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Tage der Hölle - Abgebrochen -Kommentare willkommen... Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Da ich diese Story abgebrochen habe, sind Kritiken dennoch erwünscht.
Was hätte ich bei dieser Geschichte besser machen können, würde es sich lohnen diese Geschichte umzuschreiben und ihr somit neues Leben einhauchen ?



Prolog

Raumschiff Katana auf dem Sprung nach Dieron Kommandobesprechungsraum T-12h

„Guten Tag meine Herren Komandanten. Wenn ich mich kurz vorstellen darf: Ich bin Cho-sho Takana, und ich habe die Ehre dieses Unternehmen zu leiten. Nun fragen Sie sich sicherlich wieso das eine zusammengewürfelte Truppe ist. Es ist überflüssig zu erwähnen, woher die Her-ren kommen. Die meisten haben sich auf Chatham im Manöver kennen gelernt.“ Er räusperte sich da die frischen Dragons Breath den Swords of Light im Manöver gezeigt hatten, wie unbe-holfen manche Piloten der ruhmreichen Einheit noch sind. „Hören Sie auf, Cho-sho, reden Sie nicht um den heissen Brei herum.“ meldete sich eine Stimme aus einer abgedunkelten Ecke. Der Angesprochene fuhr dem Urheber der Worte scharf über den Mund. „Lassen sie gefälligst das Versteckspiel, ich weiss dass die Herren der Royken Theathralik mögen aber das geht entschie-den zu weit!“ er griff nach dem bereitgestellten Glas Wasser und nahm einen kräftigen Schluck daraus. „Vor nicht ganz einem Monat haben Einheiten, welche speziell auf Überfälle gedrillt waren, es geschafft auf Dieron zu landen und aus einem Labor drei unserer führenden Metallur-gen zu entführen. Es handelt sich um Elemente der 3rd Davion Briguard of Guards. Die Herren der ISA haben ein Photo eines vor Ort ansässigen Agenten im Ruhestand.“ Der Holotisch er-wachte auf Knopfdruck zum Leben und strahlte das gewünschte Bild einen halben Meter über den Tisch, so dass alle es problemlos sehen konnten. Es zeigte einen Battelmaster, mit dem übli-chen Waldtarnschema. Dafür war unübersehbar das Einheitswappen und das Sonnenschwert-symbol auf die Schultern und Beinen. „Meine Herren wie sie alle wissen repräsentiert dieser Battelmaster eine der besten ausgebildeten und ausgerüsteten Einheiten Davions. Die Angreifer bestanden aus einer Kompanie, wobei sie genug Transportkapazitäten für ein doppelt so grosses Kontingent hatten. Vor Ort befindet sich noch eine umfangreiche planetare Miliz, da dieser Pla-net mehrere für die Davions wichtige Industrien beherbergt. Nach ISA-Quellen ein Regiment Mechs, ein konventionelles Regiment und zwei Infanterieregimenter. Wir gehen davon aus, dass diese Truppen sich auf die Verteidigung wichtiger Produktionsstellen und Bevölkerungszentren konzentrieren werden und mindestens einen Marschtag von dem gemeldeten Standort der Gua-rds entfernt sind. Mit unserer gegenwärtigen Geschwindigkeit erreichen wir den Planeten bevor das Sprungschiff, welches die Wissenschaftler tiefer in den Davionraum bringt, im System ein-trifft. Unsere Techniker sind derweil bemüht, bei den Einheiten der Dragons Breath sämtliche Einheitsabzeichen zu überdecken und die IFF-Transponder zu fälschen. Sie, Cho-sa Tate, wer-den ihre Einheiten hinter die feindlichen Linien bringen, in Scheunen oder Schuppen die Mechs quasi parken und sich auf die Suche begeben. Unsere ISA Einheiten haben sich sehr viel Mühe gemacht, den unterirdischen Bunker zu finden, sich Zutritt zu verschaffen und zu erkunden da-mit sie nicht auffliegen. Dennoch sind sie der Meinung dass sie höchstens 40% auskundschaften konnten. Die Pläne bekommen Sie noch im Nachhinein. Ebenfalls wird die Transpondernummer Ihres Dropships geändert. Zu meinem Leidwesen haben einige Piloten gegen die Abdeckung ihrer Abzeichen rebelliert Sho-sa Tate, bitte erledigen Sie das noch und sprechen mit den zu-ständigen Piloten. Es handelt sich allenvoran um die Aufklärungs- und Feuerlanze. Und selbst dann haben wir nur ein Zeitfenster von wenigen Tagen haben.“


Planet Saffel im Fed Sun’s Territorial, A.D. 3030 Null Uhr Ortszeit

Was eigentlich als Überraschungsangriff geplant war stellte sich als fieser Hinterhalt der Vertei-diger und den klassische Spruch „Keine Strategie überlebt den ersten Feindkontakt“ heraus. Das ehemals verstärkte Regiment, bestehend aus Elementen der gefürchteten 5th Sword of Light, Einheiten der Royken-yon und Teilen der Dragons Breath, waren an verschiedenen Punkten gelandet, da jede Einheit zu stolz war sich einer anderen unterzuordnen. Auf dem Planeten herrschte das Chaos oder wie die Bevölkerung sagte, der Krieg ist wieder da! Überall zucken Blitze der PPC`s durch die Nacht, koheräntes Licht von diversen Lasern schleuderten ihre tod-bringende Energie mit einer beängstigenden Präzision durch Gebäude, Mechs, befestigte Stellun-gen, Fahrzeuge und Soldaten. Ab und an wurde die grausige Szenerie von Stakkatos unterbro-chen, ausgelöst von Autokanonen, oder explodierenden Munitionskammern. Berstende Reakto-ren erhellten die Gegend und verkündeten bis über die Krümmung des Horizontes hinaus das tragische Ende eines Mechs. Panzerung wirbelte durch die Luft oder lief wie heisse Lava von ihren Trägern hinunter. Kühlflüssigkeit verseuchte die Erde oder bildeten brennende Seen.

Auf den weiten ebenen der Savanne spielten eine Kompanie Guards und ein Battalion Miliz-mechs eine fröhliche Runde Hasch mich mit den Royken. Überall dort wo Royken auf Miliz trafen, gewannen die Schattenkrieger. Sobald aber die Dritten auftauchten, mussten die Draco-nier mehr Schaden einstecken als austeilen. Nach Tagen ununterbrochener Gefechte mussten die Royken sich auf Befehl des Komandierenden Offiziers zum Dropship zurückziehen um der Vernichtung zu entgehen.

Die 5th Sword of Light wurden durch nicht gemeldete Jäger schon vor der Landung schwer de-zimiert. Mehr als die Hälfte des verstärkten Battallions konnte auf Grund diverser Schäden gar nicht erst ausschiffen. Der Rest rannte direkt in das zweite Miliz-Mech-Battalion. Zuerst sah es trotzdem nach einem Sieg für die Elitetruppen aus und die Miliz zog sich geordnet zurück. Doch die Schwerter liessen nicht locker und rannten in die vorbereitete Stellung des dritten Battalions des zweiten Panzerregiments. Durch die heldenhafte Aufopferung der Kommandolanze beim Rückzugsgefecht konnten einige wenige wieder in die Union und Overlords der Schwerter ein-schiffen und den Planeten in Richtung Nadritsprunkt verlassen.

Die Dragons Breath hatten es da einiges schwerer bei der Landung, sprangen sie doch frühzeitig aus dem Schiff ab um sich nicht auch von den Jägern eingeschlossen zu werden. Dabei landeten sie direkt auf den befestigten Stellungen des dritten Panzerbattalions des ersten Regiments. Im daraus resultierenden Chaos konnten die kuritatreuen Söldner mehrere Panzerlanzen zerstören und sich zurückziehen bevor die Miliz mehr als nur leichten Panzerungsschaden verursachten konnte.

Den Landungschiffen ging es derweilen nicht so gut. Etliche feindliche Jäger bissen bei den An-griffen ins Gras aber leider mussten die Landungsschiffe genug schaden fressen, um fürs Erste nirgends mehr hin zu gehen.

Bis zur Änderung dieses Zustandes hiess es ausharren. Ausharren und nicht sterben. Die Lan-dungschiffe der Royken und des Breath waren in der vorgesehenen Landezone runtergekommen und wurden nach dem Rückzug von vier Kompanien der Royken verteidigt. Die Aussichten waren alles andere als rosig.

John Corvin war mit 22 Jahren noch recht jung für seinen Rang aber er war taktisch den meisten Kollegen voraus. „Durch den Zorn des Drachen werden wir unschlagbar sein wakarimasu-ka ? Sho - i ?“-„ Hai Chu-i, aber passen sie auf, noch haben wir unsere Leute nicht zurück. Und ein Spaziergang wirds nach den Langstreckenscans nicht werden.“ - „Für etwas haben wir ja unseren Taktiker mitgenommen.“ witzelte Chu-i Takanamura aus seiner Phoenix Hawk herüber. „Oder aber eher um meinen Panther abzuverdienen, wenn ich da an meinen alten Catapult denke fehlt mir dessen Tonnage und Feuerkraft.“ Viele wussten dass John der uneheliche Sohn eines terra-nisch-draconischen Seidenhändlers war. Sein Vater war Workaholic gewesen. Das Einzige, was er von ihm je zu sehen bekam, war irgendwelche Bündel C-Bills.

Gut 50 Meter weiter hinten watschelte ein Centurion als Schlusslicht der Eingreiflanze. Dessen Pilotin lachte sich über die Aussage des Pantherpiloten ins Fäustchen. Es war allgemein ein be-kanntes Phänomen, dass Piloten, welche auf einen leichteren Mech umsteigen mussten zualler-erst die Panzerung und die Schlagkraft vermissten, später aber wenn sie erneut auf ein schwere-res Model umsteigen konnten über die Geschwindigkeit und Beweglichkeit dieser Maschienen meckerten. Sie war heilfroh, dass die anderen der Einheit nicht wussten in welcher Maschine sie ihren Abschlusstest gemacht hat. Denn Piloten eines Locust wurde nachgesagt, dass Sie gegen-über anderen Mechkriegern eher aggressiv agierten, da an einem Locust immer etwas defekt war und selbst wenn nicht wurde der Mech was Kampfeinsätze betraf immer belächelt. Die Pilotin des Stingers welcher aussah als wäre eine Puppe unter mehreren Farbeimern durchgelaufen schwieg die ganze Zeit, was entweder ein gutes oder ein sehr mieses Zeichen sein konnte.

Mit gefälschten IFF-Transpondern, welche die Dragons Breath als Elemente der Miliz ausgab, konnten sie den ungeordneten Truppen der Miliz ohne in einen Kampf verwickelt zu werden entziehen. Nun befanden sie sich hinter den feindlichen Linien, wobei der gesamte Planet ja feindlich gesinnt war. Langsam sollten sie sich allerdings etwas Neues einfallen lassen. 3rd hat-ten etwas gegen Miliztruppen und würden sie garantiert nicht einfach so passieren lassen (angeb-lich waren die Guards in der ganzen Inneren Spähre die einzige Einheit, die es in Sachen Arro-ganz mit den Sword-Regimentern aufnehmen konnten) die würden sie niemals durchlassen.
Aber das hatte der Koordinator vermutlich weniger bedacht, oder es hat ihn nicht geschert, weil er so wütend auf die Davies war aus verständlichen Gründen. Niemand lässt sich drei seiner besten Metallurgen vor der Nase wegschnappen.





Plantetares Verteidigungszentrum

„Where, in the bloody hell is this bloody dracs unit!!! “

Etwas entnervt stellte der Kommandant der Miliz die Leitung des Komandaten der 3rd Davion Briguard of Guards leiser. Seit über einer Woche war das nun schon der erste Satz seines Ge-genübers.
„Sir, wir suchen nach wie vor nach dieser Truppe aber seit dem Sandsturm haben wir jede Spur verloren.“ Resigniert schaltete der Kommandant seine eingehenden Leitungen auf stumm.

Die Elite unserer Armee!!! Und sie streitet sich mit einem einfachen Miliz-Battlalions-Komandanten mit diesem Freizeitsoldat. Im wirklichen Beruf war er Schulrektor, im Krieg je-doch ein Schulkind.

