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Zum Ende der Seite springen Eulenkrieger - working in progress
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doctor who swiss doctor who swiss ist männlich
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So ich poste hier mal die erste Seite meiner neuen Geschichte, ich bitte euch mir offen und ehrlich zu schreiben was gefällt und was nicht so.

Planet Outreach
04.Mai 3029

Auf dem Perron herrschte emsiges Treiben. Bunt gemischt standen Schüler neben Mechkriegern die untereinander die neuesten Mech-Konstruktion den Wolfshund, Neuerungen und Bestimmungen und auch die neuen Auflagen der Wolfs Dragoner wurden von den beiden eifrig und sehr intensiv diskutiert, besonders der jüngere war sehr enthusiastisch dem neuen Mech gegenüber eingestellt. Beide waren offensichtlich von der gleichen Einheit und ihre Uniformen waren makellos, die Bügelfalten schnittig gerade aufgebügelt worden, jedem Einheitsfeldweibel wäre das Herz aufgegangen vor Freude. Die Schiffchen mit den Rangabzeichen steckten bei beiden fein säuberlich in der Rechten Schulterepaulette.
„Die Full-Head Ejeaction ist eine wunderbare Neuerung Sargent, es steigert die Überlebenschance des Mechpiloten um 45%, laut dem Hersteller, wenn du das auf ein Battalion hochrechnest überleben einige mehr. Denn einen Mech kann man ersetzen. Die Dinger sind zwar teuer, aber einen Menschen kann man nicht so, schnell schnell schulen.“
–„ Dagegen habe ich ja auch nichts, Corporal, aber ich finde trotzdem das Design ziemlich gewagt, Ästhetik hat auf dem Kriegsschauplatz nichts zu suchen.“ entgegnete der ranghöhere Mechpilot Seinen Kameraden überragte er um einen ganzen Kopf. …

Daneben standen Bankangestellte mit wichtigen Aktenkoffern und Sekretärinnen die wild tuschelten, die eine fand wohl den jüngeren Mechpiloten sehr anziehend, John trottete weiter, hinter Ihnen vorbei. Einige Fahrgäste liessen sich an den Automaten noch schnell einen Snack auswerfen die sie günstig beziehen konnten. Sandwiches, Salate, sogar Nudelsuppen hatten die Automaten seit neuem, alles was der hungrige Pendler sich wünschte gab es. Zeitungsstände warben mit allen möglichen und auch unmöglichen Zeitschriften. Tagesblätter, Tabak und Süssigkeiten. Trotz allem war der Lärmpegel nicht störend. Hier und da ein etwas lauteres Lachen wurde vom Wind weggetragen. Das Perron war auf einem Hochgleisabschnitt der Lokalen Bahngesellschaft. Den Blick liess John von der Dunkelheit auf dem gegenüberliegenden leeren Perron schweifen, welches gerade von einigen Putzleuten gepflegt wurde. Die Altpapier Ablagen wurden in Windeseile geleert.

Drei Gleise waren parallel angeordnet worden, jeweils vor und nach dem Bahnhof in einer Distanz von 300 Metern verjüngte sich das Bahntrasse und die drei Spuren wurden in zwei zusammengefasst. Jedes Gleis wurde von Perrons aus Beton und weissem Stuckatur Gestein beidseitig eingefasst. Eines diente zum schnelleren Aussteigen während auf dem anderen, diejenigen warteten die auf den Zug mussten. Die Züge hatten selten Verspätung und die Bahnhofshallen waren gut gelüftet und sauber gehalten. An den Kanten sammelte sich jeweils etwas Sand an der hereingeweht wurde. Die alte Stahlkonstruktion stützte die grossen Glaspanels die in der Nacht illuminiert wurde und am Tag gegen die gleissende Sonne abgedunkelt werden konnte.
Lin weckte ihn heute Morgen ziemlich unsanft indem sie auf sein Bett sprang und das Kissen neben John ihm über den Kopf schlug. Sie war in guter Laune, quirlig und hibbelig, wie ein Wirbelsturm fegte sie über John hinweg. Damit er ihr Mittagessen koche bevor er hastig einen Kaffee für sich herauslassen würde. Dass ihre Mutter gestorben ist konnte sie ab und zu verdrängen. Ein Foto konnte sie aus ihrer Wohnung mit diversen anderen Sachen noch hastig in einen Koffer einpacken nachdem kriminelle Kleinganoven und Banden marodierend durch die arg verwüstete Einöde der ehemaligen Stadt zogen.

Den Vater kannten Sie nicht mehr, zu lückenhaft war ihre Erinnerung an ihn. Zu verschwommen alles was vor ihrem 8ten Lebensjahr war. Ein Psychologe bestätigte John dass das ein Teil des Selbstschutzmechanismus des Menschlichen Gehirns war und Lin sich daran nicht erinnern wollte. Im Wohnzimmer hatte der Schrein für ihre Mutter Mei einen Platz gefunden. Sie dankte ihr immer in regelmässigen Abständen für John ihren neuen Papa wie sie scherzhaft ihn ab und an nannte. Mit der Zeit gewöhnte sie sich an Ihn und er konnte sich ab und an wie ein richtiger Vater fühlen. Die Konstellation bescherte ihm war nicht so viele Dates wie er anfangs hoffte, aber in der Firma zumindest einige Sympathieboni. Er konnte so ungehindert mal frei machen und mit Lin die Samstage mit Shopping verbringen, in den Zoo gehen oder mit Lin in einem Kino Zerstreuung suchen. Sie war zwar nicht seine Tochter aber schon seit dem ersten Tag ist sie ihm ans Herz gewachsen.

Gemächlich liess sich John mit den anderen Pendlern in den langen silbernen Zug wie von Geisterhand geführt in den Zug hereinziehen, mit der Masse an Pendlern, wie auf jedem Planeten üblich, trottete er mit dem Strom aus Business Leuten, Handwerkern, Raumhafenarbeitern und Sekretärinnen, aber auch Schüler verwendeten den Zug. Die Mischung der Kulturen und Berufen war in diesen Zügen immer wild. Man begegnete immer neuen Personen kam manchmal mit dem Sitznachbarn in ein oberflächliches Gespräch. Sogar engere Beziehungen fingen beim Pendeln an, schon seit Jahrhunderten. Daran dachte er aber nicht. John war ein Morgenmuffel. Früh aufzustehen hasste er und er war froh dass ihn heute niemand nach dem Weg fragte oder Ihn in ein langweiliges Gespräch verwickeln wollte.

Wie viele Uniformierte die zum Raumhafen wollten, das konnte er nicht abschätzen, hier auf Outreach, wollte ziemlich jeder, zum Raumhafen fahren und von dort aus, auf anderen Planeten reisen, Ihr Glück oder das schnelle Geld machen. Leider gehörte er zu der Sorte die vorerst auf dem Planeten stecken blieben. Die Bahn fuhr los und John beeilte sich einen Sitzplatz zu ergattern. 2 Stunden wollte er auf keinen Fall stehen bleiben. Obgleich er sich gewöhnt war ab und an zu stehen wollte er heute unbedingt seit langem mal wieder sitzen. Schliesslich blätterte er jeden Monat knapp 400 C-Bills für das unlimitierte Bahnticket hin. Lins Schülerausweis belief sich dank Johns Abonnement gerade mal auf 60 C-Bills (1). Wäre John nicht mit der Bahn unterwegs müsste John für sie das Doppelte hinlegen. Generell gesehen waren die Transportunternehmen recht günstig.

Der Zug, der eine Kreuzung aus japanischem Shinkansen und der englischen U-Bahn war, bewegte sich anfangs langsam vorwärts, hinein in einen neuen Arbeitstag. In letzter Zeit machte die Bahngesellschaft sogar etwas, um die weiblichen Passagiere vor unsittlicher Entgleisung zu schützen und richtete auf allen Zügen immer hinter dem Lokführer einen Waggon ein in dem nur Weibliche Fahrgäste einsteige durften. Unterschiedliche Farben kennzeichneten diese speziellen Türen. Neben der Ersten und zweiten Fahrklasse gab es nun auch die Piktogramm Zeichnung. Viele begrüssten diese Neuerung. Lediglich ältere Herren echauffierten sich über diese Unnötige neue Mode, manchmal kam es auch vor, dass ein männlicher Fahrgast aus diesem Waggon höflich begleitet wurde. Entweder sah die entsprechende Person nicht mehr so gut oder er legte es darauf an. Es wurde sogar in Sicherheitspersonal investiert. John begrüsste diese Neuerung sehr und er hatte Lin auch regelmässig eingeschärft dort einzusteigen wenn Sie alleine unterwegs war.

Der silberfarbene Wurm beschleunigte angenehm und für die Passagiere nicht grossartig spürbar auf über 200km/h. Die Ingenieure waren sich wohl nicht einig ob der Zug nun unter der Erde fahren sollte oder oberhalb. Die Streckenabschnitte von Untergrundbahn, normaler Landschaftlich uninteressanter Eisenbahn und Hochtrassenbahn wechselten sich oft ab und verliehen dem sonst so öden und einfarbigen Planeten eine gewisse Abwechslung der sonst mehrheitlich in Ocker gehaltenen Oberfläche. Gelegentlich wurde die Sandeinöde von modernen und auch von alten Glaspalästen Wolkenkratzern und künstlich auf schwebenden Plattformen angelegten Grünanlagen, die zum Schutz vor Sandstürmen mit einem Gläsernen Dach abgedeckt werden konnten. Sämtliche Glasfassaden waren in dumpfem Braun gehalten damit keiner geblendet werden konnte da die Sonne auf Outreach erbarmungslos sein konnte. Die spezielle Beschichtung der Fassaden unterstrich die Langeweile des Planeten auf dem es nur noch an den Polkappen natürliches grün gab. In weiser Voraussicht wurden diese zu Naturschutzzonen erklärt schon als die ersten Siedler diesen Planeten für sich entdeckten.

Leicht gelangweilt studierte er die Anzeigen des Harlech Post. Darin waren immer die Annoncen die für John interessant waren. Unter der Rubrik „Mechkrieger gesucht“ las er jede Anzeige zweimal. Ob er nicht vielleicht irgendwo in eine Einheit passen würde. Gerade Anzeigen die mehrere Leute suchten um eine Einheit auszubauen interessierte Ihn aber die meisten Anzeigen waren unmissverständlich geschrieben. „Bevorzugt werden Krieger ohne Verwandtschaft“ oder „heikle Missionen, Ohne Familie…“ es bereitete John Missbehagen und er seufzte schwer, schüttelte den Kopf und warf die Zeitung sauer zu Boden. Verstörte Blicke straften sein ungestümes Verhalten mit Bösen Blicken. „Sorry, schlechte Aktienkurse“ murmelte er als Ausrede. Was offensichtlich gelogen war aber er hatte keine Lust mit Pendlern über seine Sorgen zu diskutieren, geschweige denn Ihnen auch nur ein Wort weiter darüber zu verlieren. John müsste heute nicht arbeiten, aber er ging trotzdem zum Raumhafen. Ein Kumpel auf Arbeit meinte dass heute im Raumtower viel los war und so half John ihm bei der Verteilung der Raumschiffe auf die verschiedenen Landezonen.

Sein Boss von Ching wu Enterprises einem Sian loyalen Handelsunternehmen war das mehr als recht, dass er im Tower einen „Seiner Leute“ hatte. Als Revisor hatte er nicht viel Arbeit, lediglich bei der Buchprüfung musste er anwesend sein und eine spezielle Software erlaube es John sich von überall einzuloggen. Es meldete Ihm zudem Ungewöhnliches in der Buchhaltung, speziell bei den Zahlungsausgängen, und Ungereimtheiten. Seine Transporter konnte er so effektvoll platzieren lassen und so nahe an den Ausladedocks wie nur irgend möglich, war was Herr Ming Yu ihn gebeten hatte. Es war ab und an, lästig, gar nervig, wie er es immer wieder zur Sprache brachte, Es verging keine Woche in dem Herr Yu nicht an John herantrat und von einer speziellen Lieferung für einen wichtigen Kunden schwafelte.
Was man nicht alles tun musste um seinen Boss bei Laune zu halten. Im Gegenzug musste John die Konkurrenz auf die provisorischen Landezonen verweisen, wo zwar genügend Maschinen vorhanden war die die Transporter entladen konnten aber die Distanz von den Raumschiffen zum Terminal grösser war um nicht direkt an den neuen Terminal andocken zu können. John war es egal er sprach so mit Raumpiloten als wären sie in seiner Einheit. Das kam gut an und Ausschreitungen mit hitzigen Söldnern konnte man so umgehen. Er legte schon mal die Uniformtasche bereit, heute Morgen stopfte er nach dem Kaffee eilig seine Uniform hinein. Glücklicherweise hielt der Dichtungsring und kein Tropfen durchtränkte das Innere der Tasche. Als einer der letzten von seiner Einheit die nach dem desaströsen Einsatz aufgelöst wurde und von der Liste der Söldner gestrichen wurde, setzte er auf Vorbereitung.

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10.08.2017 23:39 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Seit sein Vulcan VL-2T in einem Gefecht schwer beschädigt wurde arbeitete er als Lotse im Raumhafen um sich die Ersatzteile kaufen zu können. Die Arbeit für Mr Yu war für die Miete und die gemeinsamen Lebenskosten von Lin und Ihm. Ersatzteile die sein geliebter Mech so dringend nötig hatte. Von dem einst stolzen Mech war nur noch das Skelett übrig geblieben, eine AC2 hing lose an einigen Kontrolldrähten aus dem rechten Torso heraus, um die Kanone herum waren die Panzerplatten in Fetzen geschossen worden von Raketen, Schrappnellen und hochenergetischen Entladungen der Laserwaffen. Der linke Torso existierte nicht mehr. Grund für den Verlust war eine Munitionsexplosion des Maschinengewehrs. Als eine PPC ihn im Rücken erwischte. Die Beine unterhalb des Kniegelenkes waren, abgesehen vom Rest, noch ganz ordentlich. Ein paar Einschusslöcher zierten die heil gebliebenen Stellen der Kniegelenke. Wie durch ein Wunder war der Reaktor nicht hoch gegangen bei der Explosion und die Panzerung am Kopf seines Vulcan war auch heil geblieben. John schloss sich einer kleinen Söldnereinheit an nach seinem Abschluss an der Akademie. Er wollte unbedingt den Krieg erleben. Er bekam ihn auch. Piraten überfielen den Planeten auf dem er stationiert gewesen war. Von den 16 Battlemechs seiner Einheit fielen 50% in der ersten Stunde. In einer abgelegenen mit Nadelhölzern spärlich bewaldeten kargen Hochebene abseits jeglicher Zivilisation, abseits von Leben irgendeiner Form, tobte der Mechkampf unerbittlich.

Während die schweren Einheiten auf Distanz versuchten bei den Piraten ein Muster im Vorgehen zu erkennen und ihre Lafetten und Ballistischen Kanonen auszurichten mussten Sie sich auch kleinere Einheiten vom Hals halten. Da die Söldner nicht auf einen Kampf vorbereitet waren fanden die Angreifer jede Lüke und Unachtsamkeit bei den grossen Maschinen. John bemühte sich die Rückenpartie seiner Kameraden frei zu behalten und konnte sogar drei Abschüsse auf sein Konto verzeichnen. Der erste Mech den er abschoss war eine Wasp-1K er zielte eigentlich auf den leicht beschädigten Center Torso, doch der Mech sackte in eine Eishöhle, gute drei Meter, plötzlich ein und somit traf John die Kopfpartie des sonst so flinken Mechs. Die qualmenden Überreste der Wasp kamen abrupt zum Stehen und die Maschine kippte leise aber unter gewissem Protest des Gyroskops nach hinten in den Schnee weg, die Schienbeine des Scoutmechs blieben jedoch angewinkelt, als ob der Mech sich aus einem Loch ziehen würde oder wie nach einem langen und anstrengendem Marsch die Füsse kühlen wollte in einem Fluss. Die zweite feindliche Maschine war ein Kommando -1B der sich zu lange ungeschützt im Rücken eines Stalker 3H von Johns Feuerlanze in Sicherheit wähnte und so konnte John in Ruhe mit der AC2 und dem Flammer die Rückenpartie des Kommandos aufbohren um ihm mit dem Laser die internen Systeme zusammen zu schiessen. Mit einem Laser der nicht mehr richtig arbeitete und einer reichlichen Überhitze schaltete sich der Kommando schliesslich selbst ab. Er hinterliess jedoch eine klaffende Wunde im Stalker der auch ohne den lästigen 25 Tonner schon mit Macken und eingefrorenen Kühlleitungen zu kämpfen hatte. Da der Stalker irgendwann zu viel Schaden nahm schleuderte sich der Pilot aus dem Mech raus.
Leider war das nicht unbemerkt geblieben und das kohärente Licht eines Lasers machte Johns Traum einen Kollegen gerettet zu haben zunichte. Der Rest der Feuerlanze, ein betagter Warhammer, ein Longbow und ein Cyclops wurden ebenfalls von Gaussgeschützen, Lasern und LRMs nach und nach in Stücke geschossen. Die Feindwarnung schrillte und John duckte den Mech nach links weg, da die Anzeige eine Feindmaschine links anzeigte. Dem wollte er seine dünne Rückenpanzerung nicht hinhalten. Die AK 2 im Anschlag sah er sich einem Lancelot aus Sternenbundzeiten gegenüber. Die Bestandsanzeige der Munition verriet ihm, dass er noch 12 Schuss übrig hatte. Die Sichere Deckung des Stalker Wracks verlassend schob John mit einem Brüllen, das nur er selbst hörte, den Fahrtenregler auf 100% und liess seinen Mech in einen Donnernden Trab fallen. Sobald die AK-Anzeige auf grün schaltete betätigte er den Abzug. John versuchte die linke Mechbrust Seite des 20 Tonnen schwereren Ungetüms zu treffen, da diese vom Russ geschwärzt schon den einen oder anderen Treffer eingesteckt haben musste. Sobald er in Reichweite herangestürmt war, schaltete er den Mittleren Laser hinzu. Sein Mech wurde von anderen Feindmaschinen ins Visier genommen, denn es bedurfte immer mehr Korrekturen von Ihm, den Vulcan gerade zu halten. Die Schadensanzeige bestätigte seine Vermutung, denn die Panzerungsanzeige verwandelte die rechte Mechhälfte von hellgrün in gelb und orange-rote Partien. Anscheinend gefiel es dem Gegner gar nicht wie John auf den Lancelot losstürmte. Dass dieser Unbeteiligt und fast hilflos mit seinen Stummelarmen wedelte konnte John vorerst nicht verstehen. Seine AK richtete mit dem mittleren Laser nicht gerade viel Schaden an. Seine Chance sah er, darin, dass der Sternenbund-Mech nicht gerade üppig gepanzert war für seine Gewichtsklasse.

Erst als er die taktische Karte aufrief bemerkte John, dass ein weiterer Mech, hinter dem Lancelot stand und ihm, aus grösserer Entfernung, offenbar in die Rückenpartie grosse Löcher stanzte. Von Johns Kampfesmut angestachelt beteiligte sich der ältere Einheitsfeldwebel aus der erst kürzlich umformierten schnellen Eingreifslanze mit seinem Centurion -A an dem Geschehen. Aber auch dieser Mech hatte sehr viele Treffer eingesteckt, der linke Mecharm und grosse Teile der Panzerung waren regelrecht abgeschält worden, die restlichen Teile des Mechs waren übersäht mit pockigen Einschlagslöchern und erkalteten Laserfurchen. Es kostete den Piloten viel Kraft den Mech gerade zu halten. Dies sah aber nur einer mit geschultem Auge. Von der eisblauen Tarnfarbe war auf dem gesamten Mech nicht mehr viel zu sehen und die ausgeformte Hand des Mechs, lag irgendwo auf dem Schachtfeld, vermutlich hieb der Feldweibel, in gepflegter Manie, einer Feindmaschine den Kopf ein. Funken schlugen aus dem Center Torso und Kühlflüssigkeit leckte aus zahlreichen Öffnungen im Torso und aus der linken Schulterpartie. Die rechte Seite war fast unversehrt geblieben, hier und da war wohl ein Schrapnell geflogen und schabte den Lack an dem imposanten Mech ab. Eine Mech zu Mech Verbindung öffnete sich und ein abgekämpfter ergrauter Einheitsfeldweibel erschien keuchend und nach Luft ringend „ Freundchen bloss weg hier- denen gefällt sowas nicht; sammeln wir uns bei dem Bauern Yuan bei dem wir vor zwei Wochen waren“ – „ Aye Feldwebel“ kam es von John, erst jetzt merkte er, dass seine AK Munition aufgebraucht war und seine Schadensmeldung mit den Warnleuchten um die Wette schrillten. Während sich der Lancelot mit einem grossen Knall verabschiedete löste sich ein Schuss aus der PPK des Lancelot und lud die Luft über dem Kopf von Johns Mech elektrisch auf. Ein Glück dass der Mech von John bis zu den Waden im Schnee steckte, wäre er auf Hartem Grund gestanden wäre der Kopf des Mechs im Zentrum des Strahls gewesen.
Von der anderen Talseite hagelte es jetzt unablässig LRM`s und schwere Laser verwandelten das ewige Eis zu mittleren und Grossen Seen. Die Anzeige bestätigte dass noch mindestens sechs Feindmaschinen sehr rührig waren und ihnen ans Leder wollten. Die Munitionsexplosion in Johns Mech wurde von einer PPC von irgendwo her ausgelöst. Durch den schweren Treffer schüttelte es den Mech wie eine Strohpuppe, einer Geisterhand gleich, riss es seinem Mech die linke Seite auf und brachte die verbliebenen 60 Schuss MG Munition zur Explosion. Panzerung und Muskelstränge aus Myomer riss es in Fetzen aus dem Mech. Die PPC Entladung hatte sogar noch mehr Wucht und bohrte sich in die Brust des Centurions. Die Erschütterung war so gravierend, auch wenn er sich noch so fest dagegen wehrte so verlor er das Bewusstsein für eine ganze Stunde, er wusste nur dass er sich auf die Unterlippe biss und Blut schmeckte bevor er wegdriftete und alles um Ihn verschwamm.

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18.08.2017 11:35 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Etwas später am Aussenposten
Landezone der Söldner
1Klick südlich des Dorfes Lao rongyao (alte Herrlichkeit)
Ein verschwitzter Söldner Offizier im Range eines Captains hastete durch die engen Gänge des Leopard Landungsschiffes. «Aus dem Weg, aus dem Weg» schrie er in Panik aschfahl war sein sonst so ebenmässig gebräuntes Gesicht. Die schiere Angst zeichnete Ihn und als er hinter dem Piloten in einen Klappstuhl Platz nahm und sich anschnallte quiekte er nur noch «Los, Mann, Starten Sie endlich die verfluchte Mühle.» In einem Kilometer Entfernung liessen sich Mechs erahnen. Jedoch waren es viel zu viele Schatten die sich abzeichneten, um die Mechs der eigenen Einheit darzustellen.
Der Pilot drehte sich um und fragte erstaunt: « Was ist mit dem Rest Ihrer Einheit?» Mit einer Mischung aus Panik, Angst und verwirrter Verrücktheit starrte Ihn der Captain an. «Welche Einheit?» fragte Ihn Cutty, beinahe überrascht, dass der Pilot des Transporters es wagte ihn etwas zu fragen. „Verstanden Sir“ liess der Pilot Andrew Mason ihn wissen. „ Weightlifter eins an Alle, wir ziehen ab, Lifter drei Sicherungstrupp und Unterhaltspersonal einbooten lassen. Alarmstart, wiederhole Alarmstart.“ –„Lifter zwo, verstanden“ –„ Lifter drei, in Ordnung“ – „ hélicoptère quatre, d`accord“. Andrew dachte noch dieser Franzmann ist sowas von penetrant. Da pfiff schon eine 10 er Ladung Raketen an Ihnen vorbei, die Kondensstreifen bestärkte Andrew`s Vermutung, dass es sich hierbei nicht gerade um die Gallant Husars handle, in ihre Richtung und durchschlug das Cocpit vom Leopard Nummer 4. Es brach Panik um alle Leopards aus. Menschen wurden von der Druckwelle der Explosion teilweise von den Füssen gerissen, andere duckten sich weg um den herumfliegenden Glassplittern zu entfliehen. Wieder andere liessen schreckartig alles fallen was sie trugen, nahmen die Beine in die Hand und rannten um Ihr Leben.
Der Sicherungstrupp bestand aus einem Zug Infanteristen die von den „Gallant Husars“ angeheuert wurden. Wie die Leopard Transporter gehörten Sie nicht zur Johns Einheit und wurden speziell von Major Connor angeheuert. Denn die Transporter wollten nicht ohne Schutz vor Ort ausharren, der oberste Söldner einigte sich mit den Piloten, dass ein Zug Infanteristen das Minimum war aber auch gleichzeitig das finanzielle Maximum darstellte. Ein Mech mit Begleitung, wäre ihnen allen lieber gewesen. Connor konnte jedoch die Piloten beruhigen, dass Larsha taktisch uninteressant war und die vier Piloten keine Bedrohung ausgesetzt werden würden, die Hauptargumente waren, dass nie alle 16 Mechs für den Auftrag gebraucht würden und dass Der Landeplatz einen Klick von der Kleinstadt entfernt gut für Infanteristen verteidigt werden könne, zudem sei bekannt, dass auf dem Planeten gerade mal ein einzelner Mechkrieger im Ruhestand, sei. Das was aber hier auf sie zugerollt kam, sah aber nach mehr als einem Mech aus. Anscheinend waren die da draussen nicht zum Kaffee geladen. Jetzt hiess es Hintern zusammenkneifen und abhauen, tief und schnell.

Auf dem Schlachtfeld derweil, circa eine Stunde später

Als er wieder zu sich kam brauchte er eine Weile um sich in Erinnerung zu rufen was geschehen war. Er schüttelte sich, versuchte sich im Sitz aufzurichten und wischte mit dem rechten Arm das Blut von der Unterlippe. Alle Mechs seiner Freunde, Lanzenkameraden und Vorgesetzten wie auch die wenigen der Feinde waren um 20 Zentimeter weiter in den Klammergriff der Kälte und des Eises eingesunken. Die Tragödie und die Wehklagen der weinenden Witwen würden vom eisigen Wind fortgetragen. Kein Mensch weit und breit. Keine Streife oder einzelne Infanteristen durchstreiften die Ebene zu seiner rechten. Der Kleine Erdhügel an den sein Mech sich lehnte schützte Ihn von der Helligkeit der Sonne bis er aufstand. Nicht die Hitze macht auf diesem Planeten das Leben schwer sondern die übertriebene Helligkeit die die Eisdecke reflektierte. Viele alte Einheimische sind in ihrem letzten Lebensabschnitt erblindet, dies sah John als er mit seinen Lanzenkammeraden im Stadtkern von Lao rongyao auf Shopping Tour war. Lao Rongyao hatte knapp 7,
vielleicht sogar 7 ein halb tausend Einwohner und war nördlich dem überdimensionierten Landeplatz angelegt worden. Im Westen dominierte ein 800 Meter hoher gleichmässig zu seinen Seiten abflachender Eisiger Hügel die Gegend. Während im Osten die Weite Ebene mit spärlicher Tundren Bewuchs die Sicht auf den Ozean der Eisblöcke verdeckten.

Es waren um die Wracks herum keinerlei Fusspuren zu sehen. John konnte mit viel Mühe seinen Mech aufrichten und stabil halten. Er steuerte seinen Mech der wie auf Murmeln lief langsam durch den Schnee. Der Centurion war regelrecht zerfetzt worden, daraus entkam leider auch nicht der alte Haudegen zu Feldweibel. Langsam liess er den Vulcan abbremsen und wendete ihn um 180 Grad. Der Lancelot lag vornüber im Schnee und ein kleines Rauchfähnchen stieg leise klagend aus dem Mechrücken beinahe senkrecht gegen den Himmel. Wie ein kleines Kind das sein Spielzeug suchte. liess er den Vulcan von Wrack zu Wrack steuern Kameraden fand er keine mehr nur rauchende Mechwraks. Nach etwa einer Stunde war ihm die bittere Realität klar geworden. Überlebende hat es hier bis auf Ihn keinen. Nachdem John die Landkarte studierte lenkte er den Mech in Südwestliche Richtung. Der Bauernhof war etwa ein Klick entfernt.
Mit kläglichen 25km/h steuerte er auf den Farmbetrieb zu. Nicht ohne vorher noch einen Grausigen Fund zu machen: Der Hatchetman seiner Lanzenkommandeurin liess ihn kurzzeitig noch hoffen, eine Bekannte Seele mitnehmen zu können, weg von diesem Eisklumpen, aber als er näher kam sah er eine geköpfte Leiche zu Füssen des Ungetümes liegen. Ihm wurde übel und er musste sich fast übergeben. Was für Schweine, Sandra war keine besonders begnadete Kriegerin gewesen. Oft musste man sie aus der Bedruillie herausziehen. In Bars geriet sie schneller als manchen lieb war in eine Keilerei. Noch eine Woche und man hätte sie zum Versorgungsoffizier ernannt. Soviel hatte John von den Latrinenparolen gehört. Sein Überleben verdankte er einem Einheimischen Bauern Yuan, als John die traurigen Überreste seines Mechs, den er mal liebevoll Eulenjäger getauft hatte, auf seinen Gutshof in einem Schuppen parkte bis die Piraten wieder vom Planeten abrauschten. Nicht aber ohne sich zu rächen, für Sandra und alle anderen gefallenen Kameraden. Er hatte sich auch schon einiges ausgedacht. Eine regelmässige schwache Ortung zeigte, dass irgend eine Art von Patroullienfahrzeug seine Runden drehte. Alle vier Stunden hatte er eine schwache Ortung auf dem Radar seines Eulenkriegers. Höchstwahrscheinlich hatten die Piraten eine Art Schweber oder schnelles Raupenfahrzeug im Einsatz. Dank der vielen Mechwrack`s würden Sie jedoch keine vernünftige Ortung bekommen, spekulierte John.

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21.08.2017 17:01 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Provisorisches Lager der Piraten
Kommandozelt.
Es war totenstille im Zelt, sechs Personen standen bedrückt am Zeltrand im Halbkreis während ein Lametta behangener magerer Mann mit Lorbeerkranz besticktem Stehkragen und blauschwarzer Uniform die Faust auf den Besprechungstisch sausen liess. «Sie haben was?» fuhr der hagere Mitte 40er herum. Sein schwarzer Anzug mit Stehkragen war einmal ein Massanzug gewesen. Die Schulterepauletten hatten Zotten dran. Wie eine Seemanssuniform der früheren Zeiten. Zornesröte stieg in seine fahlen Backen. Alle verbeugten sich demütig die Ihn ansahen. Seine Wutausbrüche waren berüchtigt unter den Piraten.
Der angesprochene überlegte indes wie er seine Worte auslegen konnte. «Herr Baron, wir sind uns nicht 100% sicher ob diese Berichte von Badger 1 stimmen, die Informationen über diese Söldnereinheit die sich Gallant Husars nennt, sind unzureichend. Aber es macht den Anschein als ob ein Feindmech möglicherweise entweder verschwunden, abtransportiert oder im Eis eingesunken ist. Wir zählten 14 Wracks direkt nach dem Gefecht und jetzt sind nur noch 13 dort laut Ortung. Wir sind uns aber nicht ganz sicher, Störungen aus dem Eis und wegen den Wracks machen es uns nicht möglich genaue Daten herauszulesen. Mein Fürst».

Der Panzerfahrer Johnson Holland hatte ebenfalls eine Schwarze Uniform aber nicht so viel Lametta und Geschmeide umgehängt wie der wütende Baron. Lediglich ein dünner Silberner Streifen zierte seinen Stehkragen, kniete demütig, er hasste diese Haltung abgrundtief aber es musste sein. Mit einem schnellen Sprung überwand der Baron die Distanz zwischen der Holoanzeige und Johnson Holland. Seine blanken Stiefel quiekten dabei und machten deutlich, dass diese nicht nur sauber poliert waren sondern auch neu. Er packte den Panzerfahrer und zog ihn an sich hoch, bis die Beine eine Schuhlänge in der Luft hängten. Der Panzerwagenführer schwieg, er wusste, dass der Baron noch ganz anderes könne. Die Hände tief in die Uniform seinen Untergebenen gegraben zog er dessen Gesicht ganz nach an sich und brüllte ihm in Ohr. «Holland, Sie werden sofort die Mechs erneut zählen und jeder Ungereimtheit nachgehen, unser Erscheinen auf diesem Planeten darf nicht publik werden.» Herrschte der Baron den Panzerunteroffizier an. Seine roten Augen loderten gefährlich «sonst dürfen Sie sich aus Ihrem Panzer verabschieden und sich bei der Infanterie, unten, als Private, einreihen. Haben Sie mich verstanden? Es geht nicht um die Meldung an sich, sondern wie Sie die Meldung überbracht haben. Soll ich Ihnen sagen was ich in Ihrer Meldung vermisste? Eine gottverfluchte konstruktive Anmerkung wie das Problem gelöst werden kann. Sie beschissener einfältiger Pinsel. Und jetzt kriechen Sie in den verbeulten alten Packrat-T5 und zählen die Wracks ganz genau. Und wenn das Cockpit halbwegs heil ist, will ich als Beweis ein Foto. Sie melden alles. Ist das klar?» - «Jawohl, mein Baron» gab der andere kein bei, als dieser beinahe quer durch den Raum geschleudert wurde, hin zum Zelteingang.
«Und jetzt aus meinen Augen, Sie Wurm!» Brüllte der Baron ihm nach. Seine schlanken Finger forderten einen anwesenden auf sich ihm zu nähern. «Adjudant Conrad, sorgen Sie dafür , dass Ihre Stinger und drei schnelle Panzer zur Not einsatzbereit sind. Falls doch nicht alle erwischt wurden. Ein Goblin, ein Condor und den Gladius. Sie sind persönlich dafür verantwortlich, dass dieser Hanswurst erledigt wird, tot oder lebendig. Falls da noch einer sein sollte.» -«Jawohl, mein Fürst» erklang es von Conrad in schleimigem Englisch. Er vollführte eine Tiefe Bewegung und machte sich dann rückwärts gehend aus dem Zelt, ohne seinem Baron den Rücken zu zudrehen. Einer der Anwesenden liess ein Räuspern verlauten und fügte halbherzig hinzu: «Mein Fürst, die Bevölkerung, Sie weiss wer wir sind und vermutlich was wir hier wollen. Habe ich Ihre Erlaubnis, vor unserem Abrücken dies, wie üblich, zu korrigieren?»

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22.08.2017 12:31 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Letzes Schlachtfeld der Gallant Husars
Zur gleichen Zeit
Seine Lanzenführerin war berüchtigt gewesen dafür in der ganzen Einheit immer sehr viel Bargeld mit sich herumzuschleppen. Dies kam ihm nun gerade recht. Eine Wohnung in einem Dorf ausserhalb von Galatea konnte er sich so problemlos kaufen für die Zeit in der er sicherlich auf Galatea bleiben würde. Von heute auf morgen würde Ihn niemand rekrutieren wollen. So viel Glück hätte er jetzt nun auch wieder nicht. An der Unterseite des Schleudersitzes des Hatchetman im Cockpit befand sich ein dickes Couvert mit C-Noten welche er immer sehr sorgsam einsetzte. Wer weiss, vielleicht reichte das Geld bis Galatea VI oder gar noch länger. Eilig stopfte er den Umschlag mit dem C-Noten in seine Weste. Peinlich genau achtete John auf seine Uhr. In 45 Minuten würden die Piraten wieder hier durchfahren. Das Luftkissenmotorrad hinterliess keine Spuren und so konnte er von allen ungesehen von Wrack zu Wrack fahren. Die Wärmesignatur war nach dem Abstellen des Motors nicht sichtbar und er parkte immer in der Reichweite der Wracks, Somit würde es auch in jeder MAD Anzeige von Panzern oder Mechs nicht weiter auffallen. Ihren Mech, den Hatchetman, schlachtete er über Tage und Nächte hin aus und bestattete Sandra mit kläglichen Ehren. Der Bauer Yuan gestattete John sogar, damit das Grab nicht zu sehr auffiel, den Grabhügel der Gemeinde zu benutze. Es lag zwischen Lao rongyao und seinem Acker und Pachtland, welches sich wie John erfuhr über mehrere Kilometer hin erstreckte. Um die schweren Platten und Muskelstränge des Mechs zu transportieren, konnte er auf Yuan`s Werkzeug und einen alten Diesel-Getriebenen Verlade- Mech zurückgreifen. John fragte Yuan nicht woher er die Maschine hatte, C-Bills waren nicht sonderlich gerne gesehen auf diesem Planeten. Obgleich in der Stadt als Zahlungsmittel akzeptiert wurde, neben der Währung der Konföderation Capella was etwas anderes viel lieber gesehen. Die eigentliche Währung war viel wirksamer und subtiler, Gefallen und Gegenleistung. Diese Art war John nicht fremd und er sah sich als Gegenleistung für den Unterschlupf den er bekam dazu veranlasst, die verlotterten Ackermaschinen anzuschauen und wo möglich zu reparieren. Bei der älteren Erntemaschine war das Problem schnell gefunden, eine Hydraulikleitung konnte er schnell und unkompliziert austauschen. Bei den anderen Erntemaschinen und Forsttrucks beschrieb John was sich Yuan kaufen müsste, damit John ihm seinen Fuhrpark wieder in Ordnung bringen zu könne. Yuans Tochter schrieb die Liste auf Chinesisch, damit Yuan nicht in Erklärungsnot kommen würde. Der ältere Bauer nahm sich seinen Motorschweber und machte sich auf in die Stadt Lao rongyao zum Eisenwarenhändler. Er würde gegen Abend wieder hier sein versicherte er seiner Tochter.

Währenddessen legte sich John mit einem Fernglas in einem kleinen Wäldchen auf die Lauer. Er sondierte die Lage und prägte sich das Schlachtfeld gut ein. Die Distanz zwischen den einzelnen Mechswraks und sich, die Umgebung und mögliche Verstecke. Er würde einige Sprengfallen bauen müssen, falls die Piraten eine Patroullie senden würden. Im schwarzen Unterholz lag er erstaunlich angenehm, einige Tannen hatten die Äste bis auf den frostigen Boden runterhängen, Das Unterholz würde ihn zumindest für die Scans unsichtbar machen, Ein wenig Angst hatte er dass die feindlichen Einheiten einen Thermischen Scan durchführen würden. Aber er vertraute darauf, dass Sie sich in Sicherheit wähnen würden und beim Nachschauen seinen Vulcan ignorieren würden. Schliesslich war vom Stalker auch nicht mehr viel zu sehen. Etwa eine Stunde musste er ausharren bis er in der Ferne einen Drillson Schweberpanzer entdeckte. Dieser brauste in anständigem Tempo und ohne grosse Korrekturen vorzunehmen, über die Eisebene zwischen einigen kleinen Wäldchen vorbei, die überall eine Auflockerung darstellten, in der sonst so öden Ebene. Ein Glück für John waren die eisigen Windböen die ab und zu über die Ebene fegten und die beissende Kälte des Planeten zu unterstreichen schienen. Die hatten wohl keine Lust aus Ihrem Panzer zu steigen.

Dieser Panzer war zwar gut bewaffnet aber einige Spielereien würden die Panzerung ordentlich aufmöbeln überlegte sich John. Er machte sich Notizen über den Panzer. Die Front war etwas unförmig und geschwärzt, da hatte der wohl einen kleinen Zwischenfall, mit einem nicht sonderlich freundlichem Laser abbekommen. Der Turm war zu Johns bedauern unversehrt. Nicht aber die rechte Seite, in der war ein grosses Loch unübersehbar, von mehreren kleinen Lasern vernarbt und einer grossen AK getroffen, war das eine sehr schöne und einladende Stelle an dem Panzer. Das würde sich John zu Nutzen machen falls er auf den Panzer treffen würde. Im Heckteil des Panzers waren keine erwähnenswerte Schäden. So würde sich John auf die rechte Seite des Panzers konzentrieren. Sein Ausbilder meinte auch immer, Panzer sind wie überdimensionierte Austern, wenn du weisst wo sie zu knacken sind ist es leicht. Innerlich dankte er dem Davion Ausbilder mit der Augenklappe von ganzem Herzen. Er hatte völlig recht. Falls John aus dieser Hölle hauskommen würde, wäre ein Dankeschön nicht verkehrt, ja sogar angemessen.
Er blieb auch noch in der Deckung als der Panzer schon längst ausser Sichtweite war, zur Sicherheit wartete er noch 10 Minuten und bewegte sich erst dann langsam aus seiner Deckung raus. Die 400 Meter bis zum Hatchetman huschte John sehr sorgfältig auf jede Bewegung achtend. Da fast keine Deckung vorhanden war nutzte er die Nischen die die AK Granaten während des Kampfes aufwarfen. Mit den Augen konzentrierte er sich auf einen Punkt in 100 Metern Entfernung und stellte seine Augen auf den Punkt scharf. Langsam scannte er auf 270 Grad die Umgebung. Danach senkte er sich wieder in die Deckung zurück und griff nach seinem Feldstecher. Er stellte am Distanzmessgerät 700 Meter ein und betrachtete die Landschaft ebenfalls in der gleichen Geschwindigkeit. Der Drillson war nicht mehr zu sehen, was Ihn etwas beruhigte. Auch sonst war keine Ungereimtheit zu sehen. Also weiter, diese Prozedur wiederholte er viermal bis er die Distanz zwischen Gestrüpp und Hatchetman hinter sich liess. Am Ungetüm angekommen inspizierte er den Mech. Schäden waren keine zu sehen, Susanne hatte wohl angesichts einer Übermacht den Reaktor runtergefahren und sich zu ergeben. Eine Stunde später, war er vom Hatchetman zum Centurion herübergelaufen. Der Reaktor strahlte noch Abwärme aus. Das machte die Umgebung einigermassen erträglicher, denn die Nacht brachte spürbar eine beissende Kälte mit sich. Die Uniformjacke des Feldweibels lag zusammengefaltet mit einem Notizbuch, welches er momentan nicht lesen konnte, da es zu dunkel war, etwa 500 in mittleren Scheinen in C-Bills, drei Kontenkarten, einem Foto einer jüngeren Frau und deren gut lesbare Adresse auf der Rückseite, fein säuberlich verstaut in einem 7lt fassendem Seesack. Die Augen des Feldweibels schloss John, nach einem Moment der Andacht. Gute fünf Minuten später, für John war es eine halbe Ewigkeit, durchbrach ein Motorgeräusch die eisige Stille. Vorsichtig lugte John aus dem Cockpit heraus mit dem Feldstecher im Anschlag. Eine geübte und langsame Bewegung würden Scanner Sensoren nicht entdecken können. Da die Wärmeabgabe des Reaktors seine Körperwärme noch lange überdecken würde. Wenn es sein musste sogar noch zwei Tage so schätzte John. Er durfte nur keinen Fehltritt machen und sich zu schnell bewegen. Ein Panzerspähwagen Packrat-T5 dessen Panzerung deutlich verbeult war kam mit Höchstgeschwindigkeit näher. Die Scheinwerfer beschienen den Fahrweg und das Gefährt machte nicht den Anschein die Geschwindigkeit irgendwie drosseln zu wollen, raste quer über das Schlachtfeld. Vermutlich nahm der Fahrer seine Aufgabe nicht so genau, denn bei der Geschwindigkeit hätte er über das aufgedrehte Radio einer pubertierenden jungen Frau fahren können ohne etwas von der Musik zu hören. John war das gerade recht, mit einem routiniertem Blick vergewisserte er sich, dass er im Cockpit des Centurion nicht vergessen hatte. Schliesslich wollte er nicht noch eine Spur hinterlegen, die auf Ihn einen Rückschluss ziehen liess. Da sich seine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnten lief er im zügigen Tempo zurück zum Bauernhof von Yuan. Als er nach gut eineinhalb Stunden dort ankam, wurde er mit einem wärmenden Shuigo empfangen. «Shuigo, Shuigo, Tee, gegen Kälte, gut» wurde er von Yuan und Mai in die Küche geführt. Der alte Bauer hatte sogar eine Überraschung für John. Einige Fotographien des Dorfkerns von Lao rongyao zeigten ein grosses Zelt, einige Panzer und auch wo die Mechs standen.

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Der alte Bauer hatte sogar eine Überraschung für John. Einige Fotographien des Dorfkerns von Lao rongyao zeigten ein grosses Zelt, einige Panzer und auch wo die Mechs standen. Auf der Holophotographie war der Dorfplatz zu sehen. Rechts unten stand ein Hunter Panzer mit abgedrehter LRM Lafette und eine Stinger bewachte einen Seiteneingang. Vor dem voluminösen 2-stöckigen Zelt war eine Guillotine abgestellt, die wie John vermutete dem Anführer gehören musste. Denn dessen Lackierung war deutlich farbiger gehalten als die Stinger. Die rechte Seite deckte ein Awesome ab. Seine bullige Gestalt war selbst auf dem Foto beängstigend.

Heimlich damit niemand Verdacht schöpfte, flickte er seinen Eulenjäger mühevoll zusammen damit er falls es zum letzten Gefecht kommen würde ein wenig besser gerüstet war. Es machte sich bezahlt, dass er immer wieder, zusammen mit den Techs abhing, mit Ihnen diskutierte und die Blaupausen seines Mechs zu fast auswendig kannte. Zudem machte ihm das Spass. Auch, oder gerade weil es sein Vater als Zeitverschwendung ansah, und ihn dies auch mehrmals wissen liess, dass er davon nichts halte, an seinem Mech herum zu werkeln, so kannte er seinen Vulcan sehr gut. Die Blaupausen musste er so gut wie nie zu Rate ziehen, auch wenn er diese für Notfälle auf einem Datenstick mit sich trug. Der linke Arm des Hatchetman war gottlob noch brauchbar gewesen, Muskeln und Panzerung konnte er gut verwenden aber die Axt war nutzlos. Die Kontrollen und Softwareprotokolle seines Vulcan erlaubten keine voll ausgebildete Hand. Hier in der Pampa wollte er auch nicht ohne Adäquates Gerät oder hinter den feindlichen Linien die Software eines Mechs umschreiben, das getraute er sich nicht. Auch zeitlich würde das nicht hinkommen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Piraten auch auf dem Gutshof von Herrn Yuan auftauchen würden. Und da wollte er einen halbwegs tauglichen Mech in der Scheune wissen. Und nicht einen, dessen Software schadhaft war.

Den mittleren Laser brachte er auf der linken Armspitze an. Nachdem er die verkohlten und nutzlos zerschossenen Myomermuskeln abmontierte. Das Skelett war noch sehr gut intakt. Da hatte er nochmal Glück gehabt. Er brachte die Muskulaturstränge des Hatchetman Stück für Stück an der Torsoseite und dem Arm an und verwies den Flammer auf die Spitze des rechten Stummelarmes. Er verwarf den Gedanken die AC10 des Hatchetman oder des Centurions verwerten zu können als er das fast leere Munitionsbehältnis sah, die Waffe wäre ohnehin viel zu schwer gewesen. Die verbliebenen fünf AK- Granaten und vier LRM Raketen des Centurions barg er mit der Hilfe des Kranarmes des Transportmechs welchen er in der Nacht benutzte um die zuvor bereit gelegten und abmontierten Platten und Myomerstränge zu seinem Mech zu bringen. Vormittags schlief er während er am Nachmittag vorsondierte, bereit legte und gegen den Abend dann mit dem Transporter die Materialien holte. Emsig trug er die benötigten Utensilien zusammen. Mit den Langstreckenraketen hätte er etwas Besonderes vor, bei Yuan hätte er aber noch ein wenig Überzeugungsarbeit zu leisten.

Auch beim Centurion bediente er sich an Panzerung. Er würde der Wittwe, oder der Tochter, wer es auch immer war auf dem Foto, das er beim Feldweibel am Tage zuvor fand, seinen Dank aussprechen und die gesammelten Habseligkeiten aus dem Cockpit übergeben wollen . Die Autokanone konnte er ebenso leicht abmontieren wie die beiden Sunglow Large Laser des Lancelots. Die vier schweren Waffen verstaute er in einer hölzernen Transportkisten und beschriftete diese um sie nach Outreach zu schicken, vielleicht könnte er dort etwas mit ihnen anfangen. Fracht war günstig und liess sich Problemlos versenden. Etwas mulmig war Ihm jedoch schon, als er diese mit falschen Papieren einem Frachterkapitän mitgeben würde. Fracht blieb manchmal auf Planeten liegen und es kam vor, dass man etwas aufgab, einen Monat später selbst abreiste und drei Wochen vor dem aufgegebenen Gut, was es auch immer war, ankam. Ausser Lebensmittel und Passagiere, diese hatten absoluten Vorrang. C-Bills und Beziehungen liessen aber immer einen Platz finden auf den Transportern. Entweder das oder ein verärgerter Empfänger brachten gerne den einen oder anderen Frachterkapitän in Erklärungsnot. Lieber wäre ihm gewesen, die ganzen Mechs zu verschicken oder die grösseren Maschinen wieder hinzubekommen und auf sich umzuprogrammieren um in diesen gegen die Piraten kämpfen zu können. Aber was wollte ein Krieger schon mit drei Maschinen anfangen er konnte nur in einem Mech sitzen.

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29.08.2017 09:14 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Sein Chemie Studium war wohl doch nicht so verkehrt gewesen wie er immer angenommen hatte. Mit Hilfe einiger Zutaten vom Bauernhof (Kerzen Wachs, Aluminium und Ammonium- Nitrat) stellte er 4 Nitramex –Tretmienen her. Nitramex war auf Terra ein Sprengstoff welcher einen Ordentlichen Bums hatte, wie damals ihm sein Lehrer versicherte, einige Schulversuche bestätigten ihm das auch als er vom Tode seiner Mutter erfuhr baute er eine solche Bombe schon einmal. Der Ostflügel seines Lehrgebäudes war für Monate nicht zu gebrauchen. Die besondere Situation in der er sich befand, machten schliesslich die Lehrer geltend und behielten Ihn auf der Northwind Military Academy. Wohl auch weil seine Paten von den Kearny Highlanders eine grössere Summe hinterlegten für den Wiederaufbau der Schule. Nitramex war im 20. Jahrhundert der Vorgänger des militärischen ANFO Sprengstoffes gewesen, irgendwie musste er sich ja verteidigen. Sein Mech würde noch für Wochen unbrauchbar sein und die Piraten würden Ihm keine Zeit geben sich frisch zu machen bevor Sie erneut zuschlagen würden. Sein verbliebenes Waffenarsenal beschränkte sich auf seine schon ältere Pistole vom Typ Nakjima. Sie war sauber poliert und auch schön anzusehen aber richtete nicht viel Schaden an.

Aus Erdbeeren von Yuans Hof, welche so gross wie Papiereimer waren und an die 15kg wogen, gewann er Buttersäuremethylester die er wegen der herrschenden eisigen Kälte als Flüssigkeit leicht in die Spitze der LRM Raketen abfüllen konnte. Er würde sie zur Explosion bringen sobald die Piraten nochmal einen Suchtrupp rumschicken würden und in grösserem Umkreis mit der Suche beginnen würden. Ebenfalls füllte er 12 Stahlfässer zu einem Drittel mit dem Buttersäuremethylester gab etwas Benzin hinzu hob Eisenabfälle, Schrauben und Metallspähne unter und versiegelte sorgfältig die 5 Liter fassenden Stahlfässchen. Diese verlud er auf den Transportmech. Am nächsten Morgen würde er sie platzieren, dort wo der Gladius Schwebepanzer seine Runden ziehen würde. Yuan war verwundert, als John ihm sagte, dass diese Flüssigkeit aus seinen Erdbeeren explodieren könne. Sowas war dem Pazifistischen Yuan fremd. Ein Nahrungsmittel würde doch nicht explodieren, ungläubig verlangte er von John eine kleine Demonstration. John versiegelte eine Metallbüchse von 10 Zentimetern Durchmesser und 25 Zentimetern Länge nachdem er diese zu einem Viertel mit der klaren Flüssigkeit füllte und stellte diese in der Tundra auf einen Holzscheit auf. Fernab von den Gebäuden. So, dass es auch ein vereinzelter Laserschuss hätte sein können. Mit seiner Nakajima zielte er auf den kleinen Metalltubus. Er schoss auf das kleine Metallene Gebilde und heizte mit dem Laserstrahl den Tubus rotglühend auf. Einen Augenblick später detonierte das Probeexemplar mit ungewöhnlicher Wucht.

Die Hitze der Explosion verkohlte den Holzblock und schmolz den Schnee im Umkreis von 40 Zentimetern zu einem kleinen See. Yuan erschrak dermassen, dass es Ihn von den Socken haute und er ungläubig auf die Rauchwolke starrte die langsam gegen den Himmel stieg. Entsetzt starrte er von John zur Wolke und wieder zu John. Er schluckte schwer und begann dann leise auf Chinesisch auf John einzureden. John musste ihm versprechen, dass auf seinem Gutshof keine letzte Schlacht stattfinden würde. Als Vorsorge gegen ungebetenen Besuch dürfe er jedoch Sprengfallen auslegen um den Schuppen wo sein Eulenkrieger stand, er müsse sowieso nicht im Winter in den Schuppen gehen. Da darin nur die Gerätschaften stand für den kurzen Sommer. Yuan verstand, dass sich John verteidigen wollte. Bat ihn aber diskret zu sein wenn er auf dem Schlachtfeld nach brauchbarem Material umschauen würde. Unter vier Augen gesprochen, vermutete der alte Bauer, dass seine Tochter vermutlich ein Auge auf John geworfen hätte. Yuan wollte aber nicht, dass seine Mai sich in einen blutrünstigen Killer verlieben würde. Ihre Gefühle dürfe John nicht erwidern.

Das Aufstellen und entschärfen der Granaten raubten John etwas Zeit, aber die Mühe war ihm das Wert. Dies ermöglichte Ihm eine gewisse Vorwarnzeit, wenn er in den Eingeweiden der zerstörten Einheiten werkelte. Einige Panzerplatten konnte er provisorisch anbringen und so schleppte er durch grosses Schneegestöber immer wieder von dem verunglückten Hatchetman zu seinem Vulcan Panzerplatten und Myomerstränge. Heute war er etwas zufriedener mit sich. Die Myomerstränge am Torso hatte er sich aus dem Hatchetman ausgebaut und bereit gelegt, Der Mech würde dank diesen Myomermuskeln gerade stehen können, aber eine Torso Drehung nach rechts wäre nur eingeschränkt möglich; Vorerst. John entschärfte die Tretmine und verstaute sie im Kofferraum des Luftkissenschwebers. Darin würden die Minen gut aufgehoben sein. Er vergewisserte sich ein letztes Mal ob er verräterische Spuren hinterliess. Die Muskelstränge verscharrte er im Schnee zu Füssen des Hatchetman. Lediglich ein ausgerissener Baumzweig kennzeichnete die Lage. Ein weiterer Blick auf die Uhr liess ihm einen Fluch entlocken, in 6 Minuten würde die Patroullie kommen. Nichts wie weg hier. Der Gladius Schwebepanzer der alle 50 Minuten hier durchpreschte war ein echt fieser Brocken. Auch wenn der Panzer über nur ein Waffensystem verfügte, eine AK 10 würde sein Mech ziemlich übel durch die Mangel drehen können oder Ihm gegenwärtig ganz zerstören.

Als die Piraten wenig später auf den Bauernhof auftauchten log der Bauer, dass John, inzwischen umgezogen in einem eher zu gross wirkenden Baumwollhemd und Arbeitshosen steckend, sein Knecht war und unfähig zu sprechen sei. John hampelte unbeholfen und spielte den Esel. Angesichts der fünf Infanteristen die mit unterladener Waffe vor Ihn standen, blieb ihm nichts anderes übrig. Vom Piraten setzte es eine schallende Ohrfeige und John entschied sich KO zu spielen und im Schnee liegen zu bleiben bis die Bande mit 4 Fässern Reisbranntwein aus Yuan`s diesjähriger Produktion auf ihre Fahrzeuge verluden und vom Hof fuhren. Er mochte sich eigentlich nicht verstecken, aber für nichts seinen Ahnen zu begegnen war Ihm doch zu wieder.

Als die Motoren der diversen Fahrzeugen aufheulten half Yuan John aufzustehen, er konnte sich zwar nicht vorstellen, wie viel Überwindung es den Söldner kosten musste, sich so demütigen zu lassen. Als Versöhnung bereitete Mai, die Tochter von Yuan für John erneut einen Erdbeertee mit Honig zu. Dieser Shuiguo, wie Ihn die Einheimischen nannten war eine Planetare Spezialität und wurde warm getrunken und nach Bedarf mit etwas Buttermilch gesüsst. Shuiguo liess sich mit Früchtetee grob aus dem chinesischen übersetzen. Es war ein Aufguss aus Erdbeeren, Zimt, gelegentlich Nelken, Honig und schwarzem Tee. Verschmitzt offenbarte Ihm Yuan, dass Ihm die Piraten nur den Fusel abnahmen. Die eigentlichen Fässer mit dem reinen Branntwein sei im Heuschober neben Johns Mech sicher eingelagert, somit bezifferte sich der Verlust auf lächerliche 40 C-Bills. (Der Wert der Tundren Holzfässer).

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29.08.2017 09:18 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Kapitel 2 Die Tragödie von Lao Rongyao

Während John gerade an der hinteren Torsoseite werkelte unterbrach ihn Yuan und meinte er solle mitkommen. Auf einem verbeulten Motorrad das erstaunlich leise war fuhren die beiden in die nahe Stadt, stellten das Motorrad in einem alten Parkhaus ab und huschten wie Schatten in das Regierungsgebäude. Auf dem Dach des mehrstöckigen Gebäudes sahen sie hilflos mit an, wie die Piraten plünderten und die Stadtbevölkerung auf dem Ratsplatz zusammentrieben. Sie verabschiedeten sich mit einem Massaker an der Bevölkerung. Die Siluetten der Maschinen ging John nicht mehr aus dem Gedächtnis. Vier Awesome feuerten wahllos in die von leichten Maschinen zusammengetriebene Menge, unter der sich bei genauerer Betrachtung auch fast der gesamte Infanteriezug befand. John erkannte einige wieder. Mit den Händen über dem Kopf zusammengefaltet knieten einige, andere standen schützend vor Frauen und Kindern der lokalen Bevölkerung. Die Piraten liessen vermutlich von Ihrem Planeten kommende Musik laufen in Ihren schwarz lackierten Kriegsmaschinen. Eine grotesk bemalte Guillotine mit schwarz grauem Tarnmuster aber einer auffallend gelben rechten Seite, trampelte auf den Leichen oder was noch davon zu erkennen war herum. Als das Gemetzel vorbei war suchte John, der sich auf dem Dach mit Yuan auf dem Bauch liegend, ja fast in den Schnee sich pressend, befand und die Szenerie hilflos mit ansehen musste, nach Überlebenden. Um das Grauen nicht sehen zu müssen bedeckte der alte Bauer mit einer Hand seine Augen. Wie wild zerrte er an Johns Gürtel zu sich nach unten, um ihm ebenfalls die Sicht zu nehmen. John jedoch fühlte sich Verantwortlich und er wollte Zeuge sein. Eine solch überlegene Kampfkraft hätte er mit seinem Eulenkrieger niemals aufhalten können, aber er redete sich ein, seine Einheit hätte dies zu verantworten.

Als die Kriegsmaschinen abgezogen waren liefen beide mit wachen Augen und geschärften Sinnen auf den Platz, Behutsam um die Leichen der Verstorbenen nicht zu entehren, tasteten Sie sich über den Platz um irgend einen retten zu können, in der Hoffnung die Piraten hätten ihr Werk nicht so gründlich durchgeführt. Ein kleines Mädchen versteckte sich in einer Abwasserrinne und nur durch ihr schluchzen und leises Wimmern verriet wo sie sich versteckte. Die Gesichtszüge waren vor Schmerz über den Verlust verzerrt. Über und über war sie mit Russ und Schmutz bedeckt. Die Haare zerzaust, zeigten in alle Himmelsrichtungen und die Kleidung war abgewetzt. Die chinesischen Mandelaugen loderten vor Wut und Hass. John brauchte ganze drei Wochen bis sie ihm glaubte nicht zu diesen Marodeuren zu gehören. Es war verständlich, denn er sah aus wie die Piraten und sprach auch in einer anderen Sprache. Yuan übersetze jedoch immer akribisch alles für beide. Der alternde Bauer wollte das Mädchen nicht bei sich behalten. Sie würde sich verloren vorkommen und auch von seinen Kindern würde Sie, eine aus der Stadt nicht akzeptiert werden; also nahm er sie mit.

Johns Eltern waren keine Option wo er die Kleine hätte absetzen können. Sein Vater ein jähzorniger bärtiger und übergewichtiger Lokalpolitiker hätte sie wegen ihrer Herkunft verstossen oder was vermutlich noch schlimmer war, er hätte Sie für politische Zwecke eingesetzt wenn es ihm recht erschien. John war nicht sehr stolz auf seinen Vater und suchte deshalb so wenig wie möglich mit ihm in Kontakt zu treten. Johns Mutter war immer eine Helfende Natur gewesen. Sie engagierte sich mit zahlreichen Projekten zur Unterstützung von benachteiligten Kindern oder Vollweisen deren Erziehung auf Grund des Verlustes beider Eltern ein wenig schwieriger gestaltete. Leider erkrankte Sie als sie in einem ihrer zahlreichen Ämter als Krankenschwester sich an einem Patienten infizierte. John machte damals seinen Vater dafür verantwortlich und brach den Kontakt zu ihm ganz ab.
Nur Johns Tante wäre in der Lage gewesen zu helfen. Doch diese lebte unter anderem Namen irgendwo auf Outreach. Unter den Millionen die hier auf Outreach sich tummelten war der einzige Hinweis, dass sie eine Bar betrieb in der Nähe des Raumhafens. Lin brauchte ein Zuhause, bei ihm war es momentan zu unsicher und viel zu gefährlich. Er redete sich ständig ein, dass einige vielleicht einige Infanteristen oder Attentäter auf Ihn angesetzt wären.

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01.09.2017 08:48 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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Kapitel 3 Outreach – der Wüstenplanet
Seit nun mehr drei Monaten weilte er nun schon auf Outreach er machte sich erkennbar im chinesischen Viertel beliebt. Offenbar hat man vom Überfall der Piraten auf Larsha gehört. Als John aber nach Zieheltern sich umhören wollte war er auf einmal nicht mehr so beliebt gewesen. Er wurde schlichtweg ignoriert, also blieb ihm nichts anderes übrig als Lin vorläufig zu adoptieren. Dass sein neuer Schützling nicht ausgegrenzt wurde sorgte er dafür, dass die 10 jährige in ein angesehenes Internat kam. Nicht nur dass sie, wenn sie ein sauberes Gesicht hatte eigentlich ein hübsches Mädchen war, sie war auch sehr lernfähig und intelligent. Er gab sich die Schuld, dass die Piraten die Kleinstadt entvölkerten weil sie nach Mechkrieger suchten. Lin lernte schnell die englische Sprache auf Wunsch und durch tatkräftige Unterstützung von John.

Mit einer gemeinsamen Basis verstand man sich schneller und er lernte so von ihr auch Chinesisch. Mit diesem neu akquirierten Wissen schmückte er seinen Lebenslauf und er erlangte die Stelle in einem mittleren Handelsunternehmen in der Nähe vom Raumhafen, welcher Lin und Ihn mit frischem Einkommen versorgte. Diese Stelle kam John gerade recht, denn die C-Bills aus dem Couvert gingen langsam zur Neige. Die Auszahlung der 25 Millionen ruhten auf einem Konto und warf zwar gutes Geld ab, aber an das Konto selbst konnte erst in vier Jahren gelangen, sofern sich kein anderer seiner Einheit meldete und Anspruch darauf geltend machen konnte. Das war nun mal die Bedingung der Bank.

John`s Kompaniekommandeur, Captain Cutty, der die Operation auf Larsha leitete, war verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung der planetaren Miliz welche die Infrastruktur des Planeten bewachten, leider wie in Liaos Reich üblich waren die Freiwilligen nur sehr spärlich ausgerüstet, ungeachtet dessen, war ein für die Einheit eine Abwechslung und Wohltat, nachdem sie für einen Unbekannten Auftraggeber einige Felsbrocken im All kartographierten, Monde vermassen und einen Planeten auf seine Bodenschätze hin prüften. Diesen übel riechenden Sumpfballen mit Dornen bewehrten Matschigen Dickicht verliessen alle gerne, denn die heimischen Insekten übertrugen ein Fieber, das denjenigen für mehrere Wochen ans Bett fesselte und fast dehydrieren liess. Einen Virologen hatten Sie nicht und der Einheitsarzt gestand sehr schnell ein, dass er hier überfordert war, es hiess liegen bleiben, viel trinken und die Sache ausschwitzen. Das Ergebnis der vier Monate liess sich sehen, versicherte der Auftraggeber jedoch, er zeigte sich grosszügig und Entlohnte die Einheit sehr gut. Im Gebirge auf dem grössten Kontinent wurden zahlreiche Erze gefunden, unabhängig von den schwefeligen Gasen und modrigen Gerüchen der Sumpflandschaften. Der Planet war jedoch weder Kolonisiert noch mit intelligentem Leben bewohnt.

Dass sein Kommandeur nicht der Draufgänger war zeigte sich sehr schnell, aber dass er wie ein Hasenfuss das Weite suchte nahm ihn John diesmal übel, zumindest wartete er früher gerne mal länger auf einem Planeten und klärte jeden Befehl dreimal ab. Diesmal musste er wohl echt die Hosen gestrichen voll haben. Alle liess er zurück, der Feige Captain Cutty, als seine vier Leopard Transporter sich aus dem Staub machten. Lokale Medien die mit dem Niedergang der Einheit vertraut wurden berichteten später, dass er auf Solaris ermordet wurde. John war trotz allem schockiert, als er damals in den Medien vom Tod des Captains erfuhr. Ein Toter liess sich leider nicht zur Verantwortung ziehen auch dessen Sichtweise und Beweggründe blieben so im Dunkeln der Vergangenheit liegen.

Der Führungsoffizier Major Connor von seiner Einheit nahm sich in seinem Büro das Leben als John nach drei Wochen auf dem Planeten mit der Wahrheit konfrontierte, Comstar brauchte gerade mal 48 Stunden um Ihm eine Übertragung zu gewähren, dass die Einheit aufgerieben wurde verstand Comstar als tragischen Verlust an und gestattete eine 15 Minütige Verbindung in Echtzeit als sich John an Bord eines Merchant Handelsschiffes dem Kapitän anvertraute und diesen bat ob er seine Einheit via Comstar anrufen zu können.
Als er das Büro seines schon abtransportierten toten Majors zusammen mit einem Polizisten öffnete erkaufte sich John einige Minuten mit C-Bills, änderte er die Einsatzlisten so ab dass er nicht als Seargent sondern als Master Seargent aufgelistet wurde. Die Beförderung stand ohnehin an weil John schon ein ganzes Jahre in der Einheit war. Als Master Seargent bekam er eine Abfindung als die Einheit aufgelöst wurde von 25 Millionen C-Bills. Es überraschte Ihn sehr als er „sein Erbe“ antrat. Lagerräume für mehrere Mechs und Panzer waren nun sein Besitz, etliche Wohnungen und Quartiere waren nun ebenfalls sein Eigen. Rund einen Zehntel des Geldes investierte er um die Quartiere und Wohnungen herzurichten um sie vermieten zu können. Die Panzerhallen verpachtete er an andere Einheiten.

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01.09.2017 08:49 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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In der Mechhalle 17 -7-J stand nun sein Eulenjäger alleine mit allem was des Bastlers Herz begehrte, das antiquierte Targeting System auszubauen war unter diesen Bedingungen viel einfacher. Das Garett System D2j welches eigentlich für einen Rifleman gedacht war passte perfekt in die frei geräumte Systemkonsole seines veralteten und Schrotthaufens. Einerseits war es das einzige Targeting System welches John finden konnte unter den vielen Systemen die aus dem Arsenal seiner ehemaligen Einheit übrig war, anderseits tat das Update seinem Mech gut. Eine Tonne unter dem eigentlichen Kampfgewicht überlegte er sich, ob sich ein zusätzlicher mittlerer Laser Sinn machen würde. Bei passender Gelegenheit würde er mit Ted diese Änderung besprechen. Denn sehr viel Punch hatte sein Mech nicht gerade. Dass das neue System nicht gerade den äusseren Kurven des Mechs schmeichelte war John klar, sein Vulcan würde nie einen Schönheitspreis gewinnen und so machte es ihm auch nichts aus, dass das Targeting System über dem Cocpit eine zusätzliche Kante abgab in der bulligen Siluette des Mechs. Er würde sie nächste Woche mit dem Hauptcomputer verbinden können. In seinen Ferien, das nahm er sich vor den Mech komplettieren zu können. Lin würde die Bemalung des Eulenjägers aussuchen dürfen. Es war ihr Wunsch gewesen. John fürchtete nur sie würde den Mech komplett in Pink bemalen. Er schüttelte den Gedanken ab wie sein ehemals in Oliv/Eisblauen Tarnschema bemalter Mech in diesen ungewöhnlichen Farben dastehen würde und vertraute darauf dass Sie eine Farbenkombination aussuchen würde die seinem Mech wenigstens ein bisschen Glanz wiedergeben könnte. Nach drei Monaten hatten John und Ted Mc Leod die Hangars und die Wohnungen auf Vordermann gebracht. Im Hangar selbst, hatten Sie aus älteren Sofas einem grösseren Fernseher und einigen Barutensilien eine Männerhöhle gemacht, ein Ort an dem die Erwachsenen ausspannen konnten. Beide einigten sich, dass im Hangar und in den Wohnungen das Rauchen verboten war. Aus Dankbarkeit seiner Nachbarin gegenüber, bot er ihr auch eine grössere Wohnung zu einem Preis an bei dem sogar ComStar Adepten in Rage gekommen wären. Es war Johns Art Danke zu sagen, denn die alte Capellanerin kümmerte sich ebenfalls rührend um die beiden. Bei Lin konnte Sie ohne schlechtes Gewissen Oma spielen. So konnte John auch mal getrost die beiden Shoppen gehen lassen, eine Sportart die Lin perfekt beherrschte und John zur Weissglut treiben konnte. In einen Laden zu gehen ohne etwas spezifisches zu kaufen widerstrebte Ihm.

Wenn man ihn nach Lin fragte so antwortete John immer dass sie die Tochter des Schwagers sei dieser jedoch bei einer Forschungsreise verunglückte, zusammen mit seiner Gattin und nun John sich als Vater zu beweisen hätte, damit wurde er bei allein erziehenden Müttern sehr gerne gesehen und auch öfter als ihm lieb war zum Tee geladen. Auf die Anweisung der Regierung musste Lin auch in die Schule gehen, obgleich es ihr ab und an nicht Spass machen würde. Einen solchen Platz war zuerst schwer zu finden. Erst eine beträchtliche Summe an C-Bills ermöglichte es Ihnen, dass Lin auf ein Tagesinternat für begabte Kinder gehen konnte, indem er einen Verwaltungsangestellten schmierte.

Auf Harlech ging eben vieles, vorraugesetzt man hatte genug entsprechende Mittel. Erst jetzt fiel John auf, wie korrupt das ganze System von Outreach war. Das Kind konnte ja nicht immer zu Hause vor dem Holovid sitzen, während John Geld verdiente. Einmal sogar musste John von seiner Arbeit weg, weil ihn die Rektorin anrief dass Lin nicht zum Unterricht erschien. John stürzte in, bis dahin noch ihm unbekannte, Väterlichen Sorge in den nächsten Zug nach Hause um Nachzuschauen. Unterwegs kontaktierte er seine Nachbarin damit diese in der Wohnung zum rechten schauen könne. Zu Johns Verwunderung war Lin nicht daheim vorzufinden sondern er entdeckte Sie in einer nahe gelegenen Bäckerei wo sie an der Theke stand und Brot, Süsswaren und Torten verkauft hatte. Nach ein paar ernsten Worten mit dem Ladenbesitzer und zu Hause später mit Lin selbst, gestand sie unter Tränen, dass sie nicht nur immer teuer sein wolle, sondern auch zur Miete beitragen oder zumindest seinen täglichen Kaffee finanzieren wolle. Gerührt von dem Tatendrang von Lin konnte John ihr gar nicht mehr sauer sein. Er einigte sich mit ihr, dass Sie samstags wenn keine Schule war und auch nur samstags, ab 8 Uhr bis 11 Uhr in der Bäckerei „helfen“ durfte um ihr Taschengeld aufzubessern. Den Kaffee müsse sie aber nicht bezahlen schliesslich hätte Sie ja nichts davon, da Sie die schwarze bittere Brühe nicht ausstehen könne.

Wenn er mal länger arbeitete oder nach seiner Tante Ausschau hielt passte zu Hause die Nachbarin auf Lin auf. Die ältere Capellanerin, von ansprechender Statur und ansehnlich grossem Wuchs mit einem beachtlich langem Zopf, lehrte Ihn vieles; vom Haushalten über die Chinesische Küche, da Lin nicht sehr gut auf Johns Kochkünste reagierte, bis hin zu Wing Chun. Welches der Kampfsport vernarrtem John gerne lernte. Ihn erstaunte es sehr als sie ihm sagte, dass sie eine Infanteristin des CCAF im Ruhestand war. Er merkte wie er ausgeglichener die Arbeit aufnahm schon nach einigen Monaten Training bei ihr stieg seine Leistungsbewertung am Arbeitsplatz rapide. Sehr zu seiner Freude, denn eine bessere Bewertung hiess mehr Einkommen. Dieses mehr gewonnene Geld investierte John lieber in Lin als in seinen Eulenjäger. Dieser war ohnehin schon fast fertig repariert nachdem er fast einen Monat ununterbrochen an dem Mech herumwerkelte. Nur Panzerung, Lack und einige Schaltplatinen für die neue Waffenkontrolle fehlten. Die Einheitszugehörigkeit an der rechten Schulter seiner Parade Uniform und auch auf seiner Lederjacke zierte noch immer das Wappen der «Gallant Husars». Eine schwarzer Schatten eines Stinger Mechs der zwei goldene Blitze hielt und dabei in Fred Astair Tanz- Pose auf rotem Untergrund stand. Welches in mattem Silber als Emblem an einem Tartan Wimpel hängte, das seine Herkunft, den Mac Laine Clan der Schotten, betonte. Aber er wollte das Abzeichen nicht entfernen. Erst wenn er eine neue Familie fand würde er das alte Wappen abnehmen, jedoch der Tartan Wimpel blieb.

Ein jäher Aufschrei riss John aus seinen Vergangenheitsträumen, eine Handvoll von Mechkrieger von Cochraines Greencoats in den Zug taumelte. Offensichtlich völlig besoffen sorgten sie sich weniger um die anderen Passagiere sondern mehr um sich selbst. John zog verabscheuend die Augenbrauen hoch und blickte aus dem Fenster, noch drei Haltestellen dann wäre er an seinem zweiten Arbeitsplatz. Die Rangabzeichen der Herren konnte John leicht identifizieren. Zwei Seargent`s, ein Leutnant und ein Major der schon einzunicken drohte zechten wohl durch die Nacht hindurch und waren jetzt auf dem Weg zu den Baracken der Einheit, nicht ohne vorhin im lokalen Tripple F Store sich mit Cheesy Burger einzudecken. Die Neuheit von Tripple F war ein länglicher gut 400 Gramm schwerer Burger mit Käse Füllung im Burger viel Fleisch und so wenig Gemüse dass man fast von einer Alibi Übung sprechen konnte, ein Salatähnliches rotes gekräuseltes „Blatt“ durfte den fettigen Fleischgeschmack nicht verfälschen.

Wie John schüttelte eine schlanke und zierlich wirkende Luft/Raumjäger Pilotin mit kinnlangem flammend rotem Haar, den Kopf. Das Haar, welches, den Anschein machte, nicht gebändigt werden zu können, es quoll gerade nur so unter dem Glenngarry hervor. Für John war es überflüssig, nachzuschauen woher sie kam, das Tartan Muster unter dem blank polierten Offiziersabzeichen verdeutlichte Ihre schottische Herkunft. Bestürzt über das Verhalten der Söldner, schüttelten beide nur den Kopf. Als sie John sah musterte Sie ihn ausgiebig, Ihre grün-grauen Augen warfen Ihm einen fordernden Blick zu und enthielten eine grosse Portion herzliche Güte, eine Güte die John immer bei seiner Mutter sah.
Bei Söldnern war es verpönt richtig zu grüssen, und so tippte John lediglich mit der freien rechten Hand an sein Beret, welches Windschief auf dem Kopf sich gegen den nicht spürbaren Fahrtwind aufbäumte, es war keine Fahrlässigkeit die das Beret so drapiert aussehen liess, er wollte es so, denn nach dem Fall seines Mechs schlug er sich die Stirn an der Konsole an, die Haare wuchsen an dieser Stelle fortan in einem für Ihn unansehnlichen weiss, in dem dunkeln braun, diese Strähne nervte Ihn gewaltig und verdeckte sie immer mit einem Beret. Damit niemand dieses Haarbüschel sah. Als beide aufstanden um aus dem Zug zu steigen zwinkerten Sie ihm kurz zu und schob ihm eine Visitenkarte zu. Worauf lediglich ihr Name, eine Adresse in Harlech sowie eine Tac Com Verbindung darauf notiert waren. „Call-me if you need a jokey“ hauchte sie in der Nähe von Johns Ohr in feinstem Englisch.

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Lin war schon seit einer Stunde in der Schule und deckte sich in der Bibliothek mit Büchern ein. Sie wollte heute für Pappy John kochen. Im Englisch Unterricht stellte sie sich die Einkaufsliste zusammen, John war nie ein guter Koch gewesen als aufmerksames Mädchen wies Sie ihn immer wieder darauf hin was bei dem Gemüse wichtig ist zu beachten, denn John kannte bis dahin nur Fix Fertig Gerichte Imbissbuden und wie er es nannte Dosenfutter, aber vermutlich war das ein früher Übersetzungsfehler von John gewesen. Denn Futter aus der Dose wäre doch nur für Tiere geeignet. Das wusste Sie sehr gut denn auf Larsha hatte Sie einen Eisserval als Haustier. Sie vermisste diese Katzenart sehr in dieser Wüste käme das Tier nur um vor Hitze, Sie würde John irgendwann fragen ob Sie sich ein Haustier anschaffen dürfe. Während des Englisch-Unterrichtes würde sie sich das schon erlauben können, zumal sie dank John fliessend Englisch konnte.

Sie stellte ein 5-Gang Menü zusammen, zuerst gab es Frühlingsrollen mit Sprossen und Krauteinlage, danach eine leichte Suppe auf Tofu Basis. Für den dritten Gang schrieb Sie nur zwei Scheiben Steakfleisch auf da Sie als Vegetarierin das noch immer nicht mochte, es zu kochen oder in diesem Falle braten ging ja noch, aber Fleisch zu essen, das ging irgendwie nicht. Eine unsichtbare Hand würde Sie würgen, so empfand sie das Gefühl wenn Sie Fleisch essen sollte. Vielleicht würde Onkel Ted kommen und wenn nicht, hätte John etwas zum Mitnehmen, für morgen. Als vierter Gang wollte sie einen Larsha-chen Feldsalat mit Chili und gerösteten Paranüssen auftischen und um John noch mehr zu verwöhnen, als Dessert schrieb sie sich Schokoladenpudding mit Calvados auf. Nach Terranischem Rezept aus der Region von Calvados in Frankreich wurde auf dem Planeten Argyle 3 für die ganze Innere Sphäre dieser Calvados produziert. Der echte Calvados war nur noch für die Fürstenhäuser erhältlich und vielleicht noch ein paar sehr Reiche. Es war zwar nicht der Calvados von Terra von dem John immer schwärmte, neben Seiner Vorliebe für rauchigen Whiskey, aber auch dieser war sehr angenehm, versicherte er Lin. Sie prägte sich schon von Anfang an die Etikette ganz genau ein, damit Sie keine falsche Flasche kaufen würde, und ab damit auf die Einkaufsliste.

So, das müsste reichen, dachte Sie sich, aber zur Sicherheit wollte sie noch eine Nachricht an John schicken um genau zu wissen ob Onkel Vielfrass auch kommt. Ted konnte Unmengen in sich hinein stopfen, aber zwei Stunden später monieren, dass er in keine Hose mehr passen würde. Das erste Mal als Sie für die beiden kochte, fragte Sie ihn angsterfüllt, ob er daheim nie etwas zu essen bekommen würde. Die Zutaten ordnete Sie nach Laden auf dem Rückweg von der Schule zur Wohnung hatte und strich dann die Lebensmittel raus die sie noch daheim hatte. Schlussendlich schrieb Sie die Liste ins Reine, diese antrainierte Akribie zahlte sich beim Einkaufen aus und schonte die Haushaltskasse von John. Da Sie diese Aufgaben sehr gut machte, blieb jeden 17.ten des Monats immer ein grösserer oder mittlerer Geldbetrag übrig. Sehr zur Freude beider. Denn mit dem gesparten Geld konnten sie zusammen etwas unternehmen.

