dann als Trage-, Zug- und Reittier domestiziert wurde.
Beim Akiti hingegen handelte es sich um ein sehr viel schwerfälligeres, wechselwarmes und mehr als doppelt so schweres Reptil, das zwar als ein wertvoller Fleisch- und Lederlieferant galt, für Trage- oder Zugdienste jedoch aufgrund seiner Größe, der unterarmlangen Hauer und dem gefährlichen Naturell ungeeignet und nur mit begrenztem Erfolg in den Kriegen der Akarii-Antike als eine Art ‚lebender Panzer‘ eingesetzt worden war.

„Was ist mit den Thronprätendenten?“
„Rallis…der dürfte wie immer auf die Füße fallen.“
„Ja, auch wenn es die Füße von jemand anderem sind.“
„Autsch. Er ist nämlich nicht gerade leichter geworden in den letzten Jahren.
Navarr…haben sie mit Marschall Parin und Admiral Kjani Rau in Richtung Draned-Sektor in Bewegung gesetzt. Zusammen mit oder gefolgt von einer kompletten Trägerkampfgruppe, wenn nicht noch mehr. Wie du ohne Zweifel weißt.“
„Allerdings. Was ich allerdings immer noch nicht weiß ist, wer dahinter steckt. Einen der aussichtsreichsten Thronprätendenten mit zwei derartig hochkarätigen Offizieren – und zusätzlichen Schiffen – in die Peripherie abzustellen...“
„Und dann wäre noch Karrek. Zuerst dachte ich ja, man hätte ihn ebenfalls kaltgestellt, als man ihn zu Lay Rian abgeschoben hat. Aber wenn ich mir das jetzt so ansehe…“
„Haben wir bald ZWEI Thelam-Prinzen mit einer Flotte. Vielleicht seid ihr ja nicht die einzigen, die einer…zu ambitionierten Politik der Allecars vorbeugen wollen.“
„Ja…die Allecars. Die machen sich inzwischen breit wie ein Schimmelpilz. Angeblich haben sie schon bei Rallis wegen Prinzessin Linais Hand nachgefragt.“
Admiral Taran schnaubte: „Ich kann nicht glauben, dass Dero so unverfroren ist. Das war bestimmt sein Vater. Was hat Rallis gesagt?“
„Das weiß keiner so genau. Auch wenn ich gehört habe, dass einige der Alternativbeschäftigungen, die er Meliak Allecar – UND dessen Sohn – vorgeschlagen hat, sehr…farbig gewesen sein sollen.“
„Und Linai?“
„Hält erst einmal formelle Trauer. Es heißt, man hätte sie aufgefordert, die Kaiserliche Garde zu mobilisieren…“
„Wart ihr das?“
„SO verzweifelt waren wir nun wieder auch nicht. Und es hätte sowieso nichts gebracht. Sie tut…gar nichts.“
„Vielleicht ist das erst mal das klügste. Abwarten, bis sich der Staub etwas gelegt hat.“
„Wenn dann überhaupt noch etwas zu tun übrig BLEIBT. Wenn die Allecars genug Zeit haben, sich einzugraben…außerdem laufen Linai jeden Tag, den sie mit Nichtstun verbringt, die Gefolgsleute davon. Zu den Allecars, zu Rallis.“
„Zur Fronde…“
„Wir tun unser Bestes. Und das wär es…“
„Was ist mit Lisson Thelam?“
„Ach verdammt, den habe ich vergessen. Aber das kommt häufiger vor.“
„Manchmal nicht die schlechteste Position um zu starten. Die in der ersten Reihe…“
„Werden als erste erschossen, ich weiß. Aber wenn du jetzt wieder mit Imperator Clodus kommst, dann muss ich dich daran erinnern, wie das letztendlich ausging.“

Imperator Clodus war in einer recht turbulenten Phase der Spätantike auf den Thron gekommen, weil er nach einer blutigen Palastrevolte der einzige männliche Überlebende der herrschenden Kaiserlinie war. Die aufständischen Mitglieder der kaiserlichen Garde hatten den Gelegenheitshistoriker und Freizeitgelehrten ganz einfach vergessen. Als loyale Verbände die Überhand gewannen, fanden sie Clodus in der Palastbibliothek und erhoben ihn umgehend zum Kaiser. Er hatte seine Sache erstaunlich gut gemacht und bescherte dem Reich zwanzig Jahre dringend benötigten Frieden. Nur seine Familienpolitik erwies sich als katastrophal, sodass das Reich nach seinem Tod in einen Bürgerkrieg stürzte, aus dem Xias der Blutige als Sieger hervorging. Dieser wiederum hatte sein Ende gefunden, als sein Blutdurst in Wahnsinn umschlug. Das Haus Allecar und Taran hatten dabei eine wichtige Rolle gespielt…

