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Zum Ende der Seite springen (Story-2) Brikks Kommandos: Schichtwechsel v.1.3
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Tarl Martell Tarl Martell ist männlich
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Text (Story-2) Brikks Kommandos: Schichtwechsel v.1.3 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

So, hier eine weitere Story smile

Schichtwechsel
Autor: Tarl Martell
(v.1.2)

Nightport-Raumhafen, Planet Nightfall, Steiner-Kurita Grenze

04:30 PSZ, 24.Juni 3039
Stille lag über den Raumhafen und diese Nacht versprach wie jede andere zu sein. Außer ein paar Infanterie-streifen der örtlichen Miliz, regte sich nichts auf dem ausgeleuchteten Gelände. Einem gestrandeten Wal gleich, lag das Leopard Landungsschiff der Söldnereinheit ‚Brikks Kommando‘ auf seinem zugewiesenen Landeplatz und ein einzelner Griffin stand davor Wache. Sein Pilot gähnte und sah immer wieder auf die digitale Zeitangabe seines HUD‘s. Zum Glück war im anderthalb Stunden Wachablösung und er freute sich schon auf seine Koje.
Ein letztes mal würde er den Koloss aus Panzerung und Waffen über das Gelände steuern, um hier nach dem Rechten zu sehen. Hoffentlich kam die Füchsin nicht wieder zu spät…

05:00 PSZ, 24.Juni 3039
Die Kabine war in Dunkelheit gehüllt. Auf einer zerwühlten Pritsche lag eine schlanke, zierliche junge Frau und schlief. Sie atmete gleichmäßig, erschöpft und zufrieden. Dann erklang das Geräusch einer überschweren Autokanone…
Wumm-Wumm-Wumm
Einige Flüche kamen ihr über die Lippen und sie schlug mit der Faust auf den Wecker. Der daraufhin zu Boden fiel und dort sein Leben mit einem letzten *Pink* aushauchte. Nuschelnd drehte sie sich um und kuschelte sich in die Decke. Nur noch ein paar Minuten! Die würden ja noch drinne sein.
Dann begab sie sich wieder in Morpheus Arme. Der Mann neben ihr murmelte etwas und sie vertrieb ihn mit strampelnden Tritten aus ihrem Bett „Verzieh dich!“. Was der One-Night-Stand auch schnellstens tat.

05:30 PSZ, 24.Juni 3039
Mechkrieger Brian Tombers Laune war in ungeahnte Tiefen hinab gesunken. Sie tat es schon wieder! Sie verspätete sich abermals, wie in den letzten beiden Nächten. Das konnte so nicht weitergehen. Er nahm sich vor, bei der nächsten Gelegenheit mit dem Hauptmann ein ernstes Wort darüber zu wechseln. Seiner Meinung nach hatte ein Schichtwechsel pünktlich zu erfolgen, egal, ob derjenige am Vorabend einen Drauf gemacht hatte oder nicht. Der ehemalige Steiner-Pilot fluchte. Pünktlichkeit war eine Tugend, aber was wusste die Jugend schon davon. Es ging hier um das Prinzip! Jeder hatte seinen Soll zu erfüllen. Nicht mehr und nicht weniger!
Tomber stellte seinen Griffin wieder neben das Landungsschiff und wartete. Die ersten Techs, vom örtlichen Bodenpersonal, erschienen und schlurften zu ihren Arbeitsplätzen. Von dem Assassin der Mechkriegerin war allerdings immer noch nichts zu sehen.

05:45 PSZ, 24.Juni 3039
Plötzlich schreckte Louisiana von Bergstrom hoch und sah mit geröteten Augen auf die Überreste ihres Weckers.
„Scheiße!“, rief sie und sprang mit einem Satz von ihrer Schlafstätte.
Keine Zeit mehr für Unterkleidung und eine Katzenwäsche musste reichen. Anschließend rannte sie zu ihrem Spind und streifte sich umständlich einen grauen Overall über. Ihr Blick fiel auf eine der Wanduhren, sie würde wieder zu spät kommen und Tomber hasste Unpünktlichkeit. Unterwegs schnappte sie sich das Klemmbrett mit der Datendisk für den heutigen Tage. Hoffentlich würde sie nicht dem Hauptmann begegnen. Dann erreichte Lissy, wie sie auch genannt wurde, den Mechhangar.
Kurz hielt sie an der Pforte inne und spähte in das Halbdunkel hinein. Gut! Vom Boss war nichts zu sehen. Seine Victor stand noch in ihrer Wartungsbucht und war abgeschaltet. Nur ein paar Techs trieben sich hier herum. Sie tranken entweder Kaffee, beugten sich über irgendwelche Blaupausen oder schoben klappernde Werkzeugwagen vor sich her. Sie lächelte und bändigte ihre rote Mähne mit einem Haarband zu einem Zopf. Das Glück war mit ihr und so marschierte sie selbstbewusst über den Hallenboden. Was konnte heute noch schlimmeres passieren?
Sie erreichte ohne Schwierigkeiten ihre 5J Trebuchet, ihren persönlichen Battlemech. Wie eine riesige Panzerrüstung rackte dieser zehn Meter über ihr auf und sie tätschelte fast zärtlich seine Beinpanzerung,
„Na, mein hübscher. Haben wir gut geschlafen? BigBoy. Zeit für einen Ausritt… Ja ich weiß, kein Mann kann es mit dir aufnehmen!“.
Dann kletterte die Füchsin eine herab gelassene Eisenstrickleiter empor.

06:00 PSZ, 24.Juni 3039
Tomber wurde unruhig und war innerlich sehr wütend. Er schien schon ewig zu warten und von der Füchsin war immer noch nichts zu sehen. Fluchend öffnete er eine Verbindung zur Basis und wollte gerade Meldung machen, als der Fünfzigtonner träge aus dem Hangar trat. Der rechte Arm mit den mittelschweren Lasern baumelte leicht bei jedem Schritt vor und zurück. Seine Pilotin lenkte den Mech in seine Richtung und seine freie Hand winkte ihm zu.
„Na endlich.“, murrte er und grüßte zurück.
„Reichlich spät. Füchsin.“.
„Ach halt's Maul, Tomber und schwing deinen Arsch in die Kantine.“.
Brian grinste und akzeptierte die Entschuldigung. Trotz allem mochte er das Mädchen und konnte ihr nicht lange Böse sein. Er hasste sich dafür und setzte den Griffin in Bewegung. Mit einem getippten Befehl laserte er ihr noch einen kurzen Statusbericht rüber und verschwand im Hangar. Endlich Schluss und jetzt erst mal ein gutes Frühstück.
Er positionierte die Maschine in die, für ihn, vorgesehene Wartungsbox und dockte an die Halteklammern. Mit einem metallischen Geräusch rasteten sie ein und sicherten den Battlemech vor einem außerplanmäßigen Sturz, während die Techs an ihm arbeiteten. Schnell speicherte er noch den Bericht auf einen Datenstick und schwang die Frontverglasung nach oben. Er sicherte die Systeme und der Reaktor lief jetzt mit minimaler Leistung. Dann kletterte Brian nach unten.
„Mechkrieger.“, begrüßte ihn seine Tech.
„Das rechte Kniegelenk macht mir Sorgen, Jina.“, nickte er in Richtung des rechten Beines.
„Verstanden. Ich kümmere mich drum.“.
Dann schob sie ihren Kontrollcomputer neben den Fuß und stöpselte sich in das Computersystem des Battlemechs ein.
Zufrieden pfiff der Krieger ein altes Marschlied des Lyranischen Militärs und betrat die Zentrale. Dort übergab er den Datenträger und empfahl sich in die Kantine weiter. Er hatte einen Bärenhunger.

10:00 PSZ, 24.Juni 3039
Mittlerweile war der ganze Raumhafen zum Leben erwacht und es herrschte rege Betriebsamkeit. Das Bodenpersonal eilte umher und kümmerte sich um die ankommenden Landungsschiffe. Passagiere hetzten zu ihren Transportern und Lissy hielt sich am Rande des Landungsfeldes auf. Immer wieder sah sie dabei auf die Uhr. Minuten wurden zu Stunden und sie stöhnte gelangweilt in ihrem Pilotensitz. Doch dann schreckte sie hoch, als ein Glockenton erklang und eine Erinnerungsanzeige über das HUD flatterte.
Verflixt!
Sie hatte wieder mal die Zeit vergessen und fluchte. Sie brauchte eindeutig mehr Schlaf und nahm es sich fest vor, sofort damit zu beginnen. Es wurde wieder Zeit, um am Haupttor Position zu beziehen. Jeden Tag das gleiche Schauspiel: Diese Friedensspinner würden bald eintreffen und diesmal war sie an der Reihe, sich um die Damen und Herren zu kümmern. Derjenige, der zu dem Zeitpunkt Wachdienst hatte, musste dann dort für Ruhe und Ordnung sorgen. Jeder der Mechkrieger hasste es, doch sie liebte es. Endlich etwas Action!
Froh gelaunt lenkte sie BigBoy zum Checkpoint und baute sich dort auf. Es hatten sich bereits einige der örtlichen Milizschlammis dort eingefunden und warteten ebenfalls. Einige gähnten und unterhielten sich, lachten oder waren einfach nur konzentriert in ihrer Aufgabe. Sie hatte sich Zehn Meter vor dem Tor postiert und sah sich um. Vom Hauptmann war immer noch nichts zu sehen gewesen.
Seltsam, wo steckte er nur heute Morgen. Normalerweise war er immer der Erste, weil er sich das Spektakel ebenfalls nicht entgehen lassen wollte. War das jetzt gut oder schlecht? Für sie oder was?
Sie schüttelte diesen Gedanken ab und nahm einen Schluck aus der Feldflasche. Das Wasser schmeckte etwas abgestanden und sie verfluchte ihre Nachlässigkeit. Dafür musste ihr Tech später büßen müssen, beschloss sie und freute sich auf eine Runde Poker in ihrer Kabine. Dann meldete sich der Gefechtscomputer.
„Der ‚Feind‘.“, kicherte sie.
Zwei Busse näherten sich und das HUD vergrößerte den ausgewählten Bildausschnitt. Die Fahrzeuge näherten sich über einen Autobahnzubringer dem Haupttor und schon jetzt konnte sie die Banner, mit der Friedenstaube, an den Flanken der Fahrzeuge flattern sehen.
Der Spaß konnte beginnen.