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Kapitel 4 Der stille Helfer

Im Turm des Überwachungs und Kontrolleitstandes des Raumhafens setzte sich John erst einmal hin, denn er würde die nächsten Stunden garantiert nicht zum Sitzen kommen. Der Leitstand sah denen die nicht eingeweiht waren wie das Ganze funktioniert wie ein riesiges Gewusel, Chaotisch, jeder Angestellte stand sprach mit einem Headset und stierte auf mehrere Bildschirme. Einige tranken zwischendurch Kaffee entweder aus dem Automaten im Raum oder aus einer Thermoskanne die sie zu Hause vorbereiteten. Wieder andere tranken Wasser was auf diesem Wüstenplanet teurer war als andere Nahrungsmittel. Als er mit Lin hier ankam, kannte sie nur die Tundra, weite Ebenen aus schier endlosem Eis und Schnee, mit spärlich, dem eisigen Winden trotzend Baumgruppen aus Nadelhölzer in immer währendem tiefen Schwarz, Eiswüsten, Gletscher und Blizzards, Sand war ihr fremd. Ebenso seine Art zu kochen. Er schmunzelte als er die Erinnerung durch ging. Nach einer gefühlten Ewigkeit räusperte er sich, atmete tief durch und stapfte vorwärts in das Getümmel. Die drei Kreise des Leitstandes waren konzentrisch angeordnet. Je weiter entfernt vom Flughafen der Kontakt war desto weiter war auch der zuständige Mitarbeiter vom Zentrum weg. Erst nach Jahren der Arbeit in weniger stressigen Abschnitten kam der Mitarbeiter dem Zentrum näher und auch in der Salären Stufe stieg. Johns Vater war 15 Jahre lang Leitender Lotse der Mann der im Zentrum sitzt bevor er sich mit Donuts vollstopfte und in die Politik ging.

Es war Johns Glück, dass sein Vater noch immer sehr beliebt war bei der Lotsenverwaltung und bei den Lotsen selbst. Er sass mit Hilfe seines Vaters im inneren Drittel der Anflugs Kontrolle. Heute würde eine ziemlich langweilige Schicht sein, für seine Anflugs Bereiche sind die Landeschiffe meist schon eine Woche oder länger im All unterwegs.

Auf dem Flugplan war auch nur die Ankunft eines Leopard Transporters der Carsons Renegades vom Planeten Oliver. Vermutlich um Rekruten anzuwerben und ihre Vorräte an Alkohol aufzustocken. Seine Schicht würde vermutlich wie die letzten beiden Wochen echt langweilig werden. Voraussichtlich es bleibe so ruhig. Sein Screen Nachbar war Ted Mc Leod, ebenfalls ein Schotte durch und durch, am Anfang wollte er ihn in alle möglichen Capellanischen Bars Weiber für John abschleppen, aber nachdem er merkte, dass das nicht der Wunsch von John ist liess er es bleiben und nahm John nur noch ab und zu in Sportbars mit in denen Holovid Games oder die Solaris VII Kämpfe übertragen wurde. Teds Schicksal war fast das Gleiche wie das von John, nur war seine Einheit nicht aufgerieben worden ist, sondern als Sohn des Kommandeurs der Canopian Highlanders war es Tradition, dass er in eine andere Einheit gehen muss. Auch, oder gerade weil, Ted das Produkt eines Seitensprunges nicht adoptiert wurde so war er biologisch der Sohn – und sowas konnte Spannungen mit sich bringen. Ted`s Mutter starb bei der Geburt und Sein Vater wusste nicht so recht, wie er Seiner Frau den Seitensprung erklären sollte. Aus weiser Voraussicht sicherten sich Söldner wie die Highlander gegen etwailige Streitereien über die Nachfolge oder Familienfehden ab indem Sie die Kinder der Gründer oder der Einheitskommandeure weg schickten. Die Abfindung die Ted erhielt war auch grosszügig ausgefallen. Er durfte seine erste Maschine die er besiegte behalten und er hatte einen guten Fang gemacht. Der Grasshopper GHR-5H stellte er bei John im Hangar unter und half ihm in der Anfangsphase seinen modifizierten Vulcan VL-2T zu restaurieren. In Simulatoren traten sie beide in ihren Maschinen manchmal zum Spass gegeneinander an, oder wenn beide Mal „Dampf ablassen“ mussten. So lernten sie vom jeweiligen anderen, und analysierten nach den Gefechten die Schleifen, welche sie sich manchmal bis in die frühen Morgenstunden anschauten. Weit nach Hause hatten sie es ja nun auch nicht mehr. Angrenzend waren die Wohnungen und Quartiere von John. Auch Ted profitierte sehr gut. Die Mieten für bessere Wohnungen stiegen mit der Zimmerzahl potenziell an.

Noch nicht einmal ein Major im Ruhestand konnte sich eine Wohnung mit 6 oder mehr Zimmern zur Miete leisten an Eigentum war da noch nicht einmal zu denken. Zusammen hatte sich in der Zeit eine echte Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. In zwei Wochen würde von einer kleinen Insel im Norden ein alter verbeulter Javelin JVN10-N zu den beiden kommen. Sie hatten die schrottreife Mühle in einem Inserat gefunden und mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen. Die SRM Lafetten sind zwar ausgebaut worden vor langer Zeit und der Mech ist auch nicht in bestem Zustand im Allgemeinen. Dennoch wollen die beiden Schrauber die Maschine wieder flott kriegen. Den Kurzstreckenraketen weinten sie nicht nach. Sie hatten zusammen die Idee gefasst die Maschine in eine 10-F Variante umzubauen und kauften zu diesem Zweck vier Med- Laser. Der Papierkrieg der das mit sich brachte, davon waren die beiden zuerst mal an ihre Grenzen gestossen. Hilfe hatten sie von unerwarteter Seite bekommen. Die Waco Rangers gastierten gerade auf Outreach und der Versorgungsoffizier erbarmte sich der beiden völlig verwirrten Hobby Mechanikern. Als dieser die beiden in einem Pub über den Formularen brüten sah, unglaubliche einundvierzig Dokumente in dreifacher Ausführung und diverse Nachweise dass John und Ted berechtigt waren solche Waffen zu erwerben zu dürfen, deren fachgerechte Lagerung dokumentieren zu können und auch die Fähigkeit besassen diese richtig einbauen zu können mussten die beiden ebenso beweisen wie eine Führung eines Beamten der die Abnahme durchführte vereinbarte Captain routiniert und half ihnen mit der richtigen Koordination der Termine.

Denn wenn die Laser nach dem Mech eintreffen würden, ändere sich das alles komplett und beide hätten viele C-Bills für falsche Formulare ausgegeben. Nervlich fast schon am Ende bekamen sie endlich die Kauf und Lagergenehmigung von der Dragoner Stelle für die vier mittleren Laser. Beide schworen sich insgeheim falls sie jemals wieder in einer Einheit sein würden, wären sie nie und nimmer dafür gemacht die Versorgung zu regeln.
Aufmerksam studierte John die Positionsdaten des Leopard Transporters welcher als einziger auf seinem Screen wie eine Pinnadel festgesteckt schien. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit hatten die noch gut 72 Stunden bis der Transporter in die Atmosphäre eintreten würde. Er seufzte leise, 22 eintreffende Schiffe aller Gewichtsklassen an diesem Tag, das war so gut wie nichts. In hektischeren Tagen konnte man gerne eine 0 hinter der Zahl anhängen, da ist dann High Life in Dosen. John spielte schon mit dem Gedanken wieder zugehen als ein sich aufbauendes Gravitationsfeld auf seinem Schirm die Ankunft eines Sprungschiffes 4 AE von der Atmosphäre die Aufmerksamkeit von John auf sich zog. Sekundenbruchteile später schrillten die Alarmglocken und John signalisierte dem Dienstleiter mit dem Daumen dass er es bemerkt hätte und es unter Kontrolle bringe. Der IFF Transportsignatur nach war es ein Merchant Class Schiff von den Stirling Fussiliers, John sah im Logbuch, dass die Thirds Ghost vor einem Monat Richtung Hamal startete um ein Überlebenstraining für neue Mechkrieger der Einheit zu Absolvieren. Eine volle Kompanie machte sich auf den Weg und würde für 4 Monate dort bleiben.
Hamal war ein beliebter Trainingsplanet. Die eisigen Winde und Blizzards wurden gerne für Gruppenbildung und zur Stärkung der Einheit gebraucht. Die Capellanische Konföderation erlaubte immer nur einer Einheit für eine bestimmte Zeitperiode die Gunst den Planeten zu nutzen. Taktisch lag der Planet etwas ungünstig aber das hielt die Capellaner nicht davon ab horrende Summen für das Trainingsgelände zu verlangen. Die Mamuts welche auf dem Planeten waren, standen unter Artenschutz und wurden in bestimmten Reservaten gehegt und gepflegt. Damit sich die Population erholen konnte, welche durch Jagd und durch einen Virus stark dezimierte. Der Virus wurde nicht eingeschleppt sondern kam vom Planeten, als dieser vor vierzehn Jahren von einem Asteroiden getroffen wurde.

Die damaligen Schäden waren bis auf den Einschlagskrater in der Hochebene am Nordpol des Planeten eher gering. Der Asteriod war auch nicht besonders gross gewesen. Er enthielt neben gewöhnlichem Gestein auch Goldspuren, Titan und Smaragde, was den Findern der Absturzstelle eine finanzielle Glückssträhne bescherte. Damals ging der Fund in den Medien mit Berichterstattungen im gesamten System umher wie im Lauffeuer. Der planetare Verwalter wurde nach Sian beordert und ihm wurde eine Medaille und eine Urkunde überreicht. Dieser überreichte dem Kanzler ein in einer aufwändig geschnitzten aus Mammutelfenbein bestehenden Kiste, den grössten Smaragd den man bei der Absturzstelle fand. Der Smaragd hatte keine Einschlüsse und wurde aufwändig, in der Birnen Facettierung, geschliffen. Er wog etwas mehr als 45 Karat und hatte einen Durchmesser von 150mm. Das renommierte Juwelierhaus Sorell auf Terra schätzte den Wert des Smaragdes auf 7.5 Millionen C-Bills. Bei der Prunksucht der Liaos endete der Stein irgendwo in einer riesigen Schatzkammer oder in einer Ecke eines Schrankes. Es war allgemein bekannt, dass der Kanzler mit einem solchen Geschenk beeindrucken konnte. Allerdings war dies ein zweischneidiges Schwert, denn der Kanzler erwartete immer grössere Geschenke. Man munkelte sogar, dass Marsikova Agenten in den Schatzkammern des Kanzlers auf Patrouille seien damit sich niemand zu den Schmuckstücken des Kanzlers Zugang verschaffen konnte. Den Stein konnte man bei seltenen Gelegenheiten wie etwa dem Geburtstag des Kanzlers auf Sian im Kapellanischen Naturkundemuseum bestaunen, der Stein wurde nur an einem Tag ausgestellt. Bewacht von jeweils 2 hoch dekorierten Soldaten des Kriegerhauses Ma-Tsu Kai und hinter etlichen Scheiben Kugelsicherem Glas wurde das Prunkstück zur Schau gestellt.
Johns Headup-Display zeigte an, dass er gerufen wurde und er öffnete den Kanal indem er über das Mikro am Ohr strich. Dieses änderte die Farbe von weiss auf Rot, damit man ihn nicht aus Versehen ansprach. „John Mac Laine Flugleitstand für unbekanntes Dropship, bitte Kommen?“ –„ Wo ist denn hier der verdammte Scheiss IFF Transponder Knopf, Hallo ist da wer, Hier spricht Major Simone Turloc 2nd Mc Cormacks Fussiliers“ klang es verärgert als Antwort. „ Haben mehrere Medizinische Notfälle an Bord des Dropships der Dictator Class Bagpipe 2, erbitte Landekoordination in der Nähe der Fingerdoks und Medizinische Notfallteams, kommen“-„ Habe verstanden medizinische Notfälle an Bord, Landekoordinaten werden übermittelt, erwünschen Sie Landeleitstrahl und LR Jäger als Begleitschutz? Ist Ihr Dictator strukturell geschädigt oder sind die Hitzeschilde beschädigt, kommen?“- „Flugleitstand, positiv Landeleitstrahl erwünscht, erbitte einen Jäger für Schadensbegutachtung der Hülle, Interne Schadenskontrolle ausgefallen. Struktur intakt soweit bekannt. Kommen aber heiss rein, Pilot und Crew tot oder verwundetG. Ich habe zwei Mechjockeys an deren Plätzen können Sie diese irgenwie lotsen?“

John war überrascht und schockiert, wenn der Pilot tot war oder verletzt, wie gehe es wohl dem Resten der Einheit. Anscheinend wurde diese übel aufgemischt. Instinktiv fischte er die kleine Visitenkarte von der Jägerpilotin aus der Oberarmtasche seines Tarnanzuges und öffnete eine zweite Tac Com Verbindung. „Major Turloc kommen, habe verstanden, ich schaue was ich tun kann, ich räume den Anflugssektor und organisiere einen Piloten der die Mechkrieger runterbringen kann, wir haben für Notfälle einen Kapitän im Ruhestand im Gebäude, dauert allerdings n Paar Minuten bis er bei mir ist. Instruktionen über Tac Com Frequenzen Omega zwo, fordere vom Bereitschaftsdienst der LR Jäger einen an, der sich Ihren Dictator von aussen unter die Lupe nimmt“.