„….natürlich hat er noch ein paar unverheiratete Töchter, die durchaus noch eine Rolle spielen könnten. Wenn sie passend heiraten, dann könnte Lisson tatsächlich ein Fokus für den Widerstand gegen die Allecars werden. Vor allem, wenn er seine Schmuckstücke mit einem der anderen Thronprätendenten verheiratet…“
Der Admiral schnaubte wieder: „Ich nehme mal an, die fraglichen Damen wollen da auch noch etwas mitzuentscheiden haben. Und wen meinst du bitteschön? Navarr ist wohl etwas jung für die beiden.“
„Gar nicht mal so sehr.“
„Und Rallis ist zu alt.“
„Geht so.“
„Und Karrek…ich hoffe, Lisson ist nicht SO desperat.“
Yelak Tarans Stimme gewann einen leicht sarkastischen Ton: „Das sind natürlich nicht die einzigen möglichen Kandidaten. Es gibt noch den ein oder anderen, der kaiserliches Blut in den Adern, einen Sieg auf seinem Schild und – vielleicht – sogar eine Flotte in der Hinterhand hat. Oder was meinst du, `Kas?“

Die Antwort ließ einige Sekunden auf sich warten, vermutlich weil es Thera Los Vorgesetzten die Sprache verschlagen hatte. Was sie selber anging, so konnte sie sich ein boshaftes Kichern nicht ganz verkneifen.

„Du spinnst doch, Yelak.“
„Was meinst du, warum ich Ciara nicht auf meinen kleinen Trip mitgenommen habe?“
„Hättest du das gemacht, dann hätte ich dich wohl wirklich zusammenschlagen müssen.“
„Warum das denn?“
Auf einmal gewann die Stimme des Admirals an Schärfe und Härte: „Weil ich nicht will, dass sie dabei ist, falls ich verhaftet oder gleich vor ein Erschießungskommando gezerrt werde.“
Thera Los war sich nicht sicher, ob Yela realisierte, wie ernst es seinem Bruder bei diesen Worten war. Falls der jüngere Taran es bemerkt hatte, so war er offenbar sofort zu dem Entschluss gekommen, das lieber zu ignorieren oder vielmehr zu überspielen: „Und ich dachte, weil du Angst hattest, Ciara würde beim Anblick deiner ‚Stabschefin‘ die falschen Schlüsse ziehen. Oder vielleicht die richtigen?“
„Was redest du schon wieder für einen Schwachsinn?!“
„Du musst doch zugeben, das Mädchen ist zum Anbeißen.“
„CAPTAIN Los ist ein fähiger Offizier. Sie ist loyal – jedenfalls insoweit das unter diesen Umständen möglich ist. Und sie verabscheute Jor.“
„Verstehe.“
„Dass Sie daneben auch angenehm anzuschauen ist…“

Thera Los runzelte die Stirn. Sie schätzte sich schon etwas besser ein.

„…ist mir nicht entgangen. Und kann manchmal durchaus von Vorteil sein – und sei es auch nur, weil sie und auch ich deswegen unterschätzt werden. Aber wenn ich bei der Zusammenstellung meines Kommandostabs nach solchen Maßstäben vorgegangen wäre, dann hätte ich mich wohl eher an einer Konkubinenschule umsehen sollen. Ich wähle meine Vertrauten nach ihrer Leistungen, ihrem Können und ihrem Potential aus.“
„Potential hat sie tatsächlich…“

Ein dumpfes Klatschen und ein unterdrückter Fluch ertönten. Thera Los runzelte die Stirn und schnaubte dann amüsiert. Offenbar hatte der ältere Taran-Bruder dem jüngeren doch noch eine verpasst. ‚Jungs…‘

„Reicht das? Was soll das überhaupt? Willst du wissen, ob du freie Bahn hast?
Außerdem ist Thera eine gute Zuhörerin. Eine rare Gabe.“

Wieder fragte sich Thera Los, ob der Admiral wusste, dass sie zuhörte. Manchmal hatte er beunruhigend hellsichtige Anwandlungen.