Keine Ahnung von Kriegsführung oder Taktik. Sein Befehlshaber hatte sich in den Kampf gegen die Dracs gestürtzt um sie bei der Landung zu demoralisieren. Gestern hatte er ihn im Feldlaza-rett gesehen. Das rechte Bein war nur noch ein Stummel unter dem Knie, der Rest war ziemlich verbrannt. Infernoraketen hatte man den Milizionären ausgehändigt und eine Raktete zündete zu früh. Ein schreckliches Gemetzel. Aber sein Verlust war tragbar, so schrieb man es jedenfalls nieder. Irgendwann einmal.


Die meisten Kuritatruppen waren schon wieder geflohen oder auf ihre Landungszonen zurück-geworfen worden. Doch irgendwo rannte eine Einheit unbekannter Stärke über den Planeten und hielt die ganze Miliz zum Narren.
Captain Manfred Greenburg Dienstlicher Logbucheintrag 22.ter Mai 3030


2,5 Kilometer nordnordöstlich des Strategischen Aussenpostens 12 der Vereinigten Sonnen

Inzwischen machten sich die Einheiten der Dragons Breath die gewonnene Zeit zu Nutze und versteckten Ihre Mechs in einer verlassenen Erzmine, wo sie gegen Scans sehr gut geschützt wa-ren. Sie stiegen alle aus Ihren Mechs aus und trafen sich beim Phoenix Hawk zur weiteren Ein-satzbesprechung. Als planetare Miliz verkleidet entschieden sie sich den weiteren Weg zu Fuss zurückzulegen. Dies beanspruchte zwar ein bisschen mehr Zeit, aber es war ein bisschen siche-rer. „Die Forschungsanstalt in der die drei Gefangenen, allen Meldungen nach sich befinden, liegt knapp 3 Kilometer nordnordöstlich. Dazwischen befindet sich ein kleiner See und ein Wald welcher einem leichten Mech gerade mal noch Schutz geben kann. Falls wir Verfolger haben verteidigen Sie, Tanaka, unseren Hintern. Also sind wir nur zu weit unterwegs.“ Verdutzt guckte die Pilotin des Centurion den Lanzenfürer an, „Zwei? He, nur weil ich ne Frau bin brauch ich noch lange keine Sonderbehandlung sonst meld ich es dem Chu-sa Dallamore.“ fauchte sie ihn wütend an. „ Miko“, gab Corvin geduldig zur Antwort, „durch unsere nicht ganz sanfte Landung hier auf diesem Scheissloch ist Ihnen vermutlich aufgefallen, dass Sie die schwerste Maschine haben von dieser Einheit. Somit müssen Sie unserem Lighti mit Ihrer LRM indirekt helfen.

Also sobald Rear Admiral Takana Feindeinheiten meldet, schleudern Sie LRM -Salve für LRM-Salve los und heizen den Davies ordentlich ein. Sie sind dafür verantwortlich, dass unsere Sword-Begleiterin nicht gegrillt wird. Für den Fall, dass sich, Gott behüte, auch nur ein einziger Locust rumtreiben wird, nehme ich noch ein Infernostarter mit zwei Reserveraketen mit. Corvin ermahnte Saito er solle sich den Plan vom Posten genau einprägen. Von Aussen sah er aus wie ein veralteter Bunker des Zweiten Weltkrieges von Terra, aus dem Geschichtsbuch, ein quadrat-förmiger Betonhaufen mit abgeschrägten Seiten. Der Platz um den Bunker herum war ebenfalls bepflastert. Fein säuberlich waren Kisten und Fässer verteilt worden, um bei einer Bombenlege-rei nicht alles zu verlieren. Ebenfalls war im Abstand von etwa fünf Metern vom Gebäude aus ein Zaun gezogen worden.

Aussenposten 12 erstes Untergeschoss, Bereitschaftsraum der Mechkrieger

Zum Sparen von Strom wurden sämtliche Lichter so fest wie nur irgend möglich gedämmt. Es leuchtete gerade mal den Raum erkenntlich aus. Die Hälfte der grottenähnlichen Zimmers war mit einer massiven Bar verbaut. Das übrige Mobiliar bestand aus unterschiedlich zusammenge-würfelten Leder- und Polstersesseln. An der Bar gut erkennbar war ein Mechkrieger, der via Ho-lovid mit seinem Vorgesetzten in einem heftigen Disput geriet. Sein trockener Martini stand un-berührt hinter dem Bildschirm damit sein Vorgesetzter nichts mitkriegte. Von dem einst adretten und loyalen Mechkrieger in Galauniform auf dem Bild an der Wand War so gut wie nichts mehr zu sehen. Der Mann schien viel älter zu sein, als er in Wirklichkeit war. Die ewigen Martinis und der langweilige sowie unspektakuläre Sicherungsdienst machte aus Ihm einen heruntergekom-menen Sarkasten. In seinem Hawaiihemd, das nur zu drei Vierteln zugeknöpft war und aus sei-nen Golferhosen unordentlich herauslugte, gab er ein sehr grotesk wirkenden Eindruck. Der Zorn sass tief in seinen Gesichtszügen. „ Commander wissen Sie eigentlich dass ich hier nur noch rumsitze und mit dem Flammer meines Hermes 2M Steaks brate? Die AC/5 ist auf Hoch-glanz poliert. Das Einzige, was ich noch tun kann, wäre mich zu besaufen während mein Kolle-ge in seinem Locust Wache schiebt. Früher gab’s hier für 80 Mann Mahlzeiten inzwischen ko-chen wir selbst! Wir versuchen dem Übersetzter vorzugaukeln, dass er sich in einem vollbesetz-ten Stückpunkt befinden würde. Vor über einem Monat habe ich den Gyroersatz und einen neu-en Reaktor für unsere alte Vollstreckermühle bestellt, ganz zu schweigen von der nötigen Panze-rung, aber nichts wurde geliefert! Das Einzige was mal aufgetauchte war ne zerschossene Spider von der Miliz. Linker Arm und Linker Torso war weg. Die Panzerung war vorne beinahe voll-ständig dahin,.... wieso erklär ich ihnen das eigentlich wenn Sie den Bericht durchgeschaut hät-ten wüssten sie was Sache wäre. Vor einer Woche wurden ja auch unsere letzte Lanze Condors abgezogen inklusive die Hälfte meiner Lanze. Lustiger weise sind beide Mechs eingemottet wor-den. Hier auf dem Stützpunkt. Wir haben nicht mal ‘nen Mechaniker der die Dinger umpro-grammieren könnte. Wir wissen weder wann sie zurückkehren oder ob die Jungs überhaupt noch leben.“

Auf der anderen Seite des Holovids sass in seinem Ledersessel ein schlafbedürftiger Comman-der. Er hatte seine schwere Galauniform über die Lehne geworfen; vor etwa drei Stunden, und guckte sehnsüchtig auf die sicherlich schon kalte Kaffeekanne zu seiner Linken. Innerlich tadel-te er sich, als er sich mit der rechten Hand über sein Kinn fuhr, dass eine Rasur auch mal wieder von Nöten wäre. „Herr Leutnant , ich verstehe ja ihre Sorgen. Aber Sie müssen verstehen dass Sie nicht alleine Probleme haben. Ständig kriege ich Meldungen von versprengten Dracs die sich dann als Milizionäre erweisen. Oder wir kriegen Falschmeldungen rein und treffen dann auf Schrottberge. Laut Unterlagen sollte Verstärkung zu Ihnen unterwegs sein. Aber auch die kämp-fen mit den Stürmen und den Kuritanern oder dessen Sympathisanten.


Wald in der Nähe des Aussenpostens 12.

Von Dickicht zu Dickicht huschend wie Waldgeister, pirschten sie sich an das Forschungsgelän-de an. Augenblicke fühlten sich an wie Stunden. Unermüdlich nach Deckung suchend haschten sich die zwei Krieger etappenweise näher an ihr Ziel, die Nadlerpistole geladen und entsichert im Schnellzieholster griffbereit. Auf dem Rücken von Corvin machte sich langsam das Gewicht des Starters und des Katana`s bemerkbar. Aber um nichts in der Welt wollte er sich das Ding ab-nehmen lassen. Er hasste es einfach, Leuten die Arbeit zu geben, die er nicht gerne erledigte. Durch Zeichen und abgesprochene Handsymbole verständigten sie sich. „Gott sei Dank geht alles leicht bergab.“, dachte sich Corvin.

Derweil auf der anderen Seite des Gebäudes suchte der Pilot des Locust mit den LRM 5-Lafetten im Stummel der „Arme“ nach Feinden irgendwelcher Art. Das Einzige, was er aufscheuchte wa-ren heimische Singvögel und irgendwelche bodenlebende Tiere, aber keine Feinde geschweige denn Menschen. Gelangweilt steuerte der Pilot seinen Locust vors Haupttor, um in 20 Minuten einen erneuten Rundgang um den Bunker zu starten.

In der Zwischenzeit steuerte Miko ihren Centurion in Kampfstellung. Seit der Besprechung wa-ren zwar erst 20 Minuten vergangen, aber sie wollte zeigen, dass sie eine gute Pilotin war und um jeden Preis wollte sie das Vertrauen von Corvin fundieren. Ein kurzer Blick auf den Langstre-ckenscan zeigte Ihr, dass Corvin mit dem Anderen am Gelände angekommen waren. Sie reali-sierte auch den Locust und stellt auf niederfrequenten Funk um. „ Charlie, bitte kommen! Du hast Besuch, Heuschrecke auf der Gegenseite. Gib acht, dass du beim Durchschneiden des Zauns keinen Alarm auslöst!“.
Als Corvin das Pfeifen in seinem Ohr zu Beginn der Übertragung vernahm, zuckte er zusammen und hob als Zeichen für Schwierigkeiten die geballte Faust in die Höhe. Sein Kamerad drückte sich noch dichter in die Felsnische. Niederfreuquente Funksprüche wurden sehr gerne ignoriert von den Militärs weil sie sehr unüblich waren und praktisch nur von den Zivis genutzt wurden. „Verstanden“, gab Corvin in sein Mikro ermattend als Antwort. Als Handsymbol für Locust diente der Daumen nach unten.
Er überprüfte zum letzten Mal seine Pistole. Er war dem Töten nicht immer affirmativ eingestellt. Wo es ging benutzte er Betäubungsmunition. Saito verstand, was Corvin äusserte und quittierte es mit einem Nicken. Das, was sie überhaupt nicht brauchen konnten war die Gesellschaft eines schiesswütigen Cowboys. Behutsam überprüfte Corvin mit einem alten terranischen Fernglas, ob am Zaun der das Gelände umgab, MG-Kameras positioniert waren. Glücklicherweise war das nicht der Fall und er begann, sich mit einem Plasmaschneider ans Werk zu machen. Das Loch musste gross genug sein um mit dem Infernostarter auf dem Rücken durchzurobben, aber klein genug um nicht aufzufallen. Früher schon war Corvin sehr geübt mit Ein- und Ausbrüchen ge-wesen. Selbst bei der Ausbildung hatte er ein Spezialtraining auf Empfehlung der ISA absolviert aber er verspürte jedes mal ein Pochen in der Herzhöhe. Der Adrenalinkick liess sich leider nicht unterdrücken.
Nach fünf Minuten hatte er ein passendes Loch in den Zaun geschnitten. Nachdem er sich mit einem Nebelsprüher vergewisserte dass keine Laserschranken einen Fanfarenstoss des Krieges auslösen würde, begann er durch den Zaun zu robben. Hinter einem Metallcontainer bezog er eine Sicherungsposition und winkte Saito zu, dass die Luft rein sei. Saito reckte seinen Kopf in die Höhe, sprintete zum Zaun, robbte durch und hechtete hinter die nächstgelegene Tonne. Nach dreissig Sekunden Wartezeit rannte er zum Bunkertor um sich am elektronischen Zahlenschloss zu schaffen zu machen. Im Torbogen legte er seine Mauser an und sicherte seinerseits damit Corvin aufschliessen konnte. Bei Saito angekommen schob er einen Spion unter der Türe hin-durch. Die Infrarotkamera war von der neuesten Generation und so klein wie ein Nadelknopf. Es bestätigte Corvins Vermutung, dass es keinerlei Videokameras gab. Bislang war der Job leicht, beinahe zu leicht gelaufen.

Dropship Wakazashi Besprechungsraum

„Ist alles ok mit unseren versprengten Truppen?“ erkundigte sich der sichtlich besorgte Cho-sa Tate bei Rear Admiral Takana. Der Cho-sa hatte einen super Riecher fürs Finanzielle, verstand aber von der eigentlichen Kriegsführung genau gleich viel wie’n Affe vom Fliegenfischen. Aber alles das Gleiche Pack diese Söldnereinheiten. Wie Hyänen breiten sich diese aus, dachte sich Takana. Wie der wohl durch die Prüfungen schloff, ist mir schleierhaft. Sein Mech ist vermut-lich auch nur für Paradezwecke oder für Marketing. Er kann von Glück behaupten, dass er Sho-sa Dallamore bei sich hat.

Sho-sa Andrew Dallamore hatte im letzten Studienjahr einen Unfall an der Akademie und verlor beinahe sein linkes Auge durch eine Chemieexplosion im Unterricht. Mit einer Augenklappe und dem Arm im Gips gelang es ihm schlussendlich doch noch die Abschlussprüfungen mit Bravour zu bestehen. Er und sein Protegé Corvin waren genau die Sorte Menschen, die jetzt gebraucht wurden. Über den Jungen war sehr wenig Informationen vorhanden. Was Takana wusste war, dass Andrew Corvin vor ein bisschen mehr als fünf Jahren bei einer seiner üblichen Rekrutie-rungsrunden auflas. Corvin tätigte gerade ein Geschäft, natürlich mit Seide (nach dem Abschluss der Schule übernahm er sämtliche Kontakte seines Vaters und stieg praktisch über Nacht in die Top Ten der Händler des Kombinats auf.), und sass gelangweilt in einer Kneipe. An jenem Abend setzte sich Dallamore zufällig neben Corvin und werkelte die Bestelliste ab. Als er dann bei seiner Buchhaltung beinahe die Beherrschung verlor, half ihm Corvin und trug alle Rech-nungen instinktiv in die richtigen Tabellenblätter ein, gelernt war eben gelernt. So kamen sie ins Gespräch und Andrew warb Corvin nach langem hin und her bei den Dragons an.

Aussenposten 12 Kommunikationsraum etwas später

Mit einigen Martinis im Kopf und einem mächtigerem Seegang als Kapitän Ahab sich es erlau-ben würde herumzugehen, wankte der Leutnant zum Kommunikationsgerät. „He, Frank, kannst reinkommen und kochen? Ich war heute Morgen dran, ausserdem hast du gesagt, du kannst erst recht besser kochen als unser gefangener Übersetzer.“-„Mathew spinnst du eigentlich so ins Mikro zu lallen? Was wenn jemand uns abhört?“ - „Erstens zeigen sämtliche Sensoren nichts an und zweitens sind wir auf einem taktisch unattraktivem Posten, laut unserem Kommandeur! (das letzte Wort sprach er mit einem sehr hässlichem Unterton aus.). Also tu mir den Gefallen, du Grünschnabel und führ deine Heuschrecke in den Hangar, es kommt sowieso regnen. Danach meckerst du warum die Myomerfasern so miserabel funktionieren.“
Den letzten Teil überhörte Frank gerne, denn Mathew wusste, dass dieser dämliche Locust nur eine Notlösung war bis sein Vollstrecker wieder einsatzbereit war. Gemächlich steuerte er den Mech in die Richtung des Hangars. „Dann mach mal das Scheunentor da auf!“. Einige Zeit spä-ter klopfte Mathew Frank auf die Schulter „ Na Kollege, was gibt’s denn heute zu spachteln?“ „Terranische Rostkartoffeln mit Schinkenbraten.“ – „Lecker ich leg schon mal die Teller bereit und guck ob, wir einen passenden leichten Rotwein im Keller haben.“ – „Säufer, dann nimm gleich zwei Flaschen hoch. Was hälst du eigentlich von Desertation? Ich meine nicht so richtig desertieren, nur überlaufen zu Söldnern. Bei denen ist die Bezahlung nicht so toll, dennoch wäre entschieden mehr herauszuholen als hier zu versauern. Denn durch unser Verhalten bei der Ein-satzbesprechung waren unsere Fragen zu den Zielen nicht gerade für unsere Karriereakte gütlich. Ich habe keine Angst vor dem Feind aber mit Massenmord eines Dorfes konnte ich mich einfach nicht anfreunden.“ – „Frank“ meine Mathew ernst, „darüber reden wir beim Festschmaus und pass bloss auf dass dir der Schinken nicht anbrennt.“

Leise und mit der Mauser in Laufrichtung zielend, stiessen Takanamura und Corvin etappenwei-se im Gebäude vorwärts. Laut Plan befanden sie sich im Erdgeschoss. Sie beschlossen erst die oberen Räumlichkeiten abzusuchen und dann erst in die unteren Stockwerke vorzustossen. Ge-schlossene Türen und verwaiste Massenschläge waren aber alles, was sie vorfanden. Einem Vor-schlag von Saito folgend nahmen sie sich nun die Battlemechhangar vor. Einer war leerer als die anderen, nur gerade im letzten fanden Sie die zerschossene Spider, einen Vollstrecker ohne Cen-ter Torso, einen Hermes und den Locust vor sowie zwei umhüllte Gestalten. Die die am nächsten zu ihnen stand war zwar massiv und bullig, John glaubte entweder eine Guillotine oder aber ei-nen Jägermech
Die letzten zwei waren in tadellosem Zustand und die beiden waren sich einig, dass sich maxi-mal vier oder fünf Offiziere im Gebäude aufhielten. Sie gingen auch von den Mannschaften aus und legten bei dem Schott, durch welches Sie kamen eine Sprengfalle. Durch die Türe, welche nach unten führte hindurch tretend, schnupperte Saito wie ein Bluthund zweimal hörbar tief ein. „Was ist los, Saito?“fragte John erstaunt. Durch eine kürzlich erlittene Grippe war sein Geruchs-sinn noch nicht voll wieder da, auch beim Essen schmeckte für ihn alles wie Pappe. „Schinken in einer Pfanne und Kartoffeln“ erwiderte Saito leise, „sehr nah, vermutlich gerade das Mittages-sen für den Kommandanten dieses Nestes. Ich frag mich ob wir uns dazugesellen könnten, ob die den Scheisskrieg nicht auch hassen.“ – „Immerhin sind es gerade mal vier Wochen her, dass die Schweine Operation Wasser von hier aus starteten“ – „Mach dir mal keine Hoffnung das sind vermutlich Loyalisten oder noch schlimmere Fanatiker. Gott sei Dank ist der Vollstrecker nicht einsatzbereit. Mit seiner AC würde er uns noch ziemlich Kopfzerbrechen bereiten.“ –„John, das kommt immer auf die Gesinnung der Bastarde an, wie verrückt sie sind uns anzugrei-fen.“ - „Saito, nur weil Einheiten der Sonnen dein gesamtes Dorf dem Erdboden gleich gemacht haben, darfst du nicht alle Menschen der Sonnen verurteilen.“

Unerwartetes Gelächter liess die beiden ihre Waffen heben und in Deckung hechten, hinter die Betongeländer. Sehr vorsichtig lugte Saito hinter seiner Deckung hervor und sah einen grotesk gekleideten Soldaten falls dies ein Soldat war. John hätte am liebsten losgelacht angesichts der Hosen jedoch verkniff er sich es und guckte hinüber zu Saito, welcher ihn einfach nur verständ-nislos anstierte nach dem Motto „ bitte hilf mir mal schnell, ich glaube ich spinne“. Die Jacke dieser Person wies ihn als Leutnant der Crusis Lanciers aus. John der in seiner früheren Tätigkeit als Seidenhändler auch schon manch anderen Stern, als die des Reiches des Tennos sah, unter anderem war er von Terra in andere Gebiete gereist. Seide liess sich auch den Davies verkaufen, und die bezahlten fast so gut wie das Kuritanische Reich. Ein Mensch heruntergekommen und seit mindestens einer Woche unrasiert, zur Hälfte in Uniform eines Leutnants und zur anderen mit einem Golferkostüm bekleitet, wobei die Hemdendenzipfel jeweils wild und hastig in die Hosen gepresst heraus lugten. Der Soldat hatte schon mächtig an Kühlflüssigkeit getrankt und lallte im Englischen von wegen, dann gehe er die kleine Pulle aus`m Keller holen. So solle er sich beeilen denn der Schinken sei gleich fertig, liess jemand aus der Küche verlauten. John konnte zwar nicht das Geringste riechen, doch sein Gehör hat nicht gelitten. So übersetzte er alles minutiös seinem japanischem Kollegen alles, Wort für Wort. Ohne grosse Debatte kamen Sie überein, dass sich John um den unbekannten aus der Küche kümmern solle, Saito würde in der Zwischenzeit den Angetrunkenen Golfer überwältigen, und zurückschleifen. Aber töten dür-fe er ihn nicht. So sehr erkannte John die Mordgier seines Kameraden. Er versuchte sich an das hier und jetzt zu konzentrieren, das was zählte Langsam schlichen die beiden Söldner die Trep-pe hinunter und versuchten keinen Laut von sich zu geben. Vermutlich hätte der Angetrunkene Sie nicht bemerkt, jedoch die Anderen würden ein Rumpeln in dieser stillen Bunkeranlage mit Sicherheit bemerken. Saito zog seine Betäubungswaffe und schlich sich an der Küche vorbei. John suchte im Raum gegenüber Deckung gegenüber dem, was er als Küche identifizierte für eine für ihn geeignete Lauerstellung. Beim einschleichen bemerkte John, dass er wohl die Kanti-ne erwischt hatte. Schnell war er wieder Herr seiner Sinne und überprüfte den Raum auf potenti-elle Aggressoren. Der Raum war zwar für mehrere Dutzend Soldaten ausgelegt, aber nur für Zwei wurde offenbar Essen zubereitet. Denn es waren nur zwei Gedecke aufgetischt worden.
Ein dumpfer Knall und das Bersten von Glas zeugten davon, dass Saito sein Ziel eliminierte. Ein anderer Crusis Offizier stürmte auf den Gang, kam aber nicht weit. John wirbelte herum und sendete den Koch mit einem gezielten Magentreffer eine Runde schlafen. Saito trug den unra-sierten Leutnant wie eine Jagdtrophäe über den Schultern zurück. „Tot?“ fragte John, leider nein war die harsche Antwort von Saito rübergekommen. Eine Platzwunde am Kopf des Golfers zeugte davon, dass Saito ihm wohl die Weinflasche entriss und sie ihm über den Denkapparat des Davies gezogen hatte. „Ladehemmung bei m Stunner“ bemerkte Saito als er den fragenden Gesichtsausdruck von John sah. Sie fesselten die beiden Davies und knebelten sie vorsichtig. Das mehr als üppige Essen hätte für 15 Mann gereicht so wie der gekocht hatte. John vollendete das Werk das der eine Davie begonnen hatte während sich Saito sich die Gefangenen näher be-trachtete. Beide waren zu seinem Missvergnügen Offiziere, Seine Beobachtung teilte er John mit und informierte Ihn, dass er nun den Posten inspizieren würde. 30 Minuten später stampfte Mi-kos Centurion in den Komplex hinein. Dicht gefolgt von der vierten Maschine der Söldner einer um lackierten Stinger der 5th Sword of Lights. Obgleich gut repariert war der Mech vor kurzem arg gebeutelt worden. Saito stampfte unterdessen mürrisch davon um die zurückgebliebenen Mechs zu enttarnen und sie ebenfalls auf das Gelände zu bringen.