Der Tac com Piper zeigte Emilia an, dass eine Ihr unbekannte Nummer versuchte Sie zu erreichen. Sie hüpfte in das Cocpit ihres Jägers der ausserhalb des Hangars parkte. Für einen gedeckten Hangar wollte Sie nicht so viel Geld ausgeben. Die Preise auf Outreach stiegen von Monat zu Monat. Innerlich fluchte Sie über sich selbst, Sie musste zwar Geld verdienen, aber jedem wollte Sie auch nicht ihre Nummer vergeben um als Raumflittchen dazustehen schadete eher dem Ruf als ihr Aufträge zu bescheren. Sie öffnete wiederwillig die Tac Com Verbindung und betete, dass es nicht irgendein Spinner sei, der sich eine schnelle Nummer sichern wollte. „ Skychopper an unbekannte Nummer bitte sprechen, hier Lt. Emilia Pond“ – John überlegte wie er am besten das Gespräch anfangen könnte, LR Piloten einfach so mal aufzubieten würde teuer kommen, die meisten Piloten verlangten horrende Summen, um nur schon die Triebwerke anzuschmeissen. „ Im Zug meinten Sie, Leutnant, ich soll anrufen, nun wir haben in der Raumüberwachung ein Problem und bräuchte dringen einen Jockey oben. Wie schnell können Sie starten?“-„ Oh, der süsse Masterseargent“, säuselte Emilia ins Mikro, „na wenn Sie den Sprit bezahlen und mich zum Essen einladen, kann ich sofort starten, worum geht’s und wohin soll ich für Sie fliegen? Da hat sich endlich mal ein Kärtchen bezahlt gemacht“ – „Mir ist leider gerade nicht nach flirten Leftenant, das können wir später bei einem Glas Calvados besprechen, ich akzeptiere gerne die Bedingungen, Koordinaten übermittle ich Ihnen gleich, im Raum stürtzt gerade eine stark beschädigte Dictator auf uns zu, erbitte Schadensinspektion und Geleitschutz für Notfalllandung im Raumdock 12, Pilot des Dictator ist tot ein Mechkrieger steuert gerade das Schiff mehr schlecht als recht. Ich räume ihnen die Startbahn 7-B frei, Was für einen Jäger steuern Sie?“. Emilia schluckte heftig wenn ein Mechkrieger einen Dictator steuern musste war das Personal echt knapp. „Shilone startklar, Treibstoff 385, Munition voll, stehe vor Hangar 140, erbitte Startbahn 19-K für schnelleren Start, Skychopper bereit“ –„Verstanden 19-Kilo, bitte warten“ „Hans, gib mir bitte 19-Kilo für Notstart, 7-Bravo wieder frei für dich“ gab John via Intercom an seinen Kollegen im Büro bekannt. 19-K war am anderen Ende des Raumhafens bei den Versprengten oder Aufgelösten Einheiten.

Derjenige der den Raumhafen geplant hatte, dachte Jahrhunderte vorraus. Um jede Startbahn die für sich schon 3.5 Kilometer lang war, waren an den Enden der Bahnen mit Mech und Jäger Hangars wie Schwertgriff, gegenüber versetzt, nebeneinander angelegt, Baracken, Trainingsgebäude mit Simulatoren, Restaurants und Herbergen reihten sich dahinter und gaben jeder Startbahn einen eigenen Charakter was die Bauweisen der Häuser klar wiederspiegelten. Die Startbahnen 1-8 waren für die Noblen Häuser vorgesehen und entsprechend luxuriös ausgestattet. In östlicher Richtung breitete sich der Raumhafen wie ein gestreckter Kaugummi aus. Startbahn 9 war exklusiv für die Wolf Dragoner vorbehalten, bei grösserem Verkehrsaufkommen griffen Sie auf Die 10-16 der Söldner zurück. Die Bahnen 17-22 waren für versprengte Einheiten, Handelsunternehmen, kleinere Söldner und für Personentransporte vorgesehen. Und zu guter Letzt war noch Comstar, deren Startbahnen waren westlich der Häuser und hatten keine Nummern sondern lateinische Lettern Alpha bis Epsilon. Auch der Leitstand von ComStar war seperiert und funktionierte mehr oder weniger eigenständig.

Jede Startbahn hatte drei Landeplätze für die grossen Dropships. Immer zwei waren auf der oberen Seite angeordnet bei jeweils 1/3 der Startbahn von den Enden aus gesehen und der dritte unterhalb der Strecke mittig angeordnet. Eine minutiöse Nummerierung ordnete das Baracken Chaos das ohnehin das rege Gewusel des grossen Raumhafens verkomplizierte. Verlademechs waren nach Häuserfarben lackiert und ebenfalls mit einer Nummer versehen. Bei den Startbahnen für die Händler und Söldnern waren die Maschinen in gepflegt verlottertem Orange gehalten und bestand grössten Teils aus aussortierten Hausbestand, die Ursprüngliche Farbe schimmerte bei allen irgendwann durch. Jeder Mechjockey oder LR- Pilot fand sich instinktiv zurecht und der Betrieb war selten gestört worden durch eine überfliegende Maschine oder einen verirrten Mech. Der massiv gebaute und lang gezogene Kommandoturm in dem John sass grenzte die Einheiten der rivalisierenden Häuser von den Händlern ab. Die Form des Towers erinnerte an den Aufbau eines terranischen Turmes auf Kriegsschiffen der alten Vereinigten Staaten wie sie es lange Zeiten auf deren Flugzeugträgern hatten. Hans quittierte mit einem gelangweilten OK. Dass er einverstanden war damit.

Inzwischen setzte sich der Notdienstpilot Cao Xiong, einer in Ehren ergrauter Frachter-Kapitän von Altorra neben John und studierte die Daten die der Major durchgeben konnte bevor das Schadenssystem der Dictator völlig den Dienst quittierte. Soweit er sehen konnte war eine Mechbay unbrauchbar, von den sechs Triebwerken waren zwei zerstört und eines funktionierte nicht mehr. Die Hüllte schien einiges eingesteckt zu haben und die Flugbahn schien zu bestätigen, dass mehrere Stabilisatoren fehlten oder nicht mehr funktionierten. Er seufzte schwer und kramte eine Pfeife aus seiner abgetragenen Uniform heraus, zündete sie jedoch nicht an. Mit einem Kraut, das John nicht weiter identifizieren konnte stopfte er die Pfeife und nahm sie in den Mund. Er selbst kommandierte 25 Jahre lang einen Intruder Class Dropship, welches für Fracht und betuchtere Passagiere umgebaut worden ist, „ na dann, wir mal versuchen, zu landen, diesen Schrotthaufen, wird holpern, sicher übel, aber ist machbar.“ Er nahm seine Pfeiffe aus dem Mundwinkel, trank einen grossen Schluck grünen Tees, und presste den Sprechknopf
„ Major, hier Kapitän a.D. Tsao, wie reagieren Dropship auf Lageänderung in Längsachse und auf Neigekorrekturen?“ –„ Sind Sie etwa betrunken oder von der Konföderation Capella?“ knisterte es aus dem Mikro. „Für Beleidigungen habe ich leider keine Zeit, Sie wohl auch nicht, wie Ihre “ gab der Alte Captain zurück mit einem Sanften Unterton fuhr er weiter, „ Hören Sie, Ich bin Ihre Chance, dass Ihre Techs die Mühle flicken können und nicht verschrotten müssen, oder vom Raumhafen wegkratzen müssen wie Abziehbild für Sammelalbum, mein Englisch ist zwar rostend, aber wie steht es mit Ihrem Mandarin?“. Ein Glucksen konnte sich Emilia nicht verkneifen, der alte Mann sprach die Wahrheit, sie würde sogar mit einem Steiner Infanteristen tanzen wenn sie in einer solchen Notlage wäre. Am Startfeld angelangt richtete sie ihren Jäger sauber aus und beschleunigte stark, mit Feuer sollte man nicht geizen und in wenigen Minuten würde sie berichten können wie schlimm die Aussenhaut der Maschine sei. Zur eigenen Entspannung liess sie leise in Ihrem Cockpit Musik laufen, das beruhigte Sie immer. Sie hatte immer einen kleinen Radio mit antikem Flash Speicher im Cockpit und eine Flasche Wasser. Sie zog die Maschine steil nach oben und schoss beinahe senkrecht in die Höhe. Obwohl es verboten war unterhalb der Wolken auf Überschallgeschwindigkeit zu beschleunigen liess Sie es voll knallen. Beschwerden von Anwohnern nahm sie gerne in Kauf. Selber schuld, wer hier lebt muss damit rechnen.
Emilia beschleunigte auf die maximale Geschwindigkeit und steuerte die Koordinaten an die ihr der Tower durchgegeben hatte. Sie pfiff leise durch die Zähne und summte ohne dass Sie es zu merken schien die Melodie von Private Dancer einem Klassiker von der Erde. Der Anblick des Dropship liess sie jedoch nach dem ersten Refrain verstummen. Mit zitternden Händen fuhr sie sich am linken Ohr vorbei und aktivierte so Sprechfunk und startete die Videoübertragung. „Tower, hier Skychopper, am besten Sie postieren Lösch und Rettungsdienste am Boden und in der Luft. Luftraum für den Anflug würde ich auch grossräumig sperren. Da kommt eine echt grosse Fackel später in der Atmosphäre auf uns zu. Empfangen Sie meine Bildübertragung ? Copy?“
John tippte einige Knöpfe an und auf dem Hilfsdisplay erschien die Live Übertragung. Ein Ei-Förmiges Gebilde stürzte in leicht gekrümmter Bahn auf den Planeten zu. Diverse glühenden Ränder zeigten dass Laser Geschütze ganze Arbeit leisteten, die Panzerung an Nase und an einem Viertel war zerfurcht, abgeschält oder abgesprengt worden. Die Versorgung von Sauerstoff war im unteren Drittel des Dropship`s gestört und kleinere Explosionen liess den Koloss aus Stahl unkontrolliert schlingern und rotierte langsam im Uhrzeigersinn.

Nebenbei funkte John die Raumhafenfeuerwehr und den Rettungsdienst an und teilte Ihnen mit, dass bei Hangar 12 eine Notlandung bevorstehe. Zudem beorderte er ein Tankwagen zum Hangar in dem sein Eulenkrieger stand. Er richtete gleich eine Konferenzschaltung ein. Damit alle gleich die Informationen der anderen bekamen. Der Frachter Pilot gab unterdessen an den inzwischen beruhigten Major diverse Korrekturen durch und das Dropship korrigierte die Nasenneigung ein wenig. Ebenso konnte er das schlingern stabilisieren lassen. Den Piloten gratulierte er und versicherte Ihnen, dass diese eine gute Arbeit verrichten würden. Gab beiden präzise Anweisungen zur Korrektur der Fluglage, da sich das Dropship nicht mehr im All stabilisieren liess. «Die Trägheit bewirkt, dass Ihre Korrekturen erst drei Sekunden später kommen, in Atmosphäre ist sie dann unmittelbar, bitte bedenken, nicht überkorrigieren jetzt.» gab der alte Pilot über die Sprechverbindung durch, ohne die Augen vom Hilfsbildschirm weg zu bewegen.

In der Zwischenzeit trat der Flugleiter neben John heran und seufzte schwer: «Junge, wenn du den Klotz heil runterbringst, spendiere ich dir und dem alten Bären jeweils eine Flasche Calvados, aber von der Erde.» - «Alter Mann, wenn das gut geht, hast du bald dein nächstes TV Interview, weil ich verlauten lasse, dass du den Vogel runtergebracht hast. Du kannst dir schon mal n neues Jackett aus deinem Spind holen, Mark Fjöldsvid, Retter des Tages.» den letzten Satz betonte John absichtlich stark. «Ich hasse das, wenn du das tust, Schotte, du weisst, ich kann die Presse nicht ausstehen.» - «Dafür mag die Presse deine Gesicht, alter Mann.» Gekünstelt seufzte Mark, und der leicht untersetzte Flugdienstleiter, wackelte wieder zu seinem Pult.
Mit besorgter Stimme wandte sich Cao Xiong auf Chinesisch an John, « Probleme?» - «nur wenn wir das Dropship in seinen Vorgarten krachen lassen, oder seinen Schweber plätten» antwortete John ruhig ebenfalls auf Chinesisch, es machte sich bezahlt, dachte er, dass er mit Lin immer nur chinesisch sprach. Xiong führte weiter aus, «wenn Schadensanzeige tot, Hauptcomputer auch kann ausfallen, glücklicherweise Mechpiloten sind gut und Lage von Dropship einigermassen stabil.» - «Zhuyao, eeh Major, Möglich dass Hauptcomputer auch versagen. Für diesen Fall, Sie fliegen blind, keine Sorge, wir empfangen Telemetrie Daten auch ohne Hauptcomputer. Rechne in 5 Minuten mit möglichem Blackout von Funk, Entfernung zu Boden 128km Distanz zu Landezone 4200 km, Geschwindigkeit zu hoch, mit gegenwärtig 28 000 km/h, drosseln bitte Haupttriebwerke um -30% Zielwert 24`200 bis 25`800 km/h, Fluglage beibehalten Ende Blackout voraussichtlich 12 Minuten vor Landung, bei 55km Flughöhe, 13`300 km/h und 885km weg von Landezone. An Shillone, bitte gleich fliegen für Höhenabgleich. Tsao Schluss» Tsao rechnete nochmal schnell die Daten durch die er vorhin nannte und nickte bedächtig, wohl zufrieden mit den Angaben die John ihm auf einem Notizzettel rübergeschoben hatte.

Von Emilia kam lediglich ein schlichtes Copy, der zuvor etwas besänftigte Major liess durch den Funk verlauten: « Na Herzlichen Dank Captain Tsao, Ihre Zuversicht und Ruhe hätte ich gerne». Der Angesprochene reagierte gelassen, « Geht nicht Major, brauchen selber». Emilia hustete am Mikro vorbei, der Herr Tsao ist unmöglich aber sehr witzig. Sie aktivierte ihren Sprechknopf « Tower hier Skychopper, Dropship verlangsamt, Fluglage stabil, ich möchte nicht unhöflich sein, aber wo kann ich meine Shillone auftanken, wenn Bagpipe 2 sicher gelandet ist?» - «Hier Tower, verstanden, bitte verlängern Sie Ihren Anflug für die 17. Nach der Landung bitte weiterrollen zum Hangar Komplex
17-7-J. Falls Sie das Sandgestöber, gedeckt aussitzen möchten, lade ich Sie gerne ein. Mac Laine ist mein Name, der steht auch auf dem kleinen Messingschildchen bei der Klingel, einfach dort zweimal klingeln, bitte. Die gute Seele des Hauses wird Ihnen dann öffnen.» Versicherte er Ihr mit einem Lächeln als er an Lin dachte. Emilia schluckte schwer und dachte ihrerseits, mal wieder typisch von dir schmeisst dich an einen Kerl ran der schon vergeben ist. Gut gemacht Emilia.

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Verrückt, aber noch lange kein Professor.
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