10:30 PSZ, 24.Juni 3039
Die Horde hatte vor dem geschlossenen Tor Aufstellung bezogen und hielt selbstgemachte Banner in die Luft. Unzählige Münder schrien Friedensparolen und zwei Mönche knieten auf dem heißen Asphalt. Die Temperatur war in den letzten Stunden rasch in die Höhe geklettert und die Füchsin war froh, in einem Mechcockpitzu sitzen. Das Lebenserhaltungssystem der Trebuchet arbeitete auf hochtouren und so brauchte sie noch nicht die Kühlweste aktivieren.
Aber im Gegensatz zu ihr, mussten die Leute da unten verdammt viel schwitzen.
Einige der Demonstranten rüttelten am Gitter und schoben daran. Die Soldaten drängten sie mit hieben ihrer Schlagstöcke zurück, was die Menge nur noch wütender machte. Louisiana seufzte,
„Diese Amateure.“.
Dann fasste sie eine ältere Frau ins Auge, welche auf dem Dach eines der Busse stand und mit einem Megaphon ihre Forderungen ausrief. Die Menge wiederholte es jedes mal.
„Verschwindet Fremdweltler. Wir wollen Euch hier nicht haben!“.
„Söldnerabschaum, haut jetzt ab!“.
„Mordgesindel! Dreckiges Piratenpack!“.
Das war Zuviel! Was maßte sich diese alte Vettel an! Louisiana aktivierte die Zielerfassung und nahm die Agitatorin ins Visier. Von außen gesehen, nahm der Battlemech eine Angriffsposition ein und legte mit den beiden Armlasern an. Doch das schien die Frau nicht zu beeindrucken, eher schien es ihre Entschlossenheit noch zu stärken. Nur einige ihrer Anhänger wichen vor dem aggressiv erscheinenden Battlemech zurück.
„Seht ihr! Seht ihr, wie sie ihre Waffen gegen friedliche Bürger dieses Planeten erhebt.“, schrie sie sich in Rage.
Ein Offizier der Miliz brüllte zur Füchsin hinauf und winkte mit den Armen. Er versuchte ihr zu verstehen zu geben, dass sie die Waffen wieder sinken lassen sollte. Doch sie beachtete ihn nicht weiter. Stattdessen streichelte sie mit dem Zeigefinger über den Feuerknopf. Sie leckte sich mit der Zunge über ihre sinnlichen Lippen und fühlte ein angenehmes Kribbeln tief in sich aufsteigen.
„So, du Miststück!“.
Dann verdunkelte sich plötzlich ihr HUD, als sich ein Battlemech davor schob und mit ihrer stählernen Hand drückte die Victor den erhobenen Arm sanft nach unten. Es war für den achtzigtonner ein leichtes, da die künstlichen Muskeln der leichteren Maschine nicht über genügend Kraft verfügten.
„Schluss jetzt, Mechkriegerin Bergstrom!“, hallte die Stimme des Alten durch ihren Neurohelm.
Das holte sie aus ihrer Konzentration und ihr Körper entspannte sich wieder, ebenso die Haltung des mittelschweren Mechs.
Dann schallte die entschlossene Stimme des Hauptmannes über die Außenbordlautsprecher seiner Victor über die Betonfläche.
„Ich erkläre diese Versammlung für beendet und Aufgelöst. Bürger, geht nach Hause. Wer bleibt, wird Inhaftiert!“.
Dabei tat er einen Schritt auf die versammelten Menschen zu und machte eine scheuchende Handbewegung. Dabei hielt er die Läufe seiner überschweren Pontiac Gatlingkanone auf den Boden gerichtet. Murrend und schimpfend fügten sich die Ermahnten und stiegen wieder in ihre Friedenstransporter ein. Nur die alte Frau starrte den Mech noch eine Weile an und rümpfte angewidert die Nase. Schließlich kletterte sie doch noch herunter und stieg ebenfalls ein. Wütend sah sie immer noch durch die Frontscheibe des Busses heraus, solange bis das Fahrzeug gewendet hatte und wieder den Zubringer hinauf fuhr.
Hauptmann Jason Brikkstone drehte seine Victor wieder herum und laserte Bergstrom eine Nachricht herüber,
„Das wird ein Nachspiel haben, Lissy. Diesmal hast du den Bogen überspannt.“, wies er sie zurecht.
„Aber sie haben uns beleidigt. Die Ehre der Kompanie mit Füßen getreten. Sie haben uns… Piratenabschaum genannt!“, versuchte sie sich verzweifelt zu rechtfertigen.
Aber die erhobene Mechhand brachte sie zum Schweigen.
„Trotzdem muss man sich unter Kontrolle haben. Nach der Schicht in meinem Büro! Soldat.“.
„Jawohl.“, gab sie auf und fügte sich.
Es nützte nichts, mit ihm zu diskutieren. Sie musste es hinnehmen und die Strafe akzeptieren, egal wie sie ausfallen würde. Ihre Freude auf das Schichtende hatte nun einen Dämpfer erhalten.
„Abmarsch! Dienst wieder aufnehmen.“, kam der Befehl über den Äther und BigBoy salutierte.
Oh Mann, was für ein Tag! Wäre ich doch bloß im Bett geblieben.

13:00 PSZ, 24.Juni 3039
Endlich Schichtwechsel. Louisiana atmete scharf aus und lehnte sich dabei zurück. Sie steuerte die Trebuchet auf den Leopard zu, wo der Quickdraw Leutnant Boyles, bereits auf sie wartete. Er hob eine Hand zum Gruß.
Jetzt musste sie nur noch die Standpauke des Alten ertragen, ehe sie in die Kantine konnte. Einfach Nicken und Einsichtig sein, das war immer gut. Dabei unschuldig gucken, das wirkte bei den meisten Männern. Doch der Hauptmann war anders, eine harte Nuss war er. Da würde das nicht ziehen. Sie musste sich diesmal eine andere Strategie ausdenken.
Dann rieß ein Rempler sie aus ihren Gedanken und sie hätte BigBoy fast gegen das Landungsschiff gesteuert.
Das hätte ihr gerade noch gefehlt. Der Tag wurde immer besser.
Sie funkte ihrem Söldnerkameraden einen Situationsbericht rüber und verabschiedete sich.

Dann mußte sie heute Abend das Pokerspiel wohl überspringen müßen...

Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Tarl Martell: 21.08.2017 19:31.

20.08.2017 01:14 Tarl Martell ist offline E-Mail an Tarl Martell senden Beiträge von Tarl Martell suchen Nehmen Sie Tarl Martell in Ihre Freundesliste auf
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