„Sag bloß, dass du sie auch mit deinen geliebten Reminiszenzen über die vergängliche Größe und Schicksal von Imperien beglückt hast.“
„Da du ja nicht mehr erreichbar warst…“
„Jetzt WEISS ich, dass ihr beide nicht im Bett gelandet seid. Obwohl es natürlich sein kann, dass sie mal währenddessen eingeschlafen ist. Auf einmal tut sie mir richtig leid.“
„Weißt du was, du wirst immer witziger, je älter du wirst. Was soll denn erst werden, wenn du mal erwachsen bist. Nicht auszudenken…“

Übergangslos wurde Admiral Taran wieder ernst und Thera Los realisierte, dass das Geplänkel zwischen den beiden Brüdern nur ein Schattenspiel gewesen war, um die darunter lauernde Anspannung zu verschleiern. Wie Soldaten, die auf dem Schlachtfeld pfiffen.

„Genug damit. Warum bist du wirklich hier? Doch nicht nur, um mich mit dem neuesten Klatsch zu versorgen. Dazu hätte auch ein Komm-Anruf gereicht.“
„Da hören mir zu viele mit. Außerdem fliegt ihr unter Komm-Sperre. Dass ich mich durchgemogelt habe, ist ein verdammtes Wunder.“
„Ja – falls nicht jemand die Taran-Brüder mit einem Schlag erledigen will.“, knurrte der Admiral.
„Vielleicht wollte ich auch einfach meinen Bruder wiedersehen? Oder dir den Kopf zurechtrücken, bevor dir die Allecars das Hirn mit irgendwelchem Blödsinn vernebeln um dich für ihre verstiegenen Ambitionen einzuspannen.“
„Yelak. Ich habe das Scheitern der Fronde überstanden, den Draned-Sektor und die TSN.“
„Ja. Aber jetzt bist du auf Akar. Und das Spiel wird hier inzwischen mit ganz anderen Einsätzen gespielt…“
„Bist du nur hierhergekommen, um mir das zu sagen?“
„Nein. Du bist mein Bruder. Ich bin hiergekommen, damit du der Entscheidung nicht alleine gegenüberstehst, die für dich getroffen wurde. Und bevor du mir sagst, dass dein höchst zweitschneidiges Schwert ist, vergiss nicht – du warst mehr als zwei Jahre weg. Die Leute haben dich nicht vergessen – dank deiner Erfolge, dank Ciara, dank Vater und auch dank mir. Aber du wirst jetzt jeden Fetzen Unterstützung brauchen, den du kriegen kannst.“

Diesmal verzichtete der Admiral darauf, seinem Bruder zu wiedersprechen. Vermutlich, weil er wusste, dass der Recht hatte: „Also gut. Ich muss wissen, wer von unserer alten Runde noch dabei ist. Und wie es in der Admiralität aussieht. Wer zieht die Fäden, wer sind die aufsteigenden Sterne? Und vor wem muss ich mich in Acht nehmen. Und dazu…“

Thera Los Handgelenk-Komm fiepte: „Admiral.“
„Sie können wieder zu uns stoßen. Nachdem wir den brüderlichen Smalltalk abgehakt haben, wird es Zeit, dass wir etwas Flottenpolitik planen. Und da möchte ich Sie dabei haben. UND Ihre Meinung hören.“
Ja, kein Zweifel, der Admiral wusste oder ahnte zumindest, dass sie gelauscht hatte. Noch ein Grund, warum sie inzwischen froh war, NICHT mit ihm ins Bett gegangen zu sein. Mokas Taran wusste auch so schon beunruhigend viel über sie: „Selbstverständlich, Admiral.“
18.01.2019 17:08 Tyr Svenson ist offline E-Mail an Tyr Svenson senden Beiträge von Tyr Svenson suchen Nehmen Sie Tyr Svenson in Ihre Freundesliste auf
Seiten (7): « erste ... « vorherige 5 6 [7] Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
The World of BattleTech » BattleTech Foren » Kurzgeschichten » Hinter den feindlichen Linien - Season 7 - Zwischen Himmel und Hölle

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH