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Zum Ende der Seite springen (Story-1) Brikks Kommandos: Die Piratenjagd v.1.3
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Tarl Martell Tarl Martell ist männlich
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(Story-1) Brikks Kommandos: Die Piratenjagd v.1.3 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich baue gerade eine Söldnerlanze auf und habe hier die erste Story dazu geschrieben.

Ich habe mich dazu entschlossen, mehrere kleine Geschichten zu schreiben, statt einer großen. Da ist dann mehr Schreib-Motivationsmile Bei längeren verläßt mich diese leider oft -.-

Hier meine erste und viel Spaß beim Lesen smile
Hoffe alle Fehler ausgemerzt zu haben (betreffend Rechtschreibung), aber es soll ja hier primär um die Story gehen smile

Jetzt die Überarbeitete Version:

Piratenjagd
Autor: O. Sonnenberg

Der Pilot aktivierte die Sprungdüsen und landete den Victor sicher auf der anderen Seite des Häuserblocks. Zwei künstliche Blitze schlugen hinter ihm her, welcher ein Warhammer übereilt abfeuerte. Einer der künstlichen Blitze traf das Dachgeschoss und sprengte den halben Dachfirst weg. Der zweite verfehlte den flüchtenden Söldner nur um Haaresbreite. Sofort zog der Achtzigtonner den Kopf ein und ließ sich ein Stück weit zurück fallen. Aus einigen Fenstern sahen ihn besorgte Gesichter an und Hauptmann Jason Brikkstone ballte die Mechfaust vor Wut. Eigentlich sollten sämtliche Zivilisten evakuiert worden sein, doch einige hatten sich vehement geweigert ihr Heim zu verlassen. Jetzt wurden die Söldnermechs durch diese Dickköpfe in ihrer Arbeit behindert und mussten aufpassen wohin sie schossen. Ihre Gegner hatten da weniger Skrupel, wie es schien.

Die Seuche der Piraterie war über Nightfall gekommen und hatte diesen Planeten geplagt. Das Lyranische Militär hatte schnell reagiert und die Söldnerlanze ‚Brikks Kommandos‘ eingeschifft. In dieser Nacht hatte die Einheit zwei der Piraten in die Falle gelockt und innerhalb der Stadt in ein tödliches Katz und Mausspiel verwickelt. Darunter war auch dieser Warhammer.
Von außen sah die Maschine alt und zerschlissen aus, doch der Schein hatte sie zu anfangs getäuscht. Unter der schäbigen Lackierung hatte sich ein erstklassig gewarteter Mech versteckt und sein Pilot wusste damit um zu gehen. Wie Team Eins der Kommandos feststellen mußte. Das hatte Jasons Neugierde geweckt, er wollte mehr Informationen.
Hinter diesem fragwürdigen Piraten landete Mechkrieger Tomber seinen Griffin und legte den schweren Laser an. Es knackte, als die Waffe zum Leben erwachte. Kurz waren die beiden Maschinen durch einen rubinroten Strahl miteinander verbunden gewesen und bildeten eine kurzweilige Einheit. Metall verflüssigte sich, wo sich die Energie einen quer Pfad über die Torsopanzerung gebrannt hatte. Angreifende Infanteristen, zu Füssen des Hammers, feuerten ihre Raketenwerfer auf den Söldner ab und suchten anschließend Deckung in den Häusern. Sie traten die Türen ein und nahmen neue Positionen ein. Irgendwo in der Stadt ertönte eine laute Explosion und machte die Nacht kurzzeitig zum Tage. Die Generatoren des örtlichen Stromversorgers waren jetzt nur noch ein Haufen Schrott und überall gingen die Lichter aus. Nightport lag nun in völlige Finsternis getaucht. Allein das Waffenfeuer war jetzt eine Quelle der Helligkeit. Sofort aktivierte der Hammer seinen Scheinwerfer, doch ein direkter Lasertreffer ließ ihn laut Platzen.
Die beiden Piraten hatten vergeblich versucht, aus dieser Umfassung zu entkommen, doch die Maschinen hatten keine Chance. Sich in einer Stadt ohne Sprungdüsen einkesseln zu lassen, war nicht gut. Anfangs waren sie sich ihres Sieges sicher gewesen, doch jetzt rächte sich die übereilte Zuversicht.

Der Söldner-Hauptmann lächelte, als der Warhammer sich dem neuen Gegner zuwendete und versuchte ihn zu stellen. Doch der Griffin dachte nicht daran, bei diesem Spiel mit zu machen! Er zündete wieder seine Sprungdüsen und löste sich aus dem Kontakt.
Tomber machte seine Sache gut, lobte ihn Jason gedanklich und knackte mit den Knöcheln.
Zeit, den Sack zu zu machen.
„Hier Boyle! Hauptmann, wir haben unser Ziel zerstört.“, meldete sich sein Leutnant über den lanzeneigenen Gefechtskanal.
„Hat der Pilot überlebt?“, fragte er und hatte bereits ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.
Er hoffte es, den sie brauchten mehr Informationen über die Angreifer. Was ihm Sorgen machte, war die Flügelfrau von Team Zwei. Die Pilotin war nicht gerade zimperlich, wenn es gegen Piraten ging.
Die Füchsin hatte in ihrer Vergangenheit beide Elternteile verloren, als sie von Piraten in die Peripherie verschleppt wurden. Die Trebuchet, die sie liebevoll BigBoy nannte, hatte ihrem Vater gehört, einem tapferen Mechpiloten und so führte sie die Kriegertradition der Familie fort. Sie hasste alle Piraten und war schnell dabei, wenn es um das Bekämpfen dieses Weltraumabschaums ging.
„Negativ.“, ertönte aus dem Neurohelm und es war nicht gerade die erhoffte Antwort.
Aber er hatte schon damit gerechnet. So lag es an Team Eins, diesen Fehler zu korrigieren.

Chu-i Ikaru Gonso bewegte den Warhammer langsam vorwärts. Er drehte seinen Torso langsam zu beiden Seiten, um die getroffene Rückenpanzerung zu decken. Die nachrückenden Soldaten behielten ebenfalls die Umgebung im Auge. Laut den Sensoren trieben sich die beiden Söldnermechs hier immer noch herum und lauerten offenbar auf einen passenden Zeitpunkt für einen Angriff. Sergeant Kiru meldete sich nicht mehr, so musste der Offizier davon ausgehen, dass seine Javelin zerstört wurde und der Mechkrieger Tot oder gefangen war. Das die LCS so schnell reagieren würden und Truppen heran führten, auch wenn es sich um Söldnerabschaum handelte, hatte die getarnten Kuritaner überrascht. Die ursprüngliche Mission sah einen Terroreinsatz unter der Tarnung von Piratenüberfällen vor. Die örtlichen Truppen sollten solange beschäftig werden, bis der Drache einen Moment der schwäche für sich nutzen konnte. Dann solllte eine Streitmacht folgen und diese wertvolle Gartenwelt in Besitz nehmen. Allerdings hatte Kurita eher interesse an den reichhaltigen Eisenerz vorkommen, statt an der vielfältigen Natur. Es lag an Ikaru, diesen Angriff vor zu bereiten und das auftauchen der Söldner gefährteten den Auftrag. Sie waren hartnäckiger als er dachte und nun war er ihnen in die Falle gegangen. Wie kleine Kinder und Chu-I Ikaru Gonsos Ehrgefühl hatte einen gehörigen Knacks erhalten.
Gut, sein Lanzenkamerad war offenbar Tod. Ihn aber würden sie nicht bekommen! Zumindest nicht lebend. Er würde lieber wie ein Krieger gegen diesen Dreck sterben und so seine Ehre wieder herstellen.

Jason folgte vorsichtig seinem Gegner im Schatten der Gebäude und Tomber blieb ebenfalls in dessen Nähe. Schließlich erreichte der Hammer einen großen Platz. Unzählige Marktstände und -fahrzeuge waren dort aufgestellt. Zwischen ihnen lagen die Körper getöteter Zivilisten. Die Infanterie der Piraten hatte hier anscheinend sinnlos ein blutiges Tontaubenschießen veranstaltet. Viele der Zivilisten lagen auf dem Bauch mit Treffern im Rücken.
Bestien, allesamt!
Eigentlich hatte dieser Pilot den Tod verdient, aber Jason brauchte ihn. Etwas stimmte hier nicht. Piraten evranstalteten normalerweise keine Blutbäder, da sie darauf aus waren Beute zu machen. Unnötiges Aufsehen zog im schlimmsten Falle eine Strafexpedition des jeweiligen Staates nach sich und das wollte keiner dieser Plünderer. Also warum dieses Chaos?
„Ziel auf die Beine.“, laserte er seinem Flügelmann in einem passenden Augenblick zu.
Würde der Pirat den Platz überqueren? Dann hatten sie ihn. Allerdings hätte er dort auch ein gutes Schussfeld für seine Partikelkanonen. Dazu durfte es nicht kommen! Er gab den Angriffsbefehl.

Ikaru summte ein altes Lied aus seiner Kindheit, welches ihm seine Mutter immer am bett vor sang. Es erinnerte ihn an diese unbeschwerten Tage der Vergangenheit. Er tippte einige Codes in den Bordcomputer und deaktivierte die Rettungsautomatik. Sie würden ihn nicht kriegen, zumindest nicht lebend. Dann reagierten die Sensoren, als sie eine Hitzequelle orteten. Sie kam schnell näher und der Offizier richtete seine Waffen aus. Dann kam der Griffin, stürmte aus einer Gasse und feuerte die Laserwaffen ab. Sofort löste er eine Breitseite aus und die Temperatur schoss rasant in die Höhe. Er fletschte die Zähne, als die Treffer Panzerung verflüssigte oder absprengte. Der mittelschwere Battlemech kam ins Wanken und zerstörte dabei einige der Stände. Doch der Scum fing die taumelnde Maschine ab und verwandelte den Sturz in eine knieende Position um. Ikaru mußte ihm für diese Leistung seinen Respekt zollen.

Kaum hatte sich Tomber wieder gefangen, feuerte er und ein schwerer und zwei mittelschwere Laser blitzten auf. Ihre Lichtspeere stachen nach den Torsen und Beinen des Warhammers. Das Panzerdiagramm des getroffenen Mechs flackerte auf dem kleinen Hilfsmonitor des Griffins. Die getroffenen Zonen nahmen schließlich eine gelbliche Farbe an.

Die beiden Battlemechs lieferten sich anschließend ein erbarmungsloses Feuergefecht. Es schien sich über Minuten hin zu ziehen, als der Gefechtscomputer plötzlich zwei weitere Ortungen meldete. Sie befanden sich noch andernhalb Kilometer weit entfernt. Der Kuritaner atmete schwer, es war extrem heiß in dem engen Cockpit und die Kühlweste lief auf hochtouren. Das mussten Verstärkungen der Verteidiger sein. Seine restlichen Männer befanden sich noch außerhalb der Stadt. Er musste den Söldner schnell vernichten.
Wieder drückte er die Feuerknöpfe seiner Waffen und… Sie schwiegen! Die Innentemperatur hatte einen kritischen Punkt erreicht.
„Scheiße!“, keuchte Ikaru und schlug schweißgebadet auf den Veto-Schalter.
Aber bevor er weiter feuern konnte, bekam sein Battlemech einen mächtigen Schlag gegen den Rücken und ließ ihn ein paar Schritte nach vorne stolpern. Alarmsirenen schrillten und rote Warnlampen bullten um seine Aufmerksamkeit, als das rechte Bein nur noch wenige Prozent seiner internen Struktur besaß. Die Victor!
Den Mech hatte er im Eifer des Gefechtes ganz vergessen. Er hatte sich zu sehr auf den Griffin konzentriert und war den Söldnern wieder auf den Leim gegangen. Aber noch war er nicht besiegt!

Jason fixierte den Siebzigtonner vor sich und zog das rechte Bein wieder zurück. Dann schmetterte er die linke Faust in den breiten Rücken und zertrümmerte die dünne Restpanzerung. Anschließend feuerte er die Unterarmlaser in die stählernen Eingeweide, um sein Zerstörungswerk ab zu runden. Funken stoben und kleinere Explosionen sprengten von innen heraus weitere Panzerstücke aus der Front heraus. Der geschundene Griffin nutzte diese Ablenkung, um an seinen Gegner heran zu kommen. Die Gegenwehr des Piraten hatte stark nach gelassen und eine rote Hitze-Aura war auf den HUD‘s der Söldner zu sehen. Er gab ein vorzügliches Ziel in der kühleren Nacht ab.
Ein weiterer Tritt riss schließlich das Gliedmaße ab und ließ den Mech zur Seite kippen. Mit lautem Getöse krachte die Maschine hart auf den gepflasterten Boden auf und rührte sich nicht mehr. Die beiden Söldner warteten noch einige Sekunden ab, ob sich etwas regte.
Aber nichts passierte.
„Brikkstone an Miliz. Sichern des Geländes. Hier könnten sich noch feindliche Schlammis herum treiben. Bergungsteam: Anrücken und Piloten bergen.“, gab Jason durch.
„Jawohl!“, ertönte die Antwort über den Äther.

Jetzt erschienen die Trebuchet und ein Quickdraw auf der Bildfläche. Die Füchsin und Leutnant Boyle hatten den Kampfschauplatz erreicht. Beide hatten sie von ihrem Gefecht tiefe Narben davon getragen. Die Javelin hatte sich verbissen gewehrt.
„Lebt das Schwein noch?“, verlangte die Füchsin zu wissen „Ich mach ihn alle!“.
„Ich hoffe es. Lissy bleib ruhig! Er gehört mir und danach kannst du ihn vielleicht haben. Aber nur eventuell.“.
Zur Sicherheit lenkte er seinen Victor zwischen die beiden Maschinen, um spontanen ‚Fehlfunktionen‘ ihres schweren Lasers zuvor zu kommen.
„Sichert lieber das Gelände. Ich will keine Überraschungen erleben müßen, während die Sanis den Piloten rausholen.“.
„Verstanden.“, bestätigte sein Unteroffizier und führte den Befehl aus.
„Füchsin! Du auch.“, befahl Jason nachdrücklich mit fester Stimme.
Es war besser, ihr eine Beschäftigung zu geben.
„Jawohl...“, knurrte die Mechkriegerin widerwillig.

Nach fünf Minuten waren zwei Infanterie-Züge der Planetaren Verteidigunsstreitkräfte vor Ort. Das Bergungsteam wurde mit einem Hubschrauber abgesetzt und sofort machten sich die Techs daran, den Piloten aus seinem Mech zu holen. Nach etlichen Versuchen hatten sie es endlich geschafft. Dann zogen sie den Mann heraus. Sein Kopf war Blutüberströmt und Jason vermutete schon das schlimmste, also sprach er es hoffnungsvoll aus. Sein Außenbordlautsprecher knackte,
„Lebt er noch?“.
Einer der beiden Sanitäter hob den Daumen als Antwort.
Gut!
Jason war zufrieden. Endlich würden sie antworten bekommen. Die Infanterie der Piraten hatte sich anscheinend während des Kampfes verzogen. Leider war der Hammer nur noch ein Haufen Schrott, so würde er nur noch als Ersatzteillager dienen können.

Die Stadt lag wieder ruhig und sicher. Jason gab den Befehl zum Abrücken und ‚Brikks Kommandos‘ rückten wieder in ihre Basis auf dem Raumhafengelände ein.

Dieser Beitrag wurde 15 mal editiert, zum letzten Mal von Tarl Martell: 21.08.2017 19:34.

18.08.2017 02:16 Tarl Martell ist offline E-Mail an Tarl Martell senden Beiträge von Tarl Martell suchen Nehmen Sie Tarl Martell in Ihre Freundesliste auf
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