Takana erkannte indes, dass es einige Vorteile brachte seine Belagerer zu verwirren indem er ab und an Mechs in Lanzenstärke oder kleiner, ausbrechen liess. Welche sich dann als Köder dar-boten um wiederum andere Einheiten mit gefälschten Farbschemata ungehindert untertauchen liess. Das ging eine Weile gut, nur wie lange er durchhalten konnte war fraglich. Eine Handvoll von Jägern war es gelungen das Sprungschiff zu alarmieren, genaue Berichte jedoch waren Mangelware. Diesmal würde die Ausreisser Truppe aus einem Söldner und vier Royken beste-hen. In der nächsten Runde müsste er auf Truppentransporter zurückgreifen müssen. Denn die wenigen Teile der Infanterie waren in einer verzwickten Lage, einige bedurften Medizinischer Hilfe, andere wiederum wollten sich aus dem Kessel des Verderbens herauswinden. Sein Chef-techniker arbeitete mit der doppelten Mannschaft um die beiden Landungsschiffe wieder flott zu kriegen. Sie hielten nur sehr losen Kontakt mit dem Sprungschiff das sie hergebracht hatten. Einerseits aus taktischen Gründen, andererseits um das Ticket nach Hause nicht unnötig in Ge-fahr zu bringen, denn irgendwo im All war noch eine gewaltige Macht an Luft-Raum Jäger der Davies vorhanden. Ein Seargent Major trat an Ihn heran. Die gewundene Schlange identifizierte ihn als Mitglied des Medizinischen Corps. Der Äskulapstab war schon ein wenig abgetragen was dem Träger eine gewisse Würde verlieh. Er klärte die beiden Befehlshaber kurz aber präzise über die Verhältnisse des Medizinischen Standes der Dinge auf. Die Betten waren zur Hälfte belegt mit Verwundeten. Drei Mechkrieger lagen wegen Dehydrierung ebenfalls und dezimierten so die Einsatzfähigkeit der vorhandenen Mechs auf mehr oder weniger auf 64 Einheiten. Die Ausgebüxten zählten mitlerweile 12 Mechs vornehmlich weit verbreitete Maschinen leichteren Typs. Es brauchte einige Sekunden bis er realisierte, dass ein Corporal neben ihm stand. Der Arzt hätte sein Vater sein können und der Unterschied war sehr deutlich zu sehen. Der Jungs-pund war von der Komunikationszentrale zu Ihnen herübergetreten. Takana entliess den Arzt mit einigen aufmunternden Worten die bei Ihm aus tiefstem Herzen kam. Er konnte es Ihm nachfühlen. Seine Frau war ebenfalls Ärztin gewesen.
Der Korporal wirkte eher wie ein Davion mit den vielen Sommersprossen im Gesicht; die man-delförmigen Augen passten so gar nicht zu ihm und verliehen ihm ein eher befremdliches Er-scheinen. Tanaka nahm die codierte Nachricht an sich mit einem knappen Danke. Bisher hatte er noch keine guten Nachrichten erhalten. Wie sollte er auch. Er war mit zwei Einheiten auf einem Planeten gestrandet den er nicht kannte. Die erste Nachricht besagte, dass zwei Drittel der Schwerter Einheit die den Planeten verliessen auf der südlichen Hemisphäre des Planeten eine Grössere Insel einnehmen konnten und eine Verteidigungsstellung aufbauten. Die zweite Nach-richt war weniger freundlich im Tonfall und kam vom Warlord von Dieron. In welcher er auf-führte wie er Tanaka bestrafen würde falls die Operation nicht gelang. Sehr blumig dachte sich Tanaka. Jedoch der letzte Satz liess ihn stutzen. Zwei Geister sollten Ihn heimsuchen. Ob er mit Geister die Ghost Regimente meinte. Die waren doch nicht abkömlich, hiess es jedenfalls. Alle Regimenter seien laut Gerüchten auf deren Heimatbasen im Manöver. Viel zu weit weg um in absehbarer Zeit zu Ihnen zu stossen. Die letzte Nachricht war an Dallamore gerichtet. Sie war sehr kurz, nicht desto trotz sehr erfreulich: „Horst besetzt gruss Panther“ las er laut vor, damit Dallamore ebenfalls informiert war. Dieser quittierte den Empfang mit einem wohlwollenden Kopfnicken. Gemäss der Konvention von Ares war ein Kreis von 40 Kilometer gezogen worden damit die kostbaren Lostech nicht versehentlich zerstört worden waren. Dieser Kreis kam den Invarsoren zu Gute und verhinderte, dass die Davies direkten Sichtkontakt halten konnten. Kur-ze Störimpulse in die Atmosphäre täuschten Mecheinheiten vor die Patrouillen ersetzten oder welche erfanden. So wirkte ein Stinger Mech wie ein Awesome oder Atlas um den Feind auf Trab zu halten und zu Irritieren.

John hangelte sich behende an seinem Mech hinunter zu Boden. Erst jetzt da alle Einheiten im Bunker waren gestattete sich auch die Stinger eine Verschnaufpause. Das Cocpit öffnete sich und die spärlich bekleidete Pilotin kletterte ihren Mech hinunter. Die Kühlweste hatte sie im Pilo-tensitz gelassen, denn sie trug nur ein Bündel mit sich als Sie John erreichte. Er bedauerte zu seinem Glück selten, dass er bereits liiert war, dies war einer dieser Momente. Die weibliche Pilotin war wahrlich eine Augenweide. Sie hatte hart an Ihrer Figur gearbeitet und bestimmt hart trainiert. Ihre wallenden Haare bändigte ein Beret welches vermutlich Ihr Vater schon trug. Be-hände schlüpfte sie in ein Overall der alles Sehenswerte verbarg. Was auch John in gewisser Weise von seinen Gedanken abbrachte und er sich wieder konzentrieren konnte. Der Hangar wirkte wie ein überdimensionierter Lokschuppen. Der Boden bestand weitestgehend aus Spezi-albeton welcher die Schritte der Übergrossen Maschinen abdämpfte. Neckisch zwinkerten Sie ihm zu und meinte nur knapp, dass sie halb am Verhungern sei.
Er grinste zurück und meinte nur dem Duft solle sie folgen. Es sei eingedeckt. Miko kam mit der gefangenen Übersetzerin angerannt. Die Dame war ihrem Aussehen nach in guter Verfassung wenn auch etwas hungrig. Ohne Rücksicht auf andere schnappte sie sich einen Teller zog vier Tranchen Fleisch darauf und etliche Löffel von den Kartoffelschnipseln die von den Davies als Rösti bezeichnet wurden. Saito starrte die Kartoffelmasse ungläubig an und roch erst mal daran. Davion Essen hatte er noch nie gesehen. Reis war ihm vertrauter.
„Eine Art Erdknolle, sehr reich an Stärke mein Verwunderter Draconier.“ Meinte Mathew der noch immer halb benommen dreinblickte. Die Stingerpilotin fuhr herum zog sehr anmutig ihr Katana in der Bewegung und stoppte sehr knapp vor Mathews Hals. „Du wirst erst gefragt dann sei erlaubt du können reden.“ Herrschte sie ihn in gebrochenem Englisch Ihn an. Unter der Tür-schwelle auftauchend bemerkte John die leicht angespannte Luft die im Raum herrschte. Er ent-schied sich zuerst die aufgebrachte Swerterkriegerin zu besänftigen indem er in feinstem Japa-nisch die Dame mit gezücktem Schwert formell um Entschuldigung für die frevelhafte Unver-nunft des Gefangenen bat. Die Dame im Range eines Tai-i quittierte leicht störrisch mit einem ruckhaften Kopfnicken und verstaute das Schwert lautlos hinter ihrem Rücken. John gönnte sich einen Schluck aus einem bereitgestellten Glas, Wasser war eine Wohltat, dachte er sich. Er wandte sich an die gefesselten Davies in klarem Englisch. „ Meine Herren, Ihre unüberlegte Tat hat Sie beinahe das Leben gekostet. Ich habe der Dame nur übersetzt was sie vorhin ungeschick-terweise vorhin in Englisch raus quasselten. Der Captain ist ein bisschen aufgebracht wegen der vergangenen Ereignisse und ein bisschen übel gelaunt. Ich bitte Sie in Ihrem eigenen Interesse erst anzufragen ob sie sprechen dürfen und abwarten ob sie es auch dürfen. Japaner sind zuwei-len schwierig zu verstehen. Sie haben acht Gesichter und drei Herzen wie eine alte Redewen-dung es so blumig erklärt. Ich bin John Corvin von den Söldnern Dragons Breath im Rang eines Leutnants. Die Dame die sie gerade sezieren wollte stammt von den Sword of Light im Rang eines Captains. Als Gefangene müssten Sie erst diese anfragen ob Sie sprechen dürften.“ –„ Woher wenn ich fragen darf können Sie so perfektes Englisch?“ fragte Mathew verwirrt. „ Be-vor mich die Söldner auf Outreach ansprachen war ich als Seidenhändler in jedem Fürstenhaus, das muss Ihnen als Antwort vorerst genügen, Sie werden in Kürze Befragt werden. Um die Kon-vention von Ares einzuhalten stelle ich mich als Übersetzer vorgängig vor. Leider bin ich der einzige anwesende der beider Sprachen mächtig ist. Vorab möchte ich jedoch wissen ob von Ihrer Einheit noch andere in diesem Bunkerkomplex sich befinden. Wir sichteten mehr Mech Einheiten als Piloten. Was uns selbstredend etwas verunsichert.“ – „ wir sind die einzigen beiden die auf diesem Drecksposten noch sind. Unsere Mechs sind Enforcer und Hermes, den Locust habe vorhin ich gesteuert für die Patrouille. Guillotine, Spider diese Schrottmühle sind nicht zu gebrauchen. Mein Enforcer hat ebenfalls ein Loch in den Eingeweiden. Erwähnen möchte ich, dass wir beide keinen Bock mehr haben und eigentlich uns absetzen wollten von unserer Ein-heit. Wir waren gegen einen Befehl und wurden hier auf diesen Posten Strafversetzt. Mir selbst droht ein Verfahren wegen Insubordination. Habe ich etwas vergessen zu erwähnen?“ fragend wandte er sich an seinen Kameraden. „Nein ich glaube du hast alles erwähnt, bis auf die Farbe deiner Unterwäsche“ bestätigte der andere Offizier mit verdrehten Augen. John gestattete sich ein kleines Schmunzeln. Saito machte sich derweil am Speicher der Holovid Anlage zu schaffen um das letzte Gespräch erneut ablaufen zu lassen. Das Essen wurde von allen (bei manchen mit Überwindung) als akzeptabel taxiert. Nachdem alle sich ausgiebig verpflegten schaffte es Saito endlich die letzte Unterhaltung abzuspielen die der Leutnant erwähnte und kopierte diese.
Derweil machte sich ein eilig zusammengewürfelter Zug Infanteristen an Bord des Dropships abmarschbereit. Einige spotteten über den Luxus von zwei Transportern für einen Zug, andere überlegten einen Schritt weiter und fragten sich insgeheim, wer noch damit transportiert werden würde. An der Unterseite eines Garrot Transporter wurde ein Hermes 200 Fusionsreaktor ver-packt und mit eilig zusammengeschweissten Mech-Panzerplatten provisorisch geschützt. Vier Astechs und ein Tech im Range eines Sargent kamen zu den 18 Infanteristen herüber. Die Astechs waren ein bisschen zackiger im Salutieren waren während sich der ältere Sargent sich seines Ranges ein bisschen mehr an Freiheiten genehmigte. Der Master Sergeant der Södnerein-heit kannte ihn gut. Seit 12 Jahren dienten sie gemeinsam unter Dallamore und dessen Vorgän-ger. Beider Uniformen waren bereits am verbleichen. Von der anderen Seite näherten sich zwei Mechkrieger die bei der Verteidigung der Landezonen Ihre Mechs entweder verloren oder zu Klump geschossen bekamen. Entsprechend mürrisch waren beide gelaunt. Der kleinere der Mechpiloten blaffte einen Infanterierektruten an ob er nicht salutieren könne. Die beiden älteren Füchse grunzten nur abwertend lenkten Ihre Aufmerksamkeit jedoch sehr schnell auf den her-beieilenden Offizier Captain Tate war in seinem Gang unverwechselbar und der Master Seargent brüllte ein zackiges Achtung in die Runde welches sogar den Mechkriegern in die Knochen fuhr. „Rühren, Männer“ gab Captain Tate ein bisschen ausser Atem zu verstehen. „ Tech ? Haben sie auch genügend Leute mitgenommen? Vier As Techs sind ein bisschen wenig meinen Sie nicht? Master Seargent, Ich hoffe die Leute sind handverlesen und auch der Aufgabe gewachsen. Es wird sehr warscheinlich kein Sonntagsspaziergang. Die Fenster die wir Ihnen öffnen sind kurz in beide Wege. Die beiden Mechjokeys sind Ihnen unterstellt trotz des höheren Ranges. Beide ha-ben Ihre Wanne eingebüsst. Sie sind die Ersatzpiloten für die auf dem Stützpunkt gefundenen Mechs. Beide sind Rowdies aber gute Piloten. Sind sie alle mit
Sho-i Corvins Daten vertraut?“-„ Ja Sir!“ bellten die meisten aus einem Mund die Mech Piloten waren wegen dem Rüffel weniger euphorisch nickten aber verheissungsvoll.

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Verrückt, aber noch lange kein Professor.

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10.08.2017 23:42 doctor who swiss ist offline E-Mail an doctor who swiss senden Beiträge von doctor who swiss suchen Nehmen Sie doctor who swiss in Ihre Freundesliste auf
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